Schlagwort-Archive: Lehrer

Wir haben das Leben nicht mehr im Griff

Gerade fallen Flüge aus, weil man nicht genügend Sicherheitspersonal hat. Und mancher Fluggast musste stundenlang auf seinen Koffer warte, weil es auch dort hapert.
Die Situation an den Flughäfen führt uns sinnfällig vor Augen, was sich sonst im Verborgenen abspielt:
> In jedem dritten Intensivbett kann kein Patient behandelt werden, weil das Pflegepersonal fehlt. Insgesamt braucht man 50.000 neue Kräfte. Viele Pflegekräfte geben ihren Job auf, weil sie überlastet sind und unter Burnout leiden.
> Nicht viel anders sieht es in den Seniorenheimen aus: Um die Alten angemessen zu versorgen, fehlen 120.000 Pflegekräfte.
> Und in jeder zweiten KITA fehlen Erzieherinnen.
> Der Lehrermangel verschärft sich…
Dieser Katalog ließe sich noch lange fortführen. Und da fragen wir Alten uns: Wie haben wir früher nur so leben können? Einfacher und glücklicher! Solche Probleme kannte man früher nicht, auch kein Plastik; und Klima, Artensterben oder Umwelt waren keine Themen. Es wird immer deutlicher:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/05/25/weiter-so-dem-untergang-entgegen/
Der Weltuntergang kommt dann im Jahr 2040:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/06/22/weltuntergang-im-jahr-2040/

Corona: Die falsche Politik – Schulen schließen oder Gastronomie?

Jetzt wird es klar: Es war die falsche Politik, als man die Schulen offen ließ und die Gastronomie zu sperrte.
Hier wurde ja schon vielfach kritisiert, dass die Gastronomie geschlossen wurde, obwohl sie Maßnahmen durchgeführt hat, die eine Ansteckung praktisch unmöglich machten:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/03/corona-hier-irrt-die-kanzlerin/
Das Offenhalten der Schulen war schon deshalb ein großer Fehler, weil hier Schutzmaßnahmen wie in der Gastronomie fehlten (Welche Schüler wurden denn mit Plexiglasscheiben voneinander getrennt?) und weil man nicht fehl geht in der Annahme, dass Kinder kaum so gezähmt werden können, dass sie sich so umsichtig verhalten wie die Gäste eines Lokals. Was aber gravierender ist, ist die Tatsache, dass viele Kinder sich mit Corona infiziert haben, ohne es zum merken und ohne Symptome zu zeigen. So gesehen sind also die Schulen genau so „Super-Spreader“ wie die unvernünftigen demonstrierenden Maskenverweigerer von Leipzig.
Nun bewahrheitet sich also meine Warnung:
Wie die Bild-Zeitung unter Berufung auf den Deutschen Lehrerverband schreibt, sind mittlerweile 300.000 Schüler in Quarantäne. Ende September waren es noch rund 50.000.
Auch etwa 30.000 Lehrer befinden sich demnach in häuslicher Isolation.
Es wird so weiter gehen und zwar exponentiell. Eine Verschärfung des Teil-Lockdowns steht bevor, wenn es so weiter geht. Keine guten Aussichten für Weihnachten.

Gewalt an Schulen – das falsche Rezept

(Zum Bild: Die Kinder von heute haben nicht nur körperlich schwer zu tragen an ihrem Schulranzen, sondern sie tragen auxh seelische Lasten mit sich)

Die körperliche und psychische Gewalt gegen Lehrer an deutschen Schulen hat deutlich zugenommen. 61 Prozent der Schulleiter berichten von entsprechenden Vorfällen in den vergangenen fünf Jahren, wie eine Erhebung im Auftrag des Verbands Bildung und Erziehung ergeben hat. Im Vorjahr waren es noch 48 Prozent gewesen.
Wo soll das noch hinführen und was ist dagegen zu tun? Die Medien sind sich einig: Die Schulen brauchen Sozialarbeiter, Sozialpädagogen und Psychologen; allerdings schief liegen würden diejenigen, die meinen, früher sei alles besser gewesen.
Zur letzteren Kategorie gehöre ich. Ich sehe die Ursache für all diese Erscheinungen in der Zerstörung der Familie, an deren Stelle nun Fachkräfte treten sollen. Es entspricht unserer Service- Mentalität, dass wir anderen übertragen, was unsere ureigenste Aufgabe wäre: Kinder werden schon im frühesten Alter in der Kita abgegeben und später sollen die Schulen sie zu anständigen Menschen erziehen. Nur funktioniert das leider nicht so: Kinder brauchen viel Liebe, wie sie nur eine intakte Familie bieten kann.
Wie sieht denn das Leben aus der Sicht eines Kindes aus? Frühmorgens wird es aus dem tiefsten Schlaf gerissen, weil die Mutter in die Arbeit muss und vorher das Kind in der Kita abliefern muss. Für Frühstück und Ankleiden bleiben kaum Zeit. Alles läuft im Eiltempo ab und das Kind kommt so zu der Überzeugung, dass es ein lästiger Störfaktor ist. Und so entwickelt es sich u.U. selbst zum Störfaktor in der Gesellschaft.
Ja, früher war alles besser, denn die Frauen konnten frei entscheiden, ob sie Hausfrau sein oder in den Beruf gehen wollten und die meisten entschieden sich für den schönsten Beruf der Welt: Hausfrau:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/06/hausfrau-der-schoenste-und-schwierigste-beruf/
Heute dagegen müssen viele Frauen arbeiten, weil bei den Paaren der eine allein schon die hohen Mieten von heute verdienen muss. Früher reichte das normale Einkommen des Mannes für den gesamten Unterhalt der Familie einschließlich Wohnung in der Stadt. Das zeigt, dass wir trotz des dauernden Geredes vom Aufschwung einen Niedergang erlebt haben.

Corona: Ein erschreckendes Bild im Fernsehen

Nun haben die Schulen wieder geöffnet und wir sahen in den Fernsehnachrichten natürlich Bilder dazu. Man sah dabei, wie Schüler fleißig etwas schrieben. Was mich dabei erschreckt hat, war die Tatsache, dass viele „mir de Nase schrieben“, d.h. sie hielten den vorgeschriebenen Abstand zwischen Augen und Heft nicht ein, ohne dass die Lehrkraft dagegen eingeschritten wäre.
Wenn ich da an meine Schulzeit zurück denke: Da ging der Lehrer mit dem Rohrstock durch die Bankreihen. Und wenn da jemand seine Nase zu tief in ein Heft steckte, gab es einen Schlag mit dem Rohrstock auf die nackten Waden. Das haben wir uns gemerkt.
So etwas wäre heute völlig unmöglich, aber es hat mir nicht geschadet: Ich brauche auch in meinem hohen Alter keine Brille, obwohl ich einen Beruf hatte, dessen Tätigkeit im wesentlichen im Lesen bestand. Und auch 25 Jahre am PC haben meine Augen nicht kaputt gemacht.

Helikopter-Eltern – Wie erziehe ich mein Kind?

„In Deutschland herrscht zur Zeit eine geradezu hysterische Aufgeregtheit – etwa so, als ob man in einen Hühnerstall hinein geschossen hätte.“
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/05/oma-die-umweltsau-was-sind-wir-doch-fuer-ein-humorloses-hysterisches-volk-geworden/

So ist es auch beim Thema „Erziehung“. Man überbietet sich geradezu bei dem zur Zeit aktuellen Thema „Helikopter-Eltern“. Da ist nun sogar von „Rasenmäher-“ oder auch „Curling-Eltern“ die Rede. Der letzte Schrei sind nun sogar die „Schneepflug-Eltern“.
Im Zentrum der Kritik stehen auf einmal Eltern, die ihre Kinder – womöglich mit dem SUV – in die Schule fahren. Pauschale Urteile sind hier völlig unangebracht, denn es kommt doch sehr auf die Gefährlichkeit des Schulwegs und auf das Alter und das Wesen des Kindes an. Ich halte es jedenfalls für lächerlich, wenn behauptet wird, ein Kind würde dadurch unselbständig, dass es von der Mutter auf deren Weg zur Arbeit bis zur Schule
im Auto mitgenommen wird. Diejenigen, die allzu sehr beim Schulweg mehr Selbständigkeit fordern, sollten sich einmal vor die orthopädische Kinderklinik in Aschau stellen und ansehen, welches Elend hier durch verunglückte Kinder zusammen kommt. Auch gut erzogene Kinder sind halt Kinder und dadurch gefährdet. Die Gewissensfrage, vor der Eltern stehen, ist halt: Wie viel Gefährdung nehme ich dafür in Kauf, dass das Kind dadurch vielleicht ein bisschen selbständiger wird als sonst sowieso.
Die Psychologen wenden sich auch dagegen, dass Eltern die Schularbeiten der Kinder beaufsichtigen und korrigieren. Ich halte das für verfehlt. Die Behauptung, die Lehrer würden dadurch den Überblick darüber verlieren, was das Kind selbst leisten könne, ist völlig falsch, denn der Lehrer sieht das ja im Unterricht und bei den Klassenarbeiten.
1,2 Millionen Kinder bekommen bei uns Nachhilfestunden. Ist es da nicht besser, wenn die Eltern das übernehmen, soweit sie das können?
Man beklagt immer, dass das schulische Fortkommen der Kinder bei uns zu sehr vom Bildungsstand der Eltern abhängt. Die Ursache dafür ist ja gerade, dass Eltern mit höherem Bildungsstand zum einen wollen, dass ihre Kinder diesen auch erreichen, und zum anderen alles tun, damit es so wird. Wenn diese Eltern also ihre Kinder bei den Schularbeiten unterstützen, so muss man das nicht negativ sehen als Verlust der Selbständigkeit bei den Kindern, sondern positiv:
Wir sind eine Familie und stehen einander bei! Und Teamwork ist doch auch etwas Positives.
Wenn ich so die Kinder in unserer großen Familie anschaue, dann sehe ich eine frappierende Unterschiedlichkeit: Die einen lernen ganz von selbst lesen und gehen problemlos selbständig durch die Schule.
Witzig war auch ein kleines Kindergartenkind, das immer bei der älteren Schwester schaute, was die in der Schule gelernt hatte. „Was haben wir denn heute auf?“ pflegte das Kind zu fragen und löste die Schulaufgaben der älteren Schwester.
Auf der anderen Seite haben wir auch Kinder mit Schulproblemen gehabt. Ein Mädchen war Legasthenikerin und wäre damals auf der Sonderschule gelandet, wenn es nicht von ihrer Mutter bis zum Abitur geführt worden wäre. Das Mädchen hat sich als Frau im Beruf selbständig gemacht und ist eine echte Powerfrau geworden. Es ist also lächerlich, wenn Psychologen behaupten, solche Kinder würden unselbständig. Das zeigte sich auch bei einem anderen Kind in der Familie, das mit Nachhilfe seiner Eltern durchs Abitur kam dann erfolgreich ins Leben gestartet ist.
Ich las einmal den Buchtitel: „Kinder brauchen kluge Eltern!“ Also liebe Eltern, seien Sie klug und lassen sich nicht von Pauschalurteilen irre leiten. Sie wissen am besten, was gut für Ihr Kind ist: Nicht jedes Kind muss Abitur machen oder gar studieren: Es ist allemal besser, wenn ein Mädchen eine fröhliche Bedienung wird als eine grantige Professorin. Und wenn in einer Akademikerfamilie ein Sohn Handwerker wird, so ist das nicht gleich der soziale Abstieg, sondern der Weg, der den Anlagen des Kindes entspricht und das Kind glücklich werden lässt. Das ist doch die Hauptsache!

Was für eine Jugend wächst da heran?


Ich traute meinen Ohren nicht, als ich in den Nachrichten hörte, den Schulen würden nicht nur Lehrer fehlen, sondern auch Sozialarbeiter und Psychologen.
Wie gibt‘s denn so was? Wieso brauchen Schulen heute neben den Lehrern auch noch Sozialarbeiter und Psychologen? Ich bin in die Schule gegangen und meine Kinder sind ebenso dort groß geworden, aber ich habe nie gehört, dass man dort außer den Lehrkräften noch weiteres Personal brauchte. Wie haben wir damals nur so leben können?
Aber heute sieht es anders aus. Wir haben eine Servicementalität: Für alles gibt es Leute, die dafür zuständig sind. Und so erwarten heute die berufstätigen Eltern, dass ihre Kinder gefälligst in den Kitas und Schulen erzogen werden. Nur klappt das halt nicht recht. Die Kinder sind vielfach resp
ektlos und verroht. Aggressive Sprache, Mobbing und Gewalt sind an der Tagesordnung. So fühlt sich ein Drittel der Angehörigen eines der schönsten Berufe, also der Lehrerschaft, ausgebrannt. Kein Wunder, dass es schon Schulen gibt, wo man Polizeischutz angefordert hat. Von einem Lehrer hörte ich, dass er „selbstverständlich bewaffnet“ in seine Schule gehe.
Neuerdings müssen Chipkarten für die Toiletten eingeführt werden, weil diese immer mehr und immer öfter in übelster Weise verunreinigt werden.
Was für eine Jugend wächst da heran? Sind die Hooligan-Szenen und Chemnitz das, was wir in Zukunft mehr und mehr zu sehen bekommen?
Für mich sind das alles Folgen der Zerstörung der Familie, die ja – wie es immer so schön heißt – die „Keimzelle des Staates“ ist.

Schlimme Nachrichten

Der Chef der Polizeigewerkschaft äußerte gerade, dass es in Deutschland Räume gebe, in denen sich der Rechtsstaat nicht durchsetzen lasse und er zählte als Beleg verschiedene Berliner Bezirke auf. So weit ist es nun schon bei uns in Deutschland gekommen, dass wir No-Go-Areas haben. Und wahrscheinlich werden die immer mehr und immer größer.

In den Schulen fehlen nicht nur Lehrer, sondern auch Sozialarbeiter und Psychologen. Die Kinder sind vielfach respektlos und verroht. Aggressive Sprache, Mobbing und Gewalt sind an der Tagesordnung. Auch die Lehrer sind häufig von der Gewalt betroffen. Kein Wunder: ein Drittel der Lehrer fühlt sich ausgebrannt.

Mehr Frauen fühlen sich schlechter, wenn sie Mutter geworden sind, als andere, die sich dann besser fühlen. Das soll auch an dem propagierten Vorbild liegen, das die Vereinbarkeit von Mutterschaft und Erwerbstätigkeit als Leitbild hinstelle: https://web.de/magazine/ratgeber/kind-familie/studie-mutterschaft-verschlechtert-wohlbefinden-frauen-33137458
Dazu ein Zitat:
Sogar die bekannteste deutsche Frauenrechtlerin, nämlich Alice Schwarzer, sagte in einem Interview mit dem Spiegel (Nr.47/99) auf die Frage, ob sich für eine Frau Kind und Top-Karriere vereinbaren lassen: „Frauen, die glauben, dass es selbstverständlich sei, alles hinzukriegen, machen sich etwas vor. Sie drücken sich vor der Realität… das ist die bittere Wahrheit“. Also,liebe Frauen, lasst euch nichts vormachen!

Verstehen Sie das?


Wo man hinhört, fehlt der Nachwuchs: besonders bei den Pflegeberufen, dem Handwerk, dem Krankenhauspersonal und nun auch bei den Lehrern und übrigens auch bei den Beamten. Da wird dauernd über die Beamten gemeckert, weil die angeblich so viele Vorzüge erhalten wie Beihilfe und dergleichen. Aber die Leute fragen sich nicht, warum trotzdem zu wenig Nachwuchs in das angeblich so fürstlich besoldete Beamtendasein strebt.
Was ich daran nicht verstehe ist dies. Wir leben doch in einer Marktwirtschaft, in der doch das Prinzip von Angebot und Nachfrage gilt. Wenn es also zu wenig Arbeitskräfte in bestimmten Branchen gibt, muss man die Leute halt besser besolden. So einfach wäre das. Aber es rührt sich zu wenig: Lieber lassen Krankenhäuser Abteilungen schließen oder Schulen den Unterricht ausfallen, als dass mehr Kräfte durch höhere Einkommen angelockt werden.
Es nützt auch nichts, dass u.a. der IWF Deutschland auffordert, die Löhne zu erhöhen. Warum funktioniert da die Marktwirtschaft nicht? Sieht unsere Regierung nicht, dass Trumps „America first“ die Ursache darin hat, dass Trump bei uns Dumpinglöhne ausmacht. Und er hat damit Recht, nicht nur, weil das Lohnniveau niedrig ist, sondern weil wir immer mehr „Aufstocker“ haben, denen der Staat einen Teil des Lohnes zahlt. So etwas ist halt kein fairer Wettbewerb.

Zunehmende Gewalt ist ein Problem

Rund jeder fünfte Lehrer an bayerischen Schulen ist laut einer Umfrage schon mal Opfer örperlicher oder psychischer Gewalt geworden. (In Nordrhein-Westfalen ist es sogar jeder vierte.) Vier Prozent der Lehrer gaben an, dass sie auf ihrer Arbeit schon einmal körperlich angegriffen wurden. Hochgerechnet sind damit rund 3800 Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen im Freistaat bereits Opfer von tätlicher Gewalt geworden, teilte der Bayerische Lehrerverband BLLV am Montag in München mit.
Schlimmer geht es den Polizeibeamten, und der Staat hat das einfach viel zu lange angesehen, ohne die Gesetze zu verschärfen:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/07/01/schlimm-kein-schutz-fuer-die-polizei/
Und völlig unbegreiflich ist, dass sogar immer mehr Ärzte und Sanitätspersonal Opfer von Gewaltattacken sind.
Ich frage mich immer, woher kommt diese Gewalt?

In früheren Generationen gab es so etwas nicht. Amokläufe und das völlige Ausrasten vor Wut, wobei sogar in lebensbedrohender Weise gegen den Kopf eines am Boden Liegenden getreten wird, sind Erscheinungen der neueren Zeit. Es wird immer behauptet, Ursache seien die Gewaltdarstellungen in den Medien. Die gab es aber schon länger als die extremen Gewaltausbrüche der Täter. Und meine Generation, die im Krieg unglaubliche Gewalt erlebt hat, ist nicht verroht. Wie einfach hätte man nach dem Krieg mit den von den Soldaten weggeworfenen Waffen Unheil anrichten können und Amokläufe unternehmen können. Aber nichts dergleichen ist geschehen.

Schon bei Kindern und Jugendlichen treten heutzutage immer häufiger psychische Störungen auf. Bereits vom Säuglings- bis ins junge Erwachsenenalter können Kinder und Jugendliche in unterschiedlichsten Formen durch psychische Belastungen erkranken.
http://www.heimatzeitung.de/lokales/berchtesgadener_land/2300918_Immer-mehr-Kinder-mit-psychischen-Leiden.html
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass solche psychisch kranken Kinder zu gestörten Persönlichkeiten werden, die zu unkontrollierter Gewalt neigen.
Nicht die brutale Gewalt ist das Gefährliche in Fernsehfilmen, sondern die alltägliche Unbeherrschtheit, die und dauernd vorgeführt wird: Wer sich über irgendetwas ärgert, lässt seine Wut an Sachen aus, indem er beispielsweise eine Schranktür eintritt. Was hier gelehrt wird, ist: Lass deine Wut raus. Diesen Rat gaben auch einmal Psychologen den Ehefrauen, sonst bekämen die Frauen Magengeschwüre oder gar Krebs. Ich habe damals geschrieben, dass die Frauen so auf eine Scheidung „hinarbeiten“ und das Krebsrisiko dann ungleich größer wird.
Wenn Sie mich fragen, was ich als Ursache der zunehmenden Gewalt sehe, dann meine ich, dass Verschiedenes zusammen kommt:

  • Da ist zunächst einmal die geschilderte völlig falsche Theorie der Psychologen, man dürfe die Wut nicht in sich hinein „fressen“, sondern müsse sie raus lassen.
  • Dementsprechend ist völlig sinnlose Gewalt gegen (unschuldige!) Sachen im Fernsehen allgegenwärtig.
  • Es könnte sein, dass Kinder, die zu energiereich ernährt werden und dann in der Schule in eine Ordnung gezwängt werden, Aggressionen in sich aufstauen, die mit der Zeit zunehmen. Übrigens fällt mir bei dieser Gelegenheit ein interessantes Experiment ein, dessen Ergebnis sich vielleicht auch auf Menschen übertragen ließe: Man hat bei Ratten Versuche angestellt, was für sie am besten ist: Ernährung, Temperatur, Stallbedingungen usw. Und als man dann die idealen Lebensbedingungen herausgefunden hatte, hat man Ratten unter in diesen optimalen Verhältnissen leben lassen und meinte, die würden am ältesten werden. Das erwies sich jedoch als Irrtum, denn die Ratten waren hoch-aggressiv und verkürzten sich durch solche Stressbedingungen gegenseitig das Leben.
  • Untersuchen sollte man auch,ob nicht manche chemische Nahrungsmittelzusätze aggressiv machen.
  • Erziehungsfehler sind natürlich auch schuld. Manche Eltern glauben, sie müssten ihr Kind in unserer „Ellbogengesellschaft“ dazu erziehen, sich durchzusetzen. Neulich im Sandkasten haute ein Bub einem anderen seine Schaufel auf den Kopf. Kommentar der Mutter: „Er entwickelt sich zu einer Führungskraft!“
  • Und schließlich ist für mich die Zerstörung der Familie der Hauptgrund für Aggressionen. Kinder brauchen die liebevolle, individuelle Zuwendung der Eltern und auch viel Ruhe. Das kann die beste Kita nicht leisten.

Und wenn Hannelore Kraft nun eine Verschärfung der Strafen für Delikte gegen Lehrer verlangt, so ist das ein Kurieren an Symptomen und auch ein Wahlkampfgetöse. Wann hätte jemals in solchen Fällen der Strafrahmen nicht ausgereicht? Man sollte mal eine Statistik darüber heraus geben, wie weit normalerweise die Strafrahmen des Strafgesetzbuchs ausgeschöpft werden. Da wird man erschüttert feststellen, dass die Gerichte nur so triefen vor lauter Milde. Warum ist das so? Richter wollen gute Beurteilungen: Je strenger sie sind, umso öfter werden  Rechtsmittel eingelegt und umso öfter werden ihre Urteile aufgehoben und das wäre keine gute Voraussetzung für eine gute Benotung.
Einen Blick hinter die Kulissen der Justiz finden Sie in dem Buch „Adieu Justitia„:

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