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Wie funktioniert das System Deutschland?

Unsere Vorväter haben uns ein blühendes Land hinterlassen:
Sie gründeten Bahn und Post und erwarben die dafür notwendigen ungeheuren Mengen an Grundstücken. Heute wird alles verkauft, sprich privatisiert.
Sie bauten Rathäuser, die in etlichen Städten von den Nachfolgern verkauft und dann geleast wurden, weil man so auf kurze Sicht den Stadthaushalt ins Lot bringen konnte.
Ähnlich verfuhren große Kaufhausketten: Sie verkauften die von den Gründern errichteten Geschäftshäuser und mieteten sie: Lauter Luftnummern, die den Konzernchefs gute Umsatzzahlen und damit hohe Boni brachten.
Manche kommunale Versorgungsunternehmen wie Strom- und Wasserwerke, die unsere Vorfahren mit viel Mühe aufgebaut haben, wurden verkauft oder privatisiert, und manches Stadtoberhaupt fungierte nach der Privatisierung als Chef des neuen Privatunternehmens und bezog ein Vielfaches seines früheren Gehalts.
Unmassen von Sozialwohnungen wurden verkauft und die alten Bewohner wurden durch Luxussanierungen vertrieben.
Die öffentliche Hand verscherbelt ihr ganzes Tafelsilber: Grundstücke der Bundeswehr, die Post, einen Teil der Bahn, Krankenhäuser, Unternehmen wie die Bayrische Versicherungskammer usw.
Kurzum: Deutschland wird ausgelaugt und das Vermögen, das einst das Volk oder ein Unternehmen gebildet hat, wandert vorwiegend in die Taschen von Managern und Politikern. (Vgl. „Die Blutsauger – eine Schmutzschicht überzieht Deutschland„). Beide Sparten arbeiten gut zusammen, und das funktioniert aus zwei Gründen besonders gut:
1. weil Deutschland sich permanent weigert, die Richtlinie der EU über Korruption präzise umzusetzen. Der Filz ist eben in unserem System schon zu unausrottbar verankert. Da nimmt man es mit dem EU-Recht nicht so genau.
2. weil wir keine Demokratie haben, sondern unsere Staatsform als Plutokratie des Lobbyismus bezeichnet werden muss.
Der Staat ist inzwischen arm geworden, hat keine Ersparnisse (wie seinerzeit den „Juliusturm“) mehr, aber stattdessen unbezahlbare Schulden. Es gilt bei uns schon als Erfolg, wenn wir keine neuen Schulden machen. Den Herausforderungen der Zukunft sind wir nicht gewachsen. Zwar starren die Politiker immer auf das Wirtschaftswachstum, aber das, was wir als Wachstum bezeichnen, ist nur eine Illusion: Nehmen wir 2 Beispiele:
Worauf beruht denn das Wachstum? Die Deutschen sind nicht nur ein Volk, das immer älter wird, sondern – was schlimmer ist:– fetter und kränker wird. Die Gesundheits-(besser: Krankheits-)Kosten explodieren. So etwas nennen wir Wirtschaftswachstum. In Wirklichkeit bringt uns das nicht voran, sondern das macht uns nur ärmer.
Oder wenn nun im Zuge der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko die Energiepreise steigen, haben die Ölkonzerne höhere Umsätze. Das ist das „Wirtschaftswachstum“, das wir Bürger bezahlen und das uns ebenfalls nicht voran bringt, sondern nur den Managern und Konzernen nützt.
Auch das Geld, das wir im Zuge der Bankenkrise aufwenden mussten, wird sich schon irgendwie als Wirtschaftswachstum niederschlagen.
Und so wird es eines Tages ein jähes Erwachen aus all unseren illusionären Träumen geben.

Weisheit

„Ist es nicht merkwürdig, dass wir diejenigen als Weise ansehen, deren Leben sich aber kaum einer zum Vorbild nimmt: Laotse, Konfuzius, Diogenes…“
H. Pöll, Autor

 

  Weisheit

Jesus und Konfuzius
Lehrten, wie man leben muss.
Es hat auch andere gegeben,
Die zeigten uns mit ihrem Leben:
Glücklich lebt man auf der Welt
Keinesfalls mit sehr viel Geld.
In Armut haben sie gelebt
Und keinen Reichtum angestrebt.
Doch konnten sie mit solchen Lehren
Nur ganz wenige bekehren.
Vorbild von heute sind heute die Reichen.
Luxus will das Volk erreichen.

 

Sündigt die Kirche?

Gerade wurde eine Mutter verurteilt, weil sie ihr Kind verhungern ließ.
Gestern war Welternährungstag und bei dieser Gelegenheit sei daran erinnert, das täglich 6000 Kinder an Hunger sterben. Müssten dann nicht auch alle, die für den Hungertod der vielen Kinder Verantwortung tragen, verurteilt werden?
Besonders die Katholische Kirche sitzt auf ihrem gewaltigen Reichtum, ohne davon viel herzugeben, Wenn die Kirche spendet, sind das meist Gelder, die sie vorher bei den Gläubigen eingesammelt hat. Und dann beweihräuchert sie ihre Hilfsbereitschaft. Aber ihren eigenen unermesslichen Goldschatz lässt sie im Tresor:
Vgl. https://autorenseite.wordpress.com/kirchensteuer/
Auch die Bischöfe ziehen sich immer wieder den Zorn der Gläubigen zu, weil sie das Geld für Luxus ausgeben. Besonders hervor getan haben sich die Bischöfe von Limburg,
Augsburg (Mixa kennen Sie ja noch)) und Passau.
Gut, dass ein schwarzer Bischof aus Afrika, der vom Fernsehen interviewt wurde, nicht den nötigen Durchblick hatte, als er sagte, er bewundere die vielen herrlichen Kirchen in Deutschland, aber er frage sich, ob das alles so sein dürfe, wenn anderswo Kinder verhungern. Und nach einer Pause fügte er hinzu, er frage ja nur. Wenn der Mann gewusst hätte, was hier so alles mit dem Geld der Kirche passiert…