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Das darf doch nicht wahr sein

In den Salzburger Nachrichten las ich, dass es im Land Salzburg Orte gibt, in denen 40% der Wohnungen unbewohnt sind. Wie sieht es da wohl bei uns aus? Natürlich gibt es auch bei uns vor allem im Osten Orte, die von der Landflucht betroffen sind.
Aber wie sieht es in den Städten aus? In Zeiten wie diesen, in denen es für Erspartes keine Zinsen gibt, investieren viele in Immobilien. Manche davon werden vermietet, andere stehen als bloße Spekulationsobjekte leer. Sollte da nicht neben der Zweitwohnungssteuer eine erhöhte Steuer für Leute eingeführt werden, die noch mehr unvermietete Wohnungen besitzen? Und bräuchten wir nicht eine saftige Leerstandssteuer für Orte, wo Mietwohnungen Mangelware sind?
Die Wohnungsbesetzungen der letzten Zeit zeigen doch deutlich. dass hier Handlungsbedarf besteht-

Fehler der Gastronomie

Das ist eines meiner Lieblingsessen um diese Zeit: Spargel mit Schinken, Sauce hollandaise und Kartoffeln, so wie es hier so nett im Ruhpoldinger Hof serbiert wurde. Aber sonst: Fehlanzeige. Ein solches Essen, das sonst in der Spargelzeit zum Standardrepertoire gehörte, gibt es kaum noch. Die Gaststätten haben Nachholbedarf und servieren so etwas Einfaches nicht mehr. Statt dessen gibt es beispielsweise Spargel mit Saibling im Bärlauchmantel und Ähnliches  zu überhöhten Preisen. So mag ich aber den Spargel nicht. Ein Saibling zum Spargel ist mir zu viel und der Bärlauch erschlägt den feinen Spargelgeschmack. „Geröstete Spargelspitzen“ mag ich nicht: „Wat de Bur ni kennt, dat frit he ni.“
Weil ich Lust auf Spargel in der herkömmlichen Art habe, koche ich mir halt meinen Spargel heute Mittag selbst.
Auch sonst habe ich beim Selnstkochen in der Lockdown-Zeit wieder so richtig Lust auf einfaches Essen bekommen:
neue Kartoffeln mit Limburger und Salat,
Sahnequark mit Kartoffeln ,
Leberkäs mit Ei,
Spinat mit Spiegelei …
So etwas bekommt man kaum im Gasthaus. Nicht mal die bayerischen Weißwürste gibt es noch, nach denen man im Café noch eine schöne Torte genießen könnte.
Ich glaube, die Gastronomie schockt ihre Gäste mit den neuen teuren Speisekarten. Jeder hätte Verständnis dafür, wenn es wieder das normale Essen geben würde, aber mit einem Preisaufschlag wegen der Corona-Probleme. Aber Pseudo-Luxus-Speisen schrecken die Gäste ab. Und so ist es zur Zeit in den Lokalen erstaunlich leer. Deshalb werden in vielen Orten Gutscheine für Gasthausessen ausgegeben.

Corona: Endlich freie Fahrt!

Schon am Karfreitag schrieb ich, dass auf der Autobahn A8 , wo sonst um die Osterferienzeit Stauungen herrschten, überhaupt nichts los war. Gestern ein ähnliches Bild: Kaum zu glauben, dass manchmal minutenlang überhaupt kein Auto daher kam. Der Verkehrsfunk meldete witzigerweise: „In Bayern normaler Verkehr!“
Nichts war normal, denn ein paar Raser waren unterwegs in Fahrzeugen, die man sonst nicht auf unseren Straßen sieht. Sie waren so schnell, dass man fast an Raketen denken wollte. Und der röhrende Sound der Motoren war so, dass man sich an eine Grand-Prix-Rennstrecke  versetzt glaubte.
Die Leute wussten: Die Polizei hatte an dem Tag anderes zu tun, als hier zu kontrollieren.
Endlich konnten diese Leute ihre Fahrzeuge, die für unsere verstopften Straßen nicht  gemacht sind, mal richtig ausfahren – allerdings verbotenerweise. Und so stellen wir fest: Corona kann auch manchen Freude machen.

Das Neueste: Bücher ohne Inhalt?

„Fragezeichen hinter leeren Seiten
Bücher ohne Inhalt. Alte Folianten mit leeren Seiten. Signalisieren sie den Zerfall unserer Kultur? Verweisen sie auf den Niedergang der Literatur? Zeigen sie den Verlust zwischenmenschlicher Kommunikation? Lassen sie sich als Menetekel, gar als Memento Mori für eine Endzeit lesen?“
So lesen wir es hier:
http://www.suedost-news.de/region+lokal/landkreis-traunstein_artikel,-Fragezeichen-hinter-leeren-Seiten-_arid,83684.html
Und wenn wir an so manches Buch denken, müssen wir sagen: Leere Seiten wären besser gewesen. Aber solche Gedanken kommen einem nicht, wenn Sie mal hier klicken.