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Laschet hat Glück, Söder auch

Dass Laschet ein Mann mit Fortune ist, habe ich gestern beschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/06/08/laschet-ein-mann-mit-fortune/
Und Fortune braucht man auch in der Politik. Frau Baerbock bekommt gerade zu spüren, wie es einem ergeht, wenn man es nicht hat.
Auch der „Kanzlerkandidat der Herzen“ kann froh sein, dass er nicht zum Zuge gekommen ist. Er hatte zwar zeitweise das Glück, neben der Kanzlerin als der große Manager der Coronakrise da zu stehen und den Gesundheitsminister in den Schatten zu stellen, aber dieser Ruhm ist schnell verblasst, zumal auch in Bayern vieles nicht gerade optimal gelaufen ist.
Söder wäre es nämlich auch so ergangen wie Barbock: Man hätte in seiner Vergangenheit gegraben und da wäre man fündig geworden. Söder hat ja mit seiner CSU nicht umsonst die absolute Mehrheit im Landtag verloren. Erinnert sei an den Verkauf von Sozialwohnungen u.a. Man hätte ihn auch lächerlich gemacht als Baumumarmer und Kreuzaufhänger. Und die Art, wie er sich gegen Seehofer an die Spitze gedrängt hat, hat ebenfalls vielen nicht gefallen. So glaubt man ihm nicht, wenn er sich jetzt „devot“ gibt.
Am meisten aber schadet Söder, dass er einen Staat regiert, in dem immer noch Amigo-Verhältnisse herrschen. Wohl in keinem anderen Land wäre es möglich gewesen, dass Abgeordnete ihre Kinder auf Staatskosten als „Computerexperten“ anstellen. Und gerade sind zwei Töchter von ehemaligen CSU-Politikern bei einer großen Abzockerei im Zusammenhang mit den Maskeneinkäufen ertappt worden. Typisch für Bayern ist, dass man nicht erfährt, wie es in einem geordneten Staatswesen zu solchen Geschäften gekommen sein kann. Aber wenn Söder als Kanzlerkandidat aufgetreten wäre, wäre das ein Klotz an seinem Bein gewesen.
Söder kann sich also freuen, seinen Job im schönsten Bundesland behalten und sich einen Haufen Ärger erspart zu haben.

Laschet – ein Mann mit Fortune

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich es für einen schweren Fehler hielt, dass die Union Laschet zum Kanzlerkandidaten gewählt hat und nicht den „.Kandidaten der Herzen“.

Aber nun im Laufe der Zeit denke ich anders. Mir fällt da ein Ausspruch von Friedrich den Großen ein, der sagte: „Ich brauche Generäle, die nicht nur tüchtig sind, sondern auch Fortune haben.“ Laschet ist ein Mann mit Fortune. Das zeigte sich schon darin, dass die Wahl auf ihn fiel.
Ein weiterer Glücksfall für ihn ist, dass die Wahl in Sachsen-Anhalt vor der Bundestagswahl stattgefunden hat und dass dort die CDU hoch gewonnen hat – weniger auf Grund ihres Parteiprogramms, sondern wegen ihres beliebten Ministerpräsidenten.
Ein bisschen vom Glanz der gewonnen Wahl fällt auch auf Laschet ab. Auch hier hat er wieder Fortune gehabt. Nun können er und seine Partei mit dem Wahlsieg im Rücken zuversichtlich der Bundestagswahl entgegen sehen.
Ein weiterer Glücksfall für Laschet besteht darin, dass seine Gegenkandidatin Fehler macht und die Grünen dadurch in der Wählergunst absinken.
So werden wir also wohl mit einem Kanzler Laschet rechnen müssen.

 

Zitat zum Tag (Baerbock oder Laschet?)

 

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Lieber von einer Frau regiert werden, die keine Erfahrung hat, als von einer Regierung, mit der man schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Armer Laschet: Wer wird denn eigentlich noch die CDU/CSU wählen?

Die Unionsparteien dümpeln bei den derzeitigen Meinungsumfragen bei Werten von immerhin noch erstaunlichen 24 %. Und da frage ich mich, wer sind diese Bürger, die noch die C-Parteien wählen?
Das sind natürlich in erster Linie die Profiteure des Merkelismus, der die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer macht und dem ich etliche Beiträge gewidmet habe.
Aber sonst? Diejenigen, die die C-Parteien allein schon wegen des „C“ gewählt haben, sind ausgestorben oder durch die Missbrauchsfälle abtrünnig geworden.
Sonst fällt mir keiner mehr ein, der motiviert sein könnte, die Union zu wählen.

Aber ich sehe eine wachsende Mehrheit, die auf keinen Fall die Union wählen wird:

> Das sind zunächst einmal diejenigen, die den Dilettantismus der Regierung bei der Bekämpfung der Coronakrise im Gedächtnis behalten haben. Überall hat es gehapert: bei der Beschaffung der Impfstoffe, der Schutzkleidung, der Masken… Wir waren auf dem falschen Weg, wie ich hier in vielen Beiträgen beschrieben habe, denn beispielsweise  Portugal hat es geschafft, binnen Kürze von einer Inzidenz in Höhe von 900 auf 30 herunter zu kommen und nun normal zu leben. Und wir laborieren seit über einem Jahr an viel niedrigeren Ausgangswerten herum. Auch die üblen Maskendeals etlicher Abgeordneter müssen nach Ansicht vieler Wähler so richtig abgestraft werden.

> Keinesfalls Unionswähler werden wohl viele Rentner sein, die neidisch nach Österreich blicken, wo die Renten um 400 Euro höher sind bei 14 Auszahlungen pro Jahr.

> Den Mietern wird es nicht anders gehen, wenn sie sehen, dass in Österreichs Hauptstadt die Mieten auf bezahlbarem Niveau gehalten werden, während sie bei uns explodieren.

> Abwenden von den C-Parteien werden sich auch viele Geschäftsinhaber, die zu Recht einen ungenügenden  Schutz vor Amazon & Co beklagen. Warum kann dieses Unternehmen seine Steuern dort zahlen, wo es am billigsten ist, während die deutschen Unternehmer hier besteuert werden? Warum unterwirft man nicht diese Unternehmen, die hier Umsätze machen, mit diesen Umsätzen insgesamt dem deutschen Steuerrecht?

> Zornig sind auch die vielen Selbständigen, die in dieser Krisenzeit kaum unterstützt wurden, während die Lufthansa 9 Milliarden erhielt. So ist das in unserer Schreihalsdemokratie, in der man auf die größten, also lautesten hört.

> Die Folgen einer solchen Politik sind die Verödungen der Innenstädte. Immer mehr Läden machen zu:

Die Wähler wollen eine Abwendung von einer solchen Politik der Zerstörung ihrer Städte.

> Die Wähler wollen auch nicht mehr, dass der Profit vor der Umwelt rangiert. Nur ein Beispiel: Früher beförderte nur ein einziges Unternehmen, nämlich die Post die Pakete. Nun fahren stattdessen bei uns 6 Auslieferungsfirmen herum mit 6-facher Umweltbelastung – alles nur, weil die Kanzlerin Unternehmern in der Nullzinsphase Anlagemöglichkeiten bieten wollte. Eines dieser Unternehmen hat sein Verteilungszentrum hier völlig abseitig in einem Wald errichten dürfen: Naturzerstörung pur!

> Naturliebhaber wenden sich sowieso von der Union ab wegen der Bevorzugung der Massentierkaltung mit der Folge der Überdüngung der Wiesen, die Grundwasser und Seen belastet. (Zwei Schiffe mit riesigen Mähmaschinen müssen dauernd über den Chiemsee fahren, damit er wegen der Düngerbelastung nicht zu wächst. Einst war er so klar, dass man auch an der tiefsten Stelle bis auf den Grund schauen konnte.)

> Für die arme Jugend gilt nicht mehr Blüms Satz: „Die Rente ist sicher.“ Sie muss selbst fürs Alter vorsorgen, weil die Rente nicht reicht. Und wenn die Jüngeren so den Risiken des Kapitalmarkts ausgesetzt sind, kann es den Leuten so ergehen wie Sylvia. Sie arbeitete hart und sparte eisern, um es sich im Alter so richtig gut gehen zu lassen. Sie zahlte für eine Rente von 3000 Euro ein und bekommt aber nun leider nur noch 750.
https://autorenseite.wordpress.com/2012/05/29/sylvias-rente-wirtschaftssystem-funktioniert-13771220/
Ein ähnlich trauriges Beispiel ist auch der Schauspieler Hannes Jaenicke, der nur 600 Euro Rente bekommt, weil er bei den Rücklagen fürs Alter auf „Experten“ hörte..
Die Menschen wollen Sicherheit fürs Alter, aber doch nicht so was! Also werden sie ihr Kreuz in der Wahlkabine woanders machen.

> Die Leute wollen sich nicht mehr krumm und buckelig arbeiten dafür, dass die Industrie großzügig subventioniert wird und dann Milliarden Gewinne einstreicht, die eigentlich zum Teil für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden müssten.

> Kein Mindestlohnbezieher wird die Union wählen, weil er nicht versteht, warum die Wirtschaft zu Grunde gehen soll, wenn er bescheidene 12 Euro Stundenlohn erhält.

> Die vielen Tafelgänger werden sicher auch nicht zu Laschet-Fans. Die Menschen, die von der derzeitigen Politik an den Abgrund gedrängt wurden, haben meist aufgegeben und gehen überhaupt nicht mehr zur Wahl.

>  Dasselbe gilt für die Aufstocker und Mindestlohnbezieher. So etwas hat es in der Bundesrepublik noch nie gegeben und es ist der Union zu „verdanken“ nämlich, dass man mit seiner Hände Arbeit nicht mehr genügend verdienen kann, um leben zu können.

>  Keine Unionswähler sind auch die vielen, die dauernd das Gefühl haben, der Regierung zurufen zu müssen: Deutschland erwache!

> Diese Regierung muss weg, denn sie hat den Absturz Deutschlands eingeleitet, wie Sie in diesen Beiträgen lesen können.

Vielleicht meldet sich ja mal jemand von der Union und schreibt einen kritischen Beitrag hierzu. Aber das ist wohl kaum zu erwarten, denn die Parteimitglieder befinden sich im Schlafwagenabteil der Politik. Bei einer lebendigen CDU/CSU müsste doch ein Beitrag wie dieser sofort die junge Union auf den Plan rufen.

Mir tut Herr Laschet jetzt schon leid, wenn er sich beim künftigen „Triell“ im Fernsehen mit den beiden anderen Kanzlerkandidaten auseinander setzen muss.

 

Was haben die Parteien nur für Berater

Die CDU hat die Grünen „scharf angegriffen“ und sie dabei mit einem Fliegenpilz verglichen.
Das soll für die Menschen einprägsam sein und ihnen suggerieren: „Fliegenpilz⇒Grüne⇒giftig“.
Das war ein dummer Einfall von Laschets Beratern. Der Schuss könnte nämlich nach hinten los gehen, denn das provoziert geradezu eine Erwiderung der Grünen nach dem Motto: :
„Wenn die Grünen ein Fliegenpilz sind, dann ist die CDU eine Stinkmorchel, denn sie tritt mit so alten Vorstellungen an, dass diese schon zu stinken beginnen“:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/05/05/cdu-wie-oft-noch-wollt-ihr-diesen-bloedsinn-erzaehlen/

 

CDU: Wie oft noch wollt ihr diesen Blödsinn erzählen?

Wir lesen gerade, dass die CDU die Grünen „scharf angreift“ (ein normaler Angriff genügt ja bei dem Umfragetief von Laschets CDU nicht, es muss schon scharf geschossen werden):
Besonders scharf wird die CDU unter dem Punkt »Steuererhöhungen«: Weil die Grünen  höhere Spitzensteuersätze, die Abschaffung der Abgeltung von Kapitalerträgen sowie die Einführung einer Vermögenssteuer fordern, würden sie den wirtschaftlichen Aufschwung gefährden, meint die CDU . Na, so was!
Die CDU, die Schutzpatronin der Reichen, hält mal wieder ihren Rettungsschirm über diejenigen, die gar nicht mehr wissen, wohin mit dem Geld. Die Partei will also fortfahren mit dem übelsten Regierungsprogramm, dem die Bürger je ausgesetzt waren. Klicken sie mal durch die Beiträge über den Merkelismus, falls Sie Aufklärungsbedarf haben.
Es soll also nach Meinung der CDU weiter gehen mit dem Programm, das Reiche immer reicher und arme immer ärmer macht.
Wenn man schon die Behauptung aufstellt, dass die Erhöhung der Spitzensteuersätze den wirtschaftlichen Aufschwung gefährde, dann sollte man das auch begründen. Wir hatten doch schon einmal Zeiten, in denen nicht die Bürger mit der Einkommenssteuer, sondern die Unternehmer den Staat überwiegend finanzierten. Da ist die Wirtschaft auch nicht zusammen gebrochen und hing noch nicht wie ein Schwerkranker am Tropf der Subventionen. Warum also soll es schädlich sein, zu Steuersätzen zurück zu kehren, die es auch schon unter CDU-Regierungen gegeben hat? Da muss man nicht gleich von Sozialismus reden.

Um das ganze zu demonstrieren: Nehmen wir einen Fußballspieler mit Millioneneinkünften. Der hat seinen „Mister-10%“, der sein Vermögen gegen eine Gewinnbeteiligung von 10% anlegt. Und wo investiert dieser Mann? Doch nicht unbedingt in der heimischen Wirtschaft, sondern beispielsweise bei Tesla. oder er kauft Gold. Was hat das mit einem Aufschwung zu tun, Herr Laschet?
Wenn wir nach dem Modell Österreich leben würden, bei dem die Wirtschaft ja auch gut läuft, dann hätten die Rentner monatlich 400 Euro mehr in der Tasche und die würden in erster Linie in Deutschland ausgegeben.
So wird ein Schuh daraus, Herr Laschet! Warum geht das bei uns nicht? Das sollten Sie mal erklären, Herr Laschet!

Dauernd Söder im Fernsehen – Verstehen Sie das?

Die letzten Verlautbarungen über die Pandemie kamen im Fernsehen von der Kanzlerin und von Söder. Wenn ich daran denke, wie viel wir schon von Söder über Corona gehört haben, frage ich mich, wieso er dauernd im Fernsehen zu sehen ist. Er erscheint als der große Manager der Corona-Krise, neben dem der an sich zuständige Gesundheitsminister verblasst. Und hat er einen besseren Draht zu den maßgeblichen Leuten des Fernsehens als der Kanzlerkandidat Laschet? Da hat Laschet noch einen gewaltigen Nachholbedarf, nur ist er halt nicht so unterhaltsam wie Söder.
Wir haben ja in der heutigen Zeit einen Kampf um die Publicity. Manche können es und andere nicht. Heidi Klum und Verona Pooth verstehen es sogar, schon ihren Nachwuchs ins Rampenlicht zu schleusen. Da kann ich nur sagen: Respekt! Mich will keiner.

Die Stunde der Opposition (und der CSU)

Ich bin immer noch erschüttert über die CDU:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/04/21/ist-die-cdu-eine-verfassungsfeindliche-partei/
Die Partei sollte ab jetzt als „Club der Undemokraten“ umgetauft werden oder sich ehrlich umbenennen in MEV (Machterhaltungsverein). Es freut mich, dass ich mit meiner Prognose recht hatte und die Strafe auf dem Fuße folgte: Die CDU wird nun bei Umfragen von den Grünen überholt – das Ende einer Volkspartei.
Die Praktiken bei der Wahl Laschets sollten nun von der Opposition so richtig ausgenutzt werden, um die CDU im Bundestag vorzuführen.
Wie bringt man aber eine Diskussion über die Vorgänge bei der Kandidatenwahl in den Bundestag und stellt diese so an den Pranger? Ich kenne mich da nicht so aus. Vielleicht wäre es gut wenn man diesen Gesetzesvorschlag einbringt:
„Wenn eine Partei einen Kanzlerkandidaten aufstellen will, hat seine Wahl durch die Parteibasis zu erfolgen.“
Da gäbe es genügend Gelegenheit, die CDU so richtig bloß zu stellen, wie sie es verdient hat. Was ist nur aus der Partei Adenauers geworden?

Ist die CDU eine verfassungsfeindliche Partei?


Ist die CDU eine verfassungsfeindliche Partei? Die Frage ist eindeutig zu bejahen:
https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/
Auch bei der Wahl des Kanzlerkandidaten haben wir das wieder gesehen: Das Volk wollte ganz klar den „Kanzler der Herzen“: Bei der gestrigen Umfrage von RTL hielten 88 % Söder besser für das Kanzleramt geeignet und nur 6 % Laschet. Schon vorher kam Laschet bei einer Erhebung von Statistika auf einen Beliebtheitswert von 0,1, während Söder mehr als zehnmal so gut war mit einem Wert von 1,3.  Einen so eindeutigen Vokswillen dürfen die Parteien nicht ignorieren, denn es heißt im Grundgesetz:
„Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Nach Art 21 (1) wirken die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes nur mit.
Aber was haben die Parteien statt dessen getan? Sie haben sich den Staat „unter den Nagel gerissen“. Sie haben nicht mehr das Volk im Blick, sondern den eigenen Machterhalt.

Damals zu Anfang der Pandemie, als die Ministerpräsidentenrunde mit der Kanzlerin regierte, meldete sich erst ein einziger Rechtsgelehrter zu Wort und sagte: „So nicht!“ Und dann sahen es auch andere ein.
Wo bleiben nun die Stimmen der Verfassungsrechtler und sagen: „So nicht!“? Es muss doch darüber diskutiert werden, ob man so am Willen des Volkes vorbei regieren kann.
Deshalb sollte geregelt werden, wie die Wahl der Führungskraft in Deutschland stattzufinden hat. Dazu gehört auch die Kandidatenwahl. Darf es sein, dass zwei Männer dies „im Hinterzimmer“ entscheiden können?  Darf ein Parteivorstand darüber entscheiden oder muss die Wahl nicht auf eine breitere Basis gestellt werden?
Das müsste im Parlament einer funktionierenden Demokratie klar geregelt werden, damit die Wahl nicht zur Machterhaltung einzelner entartet.

Die falschen Kanzlerkandidaten?


Das erschien schon als ein raffinierter Schachzug von Söder: Nachdem er zunächst strikt dagegen war, dass der CDU-Vorstand entscheidet, mit welchem Kanzlerkandidaten die Union in den Wahlkampf zieht, begab er sich dann „demütig“ in die Hände der der CDU. Wieso dieser Sinneswandel? Ganz einfach: In der CDU wurden die Stimmen derer, die für Söder sind, immer stärker. Und Söder meinte sicherlich, abschätzen zu können, wie nun die Abstimmung bei der CDU ausfällt, nämlich zu seinen Gunsten. Schließlich ist er wesentlich beliebter als Laschet. Der kommt nämlich bei Statistika nur auf einen Beliebtheitswert von 0,1, während Söder mehr als zehnmal so gut ist mit einem Wert von 1,3.
Es ist ein großer Fehler der CDU, nun auf einen so unbeliebten Kandidaten zu setzen, nur weil man den Parteivorsitzenden nicht demontieren will. Jetzt wird es in der Basis gären, denn das ganze Verfahren bei der CDU-Kandidatenwahl ist total undemokratisch: Erst sollten zwei Männer entscheiden, wer von ihnen Kanzler werden soll. Und nun entschied der CDU-Vorstand. Wo bleibt die Beteiligung der Parteibasis in einer so wichtigen Frage? Da kann die Union noch etwas von den Grünen lernen.
Ob nun die Basis der CDU revoltieren wird? Schließlich bangen viele CDU-Abgeordnete um ihre Wiederwahl, wenn die Partei mit Laschet in den Wahlkampf zieht.
Also kein guter Start in die Bundestagswahl, zumal Laschet für die Opa-Generation steht und er nun die jüngere Baerbock als Gegnerin hat, der viele eher den notwendigen Wandel eher zutrauen.

Auch bei Baerbock habe ich Zweifel, ob die Grünen auf das richtige Pferd setzen. Auch sie setzen nämlich nicht auf den beliebteren Habeck. Gegen Baerbock spricht ihre mangelnde Regierungserfahrung und eine sicherlich aufbrechende Diskussion über den sich durchsetzenden Feminismus.
Mir persönlich gefällt Frau Baerbock nicht. Vergleicht man sie mit Frauen wie Merkel, Schulze oder Schwesig, so ergibt sich ein entscheidender Unterschied. Während die letzteren drei Frauen geblieben sind, bei denen man merkt, welcher Mensch dahinter steht, tritt Baebock kühl und sachlich mit starkem Stimmdruck auf und man vermisst das „Menscheln“, wie es beispielsweise besonders bei Söder zum Ausdruck kommt.