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Macron traut sich was, Merkel nicht


Frankreich hat die Besteuerung globaler Digitalkonzerne wie Google, Amazon, Facebook und Apple beschlossen. Respekt! Macron traut sich was. Die Reaktion von Trump kam prompt: Er droht Vergeltung an und machte den französischen Wein schlecht.
Das war zu erwarten. Deshalb hat sich Merkel nie getraut, einem solchen Schritt
zu tun.
Die ganze unerträgliche Situation, die wir nun vor uns haben, verdanken wir der Tatsache, dass der deutsche Michel schläft und die EU angesteckt hat.
Schon oft habe ich hier geschrieben: „Deutschland erwache“ und ich habe schon frühzeitig vor den globalen Digitalkonzernen gewarnt, z.B.:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/07/08/facebook-stimmt-mich-traurig/

https://autorenseite.wordpress.com/2014/01/25/tolle-idee-deutsches-facebook-her-17627778/
Es kann doch nicht sein, dass wir amerikanischen Konzernen all unsere Daten anvertrauen, oder besser gesagt: ausliefern. Es hätten längst deutsche Unternehmen gegründet und gefördert werden müssen, die diesen Konzernen Paroli bieten nach dem von mir so genannten Lidl-Prinzip.
Nicht nur die Auslieferung unserer Daten an Facebook & Co ist das Schlimme, sondern die Tatsache, dass unser Land ausblutet: Wir sehen das am Bild unserer Städte: Immer mehr Läden stehen leer, weil die Leute bei Amazon und Co kaufen. Die Folge davon ist, dass unserem Land die Steuern aus solchen Geschäften entgehen. Die Amis sind wie ein Staubsauger und saugen unseren Markt aus.
Wenn nun Macron diese gefährliche Entwicklung bremsen will, sollte Deutschland ihn unterstützen. Wir befinden uns sowieso in einer Art Handelskrieg mit den USA, und da sollten wir den Amis Grenzen aufzeigen.
Wie schön wäre es, wenn Europa sein Haupt erheben und zeigen würde: Wir lassen uns nicht versklaven.
Eigentlich ist es ja schon zu spät, die globalen Digitalunternehmen in die Knie zu zwingen, denn das hätte man früher tun müssen. Aber man sollte doch nicht versäumen, vergleichbare europäische Unternehmen zu gründen. Vielleicht bildet sich ja dann ein Trend, den die Bayern so beschreiben: „Mia san mia!“

Die Abgehobenheit der Politiker


Mein Senf dazu:

Macron hat zu spät reagiert. Es sind unermessliche Schäden entstanden, allein am Arc de Triumph ein solcher von 1 Million Euro. Macron ist ja so dem Eindruck nach ein sympathischer Mensch, aber in den Augen seiner Bürger ist er ein Regierungschef der Reichen. Und die Art, wie er in dieser Krise mit seinen Bürgern umgegangen ist, bestätigt das. Er will mit seinem Volk nichts zu tun haben. Es hat zwar die Schäden der Ausschreitungen besichtigt, war aber ansonsten auf Tauchstation.
Was er hätte tun sollen, wäre: mit dem Volk reden: Er hätte die Preiserhöhungen gleich stoppen sollen und sein Volk befragen sollen:
Leute was wollt Ihr? Wir brauchen mehr Geld. Wo soll das her kommen? Oder sollen wir sparen, wenn ja, wo? Bei den Renten? Beim Arbeitslosengeld? Oder wo sonst?
Eine solche Befragung würde die Luft aus der Wut der Leute heraus nehmen und die Menschen würden sich akzeptiert vorkommen. Und wenn dann bei der Befragung die verschiedensten Antworten kämen, würden die Leute das, was dabei heraus kommt, hinnehmen.
Aber von oben den Bürgern in die Tasche greifen – das ist heute in einer Zeit des sich verstärkenden Kapizalismus‘ nicht mehr so leicht möglich. Und wer das nicht kapiert, ist einfach zu abgehoben. Also Vorsicht, Frau Merkel: https://autorenseite.wordpress.com/2018/12/05/was-merkel-nicht-sieht/

Schlappe Merkel


Merkel hat das Bombardement Syriens als „erforderlich und angemessen“ bezeichnet. Der FDP ist das zu wenig. Aber Merkel ist ein gebranntes Kind. Als Bush den Irak angriff, wäre Merkel gerne dabei gewesen, aber das Volk hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht und gerade deshalb Schröder gewählt. Sie konnte nun also nicht anders, als unsere Bundeswehr zu Hause lassen.
Vernünftiger als die Billigung des Bombardements wäre es gewesen, wenn die Kanzlerin sich gar nicht dazu geäußert hätte, sondern gleich nach vorne geblickt und die Beteiligten zu einer Friedenskonferenz nach Berlin eingeladen hätte. Wenn sie neutral geblieben wäre, hätte ihre Stimme ein großes Gewicht gehabt, vor allem auch wegen der Bedeutung unseres Landes. Nun ist der schnelle Macron ihr zuvor gekommen, was nicht so gut ist, weil er an den Luftangriffen beteiligt war.
Übrigens hätten wir jetzt endlich gerne mal die Beweise gesehen, die er angeblich zum behaupteten Giftangriff Assads besitzt.

Warum Macron besser aussieht als ich

Ich erkenne neidlos an, dass Macron besser aussieht als ich. Dafür gibt es zwei Gründe:
Erstens ist er Jahrzehnte jünger als ich. Und zweitens hat er eine Chef-Visagistin, der er in den ersten drei Monaten seiner Amtszeit 26.000 Euro zahlte. So viel habe ich nicht. Da müsste ich schon wesentlich mehr Bücher verkaufen und dürfte keine Lektüre umsonst anbieten. (Außerdem lässt er sich von einem Starfotografen abbilden, während ich ein Selfiee mache.)
Die Franzosen regen sich über die Höhe des Gehalts der Chef-Visagistin auf. Ich nicht. Ich finde die Bezahlung angemessen. Bedenken Sie mal, wie viel manche Maler mit einem Bild verdienen. Da ist doch der Beruf einer Visagistin wesentlich komplizierter: Ein Maler kann ein Gesicht auf eine weiße Leinwand malen und hat dabei freie Hand. Eine Visagistin muss sich dagegen mit den Gegenheiten eines Gesichts abfinden und steht oft vor dem Problem: Wie mache ich ein Durchschnittsgesicht zu einer sympathischen Promi-Visage?