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Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften.

Unter Lyrik verstehen manche Schreiberlinge heute eine Literaturart, in der oft ausgefallene Gedanken unverständlich und ungereimt zu Papier gebracht werden.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Was ist das Wichtigste beim Bücher schreiben?

Das ideale Buch sieht so aus: Es ist spannend oder unterhaltsam mit einer Prise Humor. Vor allem sollte es aber dem Leser einen Stoff zum Nachdenken geben, der ihn noch länger beschäftigt. Das Schreiben sollte Spaß machen. Dann hat es sich für dich gelohnt, denn du kannst kaum erwarten, dass du einen Bestseller zu Stande gebracht hast.

Es wäre ja interessant zu erfahren, was die verschiedenen Autoren als besonders wichtig betrachten. Meine Antwort ist schlicht und einfach: „Das Wichtigste ist der Papierkorb.“ Und warum das so ist und wie man ihn benutzt, steht in diesem Gedicht:

         Das Werk
Es war nicht nur so hin geschmiert,
Du hast dich gründlich konzentriert
Und lange vorher nachgedacht,
Eh’ du es zu Papier gebracht.
Dann ließt du es zunächst noch ruh’n –
Du hattest anderes zu tun.
Nach ein, zwei Wochen denkst du dran
Und schaust dir dein Geschreibsel an:
Dann fragst du dich beim Wieder-Lesen:
Bin ich denn wirklich der gewesen,
Der alles das geschrieben hat?
Dir bleibt die Luft weg – du bist platt.
Doch hast du Grund, dass du dich freust,
Weil es nichts gibt, was du bereust:
Alles das, was du geschrieben,
Ist – Gott sei Dank – bei dir geblieben.
Dort wirst du sorgsam es verwahren.
Dann wirfst du’s weg – nach ein paar Jahren.

( Mehr Lyrik und anderen Lesestoff gibt es hier:
https://autorenseite.wordpress.com/home/)

Sinn des Lebens

Gedichte1

Die Sinnfrage

Augenblick, verweile doch,
Du bist so schön“,
So dichtete einst Goethe noch –
Wir können’ s kaum verstehen:
Wir jagen den Momenten nach,
Ohne uns zu schonen.
Kein einz’ger Augenblick liegt brach:
Das Leben soll sich lohnen!
Die Jahre fließen schnell dahin,
Dann ist man krank und alt.
Und plötzlich fragt man nach dem Sinn –
Zu spät, der Tod kommt bald.

Parabel über die Ausbeutung des Menschen

Ein Mann konnte es nicht mehr ertragen, dass ihm die Hälfte seines Verdiensts von der Regierung genommen wurde und dass dann ein großer Teil seines sauer verdienten Geldes von der Regierung an Freunde verteilt wurde.
Er wandte sich daher an einen Weisen in China und fragte ihn, was er tun solle.
Der weise Mann sagte:
„Komm, machen wir uns gemeinsam auf den Weg und suchen ein Land, in dem die Steuern nur ganz korrekt für die Erhaltung des Staates ausgegeben werden: für Schulen, Polizei, Universitäten und dergleichen.“
Und so wanderten die beiden Männer von Land zu Land. Und als sie im letzten Land angekommen waren, setzte sich der Weise auf einen großen Stein und weinte bitterlich.

Gedicht (nix für Frauen!)

Gedichte1

Schönheitsoperationen

Kein Wesen gibt es wohl hienieden,
Das mit sich so unzufrieden;
Kaum dass es in den Spiegel blickt,
Ist es schon total geknickt.
Die Rede ist hier von den Frauen,
Die sich so den Tag versauen.
Busen, Beine, Bauch und Po:
Alles ist halt doch nicht so,
Wie’s die Damen gerne hätten,
Drum lassen viele sich entfetten
An den Taillen, an den Hüften.
Die Augen lassen sie sich liften,
Und der Busen wird gehoben,
Hängt nicht mehr unten, sondern oben –
Gebläht mit einem Kunststoffkissen:
Bald will das keine Frau mehr missen.
Weg mit dem alten Büstenhalter!
Die Damen trotzen jedem Alter.
Doch Männer sind nicht so wie Frauen –
Ganz einfach, weil sie sich nicht trauen.
So sind sie ganz Natur geblieben,
Weil Frauen den Charakter lieben.

Toll war’s bei Blog.de

In einer PC-Zeitschrift las ich, dass man seine Homepage und Blogs aufräumen sollte. Und so mache ich mich zur Zeit an diese sch…wierige Arbeit. Dabei stieß ich auf einen alten Blog bei Blog.de. Toll, was ich da an Trafik hatte. Da kommt WordPress nicht annähernd heran:

 

„Schon um 5.00 Uhr 27 Besucher auf dieser Seite. Warum schlaft Ihr Euch nicht aus?
Und schon in aller Frühe 3 Bücher verkauft! Wie wird die Statistik da wohl am Abend aussehen?
Verbotene Zone
Habt Ihr denn an Weihnachten nichts Anständiges zu lesen bekommen?“

Hier sind die Bücher, um die es geht.

Gedicht zum Tag

Gedichte1

Ja so ist nun mal das Leben:
Mal geht’s gut und mal daneben.

Nur selten kommt von selbst das Glück:
Du musst’s erkämpfen – Stück für Stück.

Wünsch‘ dir was, dir wird’s gegeben,
Oder auch nicht, so ist das Leben

Sei heute heiter, morgen froh,
Übermorgen ebenso.

Mehr Ratschläge und heitere Gedichte in der „Fundgrube“ bei
https://autorenseite.wordpress.com/

Die Nicht-Leser werden immer mehr

Bücher2

Ich habe hier ja schon den Trend beschrieben, der sich immer mehr ausbreitet: Keine Nachricht ohne Bild. Und immer mehr Videos machen sich im Internet breit. Wo man früher einen Artikel kurz überflogen hat, muss man heute oft ein Video (mit Reklamevorspann) über sich ergehen lassen, wenn man sich nur kurz orientieren will. Man muss also bald überhaupt nicht mehr lesen können, und so wundert man sich nicht, dass die Zahl der Analphabeten immer größer wird.

Dem entsprechend nimmt die Zahl derer, die gerne lesen, immer mehr ab. Im Jahr 1973 waren es noch 73 %. Nun sind es nur noch 46 %. Im selben Zeitraum stieg der Prozentsatz derer, die überhaupt nicht gerne lesen, von 11 auf 26 %. Insgesamt ergab sich, dass die Älteren lieber lesen als die Jungen.

Für mich ist es eine der schönsten Lebensfreuden, mich abends ins Bett zu legen und zu lesen. Allerdings bin ich im Alter wählerischer geworden. Ich betrachte es als Zeitverschwendung, reine Unterhaltungsliteratur zu lesen. Ich möchte etwas lesen, was interessant ist, mir andere Sichtweisen und Stoff zum Nachdenken liefert, also solche Bücher, wie ich sie selbst geschrieben habe:
https://autorenseite.wordpress.com/home

Für alle, die Bücher schreiben:

Hier kommt ein wichtiger Ratschlag. Bücher schreiben ist heute so einfach geworden, dass es ganze Massen von Schriftstellern und vor allem Schriftstellerinnen gibt. Letztere haben ja meist mehr Zeit und wollen oft mit einem kleinen Ausflug in die Welt der Literatur aus ihrem Hausfrauendasein entfliehen bis dann die Enttäuschung kommt: Keiner will ihren Beitrag zur deutschen Literatur lesen.
So stehen sie plötzlich vor der Frage: Wie vermarkte ich mein Buch? Da kann man natürlich Lesungen veranstalten und es kommen eine Handvoll Leute, die sich lieber vorlesen lassen, was sie auch selber lesen könnten und einige von diesen kaufen tatsächlich auch das vorgelesene Buch.
Was aber besser ist: Man nimmt an Literaturwettbewerben teil. Es gibt ganze Massen davon. Welcher Bücherwurm oder welche Leseratte würde nicht gerne ein Buch kaufen, das beim Mara-Cassens-Preis oder beim Diabetes-Krimi-Preis eine Auszeichnung erhalten hat? Also auf, liebe Poeten, Schriftsteller und Autoren! Frisch ans Werk!
Falls Sie wissen wollen, was Sie beachten müssen, wenn Sie ein literaturprieswürdiges Buch schreiben wollen, schauen Sie unbedingt diese erfolgversprechenden Ratschläge an! Sie sind ihr Geld wert, hätte ich beinahe gesagt, aber sie kosten ja nichts.

Wie schreibt man für einen Literaturpreis?

GrüßeChiemsee

Ich war eingeladen, beim Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb mitzumachen. Ich habe dankend abgelehnt, weil ich so ein Zeug, wie es heute für preiswürdig erachtet wird, nicht schreiben mag. Aber vielleicht haben Sie Lust, sich einen Preis zu holen?

Wenn Sie sich bei einem solchen Wettbewerb beteiligen wollen, sollten Sie folgende Regeln beachten:

Humor ist verboten, denn er wird als Oberflächlichkeit verstanden. Man wünscht Tiefsinn, je trister, desto preiswürdiger. Keinesfalls sollten Sie normal schreiben, wie es üblich ist. Bieten Sie etwas Besonderes. Wenn Sie beispielsweise nach einem Punkt mit einem kleinen Buchstaben fortfahren, wird dem eine tiefere Bedeutung beigemessen. Modern wirkt es auch, wenn Sie überhaupt alles klein schreiben. Anführungsstriche lässt man weg – das ist zu bieder, wie schon die Bezeichnung „Gänsefüßchen“ sagt. Auch Personalpronomen wirken antiquiert. Schreiben Sie also etwa so: „War in der Stadt. Emil getroffen…“ Das klingt doch gleich viel flotter. Bisher war es zwar so, dass Bücher und Geschichten in einer gehobeneren Sprache verfasst wurden, heute will man den normalen Umgangston. Dabei sollten unbedingt Worte wie „Scheiße“ oder „Fucking“ vorkommen. Damit zeigen Sie, dass Sie nicht von gestern sind. Schreibfehler geben dem Text Individualität und eine besondere Bedeutung. Wenn in einem der Wettbewerbstexte beispielsweise „rießig“ steht, so gilt nicht der Satz aus dem „Fehler-Archiv“: „Wer riesig mit ß schreibt, bekommt Riesenärger!“ Nein, bei einem Preisträger begibt sich der Leser auf die Sinnsuche, und ich garantiere Ihnen: er wird dabei fündig (oder soll ich mal „pfündig“ schreiben?)

Hier ein paar Zitate aus dem Münchner Wettbewerb als Vorbild:

Stille. Warten. Sie liegt noch immer reglos, kalt, steif. Bin durstig. Krusten an meinen Lippen. Krabble ins Bad, der Klodeckel ist offen. Tauche meine Hände ein und lutsche sie ab. Immer und immer wieder.“


Am Nachmittag auf dem Weg zum Netto ein kalter Ostwind. ich schließe mit einer Hand den Mantelkragen, warte wie alle auf den Frühling, da riecht es mit einem Mal sehr intensiv nach Pferd, mitten auf der Straße. den ganzen Tag schon diese Geruchseindrücke, -empfindungen; beim Klicken durch die Ähnliche-Künstler-Liste auf spotify eine sensorische Wahrnehmung, ganz plötzlich Erbrochenes gerochen, Kondome, ich habe mich umgeblickt, doch es hat nichts darauf gepasst. weiter vorn das Altenheim, neben mir der offenstehende Durchgang zu einem Hinterhof.“

„„Is this love, is this love, is this love, is this love, that I’m feelin?“
Nein, verdammte Scheiße, das war es nicht – ich klicke den Anrufer weg und lösche den Klingelton.“

So, ich glaube, das genügt fürs Erste als Anregung. Wir wollen uns, um es mit einem Zitat aus dem Wettbewerb auszudrücken, „Zurückfinstern bei geschlossenen Lidern“ ins normale Leben. Und da darf ich Ihnen als Kontrastprogramm dieses hier anbieten und wünsche Ihnen, dass sich bei Ihnen dabei der üble Geschmack wieder verflüchtigt.