Schlagwort-Archive: Mieten

Preisschock an der Tankstelle bei 1,61 € pro Liter?

Ende Februar habe ich einen Schock erlitten beim Tanken zum Preis von 1,94 Euro für Super. Da habe ich vorsichtshalber nur 20 Liter getankt. Aber beim letzten Mal an der Tankstelle war der Preis auf 2,12 € gestiegen.
Da denke ich wehmütig an meine Jugend zurück, als ich mein erstes Auto für 49 Pfennig pro Liter betankte. Und das erste Öl für mein neues Haus kostete 7,2 Pfennig. Da haben wir sogar die Garage beheizt.
Ja, früher war eben alles besser:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/22/frueher-war-alles-besser-2/

Und neidisch schaue ich über die nahe Grenze nach Österreich. Dort lese ich von einem Preisschock bei einem Preis von 1,61 €. Nicht nur das ist besser in Österreich, sondern auch die Renten, die Mieten …
Da kann man nur sagen: „Tu felix Austria!“
https://autorenseite.wordpress.com/2019/10/31/tu-felix-austria-traurige-mieten-und-renten-in-deutschland/

Sind die Österreicher gescheiter als die Deutschen?

 

Die Zeiten sind vorbei, in denen man über die Österreicher schäbige Witze machte wie diesen:
Warum haben die Badewannen in Österreich zwei Abläufe?
Einen für Warmwasser und einen für Kaltwasser.

Inzwischen sind uns solche ohnehin ungehörigen Witze längst vergangen. Wir blicken staunend nach Österreich und fragen uns, sind die Deutschen dümmer oder nur sind es nur ihre Politiker?

Tu, felix Austria! Niedrigere Mieten und höhere Renten als in Deutschland

Nun haben uns die Österreicher sogar auf einem Gebiet überholt, wo wir uns einmal mehr Kompetenz zugetraut haben: Unsere Nachbarn sind bei der Digitalisierung weiter vor gerückt und  haben uns hinter sich gelassen. Besonders gut liegt man dort bei digitalen öffentlichen Diensten und der Verfügbarkeit von digitalem Wissen und ausgebildeter Experten.
https://abo.sn.at/nachrichten/abonnement/zeitungsabos/testabonnement/sn/artikel/sn-lesen-und-staubsauger-roboter-gewinnen-484502/?utm_campaign=testengewinnensaugroboter21&utm_source=sn-at&utm_medium=display&utm_content=sitelink

„Deutschland ist ein Sanierungsfall.“

„Deutschland ist ein Sanierungsfall.“ Dies sagte der FDP-Vorsitzende Christian Lindner. Damit sprach er treffend aus, wie es um unser Land steht. Aber Lindner sieht den Sanierungsfall mit Scheuklappen, nämlich aus dem Blickwinkel der Reichen und der Unternehmer. Dass es aber der Merkelismus ist, der unser Land zum Sanierungsfall gemacht hat, sieht er nicht. Diesen Merkelismus habe ich hier häufig beschrieben, z.B.:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/08/07/wollt-ihr-das-so-deutschland-stuerzt-ab/

Deshalb hier ein paar Stichworte für Herrn Lindner, wenn es bei den Koalitionsverhandlungen um die Sanierung geht. Die folgenden Themen hat man bei der FDP offenbar nicht auf dem Schirm. Was will die FDP tun gegen:
die wachsende Kinderarmut,
die zunehmenden prekären Arbeitsverhältnisse,
die zu hohen Mieten, die immer mehr Menschen unter dem Existenzminimum vegetieren lässt,
die sich immer weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich,
die unsicheren Renten, …?

Wahrscheinlich wird die FDP nicht mehr wahr haben wollen, dass sie sich einmal gegen Subventionen ausgesprochen hat:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/09/17/subventionitis/
Es ist also zu befürchten, dass die Krankheit der Subventionitis fortbestehen wird. Im vergangenen Jahr wurden fast 5o Milliarden dafür ausgegeben. Aber bei jeder oft sinnlos verschwendeten Subvention sollte sich die FDP fragen, ob nicht vielleicht ein paar Brosamen für die Minderbemittelten abfallen könnten.
Was ich bei der FDP vermisse, ist ein menschliches Gesicht. Arbeiten Sie daran, Herr Lindner, vielleicht mit einem Tag an der Tafel! Glauben Sie mir: Dann sehen Sie manches anders. Und gut fürs Image wäre das auch.

 

Keine Studentenbude? Selbst schuld!

Ich habe ja schon einmal einen Beitrag darüber geschrieben, was sich alles in Deutschland verändert hat:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/09/24/das-muessen-sie-lesen-so-hat-deutschland-sich-veraendert-weiter-so/
Aus aktuellem Anlass muss ich hier noch nachtragen, wie sich die Wohnungssituation für Studenten verändert hat.
Als ich vor 65 Jahren studierte, war die Lage völlig anders:
Mein Freund hatte ein Zimmer im Haus des Chefarztes der HNO-Klinik im nobelsten Stadtteil Münchens.  Es war damals durchaus üblich, dass Professoren Studenten bei sich aufnahmen.
Und die Münchner Zimmervermieterinnen waren eine Zunft für sich: Viele einsame verwitwete Frauen nahmen gerne Studenten bei sich auf, um ein bisschen Leben um sich zu haben. Ich habe da einen guten Überblick, denn meine Familie war von Kiel nach München umgezogen und so wurde ich von Mitschülern und Freunden oft gebeten, für sie ein Zimmer zu besorgen, denn viele wollten auch mal in München studieren. Was habe ich da für nette Frauen kennen gelernt, die ein herzliches Verhältnis zu ihren jungen Mietern hatten. Sie fühlten sich als „Ersatzmütter“und achteten darauf, dass der „arme Bua net untergeht im Sumpf der Großstadt“.  Sie hatten auch immer die Freundinnen, die ihnen manchmal vorgestellt wurden, im kritischen Blick .
Es gab so viele nette Gespräche mit den Wirtinnen, an die ich mich gerne erinnere. Da gab es viel Grund zur Gaudi: Preußen-Bayern, Alt-Jung, Männer-Frauen…

Heute sitzen viele alte Frauen, deren Kinder aus dem Haus sind und die ihren Ehemann überlebt haben, allein in ihren viel zu großen Wohnungen, aber sie würden niemals einen Studenten bei sich aufnehmen. Als einmal eine von ihnen gefragt wurde, wieso, sagte sie:
„Lieber ginge ich zum Putzen.“

Was hat sich hier geändert? Zum einen gab es früher Regeln, die die Vermieter in den Mietverträgen aufstellten und die beachtet wurden, z.B.: „Keine Damenbesuche nach 22.00 Uhr.“ All diese Regeln wurden von der Rechtsprechung außer Kraft gesetzt, so dass man heute nicht mehr weiß, auf was man sich einlässt, wenn man vermietet: Vielleicht hat man das Pech, dass plötzlich eine Kleinfamilie in der Wohnung haust und man diese bei der überlasteten Justiz so schnell nicht los wird.

Das ist die eine Seite des Problems. Die andere ist offenbar diese: Früher waren die Menschen – wie ich finde – netter zueinander: Wenn man schon das Glück hatte, sozusagen als Adoptivsohn bei einer Witwe wohnen zu dürfen, dann zeigte man sich dankbar und erfüllte vielleicht einige ihrer Wünsche, indem man ihr gelegentlich Gesellschaft leistete, wenn sie Unterhaltung wollte, oder man erledigte mal eine Besorgung für sie. Heute besinnen sich die mietenden Studenten eher auf ihre Rechte und das hat natürlich Folgen.

So wäre es heute ein kaum glaublicher Anachronismus, wenn ein Professor einen Studenten bei sich aufnehmen würde. Das stünde sicherlich in der Zeitung.

Wahltipp für Unionswähler (Bitte vor der Wahl unbedingt lesen!)

Sind Sie Unionswähler aus Tradition? Oder weil Sie „christlich“ wählen wollen? Oder haben Sie Angst vor einem Linksrutsch? Dann sollten Sie das vielleicht doch noch mal durchdenken. Wie wäre es denn, sich die Stimmabgabe unter dem Gesichtspunkt der sozialen Verantwortung nochmals zu überlegen? Bekennen Sie sich auch zu dieser Politik:

Wir Unionswähler wollen weiter so mit dem „bewährten“ Merkelismus. Und der sieht so aus:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/08/07/wollt-ihr-das-so-deutschland-stuerzt-ab/

Hier nochmals in Kürze, was diejenigen wollen, die die Union wählen:
>  Wir sind für ständig steigende Kinderarmut, denn Geld verdirbt den Charakter
> Wir wollen steigende Mieten. Uns reicht das Existenzminimum oder weniger. Wir sind ja so bescheiden und daher gegen österreichische Verhältnisse (Miete in Wien ∅ 13 Euro pro qm, in München 22).
> Wir finden es gut, dass immer mehr Menschen von den Tafeln ernährt werden müssen. Dann kriegen die Leute jedenfalls ein gesundes Essen.
> Wir sind keine Neidhammel und gönnen den Reichen, dass sie immer reicher werden. Wer ärmer wird, ist selber schuld.
> Wir sind für prekäre Arbeitsverhältnisse: Aufstocker, Zeit- und Leiharbeiter… So kreiert man Aufschwung und eine Steigerung der Unternehmergewinne.
> Wenn Rentner bis ans Lebensende arbeiten müssen und immer mehr einen Zweitjob brauchen, ist das gut so: Arbeit erhält jung.
> Bescheidenheit ist die Zierde des Alters: Wir wollen keine so hohen Renten wie die Österreicher, die 400 Euro mehr bekommen als Deutsche bei14-maliger Auszahlung.
> Wir Deutschen sind fleißig und arbeiten gerne bis 67 und heben uns damit von den faulen Österreichern ab, die mit 60 in den Ruhestand gehen können.
> Es ist gut, dass die Printmedien über Subventionen vom Staat an die Kandare genommen werden. Es geht doch nicht an, dass jeder schreiben kann, was er will.
> Armut schändet nicht. Deshalb gönnen wir den Bürgern der Nachbarstaaten, dass sie mehr Grundbesitz und viel mehr Vermögen haben.
> Wenn bei uns die Armut ständig steigt, so ist das ein Ansporn für das Volk. noch mehr zu leisten.
> Wir zahlen gerne Steuern. Deshalb finanzieren wir nun den Staat anstatt es wie früher von den Unternehmern zu verlangen.
> Die Maskendeals zeigen die menschliche Seite der Partei. Schwamm drüber und keine weitere Aufklärung! Wir müssen nach vorne schauen!
> Wir geben wenig für Bildung aus, denn wir Deutschen sind sowieso gescheit.
> Wir lieben dynamische Männer, denen auch bei traurigen Ansprachen des Bundespräsidenten der Humor nicht vergeht. Deshalb muss Laschet Kanzler werden, auch wenn ihn das Volk nicht mag.
> Wir haben keine Skrupel, Schulden zu machen „auf Teufel komm raus“. Sollen die Kinder und Enkel nur dafür zahlen, dass wir ihnen das Leben geschenkt haben.
> Wir haben Verständnis dafür, dass die Partei laufend die Verfassung bricht. Zu Recht sagte ein Minister, er könne ja nicht dauernd mit dem Grundgesetz unterm Arm rum laufen.

Ach, wie gut haben wir es doch in Deutschland. Das wird uns durch Umfragen immer wieder eingebläut. Darum weiter so!

Lesen Sie eingehender über den Merkelismus:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/14/was-ist-der-merkelismus-i-2/

Rote Socken oder schwarze Strümpfe?


Wie verzweifelt muss die Union sein dass sie jetzt auf eine Wahlkampftaktik aus der Kohl-Ära zurück greift: nämlich auf die „Rote Socken-Kampagne“. Ja, es werden Szenarien vom drohenden Kommunismus an die Wand gemalt, wenn die „Mauerschützenpartei“ mit regiere. Anscheinend hat die Union ihre eigene Vergangenheit vergessen, in der ehemalige Nazis Gründer waren und ein Kommentator der Judengesetze Staatssekretär werden konnte.

Aber Schluss mit der Vergangenheit. Was ist schlimmer: rote Socken oder schwarze Strümpfe? Vor dieser Wahl stehen die Bürger in 4 Wochen. Soll es wirklich so weiter gehen wie bisher und wie ich bereits schon mal hier geschrieben habe und nun nochmals wiederhole. Wenn sie die schwarzen Strümpfe (Union) wählen, müssen Sie dies bekennen:

>  Wir sind für ständig steigende Kinderarmut, denn Geld verdirbt den Charakter
> Wir wollen steigende Mieten. Uns reicht das Existenzminimum oder weniger. Wir sind ja so bescheiden und daher gegen österreichische Verhältnisse (Miete in Wien ∅ 13 Euro pro qm, in München 22).
> Wir finden es gut, dass immer mehr Menschen von den Tafeln ernährt werden müssen. Dann kriegen die Leute jedenfalls ein gesundes Essen.
> Wir sind keine Neidhammel und gönnen den Reichen, dass sie immer reicher werden. Wer ärmer wird, ist selber schuld.
> Wir sind für prekäre Arbeitsverhältnisse: Aufstocker, Zeit- und Leiharbeiter… So kreiert man Aufschwung und eine Steigerung der Unternehmergewinne.
> Wenn Rentner bis ans Lebensende arbeiten müssen und immer mehr einen Zweitjob brauchen, ist das gut so: Arbeit erhält jung.
> Bescheidenheit ist die Zierde des Alters: Wir wollen keine so hohen Renten wie die Österreicher, die 400 Euro mehr bekommen als Deutsche bei14-maliger Auszahlung.
> Wir Deutschen sind fleißig und arbeiten gerne bis 67 und heben uns damit von den faulen Österreichern ab, die mit 60 in den Ruhestand gehen können.
> Es ist gut, dass die Printmedien über Subventionen vom Staat an die Kandare genommen werden. Es geht doch nicht an, dass jeder schreiben kann, was er will.
> Armut schändet nicht. Deshalb gönnen wir den Bürgern der Nachbarstaaten, dass sie mehr Grundbesitz und viel mehr Vermögen haben.
> Wenn bei uns die Armut ständig steigt, so ist das ein Ansporn für das Volk. noch mehr zu leisten.
> Wir zahlen gerne Steuern. Deshalb finanzieren wir nun den Staat anstatt es wie früher von den Unternehmern zu verlangen.
> Wir geben wenig für Bildung aus, denn wir Deutschen sind sowieso gescheit.
> Wir lieben dynamische Männer, denen auch bei traurigen Ansprachen des Bundespräsidenten der Humor nicht vergeht. Deshalb muss Laschet Kanzler werden, auch wenn ihn das Volk nicht mag.
> Wir haben keine Skrupel, Schulden zu machen „auf Teufel komm raus“. Sollen die Kinder und Enkel nur dafür zahlen, dass wir ihnen das Leben geschenkt haben.
Ach, wie gut haben wir es doch in Deutschland. Das wird uns durch Umfragen immer wieder eingebläut. Darum weiter so!

Lesen Sie eingehender über den Merkelismus:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/14/was-ist-der-merkelismus-i-2/

 

Wir leben in einer Illusion – Deutschland stürzt ab.

Gerade erfahren wir aus einer Studie, dass 13 Prozent der Mieter in Großstädten weniger als das Existenzminimum zum Leben haben – eine Folge der verfehlten Wohnungspolitik unserer Regierung.
Und gerade haben wir auch lesen müssen, dass die Kinderarmut wieder steigt:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/07/15/das-ist-merkelismus-kinderarmut-steigt/
Diejenigen, die sich von Zahlen des sog. „Aufschwungs“ blenden lassen, merken nicht, dass es bei uns steil bergab geht. Ich habe dies hier oft beschrieben unter „Deutschland stürzt ab“ und „Deutschland erwache!“ und werden dies hier demnächst noch einmal zusammen stellen.

Was ist der Merkelismus (I)?


Die Kanzlerschaft von Angela Merkel nähert sich dem Ende und eines Tages werden Historiker auf diese Zeit zurück blicken. Was werden sie sagen?
Ich bin kein Historiker, möchte aber doch hier meine Sicht auf den

Merkelismus

kurz beschreiben. Mein Resümee fällt nicht gut aus, obwohl ich feststellen muss, dass die Kanzlerin unter allen Politikern die höchsten Beliebtheitswerte erreicht. Wie kann es so etwas geben?
Da wuchern natürlich Verschwörungstheorien, die besagen, dass die Bevölkerung über Chemtrails, abgelassenes Kerosin oder chemische Nahrungszusätze dumm und gefügig gemacht werde. So blöde viele diese Theorien manchen erscheinen mögen: Können Sie aber vielleicht erklären, warum die Menschen immer dümmer werden? Neuerdings sogar exponentiell?
http://web.de/magazine/wissen/mystery/chemtrails-menschheit-manipuliert-31159220
Es könnte also eine Art von Herdentrieb sein, der die Menschen veranlasst, der „Leithammelin“ nach zu laufen. Da haben wir ja schon ganz andere Führer mit hohen Beliebtheitswerten gehabt, die wir lieber hier nicht erwähnen wollen und mit denen ich Merkel natürlich nicht vergleichen möchte.
Merkel verdankt ihre Beliebtheit weitgehend auch ihrer von mir so genannten „Diversisionsstrategie“ (Vernebelung, Ablenkung und Schönfärberei), mit der die wirkliche Lage vernebelt wird. Die funktioniert so:
> So ähnlich wie man einem Hund einen Knochen vorwerfen kann, um ihn von etwas anderem abzulenken, macht man es in der Politik: Man spielt über die Medien Randthemen in den Vordergrund, um von wichtigen Problemen abzulenken: Was wurde nicht alles über das Thema „Gender“ verbreitet, obwohl doch eigentlich die sexuelle Ausrichtung eines Menschen seine Privatsache bleiben sollte und es doch wirklich kein Problem ist, ob man nun „Leser*innen“ schreiben muss oder nicht.
> Man redet von Äpfeln, wenn es um Birnen geht, wie es in Interviews bei bohrenden Fragen üblich wird.
> Man betreibt eine Salamitaktik, indem man den Menschen ganz langsam immer mehr weg nimmt, z. B. über die Nullzinspolitik mit Inflation, die die EZB mit Billigung Merkels betreibt. Manchmal erkennen die Menschen dabei gar nicht die Zusammenhänge: Wenn nun die Krankenkassenbeiträge bis zu 17% steigen, wissen die Leute nicht, dass das mit der Nullzinspolitik zusammenhängt, denn die Kassen bekommen für ihre Altersrücklagen keine Zinsen.
> Man verschleiert die Probleme, indem man sie in die Zukunft verlagert, z.B. die Rente.
> Man beseitigt die Probleme verbal, indem man sie schönfärberisch vertuscht, z.B.: „Aufschwung“, obwohl wir in Wirklichkeit einen Abschwung haben. Das, was man „Aufschwung“ nennt, wird doch teuer erkauft mit gewaltigen Subventionen an die Industrie durch Kaufprämien für Autos, durch Bezahlung von Forschungsarbeiten, die eigentlich die Industrie mit ihren Gewinnen finanzieren müsste… Unsere Industrie bietet fast das Bild eines schwer Kranken, der am Tropf hängt.
Zum Thema „Aufschwung“ behaupte ich ja immer, dass wir früher besser leben konnten. Darüber habe ich hier schon öfter geschrieben, z.B. hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/09/wie-haben-wir-damals-nur-so-leben-koennen/
Um es noch einmal zusammen zu fassen:
> Unsere Umweltbilanz war früher ausgeglichen, während wir heute 1 1/2 Erden bräuchten, um so weiter leben zu können. Ein Ende ist also abzusehen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/08/22/heute-ist-der-welterschoepfungstag/
> Früher konnte es sich eine Familie leisten, vom Einkommen des Mannes in der Innenstadt zu leben. Heute müssen wegen der hohen Mieten beide Eheleute arbeiten und können sich meist nur eine Wohnung am Rande der Stadt oder außerhalb leisten mit stressigen Fahrten zum Arbeitsplatz, die Jahr für Jahr mehr Zeit in Anspruch nehmen. Wie sehr unsere Wohn- und Siedlungspolitik im Argen liegt, sieht man bei einem Vergleich mit Österreich, wo es sogar in der Hauptstadt Wien moderate Mieten gibt.
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/04/sind-die-oesterreicher-gescheiter-als-die-deutschen/
Bei uns wurden viele Sozialwohnungen verkauft und sind der Geldgier zum Opfer gefallen.
> Adenauer hatte die Devise ausgegeben: Jedem Deutschen sein Häuschen, denn Hausbesitzer sind CDU-Wähler. Und heute können sich viele kaum noch die Miete leisten.
Vergleicht man die Vorteile unseres früheren Lebensstils mit denen der heutigen Zeit, so mag jeder für sich entscheiden, ob es besser ist, wenn man heute stattdessen überall hin fliegen kann, Shoppen gehen kann, auch wenn man nichts braucht…
Nur sollten die Leute, die einen Aufschwung sehen, auch im Auge behalten, wie teuer wir ihn erkaufen: mit der Staatsverschuldung, mit der Zubetonierung der Landschaft, mit der Verseuchung des Grundwassers, mit der Belastung der Luft, mit tierquälerischer Massentierhaltung, mit der ständig wachsenden Konzentration des Vermögens auf wenige Reiche, während die Tafelgäste immer mehr werden, mit einer Globalisierung, die uns ein Pandemie beschert… Kann man da wirklich von einem Plus reden?
                                                          (Wird fortgesetzt)

Tu, felix Austria! Niedrigere Mieten und höhere Renten als in Deutschland

Unter dem obigen Titel habe ich hier schon öfter die Frage gestellt, ob die Österreicher gescheiter sind als wir Deutschen. Nicht nur die Renten sind in Österreich um 400 Euro höher, sondern die Mieten sind auch erstaunlich billig:
Obwohl Wien die lebenswerteste Stadt der Welt ist, sind die Mieten dort etwa nur halb so hoch wie in München. Das liegt auch daran, dass es in Wien etwa viermal so viele Sozialwohnungen gibt wie in München.
In München gehen 1500 der 8500 neu errichteten Wohnungen auf das Konto der beiden städtischen Wohnbaugesellschaften, in Wien errichten die Genossenschaften 4800 der 12.000 neuen Wohnungen pro Jahr, berichten die Salzburger Nachrichten.
Bernd Rießland, Obmann des GBV (Österreichischer Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen),
sagt dazu: „Es stellt sich immer die Frage: Wer ist der Eigentümer? Wien fühlt sich der sozialen Miete verpflichtet, München eher dem Kapital.“
Man sollte es nur drastischer ausdrücken: Bei uns wurde der Wohnungsmarkt dem Raubtierkapitalismus zu Fraß vorgeworfen. Ganz vorne war Söder dabei mit seinem Verkauf von Sozialwohnungen, der anderswo einem Politiker das Genick gebrochen hätte. Aber bei uns hat es Söder beim vergesslichen Volk inzwischen so weit gebracht, dass er sogar Kanzlerkandidat werden könnte.