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Ich bin dauernd in Lebensgefahr

Das Leben ist gefährlich. Wenn ich so denke, was ich alles überlebt habe…
Nur ein Beispiel: Mein Freund und ich wollten einen Skiführer über die Zillertaler Alpen schreiben. Dabei wollten wir in einer Hütte übernachten, aber als wir dort waren, fing es an zu schneien. Ich riet dazu, sofort wieder abzufahren, so lange unsere Aufstiegsspur noch zu sehen war. Mein Freund wollte wollte sich aber noch unbedingt vorher den Winterraum der Hütte ansehen für den nächsten Besuch. Er holte den Winterrchlüssel aus dem Rucksack und wollte schon die Türklinke ergreifen, als ich ihn schimpfend zur Eile antrieb. Später lasen wir in der Zeitung, dass Südtiroler Attentäter eine Sprengladung mit der Türklinke verknüpft hatten und zwei Alpini  Opfer dieses Anschlags wurden.
Ja, so könnte ich noch vieles darüber erzählen, was ich alles als Bergwachtmann erlebt und überlebt habe.
Aber nun im Alter lese ich mit Staunen, wie gefährlich mein Leben immer noch ist:
Wenn ich ein Glas Wasser am Bett stehen habe, so ist das angeblich sehr gefährlich, weil sich darin Bakterien vermehren.  Anscheinend empfindet mein Immunsystem das aber eher als Training.
Und auch Nasenhaare darf man sich nach den Erkenntnissen der modernen Medizin keinesfalls heraus ziehen, weil dabei lebensbedrohende Bakterien eindringen könnten.
Ja, das Leben ist schon lebensgefährlich!

Die Dummheit der Menschen ist grenzenlos

Gestern schrieb ich hier noch diesen Aphorismus:

Das menschliche Wissen ist sehr begrenzt, aber die Dummheit ist grenzenlos.

Wie zutreffend das ist, zeigte sich noch am selben Abend: Ein Unwetter brach über dem Chiemsee los und Wasserwacht und Wasserschutzpolizei hatten alle Hände voll zu tun, um Segler, Schwimmer und Paddler zu retten.
Es gibt zwar rund um den See rote Warnleuchten, aber die Menschen glauben es einfach nicht, dass sich das ganz plötzlich gewaltig ändern kann. Sie bleiben also verbotenerweise auf oder im Wasser, aber ganz plötzlich schlägt dann das Unwetter zu. Es ist ähnlich wie bei Corona: Die Leute meinen es besser zu wissen als die Fachleute wie Meteorologen und Virologen.
Wie gefährlich ein Unwetter auf dem Chiemsse sein kann, hat meine Tante anschaulich geschildert aus einer Zeit, als es noch kein Warnsystem gab.
Sie berichtete, dass sie sich einmal auf dem Chiemsee bei einem Unwetter in höchster Lebensgefahr befunden habe. Als jemand dies nicht recht glauben wollte, erzählte sie:
„Unser Vater hatte ein Ruderboot gemietet und ist mit uns auf den See hinaus gerudert, als der Sturm losbrach. Die Wellen wurden höher und höher und schwappten schließlich sogar ins Boot. Unser Vater ruderte wie ein Wahnsinniger, so dass wir doch endlich heil, aber durchnässt das Ufer erreichten. Am nächsten Tag brachte ich sein durchgeschwitztes Hemd in die Wäscherei. Als ich es wieder abholte, reklamierte ich, dass es noch Schweißflecken hatte. Die Wäschereibesitzerin schaute kurz hin und sagte: ‚Das geht nicht weg. Das ist Todesschweiß!‛“
https://autorenseite.wordpress.com/anekdoten/
Und gestern werden viele Menschen nicht nur vom Chiemseewasser durchnässt gewesen sein, sondern da wird schon auch ein wenig Todesschweiß dabei gewesen sein.
Übrigens war es auch am Waginger See dasselbe, denn die Dummen breiten sich aus wie ein Virus.