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Was man von Tieren lernen kann

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Über dieses Thema habe ich schon öfter geschrieben, beispielsweise hier zum Tag des Glücks:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/03/20/gedanken-zum-heutigen-tag-des-gluecks/
Und gerade sah ich in einer Sendung über die lustigsten Tiervideos etwas Nettes, was sehr lehrreich ist. Normalerweise sieht es ja grausam aus, wenn Katzen Mäuse fangen und vertilgen: Sie treiben erst ihr quälendes Spiel mit den kleinen Tieren, bis diese endlich tot sind.
Anders war es auf dem Video zu sehen: Eine Maus sprang vor der Katze in die Höhe und erschreckte sie so. Auf diese Weise konnte die Maus ihr rettendes Loch erreichen.
Was lernen wir daraus? Auch in scheinbar aussichtslosen Lagen niemals aufgeben!
Dies hat sich meine erkrankte Frau als Devise an die Wand gehängt:

Besser lernen

Über das Thema lernen habe ich schon öfter geschrieben. Hier noch ein Tipp:
Haben Sie schon einmal Sportler beobachtet? Sie üben nicht nur die Disziplin, die sie ausüben, sondern machen auch Dehnungsübungen.
So braucht auch der Geist seine Dehnungsübungen. Dessen war man sich früher bewusst. Deshalb hießen die Universitäten auch nicht Hochschulen, sondern man wollte die Studenten, die noch nicht “Studierende“ hießen, nicht nur zu Spezialisten ausbilden, sondern sie auch ein wenig über den Tellerrand ihres Fachgebiets hinaus schauen lassen. Deshalb lasen die Kapazitäten der Wissenschaft, über die die Uni verfügte, im Auditorium Maximum für alle Studenten Interessantes aus ihrem Fachbereich. Und da waren früher auch die meisten Studenten dabei.
Heute sind die Universitäten zu einem Massenbetrieb geworden und das Audimax dient nur noch als normaler Hörsaal.
Das soll aber aufmerksame Studenten nicht hindern, sich auch für etwas anderes zu interessieren als für ihr Studienfach. Das dehnt den Geist und verhindert, dass man ein Fachidiot wird. Und ein gedehnter Geist ist aufnahmefähiger, wie ein Sportler nach Muskeldehnungen leistungsfähiger geworden ist.

Zitat zum Thema Lernen

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Die meisten Menschen wissen nicht, dass ihr Gehirn so ähnlich funktioniert wie ein Computer. Was der Arbeitsspeicher nicht mehr aufnehmen kann, kann auch nicht im PC gespeichert werden. Deshalb ist es sinnlos, bis in die Nacht hinein zu lernen.

Wie man lernen sollte, lesen Sie hier:
„Lernen muss man lernen.“
Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

 

Das Lernen muss man lernen: Beim Lernen ist es wie beim Sex… (III)

Wenn ich bei der heutigen Jugend so herum schaue, stelle ich bei denjenigen, die ich im Blickfeld habe, fest: Sie sind zu fleißig. Auch bei den Intelligenten sehe ich, dass sie zwar einen hohen IQ haben mögen, aber beim DQ (Dummheitsquotientent) hapert es oft.
Das zeigt sich besonders beim Lernen. Die meisten übersehen, dass das Lernen eine Aufgabe ist, mit der man sich näher befassen muss:
Sie finden es selbstverständlich, dass man zum Fahren-Lernen in die Fahrschule geht. Und auch jeder weiß, dass man Schwimmen schneller bei einem Schwimmlehrer lernt. Nur beim Lernen glauben die meisten wie beim Sex: Das kann man von selbst. Durchaus, aber wie!
Was das Lernen anbetrifft, stecken viele einfach ihre Nase in die Lehrbücher und meinen, so prägen sie sich den Stoff ganz einfach ein. Aber mit Fleiß und Lernen bis in die Nacht verderben sich viele ihre Jugend und erreichen nicht mehr als andere, die die Aufgabe des Lernens lockerer angehen:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/12/29/das-lernen-muss-man-lernen-beim-lernen-ist-es-wie-beim-sex-ii/
Hier noch mal alles kurz zusammengefasst:
> Das Gehirn braucht Sauerstoff. Wer sich gleich morgens über seine Lehrbücher setzt, dessen Blut läuft träge durch die Adern. Wer hingegen seinen Blutkreislauf mit einem Tennisspiel oder Joggen in Schwung gebracht hat, leistet in der Bilanz mehr.
> Bergsteigen ist Gehirndoping, weil die dünnere Luft in der Höhe den Sauerstoffgehalt im Blut erhöht.
> Das Gelernte speichert sich richtig erst im Schlaf ab. Lernen bis in die Nacht bringt nichts. Ausreichend Schlaf ist wichtig, sonst bleibt vieles nur kurz im „Arbeitsspeicher“ hängen.
> Das Sonntagsgebot, das es auch bei anderen Religionen in ähnlicher Weise gibt, beruht auf der Weisheit, dass man auch mal eine längere Pause braucht, um wieder etwas leisten zu können.
> Wie man beim Sport Dehnungsübungen macht, braucht auch das Gehirn so etwas. Deshalb wurde die Universität erfunden, die  – wie der Name sagt – den Studenten eine universelle Bildung verschaffen wollte. Die Begegnung mit anderen Wissensgebieten erweitert das Gehirn. Aber heute sind aus den Studenten Studierende geworden, die keine Zeit mehr haben, über den Tellerrand ihres Fachgebiets hinaus zu schauen.
Dies sind nur noch mal kurz ein paar Anregungen, die Ihnen vielleicht das Leben erleichtern könnten.


Nochmals für alle Studenten: Auch das Lernen muss man lernen!

Die meisten finden es selbstverständlich, dass man bestimmte Sachen lernen muss, damit man sich am schnellsten die notwendigen Kenntnisse aneignet. Nehmen wir als Beispiel das Schwimmen: Man kann natürlich selbst herum paddeln wie ein Hund und dann langsam zum richtigen Schwimmer werden. Aber besser ist es, die richtigen Schwimmbewegungen und die Koordination mit der Atmung in einem Kurs zu lernen.

Ähnlich ist es beim Lernen. Auch das muss man lernen. Dessen sind sich die meisten allerdings nicht bewusst und so stopfen sie halt einfach den Lehrstoff in ihr Gehirn hinein.
Erfolgreiches und leichtes Lernen sieht aber anders aus, und das habe ich hier beschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/12/29/das-lernen-muss-man-lernen-beim-lernen-ist-es-wie-beim-sex-ii/

Das Lernen muss man lernen: Beim Lernen ist es wie beim Sex… (II)

In diesem Buch blicke ich auf meine Zeit im Berufsleben zurück.

Fortsetzung von Teil I.

Beim Lernen ist es wie beim Sex: Die meisten glauben, das bräuchte man nicht zu lernen.

Das ist ein gewaltiger Irrtum. Wie man richtig lernt, habe ich langsam begriffen und möchte hier meine Erfahrungen mitteilen, damit andere davon profitieren. Im ersten Teil habe ich geschildert, wie ich als „minder begabter“ Schüler gerade noch das Abitur geschafft habe.

Dennoch habe ich mich zu einem Studium entschlossen. Da kam für mich nur das Jurastudium in Frage, weil es bei Null begann, also mir auch für einen Menschen ohne „hochzeitliches Gewand“ (siehe Teil I) als geeignet erschien, zumal man nicht so viel auswendig lernen musste wie in anderen Fächern. Und siehe da: Es hat geklappt. Ich bin Richter geworden, habe eine Familie gründen können und mir ein Haus im schönen Bayern leisten können. Und manchmal denke ich, was wohl aus mir geworden wäre, wenn es die Sozis nicht gegeben hätte, die mir das Gymnasium eröffneten und so für mich ein Abitur und ein Studium ermöglichten.
Wie konnte es sein, dass ich es so weit gebracht habe, dass ich sogar Professor hätte werden können? Ich führe das darauf zurück, dass ich intuitiv erfasst habe, wie man richtig lernt. Wenn ich so sehe, wie sich in meinem Blickfeld die Jugend bis in die Nacht und auch an Wochenenden bemüht, sich den Lernstoff anzueignen, dann ist das aus meiner Sicht völlig falsch:
In vielen Religionen gibt es so etwas wie das Sonntagsgebot. Das beruht auf der Erfahrung, dass der Mensch nicht dauernd arbeiten kann, sondern auch eine Phase der Erholung braucht. Das ist danach auch gut für die Arbeit. Inzwischen ist ja viel darüber geforscht worden, wie man am effektivsten arbeitet und da hat man die 52:17-Regel entdeckt. Man soll also 52 Minuten arbeiten und dann 17 Minuten ruhen. Streber werden das verrückt finden, aber das ist halt Stand der Wissenschaft. (Also ist das System der Schulstunden gar nicht verkehrt.)
Und noch etwas ist eine wichtige Erkenntnis der Havard-Universität: Man lernt nicht beim Lernen, sondern in den Phasen des Ruhens. Das bedeutet: Lernen bis in die Nacht hinein lohnt sich nicht. Ausreichend ist Schlaf wichtig, weil das, was sich sozusagen nur im „Arbeitsspeicher“ des Gehirns befindet, dann in die tieferen Regionen unseres Kopfes eingelagert wird.
Wie ich es fertig brachte, ein gutes Examensergebnis zu erzielen, war allerdings etwas anders. Ich wollte unbedingt Amtsrichter in einem schönen bayerischen Gebirgsort werden und sagte mir, dass ich für den Beruf nicht geeignet sein würde, wenn ich täglich mehr als 8 Stunden (also den üblichen Arbeitstag lang) lernen würde. Ich wohnte damals in München und fuhr fast jeden Abend mit dem Rad nach Schwabing in eine der Studentenkneipen zum Tanzen, trank ein Glas Bier und war schon um 22 Uhr im Bett. (Wie blöde ist die nun eingerissene Unsitte, erst kurz vor Mitternacht in die Disco zu gehen!)
Am Wochenende war ich als Bergwachtmann im Gebirge. Wie ich später erfuhr, hatte ich daher Blutwerte wie ein Gedopter, denn die dünnere Luft in der Höhe führt dazu, dass man mehr rote Blutkörperchen bekommt. Vielleicht lernt man als Gedopter leichter. Mein Bergkamerad, der ebenfalls mit mir an den Wochenenden unterwegs war, brachte es neben Beruf und großer Familie sogar zum Professor für Physik, obwohl er nicht einmal einen Doktortitel hatte. Man sieht also: Bergsteigen statt Lernen am Wochenende wirkt.
Noch etwas ist fürs Lernen wichtig. Ein Professor drückte es so aus: „Ich sehe lauter Hobojus – das bringt nichts!“ Mit „Hobojus“ beklagte er die Zunahme von „Hosenbodenjuristen“, also Studenten, die nichts als ihr Studienfach im Auge hatten.
Das war früher anders: In der Münchner Uni gibt es ein Auditorium Maximum. Dort kamen seinerzeit die Studenten zusammen, um die Kapazitäten zu hören, die dort lehrten. Ich hörte damals den Religionsphilosophen Guardini und Vorlesungen von Sedlmayr über den „Verlust der Mitte“. Das war „Universität“ im wahrsten Sinne des Wortes. Sie wird mehr und mehr von Hochschulen abgelöst. Und so sind aus den Studenten immer öfter „Studierende“ geworden. Die Sprache ist sehr feinfühlig und so drückt die Änderung der Wortwahl auch eine Änderung der Mentalität aus.
Lange Rede – kurzer Sinn: Die Begegnung mit dem völlig anderen weitet die Kapazität des Gehirns. Das wusste man noch früher. Deswegen waren Akademiker auch gebildete Menschen, während viele, die studiert haben, nur Fachleute für ihr Gebiet sind, wie ja auch der Automechaniker ein Fachmann für Autos ist.
Noch etwas ist mir aufgefallen: Nicht nur ich war in den Semesterferien in den Bergen, sondern auch zwei Referendarinnen, die ich ausbildete. Beide arbeiteten mit Begeisterung in den Ferien als Sennerinnen, anstatt fürs Examen zu lernen. Trotzdem erzielten sie bei der Prüfung ausgezeichnete Ergebnisse. Völliges Abschalten bringt also gewaltige Power fürs Lernen.

Abschließend fällt mir zur Entspannung noch etwas zum Thema Sozis, denen ich alles verdanke:
Ja, das waren noch Zeiten damals nach dem Krieg, als es noch Menschen gab, die die Sozialdemokraten für Sexualdemokaten hielten, wie diese Anekdote aus meiner Sammlung (bitte lesen!) belegt:

Nach dem Krieg war die Demokratie ein völlig neues Erlebnis für die Deutschen. Es wurden Parteien gegründet, von denen man nicht viel wusste.
Unser Briefträger, der einmal berichtet hatte, dass eine neu zugezogene Familie nackt in der Wohnung herum lief, wusste plötzlich, woran das lag: „Das sind Sexualdemokraten.“

So was Süßes sieht man selten

Am Chiemsee kam gestern ein kleines Mädchen daher. Sie sprach mit ihrer Puppe. die sie im Arm hielt. Dann stellte sie sie mir vor.
Da kam ich ins Grübeln: Wie viele Mädchen sieht man heute noch mit Puppen oder gar mit einem Puppenwagen? Der Puppenwagen ist „out“. Man hat nicht die Zeit, so langsam voran zu kommen wie ein Kind mit dem Puppenwagen.
Aber auch die Puppe selbst ist nicht mehr „in“. Mütter denken häufig, es sei nicht gut, den Kindern „geschlechtsspezifisches“ Spielzeug zu geben. Außerdem ist ein PC mit Spielen für Kinder nach ihrer Meinung das richtige Spielzeug, um die Kinder fit für die heutige Zeit zu machen.
Und dabei kommt das Wichtigste unter die Räder, nämlich dass die Kinder das Liebhaben lernen.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Wer studiert, eignet sich Fachkenntnisse an und lernt, diese anzuwenden. Tieferes Denken lernen nur die wenigsten.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Die einen sind ein Leben lang Lernende, die anderen meinen, genug zu wissen.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Heute ist der Achtung-vor-dem-Alter-Tag (aber wen interessiert das schon?)

ZWas steht nur alles in diesem Gesicht geschrieben?

Heute ist der Achtung-vor-dem-Alter-Tag, allerdings nur in Japan. Dort herrschen andere Sitten: Der Tag ist ein echter Feiertag, an dem also nicht gearbeitet wird.
Bei uns hingegen ist die Achtung vor dem Alter längst entschwunden. Die Alten sind für die meisten Menschen jene Zurückgebliebenen, die sich mit PC und Smartphones nicht richtig oder gar nicht auskennen und die durch ihr von der modernen Medizin verlängertes Leben eine gewaltige Rentenlast verursachen. Warum also soll man auf solche Menschen hören, von denen man sich nichts sagen lassen will?
Man interessiert sich in unserer schnelllebigen Zeit nicht mehr für Erfahrungen, die oft teuer erkauft wurden, wie es in einem meiner Gedichte heißt:

Es will ein jeder selbst erfahren,
Was and´re vor ihm mit den Jahren
Gelernt aus ihrem langen Leben,
Drum kann es keinen Fortschritt geben.

Dabei könnte man so vieles von den Alten lernen, denn damals war die Welt noch in Ordnung, wie ich in etlichen Beiträgen geschrieben habe, z.B. hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/