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Bayern kaputt

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So schön kann es in Bayern sein. Aber bald werden solche Bilder der Vergangenheit angehören, denn jeden Tag werden in Bayern 18 Hektar, also zirka 25 Fußballfelder, landwirtschaftliche Fläche zugebaut: Will ein Bauer Land hinzu kaufen oder will ein junger Landwirt eine Existenz gründen, muss er viel mehr bezahlen als früher, denn die Preise haben sich in 10 Jahren mehr als verdoppelt: Laut Statistischem Bundesamts kostete 2004 ein Hektar landwirtschaftliche Fläche im niederbayerischen Durchschnitt 26.201 Euro. 2014 waren es 62.315 Euro und nun schon 78.878 Euro. Am teuersten ist allerdings Oberbayern mit 84.857 Euro. Wie kommt es zu dieser Preisexplosion, obwohl doch immer mehr Bauern aufgeben, weil die Lebensmittelpreise so stark gesunken sind? Da müssten doch eigentlich die Preise für den Boden auch sinken. Nach meiner Meinung ist der Energiehunger schuld. Immer mehr landwirtschaftliche Flächen werden für die Energiegewinnung genutzt: Mais und Raps breiten sich aus und die Biogasanlagen werden mehr. Die Höfe von heute sehen oft wie Fabriken aus: Wir sehen Großmastbetriebe mit riesigen Ställen, die Solarkollektoren auf den Dächern haben und daneben steht eine Biogasanlage, die ebenfalls kein schöner Anblick ist. Was ist oft aus den Dörfern geworden? Das waren noch Zeiten, als die Bauernhöfe so aussahen wie oben auf dem Bild.
Mehr lesen Sie hier über „Bayern kaputt„.

Der Bauer – ein Landschaftsversauer

Diesem Thema habe ich schon den Beitrag „Bayern kaputt“ gewidmet.
Jahr für Jahr werden die Maisfelder in unserer Landschaft mehr. Wo man früher einen freien Blick über die Felder hatte, versperren nun Maisfelder den Ausblick:

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(Man muss ja direkt dankbar sein, wenn hier noch kein Energiemais angebaut wird, der ja vertrocknet und dann die Landschaft noch mehr veröden lässt.)

Und wenn dann das Maisfeld zu Ende ist, sieht es auf einmal anders aus:

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Das ist zwar keine Vorzeigelandschft, die sich nun auftut, aber man fühlt sich befreit.
Nun gibt es auf einmal Menschen, die sich zur Wehr setzen: In den Nachrichten wird gemeldet, dass in etlichen Maisfeldern Eisenstücke versteckt wurden, die die landwirtschaftlichen Maschinen beschädigen. Man nimmt an, dass das ein Protest gegen die Biogaswerke ist. Es ist ja auch nicht hinnehmbar, dass wir Pflanzen, die Nahrung für Hungernde bieten könnten, für unsere Energieverschwendung benutzen.

Einst waren die Bauern Landschaftspfleger. Heute machen sie die Landschaft kaputt:
https://autorenseite.wordpress.com/?s=odeszone
https://wordpress.com/post/autorenseite.wordpress.com/20724900
Sie vergiften das Grundwasser durch Überdüngung der Wiesen:
http://www1.wdr.de/verbraucher/gesundheit/nitrat-100.html
Sie belasten es zusätzlich mit Glyphosat.
Sie versauen unsere Seen. Früher konnte man im Chiemsee auch an der tiefsten Stelle auf den Grund sehen. Heute trüben Algen das Bild. Der Seeboden muss nun mit zwei Spezalschiffen gemäht werden. (s. „Bayern kaputt“)

 

 

Wie sich die Zeiten ändern:

Als ich 1967 in den Raum Traunstein zog, suchte ich mir ein Baugrundstück. In Sichtweite der Autobahn zu bauen, war verboten, weil Oberbayern den Eindruck einer intakten Landschaft machen wollte: Potemkinsche Dörfer anderer Art also sollte man bei der Fahrt auf der Autobahn sehen können.Wie anders sieht es heute aus:

Energieacker

Interessant an dem Bild ist: Es ist ein Symbol dafür, dass sich die Nutzung des Bodens immer mehr verschiebt. Wo einst Nahrung gewonnen wurde, ist es nun die Energie. Vielleicht ist ja auch der Mais im Vordergrund des Bildes „Energiemais“, der zur Ölherstellung oder zum Verbrennen angebaut wurde.

Vergiften uns die Bauern?

Ich bin zeitweise auf einem Bauernhof aufgewachsen. Wie einfach war doch damals alles. Die Kühe weideten. Sie fraßen Gras und lieferten Milch. Ihre Exkremente wurden in der Jauchegrube gesammelt und dann als Dünger ausgestreut. Ein perfekter Kreislauf, der die Natur nicht schädigte. Und das Heu für den Winter lagerte im Heuboden.
Und heute? Alle Bauern in unserer Gegend bis auf einen lassen ihre Kühe im Stall – und das in Oberbayern! Auf den Wiesen sieht man also keine Kühe mehr, sondern die Bauern donnern mit ihrem monströsen Traktoren herum, um zu mähen und zu düngen. Sie verfüttern Gras, Mais und Kraftfutter und können dadurch mehr Kühe halten als früher. Weil jetzt viel mehr Gülle anfällt, muss die natürlich auf die Wiesen. Die sehen manchmal dadurch gar nicht mehr wie eine Wiese aus, sondern eher wie ein gepflügter Acker.
Düngen
Oft breitet sich nach dem Düngen ein bestialischer Gestank in der Gegend aus, den man manchmal sogar in der Wohnung riechen kann, denn die Häuser sind ja nicht luftdicht.
Und weil so stark gedüngt wird, gelangt auch zu viel Nitrat ins Grundwasser. Die Bauern vergiften unser Trinkwasser nicht nur mit Nitrat, sondern auch mit Glyphosat und Pestiziden und man unternimmt nichts dagegen, denn die Bauern genießen bei uns Vorrechte. So mussten wir von der EU ermahnt werden, die Nitratgrenzwerte einzuhalten, und weil das nichts genützt hat, wird es nun wohl zu einem Strafverfahren gegen unser Land kommen.
Die Folgen der Überdüngung sehen wir beispielsweise im Chiemsee. Das Algenwachstum hat so zugenommen, dass nun zwei Schiffe fahren müssen, um den Bewuchs unter Wasser abzumähen und zu entsorgen.
Es wird auch immer mehr Mais angebaut, inzwischen auf zweieinhalb Millionen Hektar, davon gehen 40 % in die Biogasproduktion. Viele Bauernhöfe werden dadurch zum Industriebetrieb. Der Mais hat zur Folge, dass man heutzutage vielfach nicht mehr den freien Blick in die Landschaft hat, sondern an grünen Wänden entlang fährt. Sehr hässlich sieht es aus, wenn man sie verwelken lässt, damit sie zur Energiegewinnung verwendet werden können. Aber auch wenn die Bauern keinen Mais anbauen, sondern Gras, verschandeln sie häufig die Landschaft, indem sie das gemähte Gras in Plastikballen auf den Wiesen herum liegen lassen. Und ich stelle mir vor, welche Massen an Plastikmüll bei dieser neuen Form der Landwirtschaft anfallen.
Nein, unsere Bauern sind nicht mehr wie früher die Bewahrer der Natur, sondern sie sind zu Ausbeutern geworden. Aber so läuft sowieso unser System. Warum sollten die Bauern da eine Ausnahme machen?
Wir sehen in der Landschaft keine bunten Blumenwiesen mehr und deshalb müssen viele Bienen verhungern.
Bayern geht immer mehr und immer schneller kaputt:
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/

Gen-Food: das größte Verbrechen an der Menschheit?

Schon 1998 hatte Prof. Pusztai vor genmanipulierten Kartoffeln gewarnt. Er musste daraufhin ein Martyrium auf sich nehmen, das Sie wirklich einmal hier nachlesen sollten, um zu sehen, mit welchen Mitteln die Saatguthersteller arbeiten. Das ist wirklich erschütternd:
http://charismatismus.wordpress.com/2013/12/12/genforschung-wissenschafts-kontroverse-um-gen-food-und-zur-wirkung-der-pille-danach/
Die Wissenschaftler sahen nun, wie es ihnen ergehen könnte, wenn sie auf diesem Gebiet weiter forschen würden: Es gab kaum etwas zu verdienen, aber viel zu verlieren.
Vor einiger Zeit wagte es dann doch der französische Wissenschaftler Gilles-Eric Séralini, eine Studie zu veröffentlichen, in der er durch Experimente mit Ratten nachwies, dass Genmais gesundheitsgefährdend ist.
Dann aber lasen wir: „Eine umstrittene Studie mit Ratten zu Gesundheitsgefahren von Genmais verliert weiter an Glaubwürdigkeit.“ Was war geschehen? Die Fachzeitschrift, die den Beitrag des französischen Wissenschaftlers Gilles-Eric Séralini im vergangenen Jahr veröffentlicht hatte, zog die Studie zurück. Séralini protestierte gegen diese Entscheidung. Wir fragen uns, warum wohl die Zeitung die Studie zurückgezogen hat. Wir können es uns denken!
Jedenfalls bestätigte dann eine neue Studie, geleitet von Prof. Hussein Kaoud, Seralinis Beobachtungen und Erkenntnisse. Die Versuchstiere entwickelten unter Fütterung von Ajeeb-YG vorzeitige Alterung, Immunprobleme, Insulinversorgungs-Störungen, wurden unfruchtbar, hatten Probleme im Verdauungsapparat und anderen lebenswichtigen Organen.
http://netzfrauen.org/2014/02/07/neue-studie-zeigt-dass-der-verzehr-von-gen-mais-und-gen-soja-gesundheitsschaedlich-ist/
Und so ein Zeug kriegen wir demnächst zu fressen (ja, so muss man es ausdrücken), denn die Saatguthersteller haben endlich erreicht, was wollten: Gen-Mais kommt nun auch nach Europa. Und Deutschland hat es durch seine Stimmenthaltung bei der betreffenden EU-Abstimmung möglich gemacht. Warum wohl?
Wenn es stimmt, dass Gen-Food Krebs und andere schwere Gesundheitsschäden verursacht, und wenn es weiter stimmt, dass man die gen-veränderten Pflanzen nicht einfach wieder aus der Natur entfernen kann, dann kann man nur sagen: hier geschieht das schlimmste Verbrechen der Menschheit.

Her mit den Chlorhühnchen und dem Gen-Food!

Was regt Ihr Euch denn so auf? Gen-Food ist bei uns doch schon längst verbreitet. Dank EU kann bei uns beispielsweise Vanillin sogar als natürliches (!) Aroma deklariert werden, auch wenn es gentechnisch erzeugt wurde. Auch sonst breitet sich Gen-Food in den Supermärkten immer mehr aus:
http://www.welt.de/gesundheit/article109370720/Genfood-wird-schon-lange-im-Supermarkt-verkauft.html
Gen-Mais wird demnächst auch bei uns angebaut, weil sich die Bundesregierung bei der entscheidenden Abstimmung in der EU der Stimme enthalten hat (warum wohl?) und sie nun so tut, als lasse sich dieses Fehlverhalten auf nationaler Ebene reparieren:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/03/07/genmais-luege-alleingang-fuer-deutschland-nicht-moeglich/
Später schimpfen dann unsere Politiker auf die EU, wenn der Genmais kommt, obwohl sie es waren, die den Grundstein für die Verbreitung von Gen-Pflanzen gelegt haben.
Und die Chlor-Hühnchen: Sind die wirklich so schlimm? Wir selbst baden in Hallenbädern mit Chlor-Zusatz, in die die Badenden noch täglich 200 Liter Urin ablassen:
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/schwimmen-urin-im-pool-wie-gehen-hallenbaeder-damit-um/6988150.html
Und da soll ein Chlorbad (ohne Urin!) für ein Hühnchen schädlich sein? Leute, wie seid ihr doch empfindlich!
Aber im Ernst: Es hat schon seinen Grund, warum die Amerikaner Chlor verwenden. Wer einmal miterlebt hat, wie jemand auf Grund einer Infektion durch Hühnchenfleisch an Yersinien erkrankt ist und dabei alle Gelenke geschädigt wurden, der sieht sieht das Chlorproblem etwas anders. Vielleicht haben ja die Amis mehr Grund, unsere mit Antibiotika vollgestopften Hühnchen zu fürchten als wir ihre mit Chlor gebadeten.
Wahrscheinlich sind ja die Chlorhühnchen nur ein Nebenkriegsschauplatz, der vom eigentlichen Problem, der Ausbreitung des Gen-Foods ablenken soll.

Lebensmittel oder (Death-) Food?

Das Wort Lebensmittel, also Mittel zum Leben, wird immer mehr durch das Wort „Food“ ersetzt, das mehr nach Viehfutter klingt. Die Sprache ist da oft recht feinfühlig und führt neue Worte ein, wenn sich die Verhältnisse gewandelt haben. Heute steht bei dem, was wir zu essen bekommen im Vordergrund: Wie kann man das billig herstellen, günstig transportieren und lange lagern?
Wissenschaftler der Universität Caen fanden nun mit neuen Studien heraus, dass Ratten früher sterben und vor allem an Krebs erkranken, wenn sie mit gentechnisch verändertem Mais gefüttert werden. Die Untersuchung hat nicht zuletzt deshalb auch in Brüssel sofort großes Aufsehen verursacht, weil die Testreihen an Versuchstieren über einen viel längeren Zeitraum durchgeführt wurden als bisher. Der Sprecher des EU-Gesundheitskommissars verwies darauf: Der überwiegende Teil der Studien, die für die Genehmigung von genveränderten Nahrungsmitteln herangezogen werde, untersuche nur die gesundheitlichen Auswirkungen über 90 Tage hinweg.
Wir sehen also, wie oberflächlich unsere Lebensmittel untersucht werden.
Schon als der Gen-Mais aufkam, warnte ein Professor vor den Folgen. Er hatte durch Tierexperimente festgestellt, dass das Organwachstum bei der Fütterung mit Gen-Mais verlangsamt werde. Der Mann wurde von seiner Uni entlassen – wie vermutet wurde, auf Druck der Lebensmittelindustrie.
Und noch eine Meldung über das angeblich gesündeste Lebensmittel bekommen wir zu lesen:
Die Milch von hornlosen Kühen soll Lactose-Intoleranz auslösen. Auch hier erleben wir wieder, wie es in der Lebensmittelindustrie zugeht. Als jemand behauptete, die Hörner seien für die Verdauung der Kühe wichtig, wurde er verhöhnt. Aber nun sehen wir selbst, dass bei hornlosen Kühen etwas an der Verdauung schief laufen muss, denn sonst würde deren Milch keine Lactose-Intoleranz auslösen.
Übrigens ist Milch Gift für Männer. Sie schadet der Prostata.
So gesund, wie uns immer eingehämmert wird, ist die Milch also gar nicht. Es wird langsam Zeit, dass bei der Milch Warnungen aufgedruckt werden wie bei den Zigaretten: „Achtung! Kann Lactose-Intoleranz auslösen. Vorsicht Männer! Milch kann die Prostata schädigen!“