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Unglaublich: Chlor im Trinkwasser

Ich weiß nicht,wie es um Ihr Trinkwasser steht: Wird es gechlort?
Ich dachte, so etwas gibt es vielleicht mal selten irgendwo im Ruhrgebiet, aber nun kommt Wasser mit Chlorzusatz auch aus meiner Wasserleitung. Ich finde das deshalb unglaublich, weil ich in einem idyllischen oberbayerischen Gebirgsort lebe, nämlich in Bergen. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen die Mineralwasserquellen Petrusquelle in Siegsdorf und Adelholzen. Da möchte man meinen, dass man hier auf jeden Fall kristallklares natürliches  Wasser zu trinken bekommt. Leider ein Irrtum.

Bedauerlicherweise ist es bei uns nicht so , wie die Kapitäne der Königsee-Schiffe ihren Fahrgästen scherzhaft weismachen:
„Der Königsee hat Trinkwasserqualität, aber davon haben wir nichts: Wir Bayern trinken nämlich kein Wasser.“

Na, dann Prost, Gesundheit und wohl bekomm’s!

Das Bundesland Baden-Württemberg wollte verhindern, dass Getränke-Hersteller Mineralwasser mit Schadstoffen verkaufen und ging vor Gericht. Dieses hat sich dagegen entschieden und beschlossen, dass natürliches Mineralwasser nicht gänzlich frei von Pestizidrückständen und anderen Belastungsstoffen sein muss. Einen Grenzwert gibt es allerdings nicht.
http://web.de/magazine/gesundheit/ernaehrung/17701662-urteil-baden-wuerttemberg-mineralwasser.html#.A1000145
Da können wir Verbraucher nur staunen! Manche Mütter kaufen sich doch tatsächlich immer noch Mineralwasser zum Kochen für ihre Babys, damit diese was Gesundes bekommen.
Und noch etwas zur Mineralwasserbelastung: Ist es nicht schön, wenn es keinen Grenzwert gibt? Da haben wir nun auf einmal die Freiheit selbst zu entscheiden, wie viel Schadstoff wir zu uns nehmen wollen (wenn wir nur wüssten, wie viel drin ist.)
Endlich sieht einmal ein Gericht den Tatsachen ins Auge: „Natürlich“ heißt heutzutage eben auch: schadstoffbelastet! Die Industrie will, dass wir uns an diesen Normalzustand gewöhnen. Sie hat immer schon gefunden, dass alle Stoffe so lange der Nahrung beigemischt werden dürfen, bis deren Schädlichkeit erwiesen ist. Deshalb wird es wohl in Zukunft so sein, dass nicht mehr von „Schadstoffen“, sondern von „Beimengungen“ gesprochen werden soll.
Sie werden dagegen natürlich protestieren. Vorher sollten Sie aber hierüber nachdenken: Da gibt es viele Leute, die glauben an Homöopathie und meinen, mit geringen Dosen eines Stoffes könnte man Krankheiten heilen. Das kann auch ein Gift sein. So könnte es also durchaus sein, dass uns ein bisschen Pestizid sogar gesünder macht. Haben sich die Homöopathen schon einmal darüber Gedanken gemacht? (Lieber nicht, denn wenn die Bevölkerung zu gesund würde, gäbe es viele Arbeitslose im Gesundheitswesen.)