Schlagwort-Archive: Leipzig

Corona: Die falsche Politik – Schulen schließen oder Gastronomie?

Jetzt wird es klar: Es war die falsche Politik, als man die Schulen offen ließ und die Gastronomie zu sperrte.
Hier wurde ja schon vielfach kritisiert, dass die Gastronomie geschlossen wurde, obwohl sie Maßnahmen durchgeführt hat, die eine Ansteckung praktisch unmöglich machten:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/03/corona-hier-irrt-die-kanzlerin/
Das Offenhalten der Schulen war schon deshalb ein großer Fehler, weil hier Schutzmaßnahmen wie in der Gastronomie fehlten (Welche Schüler wurden denn mit Plexiglasscheiben voneinander getrennt?) und weil man nicht fehl geht in der Annahme, dass Kinder kaum so gezähmt werden können, dass sie sich so umsichtig verhalten wie die Gäste eines Lokals. Was aber gravierender ist, ist die Tatsache, dass viele Kinder sich mit Corona infiziert haben, ohne es zum merken und ohne Symptome zu zeigen. So gesehen sind also die Schulen genau so „Super-Spreader“ wie die unvernünftigen demonstrierenden Maskenverweigerer von Leipzig.
Nun bewahrheitet sich also meine Warnung:
Wie die Bild-Zeitung unter Berufung auf den Deutschen Lehrerverband schreibt, sind mittlerweile 300.000 Schüler in Quarantäne. Ende September waren es noch rund 50.000.
Auch etwa 30.000 Lehrer befinden sich demnach in häuslicher Isolation.
Es wird so weiter gehen und zwar exponentiell. Eine Verschärfung des Teil-Lockdowns steht bevor, wenn es so weiter geht. Keine guten Aussichten für Weihnachten.

Mutige Querdenker

Gerade wird heftig über die Querdenker-Demonstration in Leipzig diskutiert. Massenweise trafen sich Menschen ohne Masken. Es ist natürlich einfach, in der Anonymität der Masse zu demonstrieren.
Aber hättet Ihr Querdenker auch den Mut, eine Online-Petition an den Bundestag zu unterschreiben, oder hättet Ihr dann Angst, im Ernstfall dann kein Krankenhausbett zu bekommen?
Zeigt mal auf diese Weise Euer Gesicht! Ich tue es hier ja auch.

Katholikentag – ein Schlag ins Wasser?

Ich weiß ja nicht, warum die Katholische Kirche ihren Katholikentag in Leipzig abhält, wo 80 % nicht an Gott glauben. Versprach man sich davon vielleicht einen Zuwachs an Gläubigen? Daraus ist jedenfalls offensichtlich nichts geworden.
Es gibt ja wohl zwei Arten von Atheisten: Die einen sind fest davon überzeugt, dass es keinen Gott gibt. Die wird man wohl kaum vom Gegenteil überzeugen können. Andere wiederum glauben einfach nur nichts. Bei diesen hätte man doch beim Katholikentag ein wenig Missionssarbeit leisten können.
Ich habe aber den Eindruck, dass man kaum einen einzigen nichtgläubigen Leipziger dazu gebracht hat, in die Kirche einzutreten. Die Fernsehbilder vermittelten eher den Eindruck, als würden die Leipziger die Katholiken als eine Art exotischer Sekte betrachten. Und deshalb waren etliche sehr sauer, dass die Stadt Leipzig den Katholikentag bezuschusst hat.
Interessant ist, dass die Kirche nur wenige neue Gläubige durch Überzeugungsarbeit gewinnt. Ihren Zuwachs verdankt sie in der Regel der Zuwanderung von Christen sowie der Geburt und Taufe des Nachwuchses von Katholiken. Diesen Kindern wird der Glaube so sehr eingeprägt, dass die meisten nicht mehr davon los kommen. Daher gibt es nur ganz wenige Konvertiten.
Nach meinem Dafürhalten gehört es zum Erwachsen-Werden, dass der Mensch alles überwindet, was andere in ihn hinein gepfropft haben, und dass er selbst als mündiger Erwachsener entscheidet, was er für sich als richtig empfindet. Das gilt auch gerade für die Religion.
Eine Hilfe zum Nachdenken finden Sie in dem unterhaltsamen Buch „Verbotene Zone“:

Verbotene Zone

https://autorenseite.wordpress.com/home/