Schlagwort-Archive: Luftverschmutzung

Schlimme Meldungen

> In der EU sterben jedes Jahr 400.000 Menschen an Luftverschmutzung. Auch Lärm ist eine häufige Todesursache.
>  In London gibt es jährlich 40.000 Messerattacken. Die letzte in Bermingham ist ein Beispiel. Ist das vielleicht eine Seuche, die sich auch bei uns ausbreiten könnte?
> Lesen Sie hier weitere unglaubliche Nachrichten: https://autorenseite.wordpress.com/2019/06/27/schlimme-nachrichten-was-ist-nur-mit-der-menschheit-los/

Nie wieder Chieming!

An sich ist es ja so schön am Chiemsee, aber Chieming ist ein Ort, auf dem ein Fluch zu lasten scheint. Durch den Ort verläuft eine stark – auch von großen LKW – befahrene Straße, gegen deren Abgase und Luftverschmutzung sich ein Bauer mit einem großen Plakat an seinem Haus gewehrt hat. Eine Umgehungsstraße hätte längst gebaut werden müssen, scheiterte aber an jahrelangen Querelen.
À propos Verkehr: Auf der Uferpromenade ist das Radfahren eigentlich verboten, aber die Masse, die täglich um den Chiemsee radelt, kümmert sich herzlich wenig darum und auch die Gemeinde gebietet diesem Treiben nicht Einhalt, obwohl es wegen der vielen Kinder gefährlich ist. Verägert sind auf jeden Fall die Kurgäste, die ihre Ruhe haben wollen und nicht dauernd von Radlern angeklingelt werden wollen.
Das Dorf hatte einen ausgezeichneten Gasthof, den Unterwirt. Nachdem das
frühere Gastwirte-Ehepaar aufgehört hatte, wurde der Gasthof verkauft und total umgestaltet. Das einst vorhandene bayerische Flair wurde durch eine nüchterne Kantinenatmosphäre ersetzt. Und im einst so gemütlichen Biergarten standen nun aufgereiht lange Tische mit harten Bänken. So setzen sich die Menschen nur notgedrungen auf dem Oktoberfest zum Biertrinken. Kein Wunder, dass der Gasthof nun wieder geschlossen ist. Welch ein Abstieg vom Unterwirt mit Festsaal zur nüchternen nun geschlossenen Fütterungsstelle. Warum hat der Gemeinderat das nicht verhindert?
Gestern wurde ich ein Opfer der Chieminger Wirrnis: Ich fuhr morgens in einen Parkplatz, konnte aber nicht wieder weg fahren, weil die Ausfahrt wegen eines Volkstriathlons gesperrt war. So war ich zwei Stunden eingesperrt. Normalerweise hätte man ja an der Parkplatzeinfahrt ein Schild anbringen müssen, auf dem auf die Sperrung der Ausfahrt hingewiesen wird. Nicht so in Chieming. Da betreibt man amtlich genehmigte Freiheitsberaubung
und verärgert so wieder einmal seine Gäste.

Achtung: Alarmzeichen!

Früher gab es Propheten, Seher und Auguren, die angeblich aus irgendwelchen Anzeichen die Zukunft voraus sagen konnten. Heute gibt es eine Menge Alarmzeichen, die jetzt schon anzeigen, was schief läuft und geändert werden muss, aber die werden entweder nicht gesehen oder jedenfalls nicht genügend beachtet. Was haben wir doch für tolle Rezepte!

  • Klimawandel: Da müssen erst Schulschwänzer auf die Straße gehen, damit sich vielleicht ein bisschen rührt.
  • Luftverschmutzung: Millionen sterben daran, aber das ist halt der Tribut, den wir fürs moderne Leben zahlen müssen. Schließlich haben ja auch viele Religionen Menschenopfer erbracht.
  • Artensterben: Interessiert uns wenig. Der Mensch hält mehr aus.
  • Spermien bei Männern nehmen rapide ab. Macht nichts. Es bleiben noch genug übrig, die durch eine in vitro fertilisation für eine Schwangerschaft sorgen können.
  • Ausufernde Gewalt: Ursache ist die Zerstörung der Familie. Vielleicht lösen auch Nahrungsbestandteile (Mikroplastik und Chemie) Gehirnschäden aus, die zu Aggressionen führen. Damit müssen wir leben. Also: Sozialarbeiter und Psychologen in die Schulen!
  • Zunahme der psychischen Erkrankungen: Wofür haben wir denn Psychologen?
  • Adipositas: Die „Frustfresser“ sollen sich gefälligst am Riemen reißen.
  • Süchtigkeit nimmt zu. Wie soll sonst die arme Jugend einen Discobesuch nach Mitternacht überstehen? Vorher ist ja dort nix los.
  • Burnout: Die Leute sollen sich ein Beispiel an ihren Bossen nehmen: Die kennen so was nicht.
  • Mobbing: Da muss man sich halt wehren.
  • Alterserscheinungen schon bei Kindern: Diabetes, Bluthochdruck, Alterskurzsichtigkeit. Da sollen sich die Kinder halt ein Beispiel an den Alten nehmen. Die haben so was in ihrer Kindheit nicht gehabt.
  • Wohnungsnot: Zieht halt ins Umland der Städte!
  • Plastikflut: Wollen Sie vielleicht unhygienisch leben? Das Problem wird bald gelöst sein: Die Wissenschaft arbeitet schon daran, Plastik fressende Mikroben zu züchten.
  • Welterschöpfungstag: Eine Erfindung von Hysterikern. Im übrigen: Heute ist heut‘!
  • Glyphosat soll Krebs erregen? Da können wir nur lachen. Was versteht schon eine amerikanische Jury von so einem Problem!
  • Nitrat im Grundwasser: Da müssen schleunigst die Grenzwerte erhöht werden, damit wir nicht Millionenstrafen zahlen müssen.

Wir sehen: Man hat heute gegen alle Missstände ein Rezept (bzw. eine Ausrede). Was man aber nicht sieht, ist die Tatsache, dass all diese Erscheinungen ein Menetekel sind. Man darf sie nicht einzeln sehen, sondern in einer Gesamtschau. Dann merkt man, wie falsch wir leben:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/
Da hilft kein Herumkurieren an Symptomen. Nein, nur eine radikale Kehrtwendung kann uns retten.
Übrigens gibt es ein großartiges Theaterstück, das uns zeigt, was passiert, wenn wir die Warnzeichen nicht beachten: „Biedermann und die Brandstifter“. Man sollte das Stück endlich mal wieder aufführen. Es ist brandaktuell.

„Schlimmer als alles bisher Erlebte!“


Diese Äußerung des Nothilfe-Koordinator der Vereinten Nationen, Marc Lowcock, zum Jemen könnte auch für unseren Krankenhausbetrieb gelten. Lesen Sie doch mal die schlimme Nachricht von gestern! Und dann versetzen Sie sich mal in die Lage der betroffenen Eltern. Die fahren vielleicht im Krankenwagen mit ihrem schwer verletzten Kind in die Klinik. Dort sind schon drei weitere Elternpaare in vergleichbarer Lage und der Arzt eröffnet ihnen, er habe in der Intensivstation nur Platz für zwei dieser Kinder. Das bedeutet das Todesurteil für die anderen beiden. Stellen Sie sich vor, eines dieser Kinder wäre das Ihre! Welche wahnsinnige Verzweiflung, Wut und Trauer würde über Sie herein brechen!
Oder versetzen Sie sich mal in die Lage jenes Arztes, der ja helfen will, aber nicht kann, weil die träge Bürokratie nicht das notwendige Personal beibringen kann. Wie hält man das aus?
Wir haben uns daran gewöhnt, statistisch zu denken: Wir hören zwar, wie viel Personal in den Krankenhäusern fehlt. Aber welche Schicksale dahinter stehen, blenden wir aus.
Dasselbe ist es beim Dieselskandal. Wir haben zwar die statistischen Luftwerte im Auge, aber nicht deren Folgen. In London sterben beispielsweise jährlich 9000 Menschen an Luftverschmutzung. Wie viel es in Berlin oder München sind, wird uns vorenthalten nach dem Motto: Nur keine Panik! Und wer will auch schon im Fernsehen eine Dokumentation über das grausame Schicksal eines Menschen sehen, der ständig wegen der Luftverschmutzung kurz vor dem Sterben ist? Von einem solchen Betroffenen hörte ich einmal den Satz: „Tausend Tode bin ich schon gestorben.“

Kostenloser Nahverkehr?


Nun hat sich die Bundesregierung unter dem Druck Brüssels doch endlich entschlossen, etwas gegen die Luftverschmutzung zu tun: Sie erwägt, den Nahverkehr kostenlos zu machen. Dazu ist zunächst einmal zu bemerken, dass die Bundesregierung wahrscheinlich zu spät reagiert hat und dass daher hohe Strafzahlungen fällig werden, zumal die Bundesregierung ja auch am Dieselskandal nicht ganz unschuldig ist.
Was nun die Kostenlosigkeit anbetrifft, so verschleiert dieser Ausdruck, dass beim Nahverkehr natürlich weiter dieselben Kosten anfallen, nur werden die auf den Steuerzahler abgewälzt. Da fragt sich natürlich der schlichte Mensch auf dem Lande (wie beispielsweise ich), warum er über seine Steuer den Verkehr in der Stadt bezahlen soll. Hat er nicht schon etwa für die U-Bahn in München bereits genug ausgegeben?
Der kostenlose Nahverkehr wäre auch nur dann attraktiv, wenn man zu jeder Zeit sofort fahren könnte. Es müssten also Milliarden für zusätzliche Bahnen und Personal ausgegeben werden. Aber auch schon ein kostenloser Betrieb im bisherigen Rahmen wäre unbezahlbar: Beispielsweise nimmt der Hamburger Verkehrsverbund im Jahr 830 Millionen Euro ein: Da kann man leicht abschätzem, dass ein kostenloses Nahverkehrsnetz in allen Städten unbezahlbar wäre. Wir könnten es nicht einmal in den am stärksten belasteten Städten finanzieren.
Ob viele Leute auf die Bahn umsteigen würden, wenn sie kostenlos fahren könnten, ist zweifelhaft. Oft nimmt der Weg vom Arbeitsplatz zum Bahnhof so viel Zeit in Anspruch wie die Heimfahrt vom firmeneigenen Parkplatz nach Hause.
Aber auch wenn jemand nah am Bahnhof arbeitet und zu günstigen Zeiten heimfahren kann, wird sich mancher überlegen, ob er nicht das Auto vorzieht. Gerade jetzt in der Grippezeit müsste er sich mit schniefenden Menschen zusammen drängen auf die Gefahr hin, sich anzustecken.
Wenn ich in München mit der U-Bahn fahre, deprimiert mich das: Es herrscht meist eine ziemlich desolate Stimmung im Zug, weil viele Leute abgehetzt sind von der Arbeit oder vom Einkaufen.
So meine ich, dass derjenige, der ein schönes Auto besitzt, lieber ganz individuell bei guter Musik mit seinem Wagen heimfährt als mit einem Massenverkehrsmittel.

Das darf doch nicht wahr sein!

In den USA ist eine Sammelklage von VW-Kunden anhängig. Der Klägeranwalt Michael Melkersen hat Assoziationen zwischen Experimenten mit Dieselabgasen im Auftrag von VW und der Vergasung von Juden im Zweiten Weltkrieg zu wecken versucht.
https://www.suedost-news.de/startseite_artikel,-vw-will-usprozesse-wegen-nazivergleichs-verschieben-lassen-_arid,387558.html
So etwas dürfte man in Deutschland nicht sagen. Ein Shitstorm wäre die Folge, obwohl doch feststeht, dass jährlich in der EU 400.000 Menschen durch Luftverschmutzung sterben. Rechnet man diese Zahl hoch auf den Zeitraum, in dem das Dritte Reich bestand, so ergibt sich, dass wir heutzutage in etwa so viele Menschen „vergasen“ wie die Nazis zu ihrer Zeit.
Ein entscheidender Unterschied besteht darin, dass die normalen Deutschen von der Judenvergasung nichts gewusst haben. Dagegen können sie über die Toten, die durch Abgase verursacht werden, alles in der Zeitung lesen. Aber es gibt keinen Aufschrei! Und die Regierung mit ihrem pomadigen Arbeitstempo muss nun von der EU zum Handeln gezwungen werden. Heute wird darüber entschieden, ob Deutschland jetzt verklagt wird. Und es kann nicht anders sein, als dass diese Klage erhoben wird − ein Armutszeugnis für unsere typische Politik.
Das Volk zeigt wenig Interesse am Massensterben und denkt offenbar: Das ist der Tribut, den wir für unser modernes Leben zu zahlen haben. Es ist fast so ähnlich wie bei den alten Religionen, die Menschenopfer kannten.
Übrigens hat die Luftverschmutzung noch eine weitere Folge. Ich habe hier ja schon öfter über die „Entmannung des Mannes“ geschrieben, z.B. hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/06/die-vernichtung-des-mannes/
Aber die Ursache der heimlichen Entmannung blieb bisher unklar. Man tippte auf Chemie im Essen oder Bewegungsmangel. Nun hat endlich Taiwan etwas gemacht, was längst fällig gewesen wäre, was aber bei uns aus Angst vor den Konsequenzen unterblieben ist: Es hat dort eine wissenschaftliche Untersuchung über den Samenschwund stattgefunden. Die neueste Apotheken Umschau berichtet, 6.500 Männer seien 2 Jahre einer Luftverschmutzung bis zu maximal 2,5 Mikrometer pro Kubikmeter Luft ausgesetzt gewesen. Dabei wurde festgestellt, dass die Samenqualität mit zunehmender Luftverschmutzung abnahm. Man sieht auch hier wieder mal, dass der Mann das empfindlichere Lebewesen ist. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass bei uns der Grenzwert bei 25 Mikrometer liegt. Man kann sich also ausrechnen, wann die Männer endgültig unfruchtbar werden. Zur Zeit sind 1,5 Millionen Paare unfreiwillig kinderlos, obwohl die moderne Medizin mehr und mehr eingesetzt wird, um doch noch eine Schwangerschaft zu ermöglichen.