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Zahlen der Neuinfektionen steigen – Der Lockdown bleibt

Anfangs glaubte ich ja, dass wir in den bayerischen Dörfern vor den Pandemie bewahrt bleiben. Aber das war ein Irrtum. Die Krankheit hat sich bis in den letzten Winkel ausgebreitet.
Und nun steigen die Zahlen der Neuinfektionen wieder und dabei ist erstaunlich, dass diese Steigerung auch wieder alle Regionen erfasst, die ich im Blick habe. Diese Woche sahen diese Steigerungen so aus:
Landkreis Traunstein: 65 auf 94
Landkreis Weilheim-Schongau: 61 auf 74
Stadt München: 54 auf 63
Da werden wir noch lange im Lockdown schmoren müssen, weil es bei den Impfungen nur langsam voran geht.

Corona: Nun ist die Stunde der Landräte!

Die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten haben einen Plan vorgestellt, in dem festgelegt wurde, bei welchen Inzidenzzahlen welche Lockerungen des Lockdowns erfolgen können.
Das ist die Stunde der Landräte: Sie müssten nun dauernd ihre Bürger anfeuern, für gute Werte in ihrem Landkreis zu sorgen noch dem Motto: „Ihr habt es in der Hand, wann ihr wieder einkaufen oder ins Gasthaus gehen könnt! Macht mit! Befolgt genau die AHA-Regeln, damit unser Landkreis zu einem Vorzeigemodell wird!“

Corona: Trendwende?

Ich schaue mir jeden Tag die Landkarte mit der Verbreitung der Neuinfektionen an und schaue dabei insbesondere auf den Landkreis Traunstein, in dem ich wohne, den Landkreis Weilheim- Schongau und die Stadt München, wo die Kinder wohnen. Dass München doppelt so viele Neuinfektionen hat wie Weilheim-Schongau, leuchtet ein. Dass wir aber dreimal so viele haben, verstehe ich nicht: Wir müssten doch weniger haben als München, denn bei uns fahren die Menschen meist mit dem Auto zur Arbeit und nicht mit der U-bahn.
Jeden Tag habe ich mich gefreut, dass die Infektionszahlen überall nach unten gingen und ein Ende des Lockdowns absehbar war.

Aber heute bin ich entsetzt: In allen drei Regionen sind die Zahlen wieder gestiegen. Sind wir am Ende der Wirksamkeit des Lockdowns angekommen? Werden die Leute sorgloser und schlagen sie deshalb über die Stränge? Oder bewirken die Mutanten eine Umkehr des Abwärtstrends? Aber warum ist im Süden der Trend anders als im restlichen Deutschland? Liegt das vielleicht am Frühlingswetter?
Gerade hörte ich ein bezeichnendes Gespräch zwischen zwei Bauern: Der eine sagte besorgt: „Bei dem Winter, der bei uns ein Frühling war, in dem es keinen Bodenfrost gab, da werden die Schädlinge alle überleben.“
„Welche Schädlinge? Die sind doch alle vom Artensterben betroffen.“
„Aber Corona nicht!“

 

Frau Merkel, ich brauche eine neue Hose!

Ich fälle gerade Mondbäume als Feuerholz. Das hat meine Arbeitshose nicht überstanden. Ich brauche also eine neue.
Im Internet mag ich sie nicht bestellen, weil ich sie vorher probieren will. Ich will wieder einkaufen, weil ich vieles dringend brauche: USB-Stick, Blumentöpfe für meine Pflanzenzucht, Schuhe…
Warum werden die Geschäfte nicht wieder aufgemacht? Meine Erfahrungen bei verschiedenen Geschäften von ALDI, EDEKA und Kaufland haben mir gezeigt, dass sich dort niemand vom Personal angesteckt hat. Wenn sich also das Personal trotz beengter Verhältnisse nicht ansteckt, dürfte wohl auch für Kunden kaum eine Gefahr ausgehen.
Irgendwie habe ich den Verdacht, dass man bisher zu wenig im Auge gehabt hat, wo die wahren Ansteckungsgefahren liegen: in den Altenheimen, Schulen, Partys und Demos. Gegen die beiden ersteren ist man zu spät vorgegangen und gegen die beiden letzteren mit zu viel Nachsicht. Und ausbaden müssen das die Geschäfte und die Gastronomie.

Gradmesser für die Corona-Strategie

Merkwürdig finde ich es immer, was ich der täglich veröffentlichen Karte über die Coronaausbreitung entnehme: Warum breitet sich das Virus in den Städten weniger aus als in den Landkreisen? Nehmen wir als Beispiel die Stadt München im Vergleich zum Landkreis München. Da beträgt das Verhältnis 93:170.
Auch in unserem locker besiedelten Landkreis Traunstein beträgt die Infektionsrate bedenkliche 145.
Ich erkläre mir das so: Masken wirken viel besser als angenommen. Wo die Menschen dicht beieinander sind wie in den Städten mit ihren öffentlichen Verkehrsmitteln, da sind sie vorsichtiger und das hat Erfolg. Auf dem Land ist man anscheinend nachlässiger.
Ich beobachte die Wirkung von Masken auch in den 4 Lebensmittelmärkten, die ich besuche: Dort ist keiner krank geworden, obwohl das Personal in beengten Verhältnissen direkt neben den Kunden die Regale einräumt:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/12/12/coronapolitik-gescheitert-iv/
Wäre es daher also besser gewesen, das Virus anstatt mit Maßnahmen wie Lockdowns mit einer strikten Maskenpflicht zu bekämpfen, die nicht nur mit bloßen Verwarnungen begonnen hätte?

Corona: Das kann doch nicht sein – Spahn beliebtester Politiker?

Gerade erfahren wir, dass Jens Spahn der beliebteste Politiker ist. Er ist damit an Angela Merkel vorbei gezogen, die diesen Platz bisher sozusagen abonniert hatte.
Wenn man allerdings die Umfrage genauer anschaute, wurde nicht nach der Beliebtheit gefragt, sondern danach, auf wen die Deutschen die meisten Hoffnungen setzen. Und da musste Jens Spahn natürlich vorne liegen, obwohl er sich in seinem Job nicht besonders mit Ruhm bekleckert hat. Aber trotzdem: Wer setzt nicht seine Hoffnungen darauf, dass Corona bald überwunden wird und dafür ist er ja zuständig.

Inzwischen wird er nicht nur von einzelnen wie von mir kritisiert, sondern es mehren sich nun unsere Stimmen, auch in den Medien. Hier wurden ihm gleich acht Fehler vorgeworfen:
https://web.de/magazine/news/coronavirus/fehler-deutschen-corona-politik-35369276
> Und nun wird gerade bemängelt, dass er zu wenige Impfdosen bestellt hat, so dass Israel in der Lage war, etwa zehnmal so viel Bürger geimpft zu haben wie wir in Deutschland.
> Seine Fehler begannen eigentlich schon damals, als eine Chinesin bei Webasto Mitarbeiter ansteckte. Schon zu dieser Zeit hätte man ein Einreiseverbot für Chinesen verhängen müssen.
> Spahn hat die Alten auch viel zu spät mit FFP2-Masken audgestattet. Das haben viele mit dem Leben bezahlen müssen. Wie sollte er auch solche Masken in ausreichendem Maß beschaffen können, wenn er sich als säumiger Zahler einen unglaublich schlechten Ruf erwarb?
https://autorenseite.wordpress.com/2020/08/10/jens-spahn-ein-saeumiger-zahler/
> In diesem Blog wurde Spahn immer wieder wegen des Lockdowns bei der Gastronomie gerügt. Warum blieben nicht wenigstens die Biergärten geöffnet, wo sich die Ansteckungsgefahr schon ohne Masken und Abstände nur auf 1:1000 beläuft. Wenn die Bürger so den herrlichen Mai hätten genießen können, wäre die Durststrecke, die sie nun durchstehen müssen, nicht so lang gewesen und es hätten weniger Menschen über die Stränge geschlagen. Warum durften nicht überhaupt Gaststätten mit geeigneten Schutzmaßnahmen (Plexiglas zwischen den Tischen usw.) offen bleiben? Dort dürfte sich doch wohl keiner anstecken, wenn sich nicht einmal in den 4 von mir besuchten Lebensmittelmärkten einer vom Personal angesteckt hat, obwohl diese Angestellten die Mindestabstände wegen der räumlichen Gegebenheiten nicht einhalten konnten:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/14/corona-der-falsche-weg/
> Überhaupt scheint der Überblick darüber verloren gegangen zu sein, wo die wirklichen Ansteckungsgefahren bestehen: Man hat aus politischen Erwägungen die gewaltige Ansteckungsgefahr, die von Kindern ausgeht, völlig herunter gespielt, denn man brauchte ja die Eltern als Arbeitskräfte. Jeder, der Kinder hat, hat beobachten können, wie sie schon bisher die alten Grippen nach Hause brachten und die Familien ansteckten usw. Warum sollte dies bei der Corona-Grippe anders sein?
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/18/corona-politik-unglaubliche-fehler/
> Die späte Einbindung des Parlaments bei Fragen, in denen es um Leben und Tod geht, beweist ein des Ministers gestörtes Verhältnis zur Demokratie. Im übrigen war seine Eigenmächtigkeit auch eine Dummheit, denn zum einen hätte Spahn seine Verantwortung auf den Bundestag abwälzen können und zum anderen war es eine Arroganz, auf die Meinung von ca. 700 Abgeordneten zu verzichten.

Zusammenfassend müsste man sagen: Beliebt kann sich Spahn eigentlich nicht gemacht haben, aber trotzdem muss man seine Hoffnungen auf ihn setzen, denn er ist ja der Gesundheitsminister. 

Corona ausmerzen – so einfach ginge es. Sind die deutschen Politiker dümmer als andere?


Eigentlich wäre es ja ganz einfach, das Corona-Virus auszumerzen: Ein knallharter Lockdown vier 4 Wochen – und die Epidemie ist ausgestanden, denn dann wären die Infizierten gesund und es gäbe keine neuen Ansteckungen mehr. Melbourne hat uns das gerade vorexerziert:
https://www.rnd.de/panorama/67-millionen-einwohner-kein-einziger-neuer-corona-fall-in-australiens-victoria-seit-28-tagen-RLSYJBDD3IFTS3G6TEG6IE2GJM.html
Auch in China tanzt man schon wieder:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/12/01/corona-china-tanzt-wieder-und-deutschland-ist-deprimiert/
In Vietnam und Neuseeland hat man ebenfalls die Krankheit im Griff, sodass ich hier schon mal gefragt habe, ob die deutschen Politiker dümmer sind als andere:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/12/20/ist-die-deutsche-politik-duemmer-als-die-anderer-staaten/
Der Fehler unserer Politik bestand darin, dass man unbedingt die Wirtschaft am Laufen halten wollte, solange die Kapazitäten der Intensivstionen für die Neuinfizierten ausreichten. Das haben viele mit dem Leben bezahlen müssen, und auch die Wirtschaft wäre mit einem kurzen harten Lockdown viel besser dran gewesen, als mit dem ständigen Dahin-Lavieren, das an den Nerven der Bürger zehrte und zahlreiche Regelverstöße provozierte.

 

 

 

Coronapolitik gescheitert

Darüber habe ich ja schon öfter geschrieben, zuletzt hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/12/06/coronapolitik-gescheitert/
Auch die neusten erschreckenden Zahlen zeigen, dass wir auf dem falschen Weg sind. Wie viele Menschen haben es mit dem Leben bezahlen müssen, dass die Politiker glaubten, Corona mit einem Teil-Lockdown besiegen zu können.  Man hat die Zahl der in Kauf genommenen Neuinfektionen an der Kapazität der offenen Intensivstationsbetten bemessen. So starben viele Menschen für den Kommerz, dem man insoweit den Vorrang einräumte. Man scheute aus wirtschaftlichen Gründen vor einem totalen Lockdown zurück. Und das kostet nun neben den Menschenleben auch viel Geld.
Zu den Schulden hören wir beruhigend, man habe ja auch die Finanzkrise gut gemeistert Allerdings bestand das Meistern darin, dass viele Bundesbürger ihrer gesamten Altersrücklagen beraubt wurden.
Nun endlich hat man sich entschlossen FFP-2-Masken zu verteilen. Warum ist das nicht schon längst geschehen?
Das Ganze wäre zum Haareausraufen, wenn ich noch welche hätte.

Corona: Die falsche Philosophie – Nee, Herr Söder, so nicht!


Wir sind mit einer falschen Philosophie gegen das Virus vorgegangen. Unsere Corona-Politik ist gescheitert:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/12/06/coronapolitik-gescheitert/
Während die Chinesen schon wieder tanzen und Neuseeland praktisch corona-frei ist, steigen bei uns die Infektionszahlen und die Zahlen der Toten. Warum ist dies so? Sind wir blöder als die anderen?
Markus Söder macht den „Schlendrian“ für die konstant hohen Corona-Infektionszahlen verantwortlich. Er hat sich ja zum großen Manager der Corona-Krise in den Vordergrund gespielt und will nun von dem Versagen seiner Politik ablenken, und die sah so aus:
Man hat von vornherein nicht hart mit einem kurzen totalen Lockdown durchgegriffen, sondern hat aus wirtschaftlichen Erwägungen nur lasche Maßnahmen ergriffen. Man hat gemeint, man könne das Virus in den Griff bekommen, wenn man die Infektionen auf ein Maß beschränkt, dass die Intensivstationen nicht überlastet werden. Das haben Tausende mit dem Leben bezahlen müssen. Nun also muss man aber doch einen harten Lockdown anordnen, nachdem man der Verbreitung des Virus bei den Weihnachtseinkäufen nicht richtig Einhalt geboten hat. Der Kommerz ging ja vor.
Wenn nun Söder mit dem Vorwurf des Schlendrians dem Volk die Schuld an der Situation gibt, so sollte er sich lieber an die eigene Nase fassen.

Corona: Der falsche Weg

 

Man sieht es nun deutlich: Der Lockdown light hat nicht viel gebracht. Was ich vermisse, ist die mangelnde Wissenschaftlichkeit der beschlossenen Corona-Maßregeln:
Die Gesundheitsämter können immerhin in einem Drittel der Infektionen feststellen, wo sich die Betroffenen infiziert haben. Und da vermissen wir eine Statistik über diese Infektionsquellen. Wie viel Prozent haben sich beipielsweise in Geschäften infiziert, in Schulen, in Verkehrsmitteln…? Und danach hätte man von vornherein entscheiden müssen, wo man Regeln verschärft und wo man sie vielleicht auch lockern könnte. Ich habe hier ja schon oft beschrieben, dass man beispielsweise die Gefahren, die von Schulen ausgehen, unterschätzt und dass die Gastronomie durchaus ein völlig ungefährliches Mittagessen anbieten könnte, was die Entschädigungsleistungen, die wie alle zu tragen haben, erheblich reduzieren würde. Außerdem würde sich dann ein bisschen weniger Tristesse in diesem Land verbreiten.