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Gradmesser für die Corona-Strategie

Merkwürdig finde ich es immer, was ich der täglich veröffentlichen Karte über die Coronaausbreitung entnehme: Warum breitet sich das Virus in den Städten weniger aus als in den Landkreisen? Nehmen wir als Beispiel die Stadt München im Vergleich zum Landkreis München. Da beträgt das Verhältnis 93:170.
Auch in unserem locker besiedelten Landkreis Traunstein beträgt die Infektionsrate bedenkliche 145.
Ich erkläre mir das so: Masken wirken viel besser als angenommen. Wo die Menschen dicht beieinander sind wie in den Städten mit ihren öffentlichen Verkehrsmitteln, da sind sie vorsichtiger und das hat Erfolg. Auf dem Land ist man anscheinend nachlässiger.
Ich beobachte die Wirkung von Masken auch in den 4 Lebensmittelmärkten, die ich besuche: Dort ist keiner krank geworden, obwohl das Personal in beengten Verhältnissen direkt neben den Kunden die Regale einräumt:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/12/12/coronapolitik-gescheitert-iv/
Wäre es daher also besser gewesen, das Virus anstatt mit Maßnahmen wie Lockdowns mit einer strikten Maskenpflicht zu bekämpfen, die nicht nur mit bloßen Verwarnungen begonnen hätte?

Corona: Der falsche Weg


Über dieses Thema habe ich ja hier schon öfter geschrieben, beispielsweise hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/26/corona-der-falsche-weg-2/
Auch der Virologe Prof. Hendrik Streeck kritisiert den Umgang mit der Pandemie: „Ähnlich hätte man bereits im Sommer Hygienekonzepte testen können. Hätten wir das damals gewagt, dann hätten wir jetzt einen ganz anderen Umgang mit der Pandemie und würden wissen, ob es Sinn ergibt, bestimmte Bereiche zu schließen oder nicht. Da wir das nicht gemacht haben, sind wir nun an einem Punkt angelangt, wo wir nur noch mit dem Hammer draufhauen können.“
Was man versäumt hat, ist, dass man frühzeitig festgestellt hätte, wo die Hauptinfektionsherde liegen. Dann wäre herausgekommen, dass die Gastronomie daran nur einen zu vernachlässigenden Anteil hat:
https://www.dw.com/de/wo-infiziert-man-sich-mit-dem-coronavirus/a-55435876
Warum blieben im Mai die Biergärten nicht offen, obwohl dort schon vor der Pandemie festgestellt worden war, dass die Infektionsgefahr normalerweise (also ohne Schutzmaßnahmen) nur bei 1:1000 lag? Und auch bei Gaststätten mit ausreichendem Abstand von Tisch zu Tisch und womöglich noch Plexiglastrennwänden dürfte die Ansteckungsgefahr gegen Null gehen. Man hat durch die komplette Schließung der Gastronomie den Menschen eine wichtige Lebensfreude genommen mit der Folge, dass viele über die Stränge geschlagen haben und so eine größere Infektionsgefahr darstellten. Und man hat den Bürgern wegen der dadurch fälligen Subventionen eine gewaltige vermeidbare Steuerlast aufgebürdet.
Stattdessen hätte man viel früher bei den Seniorenheimen und den Schulen strenger durchgreifen müssen.
Was gefehlt hat, ist das, was Laschet nun praktiziert hat, nämlich dass Experten der verschiedenen Fachrichtungen mit den Politikern an einem Tisch sitzen und beraten, was zu geschehen hat.

Corona- Maßregeln: Nach „Gutsherrnart“ und nach „Gutdünken“

Nun haben die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten*innen beschlossen, wie es mit der Pandemie weiter gehen soll. Herr Bartsch von den Linken hat hieran mit Recht Kritik geübt und erklärt, hier sei man nach Gutsherrenart vorgegangen, denn das Parlament hätte bei so schwer wiegenden Eingriffen in die Grundrechte mit einbezogen werden müssen. Und man gewinnt den Eindruck, Söder sei der oberste Gutsherr: Wo bleiben denn die anderen?
In der morgendlichen Presseschau waren auch etliche sehr kritische Stimmen vernehmbar. So war die Rede davon, dass nach „Gutdünken“ verfahren worden sei.
Was ich vermisse, ist eine breit angelegte Diskussion darüber, welchen Weg man einschlägt, und dafür wäre das Parlament die richtige Bühne. Es geht doch nicht an, dass Kubicki gerade außerhalb des Parlaments Zweifel an den Inzidenzwerten äußert oder dass Politiker bei Maybritt Illner das nachholen, was in den Bundestag gehört hätte. Die Folge von dieser unterbliebenen Diskussion ist, dass Verschwörungstheorien wuchern und dass die Anti-Corona-Demos immer giftiger werden. Das, wozu das Parlament schweigt, wird auf der Straße ausgetragen, und so kommt es zu einer Spaltung des Volkes in die „Braven“ und die Verschwörungstheoretiker,  Rechtsextremen, Reichsbürger und ihr Gefolge.
> Also: was öffentlich erörtert werden müsste, wäre eine Auseinandersetzung mit der Great Barrington Declaration, damit die Menschen sehen: Man hat sich damit befasst.
> Und warum gibt es nicht mehr Massentests?
> Wären nicht mehr FFP“-Masken in der Bevölkerung zu verteilen?
> Und wie wäre es mit dem chinesischen Weg? China tanzt schon wieder, während wir uns verkriechen.
> Schließlich wäre auch darüber zu diskutieren: TUI erhält nun die dritte Finanzspritze. Sind Hilfen in Höhe von 1,8 Milliarden vertretbar im Hinblick auf die ungewissen Zukunft? Man kann ja die staatliche Unterstützung nicht ewig beibehalten und das haben die Politiker inzwischen auch gemerkt. Die Art der Hilfegewährung habe ich hier schon von vornherein als „Schreihalsdemokratie“ beschrieben. Ist es wirklich eine abstruse Idee von mir gewesen, wenn man der freien Marktwirtschaft, deren Prinzipien man ja immer so hoch hält, freien Lauf gelassen hätte? Oder gilt für sie: Kapitalismus, solange es gut läuft, und wenn nicht: Sozialismus?
Der Arbeitsminister hätte uns einmal vorrechnen müssen, wieso er glaubt, dass die staatliche Unterstützung der billigere Weg ist. Sie wird ein Gesundschrumpfen der Unternehmen nicht verhindern. Am Ende kommt doch das heraus, was bei einer Pleite auch gekommen wäre: Man macht einen Neuanfang und „backt kleinere Brötchen“. Der Weg des Arbeitsministers verzerrt im übrigen die Konkurrenzverhältnisse und nährt das Misstrauen gegen den Staat, denn viele „der hart arbeitenden Menschen draußen im Lande“ (O-Ton im Bundestag) sind der Überzeugung, dass ihr hart erarbeitetes Geld den Lobbyisten in den Rachen geworfen wird.
Siehe auch:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/29/da-muss-ich-mich-wieder-aufregen-corona-hilfen-rausgeschmissenes-geld/

Corona: Der falsche Weg

 

Man sieht es nun deutlich: Der Lockdown light hat nicht viel gebracht. Was ich vermisse, ist die mangelnde Wissenschaftlichkeit der beschlossenen Corona-Maßregeln:
Die Gesundheitsämter können immerhin in einem Drittel der Infektionen feststellen, wo sich die Betroffenen infiziert haben. Und da vermissen wir eine Statistik über diese Infektionsquellen. Wie viel Prozent haben sich beipielsweise in Geschäften infiziert, in Schulen, in Verkehrsmitteln…? Und danach hätte man von vornherein entscheiden müssen, wo man Regeln verschärft und wo man sie vielleicht auch lockern könnte. Ich habe hier ja schon oft beschrieben, dass man beispielsweise die Gefahren, die von Schulen ausgehen, unterschätzt und dass die Gastronomie durchaus ein völlig ungefährliches Mittagessen anbieten könnte, was die Entschädigungsleistungen, die wie alle zu tragen haben, erheblich reduzieren würde. Außerdem würde sich dann ein bisschen weniger Tristesse in diesem Land verbreiten.

Nachricht für Sie, Herr Söder


Respekt! Sie haben sich zum politischen Führer in der Pandemie-Krise entwickelt. Ihr Wort hat Gewicht – meines nicht so, nur hier ein wenig! Deshalb frage ich Sie:
Anstatt nur über die Verschärfungen der Corona-Regeln zu reden, sollte man doch auch darüber nachdenken, ob die Regeln nicht dort gelockert werden sollten, wo sie nutzlos sind. Ich meine die Gastronomie: Da geht es nicht nur um Existenzen, sondern auch um die Ernährung der vielen Alten in unserem Lande. Man redet dauernd von den Depressionen, die angeblich Kinder in Quarantäne befallen, aber davon, wie sich Alte fühlen, wenn sie nicht mehr die Abwechslung eines Gasthausessens haben – darüber spricht man nicht. Weil der Appetit oft im Alter nachlässt, finden viele, bevor sie einkaufen und kochen müssen, brauchen sie eben gar nichts, denn Essen auf Rädern kommt für sie auch nicht in Frage.
Können Sie überhaupt erklären, wie man sich in einem regelgerecht geführten Gasthaus anstecken kann, wenn man an der Tür empfangen und an einen Tisch geführt wird, der einen ausreichenden Abstand vom Nachbartisch hat und noch dazu durch Plexiglas abgetrennt ist?
Ich wohne im Landkreis Traunstein, der einmal Spitzenwerte bei den Infektionen aufwies. Dennoch hat sich beim Personal von 4 Supermärkten, die ich befragte, dort trotz regen Publikumsverkehrs kein einziger angesteckt, weil dort auf die Einhaltung der Regeln geachtet wurde.
Wie soll man sich dann in Gaststätten, wo man nicht solche nahen Kontakte hat, anstecken?
Also denken Sie mal darüber nach, ob man nicht die Lokale wenigstens mittags offen lassen könnte.  Das wäre doch auch einmal ein kleiner Lichtblick in dieser trüben Zeit! Und wenn Sie das ablehnen, sollten Sie das doch einmal gut begründen. Die ganzen Verschwörungstheorien grassieren ja auch gerade deshalb, weil den Menschen zu wenig Begründungen gegeben werden, so dass die Gerüchte zu wuchern beginnen.
Freundliche Grüße aus Bergen in den Bergen

 

Neuer Höchststand bei Corona-Infektionen: Sind wir auf dem falschen Weg?

Wir haben in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) 23.648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden – ein neuer Höchststand! Dazu sagte der Präsident des RKI Wieler, welche Maßnahmen zur Eindämmung wie lange bestehen bleiben müssten, könne er nicht sagen; die Entscheidung treffe die Politik auf Basis des Infektionsgeschehens.
Nee, Herr Wieler! Von Ihnen erwarten wir eine Aufklärung, wo die Gefahren für Infektionen liegen. Wie wir hörten, sollen Schulen und Heime für die hohe Zahl der Infektionen verantwortlich sein.
Aber was ist mit der Gastronomie? Gibt es da überhaupt einen einzigen Nachweis dafür, dass sich jemand in einem sicheren Lokal beim Mittagessen angesteckt hat, wenn nicht, sollten Sie dann nicht sagen, dass es für die Schließung der Lokale keine wissenschaftliche Grundlage gibt?
Die Kanzlerin malt ein düsteres Bild für die Zukunft: Wahrscheinlich sollen die bestehenden Restriktionen beibehalten werden. Vernünftiger wäre es, aus den Statistiken der Gesundheitsämter heraus zu lesen, wo sich wohl die meisten infiziert haben. Mir will jedenfalls nicht einleuchten, warum ich im Flugzeug auf engem Raum mit anderen beieinander sitzen darf, in der Gastronomie aber nicht einmal mit Abstand vom Nachbartisch und getrennt durch eine Plexiglaswand mein Essen einnehmen darf.

Corona: Die große Illusion

Wenn man die Leute über Corona so reden hört, merkt man, dass die meisten einer Illusion unterliegen: Sie denken, dass diese Krankheit durch die eingeleiteten Maßnahmen so ähnlich verschwindet wie andere Grippen auch bisher. Das ist aber leider ein großer Irrtum: Corona lebt auch dann weiter, wenn die Temperaturen steigen. Das zeigt das Beispiel Australiens.
Ziel der ganzen Maßnahmen gegen Corona ist lediglich, dass sich die Ausbreitung dieser Krankheit so sehr verlangsamt, dass unser Gesundheitswesen das verkraften kann.
Das wirkliche Ende von Corona können wir nur auf zweierlei Wegen erreichen:
Erstens durch eine Impfung, aber die Herstellung eines Serums dauert sehr lange und ist derzeit nicht in Sicht.
Also bleibt wohl derzeit nur der zweite Weg: Man muss abwarten bis die „Herdenimmunität“ erreicht ist, d.h. es müssen so viele erkranken und wieder gesund geworden sein, dass die meisten Menschen genügend Abwehrkräfte gegen Corona entwickelt haben und dass dadurch die Ansteckungsgefahr gegen Null absinkt. Zur Erreichung der Herdenimmunität müssten etwa 50 Millionen Bundesbürger erkranken.

Also insgesamt keine guten Aussichten! Bleiben Sie trotzdem gesund!

Corona-Virus: Wie verschieden die Völker sind


Am coolsten sind die Bayern: Nach dem Auftreten erster Fälle des gefährlichen Corona-Virus in Europa sehen die bayerischen Behörden zunächst von einer Verschärfung der Schutzmaßnahmen ab.
Ganz anders sind die Briten: Sie laufen 2000 Personen hinterher, die aus China gekommen sind, und stellen fest, ob die womöglich krank sind und unter Quarantäne gestellt werden müssen.
Und die Franzosen prüfen die Einreisenden aus China genau auf erhöhte Temperaturen. Auf diese Weise hat man in Frankreich drei Fälle von Opfern der Virus-Erkrankung gefunden. Und die französische Gesundheitsministerin sagt, auch im übrigen Europa müsse es ähnlich sein, wenn man so genau hinschauen würde wie in Frankreich.
Seien wir also gespannt, ob sie recht hat und ob wir da vielleicht etwas verschlafen haben.
Inzwischen staunen wir über die Chinesen, die ganze Städte unter Quarantäne stellen und  in 10 Tagen (!) eine riesige Klinik für die am Virus Erkrankten bauen. Wie lange würden wir wohl dazu brauchen?