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Das muss ins Grundgesetz: Recht zum Pieseln

Mein Senf dazu:

Deutschland stürzt ab.“ Darüber habe ich hier schon oft geschrieben. Ein sichtbares Zeichen sind beispielsweise die fehlenden Toiletten. Früher hatten selbst die kleinsten Bahnhöfe Toiletten. Heute bleibt nur das Gebüsch (sofern vorhanden!). Und in den Zügen sind die Toiletten auf ein Mindestmaß beschränkt.  In welche kaum vorstellbaren Nöte die Menschen dadurch kommen können, habe ich hier beschrieben.
https://autorenseite.wordpress.com/2018/02/08/die-buschpiesler-armes-deutschland/
https://autorenseite.wordpress.com/2019/09/20/meine-neueste-geniale-erfindung/
Nun hat sich endlich mal ein weitsichtiger Politiker dieses Problems angenommen, nämlich der stellv. Ministerpräsident von Bayern Hubert Aiwanger. Er fordert ein „Recht zum Pieseln“. Recht hat er. Jetzt, wo die Rasthäuser wegen der Corona-Krise geschlossen sind, wissen die LKW-Fahrer nicht, wohin mit ihren Nöten. Da könnte manche Blase platzen und viele Nieren könnten durch den Harnstau kaputt gehen.
Deswegen fordere ich hier mit allem Nachdruck, dass das Pieselrecht ins Grundgesetz aufgenommen wird. Und ein Menschenrecht ist es auch. Deshalb sollte man eine Petition starten.

Nie wieder Chieming!

An sich ist es ja so schön am Chiemsee, aber Chieming ist ein Ort, auf dem ein Fluch zu lasten scheint. Durch den Ort verläuft eine stark – auch von großen LKW – befahrene Straße, gegen deren Abgase und Luftverschmutzung sich ein Bauer mit einem großen Plakat an seinem Haus gewehrt hat. Eine Umgehungsstraße hätte längst gebaut werden müssen, scheiterte aber an jahrelangen Querelen.
À propos Verkehr: Auf der Uferpromenade ist das Radfahren eigentlich verboten, aber die Masse, die täglich um den Chiemsee radelt, kümmert sich herzlich wenig darum und auch die Gemeinde gebietet diesem Treiben nicht Einhalt, obwohl es wegen der vielen Kinder gefährlich ist. Verägert sind auf jeden Fall die Kurgäste, die ihre Ruhe haben wollen und nicht dauernd von Radlern angeklingelt werden wollen.
Das Dorf hatte einen ausgezeichneten Gasthof, den Unterwirt. Nachdem das
frühere Gastwirte-Ehepaar aufgehört hatte, wurde der Gasthof verkauft und total umgestaltet. Das einst vorhandene bayerische Flair wurde durch eine nüchterne Kantinenatmosphäre ersetzt. Und im einst so gemütlichen Biergarten standen nun aufgereiht lange Tische mit harten Bänken. So setzen sich die Menschen nur notgedrungen auf dem Oktoberfest zum Biertrinken. Kein Wunder, dass der Gasthof nun wieder geschlossen ist. Welch ein Abstieg vom Unterwirt mit Festsaal zur nüchternen nun geschlossenen Fütterungsstelle. Warum hat der Gemeinderat das nicht verhindert?
Gestern wurde ich ein Opfer der Chieminger Wirrnis: Ich fuhr morgens in einen Parkplatz, konnte aber nicht wieder weg fahren, weil die Ausfahrt wegen eines Volkstriathlons gesperrt war. So war ich zwei Stunden eingesperrt. Normalerweise hätte man ja an der Parkplatzeinfahrt ein Schild anbringen müssen, auf dem auf die Sperrung der Ausfahrt hingewiesen wird. Nicht so in Chieming. Da betreibt man amtlich genehmigte Freiheitsberaubung
und verärgert so wieder einmal seine Gäste.

Die mordende Lobby

Wir sind es gewohnt, dass das geschieht, was die Lobbyisten wollen. Jemand hat einmal sarkastisch bemerkt, warum wir uns überhaupt noch die teuren Abgeordneten leisten, wenn die sowieso das tun, was die Lobby will. Jüngstes Beispiel ist die Zulassung von Gen-Mais in der EU, die Deutschland hätte verhindern können. Aber Deutschland hat sich der Stimme enthalten und jeder weiß, warum:
https://autorenseite.wordpress.com/2014/06/19/gen-food-groesste-verbrechen-menschheit-18699994/
Nun lesen wir von einem neuen Erfolg der Lobby: Sie hat erfolgreich verhindert, dass die LKW-Führerhäuser sofort geändert werden. Jeder, der Augen im Kopf hat, wundert sich, warum es so etwas auf unseren Straßen noch gibt: Die LKWs werden immer größer, aber die Fahrerkabinen machen immer noch einen „vorsintflutlichen“ Eindruck: Sie sind klein, nicht aerodynamisch, unübersichtlich und sie haben vor allem keine Knautschzone. Das bedeutet die Todesstrafe für einen Fahrer, der einen größeren Auffahrunfall verursacht. Experten meinen daher, dass durch bessere Fahrerkabinen mindestens 500 Tote im Jahr vermieden werden könnten. Trotzdem bleibt derzeit alles beim Alten, weil die Lobby es so will:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/lkw-kabinen-verkehrsminister-beugen-sich-lobby-a-974229.html
Ich frage mich: Wenn schon die Abgeordneten hier versagen, müsste es doch in Deutschland vielleicht einen Staatsanwalt geben, der die Verantwortlichen vor Gericht bringt. Aber wenn sich einer trauen würde, so etwas zu tun, steht ihm Schlimmes bevor. Der Fall der Steuerprüfer, die ihren Beruf ernst nahmen und dann auf ihren Geisteszustand untersucht wurden, zeigt, was mutigen Beamten hierzulande passieren kann. Mollath lässt grüßen!