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#Me not! Ein Muss: das Beischlaf-Einverständnis-Formular

Wenn ich lese, dass eine Kolomnistin Trump nach 25 Jahren beschuldigt, er habe sie vergewaltigt, so frage ich mich, wie überzeugend das ist, wenn sich eine Frau nach so langer Zeit meldet. Immerhin sagten aber schon die alten Lateiner: „Semper aliquid haeret!“ (Es bleibt immer etwas hängen.)
Der Meteorologe Kachelmann hat das zu spüren bekommen: Job weg – ewig langer Prozess.
Deshalb ist es für Männer wichtig, sich nicht Situationen auszusetzen, die böswillige Frauen für schmutzige Beschuldigungen ausnutzen können.
Als ich meine Arbeit bei der Justiz begann, gab mir daher ein alter Richter den Rat: „Wenn Sie abends länger arbeiten, sperren Sie Ihre Türe zu und rühren sich nicht! Dann schleichen nämlich die Weiber von den Verbrechern durch die Gänge und suchen sich ihre Opfer. Und wenn Sie so eine herein lassen, reißt sie sich vielleicht die Bluse auf, verlangt von Ihnen einen Sprechschein und sagt, dass sie sonst schreien und behaupten wird, Sie hätten sie vergewaltigen wollen.“
Gewarnt durch solche Ratschläge kann ich nur sagen: „Me not!“ Mir wird es nicht passieren, dass mich eine Frau der Vergewaltigung bezichtigt. Aber ich bin ja auch kein Trump oder Ronaldo. Bei mir gibt‘s nicht viel zu holen.
Auf jeden Fall aber gilt für Sie:
Kein GV ohne BEF! (Kein Geschlechtsverkehr ohne Beischlaf-Einverständnis-Formular) Sie können (müssen!) es hier kostenlos herunter laden:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/07/11/wichtig-beischlaf-einverstaendnis-formular/
Lesen sollte Sie es auf jeden Fall!

Me too!


Man tut so, als seien nur Frauen Opfer des Sexismus. Von Männern redet – soweit ich sehe – niemand. Deshalb will ich mich hier als Mann outen und bin aber sicher, dass ich damit keine solche Lawine auslöse wie die Frauen:
Also: Kaum war ich in der Pubertät und im Schwimmverein, da löste ich in meiner knappen Dreiecksbadehose bei einer Trainerin Gelüste aus. Sie setzte sich neben mich und flüsterte mir ins Ohr, sie wolle mich auf einer Bank im Mondenschein in die Geheimnisse des Liebeslebens einweihen. Also, wenn das kein Sexismus ist…
Und nun bin ich schon über achtzig Jahre alt und immer noch nicht gefeit gegen sexuelle Belästigung, Als ich mich im Sommer auf einer Parkbank sonnte, kam eine Frau, die ich nur vom Sehen her kannte, setzte sich neben mich und hauchte mir ins Ohr, sie bräuchte Sex. Tja, was antwortet man da als Mann in Notwehr:
a) Meine Frau erlaubt das nicht,
b) Ich bin schwul,
c) Ich bin impotent.
Was hätten Sie gemacht?
Nirgendwo ist man als Mann mehr sicher. Als ich einmal im Café die Toilette aufsuchte und zurück kam, lachte eine Frau am Nachbartisch und erzählte mir, sie hätte von einer anderen gehört, wie diese sagte: „Nächstes Mal geh ich hinterher und vernasch ihn.“
Ich bin ein Mensch, der sich einbildet, Humor zu haben. Deshalb habe ich auch gelacht und das Ganze als Witz aufgefasst. Aber es ist halt ein sexistischer Witz, wie man ihn bei einer Frau sicherlich nicht machen dürfte. Ich traue mich zwar nun weiter in dem Café aufs Klo, aber mir geht es da so wie beim Besuch des Weihnachtsmarkts: Im Hinterkopf habe ich so ein bisschen das Gefühl einer nicht ganz ernst zu nehmenden Bedrohung.

Me too!


Natürlich ist das meiste schlimm, was man nun im Zuge der Me-too-Bewegung erfährt. Aber man muss schon feststellen, dass manches, was man heute als Sexismus verurteilt, früher als derber Spaß angesehen wurde. Ich erinnere mich an eine Fernsehsendung, in der Frauen Männern einen Klaps auf den Po gaben und sagten: „Na Kleiner, wie wär’s?“ Man wollte sehen, was die dazu sagen. Wenn so etwas damals wirklich als verwerflich angesehen worden wäre, hätte man das nicht als Spaß im Fernsehen gezeigt. Die Anschauungen waren halt damals anders.
Vor mehr als einem halben Jahrhundert berichtete meine Tante, die ein exklusives Internat leitete, empört über den Besuch des Ministerpräsidenten:
„Stell dir vor, der hat die Kocherl in den Popo gezwickt – ordinär! Und die Kocherl haben gequiekt vor Vergnügen – schamlos!“
Es herrschten halt damals im Volk derbere Umgangsformen, die von vornehmeren Damen wie meiner Tante beanstandet wurden und die heute als Sexismus gelten.
Als ich in meiner Berufstätigkeit Rechtspfleger ausbildete, ließ ich eine Klausur schreiben, in der der Klaps auf den Po als Anbahnung einer Beziehung vorkam. Mir ist noch heute nach etlichen Jahrzehnten in Erinnerung, was dazu geschrieben wurde: Keine der jungen Damen sah darin eine Beleidigung, sondern es wurden etwa folgende Bemerkungen dazu geschrieben: Das sei sozialadäquat, denn irgendwie müsse ein Mann ja anfangen. Oder: Wenn man die Ehen auf ihren Beginn untersuchen würde, würden wohl sehr viele mit einem Vorgehen beginnen, dass bei übertrieben strenger Beurteilung als Beleidigung betrachtet würde. Oder: Eine Frau wird wohl kaum etwas als Beleidigung empfinden, was als Frage „Wie wär’s mit uns beiden?“ gemeint ist.