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Heute ist der Tag des Kusses

Müssen Sie an so etwas erinnert werden?  Etwa so wie in diesem Witz?

Zwei alte Männer gehen an einer Bank im Englichen garten vorbei, auf der ein Liebespaar sich küsst.
Sagt der eine: „Mei, des erinnert mi an meine Jugend. Des war scho schee, so a Maserl im Arm und sich küssen.“
Meint der andere: „Da gab’s doch no irgendwas.“

 

Heute ist der Ehrentag der Lippen

 

Haben Sie heute schon geküsst, wenn nicht, dann … Sie wissen selbst, was zu tun ist. Übrigens: Ein Bussi ist kein Kuss!
Außerdem ist heute noch der Alles-was-Du-machst-ist-richtig-Tag – der amerikanische National Everything You Do Is Right Day
Da habe ich so meine Zweifel, denn ich mache heute meine Steuererklärung – nicht, dass ich mogeln würde, – nein, ich bin einfach zu blöd für „Elster“.

 

Zum heutigen Tag des Kusses: Warum der Kuss zum Bussi verkam


Zur Zeit haben wir die Valentinswoche. Nach dem gestrigen Tag der Umarmung kommt nun der angebliche Höhepunkt: der Tag des Kusses. Wenn man so alt geworden ist wie ich, stellt man allerdings fest, dass der Kuss auch nicht mehr das ist, was er einmal war, nämlich voll geladen mit Erotik. Deswegen wird das Wort „Kuss“ heute in der Umgangssprache mehr und mehr durch „Bussi“ ersetzt. Bussi links und Bussi rechts gehört für viele zum normalen Begrüßungsritual. So etwas hätte es früher nicht gegeben, weil wie gesagt ein Kuss mit Erotik verbunden war. Daher war es sogar in den Familien üblich, sich per Handschlag zu begrüßen.
Wenn ich heute sehe, wie sich sogar Politiker vor den Kameras mit Bussis begrüßen (auch auf den Mund!), dann denke ich an die Besuche von Chruschtschow und Breschnew in der DDR. Wenn das Fernsehen deren innige Begrüßungen mit den DDR-Größen zeigte, dann hieß es bei uns: „Schaut sie an, die schwulen …!“ Aus heutiger Sicht gesehen waren sie halt nur ihrer Zeit voraus.
Warum ein Kuss heute nicht mehr dasselbe ist wie früher, habe ich für Männer unter dem Titel „Entmannung“ hier schon öfter beschrieben: Die Libido ist immer mehr verkümmert. Während früher schon ein entblößtes Frauenknie einem Mann schlaflose Nächte bereiten konnte („Ich hab dein Knie geseh‘n – das durfte nie gescheh‘n“), so schaffen es Frauen heute nicht einmal mehr mit entblößender Offenherzigkeit, denselben Effekt zu erzielen. Wenn ich daran denke, wie Frauen heutzutage im Sommer herum laufen, dann muss ich sagen, dass sie mit solchen Aufzügen früher sofort verhaftet worden wären.
Doch zurück zum Tag des Kusses: Wenn Sie diesen Tag gebührend feiern: tun sie es bitte nicht mit einem Bussi!

Not me too!


In den Salzburger Nachrichten s
ehen wir ein Bild auf dem zu sehen ist, wie EU-Kommissar Moedas die EU-Kommissarin Vestager begrüßt. Das, was da abgebildet ist, sieht eher nach einem Vergewaltigungsversuch aus, wird aber als „neckische Begrüßung“ bezeichnet. Ist es nicht merkwürdig, dass die Frauen sich energisch gegen die kleinsten Berührungen aus Spaß wehren, dass sie es aber hinnehmen, dass die Begrüßungen immer intimer werden? Wie kommt es eigentlich, dass sich ein solcher Trend weltweit durchsetzt?
Ich bin in einer anderen
Zeit groß geworden. Da begrüßte man sich so, wie man es heute als „very british“ bezeichnet: nämlich mit Handschlag. Wenn ich meine alten Filme anschaue, sehe ich, dass dies nicht nur in unserer Familie so war.
Was die Art der Begrüßung anbetrifft, fallen mir die Besuche von Chru
schtschow und Breschnew in der DDR ein. Die Kremlmachthaber umarmten jeweils die DDR-Größen und der Kommentar im Westen lautete einhellig: „Schaut sie, diese schwulen…“
Inzwischen ist schwul normal und auch solche Begrüßungen sind üblich: Küsschen links und Küsschen rechts. (Besonders in der Grippezeit zu empfehlen in der Zeit der Empathie!)
Ich bin ein Oldie und mag so etwas überhaupt nicht. Ich denke an meine Mutter, die da sagen würde: „Dor bün i nie bei groot wor‘n.“ Für die ganz alte Generation hatten körperliche Berührungen
nämlich etwas Erotisches und deshalb waren sie nur dort üblich, wo sie hin gehörten, also nicht bei Begrüßungen
Wenn dies sich total geändert hat, liegt da daran, das bei der Erotik die Luft raus ist. D
ie Angehörigen des Geschlechts, das einmal erotisch aktiver war, nämlich die Männer, sind entmannt worden:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/06/die-vernichtung-des-mannes/
Das lässt sich statistisch klar belegen: Jede Generation schläft nur noch halb so oft miteinander wie die vorige und die Männer jeder Generation haben nur die Hälfte der Spermien im Vergleich zur vorigen.
Damit man sich heute eine Vorstellung davon machen kann, wie es früher einmal war, fällt mir ein Schlager von damals ein:
„Ich hab‘ dein Knie geseh‘n,
Das durfte nie gescheh‘n…“
In meiner stürmischen Jugend dachten die jungen Männer darüber nach, wie
sie ihre Erotik etwas abbremsen konnten und da waren Mittel wie Mönchspfeffer im Gespräch, mit dem sich die Mönche angeblich in ihrer Lage beholfen haben sollen. Und heute? Da sehen wir in Fernsehfilmen, dass die nachwachsende Generation Viagra nehmen muss.
Um auf den Ausgangspunkt zurück zu kommen. Die heutige Form der Begrüßung, die früher als erotische Intimität empfunden worden wäre, konnte sich nur durchsetzen, weil die Sexualität im Schwinden ist: Jedes 5. Paar braucht nun beim Kinderzeugen medizinische Hilfe.
Wie anders das einmal war, zeigt ein Spruch meiner Tante: „Sie brauchte eine Männerhose nur anzuschauen und schon war sie schwanger.“

 

Heute ist der Küsst-und-versöhnt-Euch-Tag

Heute ist wieder mal ein wichtiger Tag, nämlich der Küsst-und-versöhnt-Euch-Tag – der amerikanische Kiss And Make Up Day 
Wie das mit der Versöhnung funktioniert, lesen Sie in der Kurzgeschichte „Die alte Tante“ in der Leseecke. Dann brauchen Sie keine Ehetherapie mehr. Aber auch wenn bei Ihnen – vielleicht nur vorläufig – alles in Ordnung ist, sollten Sie sich doch diese Geschichte zu Gemüte führen. Man weiß ja nie…

Und dann gibt es hier noch für Notfälle die Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Wer bestimmt das?

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Kürzlich schaute ich mir alte Filme aus meiner Familie an. Sie haben mehr als ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel. Und dabei fiel mir auf, dass es auch in der Familie (nicht nur in unserer) üblich war, sich mit Handschlag zu begrüßen, also ohne Umarmung.
Und ich erinnerte mich an die alten Zeiten der DDR: Da sahen wir, wie die Sowjet-Größen zu Besuch kamen und die wurden am Flughafen bei der Begrüßung umarmt. Ich glaube, Breschnew tauschte sogar Küsse mit den DDR-Leuten. Man hat das bei uns im Westen belächelt und so kommentiert: „Wie die Schwulen!“
Inzwischen ist es völlig anders geworden. Heute umarmen sich sogar wildfremde Politiker mit Kussandeutungen: Linke Backe, rechte Backe.

Ich frage mich nur bei solchen Trends: Wer bestimmt so etwas? Wie kommt es, dass alle mitmachen?
Was die Umarmungen angeht, habe ich eine Theorie: Wie ich in diesem Blog schon öfter beschrieben habe, leben wir in einem Zeitalter der Entsexualisierung:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/02/13/die-entmannung-des-mannes/
Zwar scheinen die freizügigen Bilder in vielen Zeitschriften das Gegenteil zu belegen, aber in Wahrheit braucht der weitgehend entsexualisierte Mensch immer „schärfere“ Bilder, um sich angesprochen zu fühlen.
Und weil nun die Umarmungen von heute im Gegensatz zu früher gar nichts mehr mit Sex zu tun haben, konnten sie sich als Begrüßungsritual etablieren. Heute denkt wohl kein Politiker, der bei einer Begrüßung eine Kollegin umarmt daran, wie sie sich als eine Frau so anfühlt. Er denkt vielmehr: Umarmen macht sich gut im Fernsehen und täuscht ein harmonisches Klima vor.

Verdammt! Heute ist der Tag des Kusses

Herzeinf An sich habe ich nichts gegen das Küssen – im Gegenteil. Aber was die Ärzte zum heutigen Tag des Kusses herausgefunden haben, ist nicht gut für uns Männer. Da behauptet doch die moderne Medizin: Küssen ist gut gegen Falten. Nun stellen Sie sich einmal ein altes Ehepaar vor: beide über 80! Da wird sie doch dauernd nach ihrem „Faltenkiller“ rufen. Sie denkt nicht daran, dass ihr Mann zwischendurch auch etwas zu tun hat. „Falten killen“ ist eben wichtiger.
Liebe Männer, ich hoffe, ihr habt des Tag des Kusses verschlafen, wenn nicht, wünsche ich euch jedenfalls, dass eure Frauen nichts von den Erkenntnissen der modernen Medizin mitbekommen hat. Andernfalls könntet ihr schnell überfordert werden. Ich würde ja gerne weiter schreiben, aber ich muss schon wieder…