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Welttag des Sehens: Was tun Sie für Ihre Augen?


Ich habe hier eine ganze Reihe von Beiträgen über Brillenträger geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/07/03/brillentraeger-sind-gescheiter/
Ich bin inzwischen 85 und brauche immer noch keine Brille und habe darüber berichtet, wie man sein Sehvermögen erhält.
Wenn ich nun die vielen jungen Leute mit Brille sehe, frage ich mich, wie das mit denen weiter geht. Sie haben jetzt schon dieselben Augen, die früher die Menschen ab 60 hatten. Da nannte man das Alterskurzsichtigkeit.
In meiner Jugend hatte kaum einer eine Brille. Ich kann mich nur an zwei erinnern, die kurzsichtig waren, und die sind heute blind. Geht das mit den heutigen jungen Leuten auch so weiter? Irgendwo las ich, dass sie auf jeden Fall Atropin nehmen sollen, um ein weiteres Wachstum des Augapfels zu verhindern.
Und noch etwas fällt mir zu den Brillenträgern ein: Die Tochter eines Kollegen war extrem kurzsichtig und brauchte daher eine sehr starke Brille, Der Kollege erzählte mir, sein Augenarzt habe ihm Vorwürfe gemacht und gesagt: „Wie konnten Sie nur als Brillenträger eine Brillenträgerin heiraten?“ Ich weiß ja nicht, ob das auch heute noch Stand der Wissenschaft ist, wenn ja, dann sieht es schlimm aus mit dem Sehvermögen der nachfolgenden Generation.

Wie die moderne Medizin uns krank macht

Die angehenden Ärzte lernen zu viel über Krankheit und zu wenig über Gesundheit.
H. Pöll, Aphoristiker

Toll, die moderne Medizin! Die Menschen werden immer älter!“ So in etwa lautet unisono das Loblied auf die moderne Medizin. Doch schauen wir die ältesten Menschen einmal an, dann sind es meist solche wie die schlichten Fischer in Japan, die sich von Reis und Fisch und nicht von Pillen ernährt haben.
Blicken wir einmal zurück, welchen Einfluss die alte Medizin auf unsere Gesundheit hatte, dann kommt man am alten Hippokrates nicht vorbei, der sagte:
Unsere Nahrungsmittel sollten Heil-, unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein.“ Nach diesem Prinzip haben sich die Menschen Jahrhunderte lang ernährt bis zur Generation unserer Großmütter. Die Alten haben gewusst, was gut ist für die Augen, die Abwehrkräfte, das Blut, die Knochen usw.
Dann kam die moderne Medizin und hat dieses Wissen vernichtet. Sie „
entzauberte“ die alten Laienkenntnisse und stellte beispielsweise fest, dass Spinat gar nicht so viel Eisen enthält, wie vermutet, und dass der Vitamin-C-Gehalt des genossenen Obstes nicht ausreichend sei usw. Damit war der Grundstein gelegt dafür, dass sich die Menschen Vitamintabletten kauften, bis sich das Ganze als Irrweg herausstellte. Immerhin ist eines geblieben: Die Menschen ernähren sich heutzutage meist nach Lust und Laune mit viel Fleisch und die Regeln des alten Hippokrates sind in Vergessenheit geraten. Es hat also ein Umdenken eingesetzt::
Früher achtete man bei der Ernährung auf seine Gesundheit, heute geht man zum Arzt, wenn man krank ist Und meint, dass der schon alles wieder in Ordnung bringt. So haben wir heute statt der Gesunden von früher massenweise Kranke, deren Leiden die Ärzte im Griff haben und die sich daher gesund fühlen und auch lange leben:

Jeder Zweite hat Beschwerden durch ein Venenleiden.
40% der über Sechzigjährigen Frauen sind von
Blasenschwäche betroffen.
An
Übergewicht leiden 70% der Männer und 50% der Frauen.
Fast die Hälfte aller Sterbefälle wird durch Herz- und Kreislaufleiden verursacht, unter denen insgesamt 20% der Bevölkerung leiden.
Von Diabetes sind 7,2 % der Bevölkerung betroffen.
Die Kurzsichtigkeit
breitet sich auf immer jüngere Patienten aus: Schon die Hälfte aller Gymnasiasten braucht eine Brille. Man tut nichts dagegen und die moderne Medizin behauptet fälschlich, das seien eben die Folgen des vielen Lesens:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/07/31/macht-lesen-kurzsichtig/

Rund 40 Prozent der über 50-jährigen Männer in Deutschland leiden an behandlungsbedürftigen Problemen beim Wasserlassen.
Die männliche Potenz mindert sich in erschreckender Weise.
Da fragten wir Alten uns beim letzten Klassentreffen: „Was ist nur mit der Menschheit los?“

Gesund trotz ungesunder Lebensweise?


Die Krankenkasse DKV berichtet, 61 % der Deutschen fühlen sich gesund. Aber nur 9 % leben auch gesund. Die Deutschen werden immer mehr zu Bewegungsmuffeln: N
ur noch 43 Prozent der Befragten erreichen nach DKV das empfohlene Mindestmaß an körperlicher Aktivität. Der Trend der vergangenen Jahren sei rückläufig. 2010 hätten noch 60 Prozent der Bundesbürger genügend Bewegung. Manchmal denke ich mir, wir bedauern Behinderte, aber ein großer Teil der Bevölkerung lebt so, als wären die Leute behindert.
Wie kann es sein, dass sich die meisten gesund fühlen, obwohl sie ungesund leben? Das kommt daher, dass sie den Maßstab dafür, was Gesundheit heißt, verschoben haben:
Aus meiner Sicht sind schon die Hälfte aller Gymnasiasten krank, weil sie Brillenträger sind, also an Alterskurzsichtigkeit leiden. Und all
die Menschen, die an Migräne, Allergien, Verstopfung, Magen- und Darmbeschwerden usw. leiden, nehmen Tabletten dagegen und fühlen sich daher gesund, obwohl sie es nicht sind.
Wir Alten lebten einmal so, dass wir unsere Gesundheit erhielten, denn es gab noch nicht die Medikamente, die heute die Illusion von Gesundheit erzeugen. Heutzutage leben viele Menschen so dahin, ohne sich Gedanken über die Gesundheit zu machen. Die interessiert sie erst, wenn sie krank sind, und dann meinen sie, wird ein Arzt das Problem schon lösen.
Und wie die Zukunft aussieht, lesen sie hier.

Macht Lesen kurzsichtig?

Über dieses Thema haben Wissenschaftler der Uni Tübingen eine Studie erstellt:
http://www.medizin.uni-tuebingen.de/Presse_Aktuell/Pressemeldungen/2018_07_18-port-10011-p-299490.html

Ich bin darüber sehr enttäuscht. Auch ich habe mich ja als Nichtwissenschaftler schon mehrfach mit dem Thema befasst und meine, man soll das Phänomen Kurzsichtigkeit in einen größeren Zusammenhang stellen:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/07/03/brillentraeger-sind-gescheiter/
Wenn die Wissenschaftler die Kurzsichtigkeit am vielen Lesen fest machen, so ist das eher falsch als richtig. Gewiss besteht da ein Zusammenhang, aber das ist nur ein kleiner Teilaspekt:

Ich bin 84 Jahre alt und brauche immer noch keine Brille. Bei meinem letzten Klassentreffen stellte ich fest, dass meine ehemaligen Mitschüler nur teilweise für das Lesen der Speisekarte eine Brille brauchten. Eine ähnliche Beobachtung machte kürzlich eine alte Oma, die in einem Lokal ihren Geburtstag feierte. Sie überblickte die Schar ihrer Enkel und fragte: „Was ist los mit euch, dass ihr alle eine Brille braucht? Schaut die alten Leute hier im Lokal an: Die kommen fast alle ohne Brille aus.“
Wenn die Tübinger Wissenschaftler bei der Kurzsichtigkeit auf das Lesen abstellen, so muss ich doch darauf hinweisen, dass wir alten nicht bebrillten Menschen viel mehr gelesen haben als die heutige Jugend. Es gab nämlich noch keinen Fernseher. Ich habe unter vielem anderen sämtliche Werke von Karl May „verschlungen“.
Manche meinen, die heutige häufige Kurzsichtigkeit läge am PC oder Smartphone. Auch das kann nicht stimmen, denn auch wir Alten sitzen sehr viel am PC. Und was unseren alten Augen nicht schadet, werden wohl auch die jüngeren aushalten.
Für mich sind die Ursachen der Kurzsichtigkeit vieler heutiger Jugendlicher verschiedene:

  • Die Kinder sind zu wenig draußen und haben daher nicht lange genug in die Ferne gesehen und sich zu wenig bewegt. Viele führen ein Leben wie Behinderte.

  • Die Kinder haben nicht gelernt, richtig zu lesen. Um die Augen fit zu halten, muss man alle Viertelstunde mal in die Ferne schauen. Das wurde in unserer Jugend den Schülern eingebläut.

  • Heute essen die meisten Menschen wild durcheinander, was ihnen schmeckt. Wir mussten aber früher auf unsere Gesundheit achten, denn Penicillin, Antibiotika usw. gab es noch nicht. Wir aßen daher abwechselnd verschiedene Gemüse, von denen überliefert war, welche Wirkungen sie hatten: Das eine war gut für die Augen, das andere gut für die Knochen, wieder anderes gut für die Abwehrkräfte usw. Es hat funktioniert, denn wir Alten sind dank Hippokrates gesund geblieben. Aber dann kam die moderne Medizin und hat dieses System kaputt gemacht. Auf einmal hieß es, Spinat sei gar nicht so gut fürs Blut, weil er viel weniger Eisen enthalte als angenommen. Und die Karotten seien auch nicht so gut für die Augen, denn es gebe andere Lebensmittel mit mehr Karotin (Dabei haben die früheren Generationen überhaupt keine Ahnung vom Karotingehalt gehabt und nie behauptet, dass er ausschlaggebend für die Sehfähigkeit sei). Eine Zeit lang wurde von den Medizinern geraten, Vitamin-Tabletten zu essen, was dann aber doch schnell wieder aufgegeben wurde. Kürzlich bekam ich im Fernsehen den letzten Satz eines Ernährungswissenschaftlers mit: Man solle sich am besten so ernähren wie Oma. Vielleicht klappt‘s ja dann auch wieder mit den Augen. Meine Überzeugung auf Grund eines langen gesunden Lebens ist die:
    Einer der größten Fehler unserer Zeit ist der, dass die meisten Frauen die Jahrhunderte alten Rezepte für gesunde Ernährung aufgegeben haben und einfach nach Gusto drauf los kochen. Manche denken dabei schon auch ein bisschen über Gesundheit nach und schauen nach Omega-3-Fettsäuren oder Vitamin B12 und ähnlichem. Nur fehlt dann das Konzept von früher: Ernährung aus dem Lande je nach Jahreszeit. Darauf sind wir geeicht und das brauchen wir auch weiterhin – und nicht ständig immer wieder durcheinander ein anderes exotisches Zeug, das wer weiß was für Mengen an Vitaminen enthalten soll.

     

Brille muss nicht sein


Gerade waren wir im Traditionswirtshaus Kraimoos. Da isst man gut, und deshalb feiern viele Jubilare dort ihr Fest. Dieses Mal war es es alte Oma – Jahrgang 80 + – die dort im Kreise ihrer zahlreichen Verwandtschaft ihren Geburtstag feierte. Und als sie sich an der großen Tafel umblickte, sagte sie auf einmal: „Komisch! Die Enkel tragen alle Brillen und wir Alten brauchen immer noch keine.“ Tatsächlich stimmte das, was das alte Geburtstagskind beobachtet hatte und dann setzte eine Diskussion ein über die Ursache. Die „Sandwichgeneration“ gab dem Computer die schuld. Aber die alte Oma protestierte: „Die Kinder sitzen auch nicht mehr am Computer als ich!“ Dann meinte jemand. Die Kinder hätten wohl den schlechteren Teil der Gene geerbt. Natürlich protestierte auch hier wieder die Oma: „Unsere Gene haben keine schlechteren Teile. Und wieso sollen alle Enkel auch gerade die geerbt haben?“ Das war also keine gute Idee, die Schuld bei Omas Genen zu suchen und das auch noch an Omas Geburtstag. Daher meinte ein Vater aus der „Sandwichgeneration“, offenbar degeneriere die Menschheit immer mehr, so dass bald alle kurzsichtig würden und Brillen bräuchten; das sei so ähnlich wie beim Kinderkriegen: Jedes sechste Paar bräuchte eine künstliche Befruchtung und immer mehr Frauen könnten nicht natürlich gebären, sondern bräuchten einen Kaiserschnitt. Das hörte sich sehr wissenschaftlich an, und so war die Diskussion zu Ende.
Aber ich habe mir so meine eigenen Gedanken gemacht: Auch ich brauche in meinem Alter von 83 Jahren immer noch keine Brille. Und bei meinem letzten Klassentreffen sah ich, dass kein Brillenträger dabei war, nur beim Lesen der Speisekarte zogen einige ihre Lesebrille heraus.
Ich erinnere mich an meine Schulzeit: Damals hatte wir in unserer Schule einen bedauernswerten Menschen: den „Brillus“. Und heute sehe ich aus den Schulen sehr viele Kinder mit Brille heraus kommen. Warum gibt es diesen Unterschied? Auch ich war natürlich als Kind eine Leseratte und habe beispielsweise sämtliche Bücher von Karl May verschlungen. Ich habe also meine Augen strapaziert. Aber ich habe in der Schule das Lesen gelernt. Bei uns wurde streng darauf geachtet, dass wir alle Viertelstunde unsere Augen in die Ferne richteten. Dieses Grundwissen ist inzwischen verloren gegangen. Außerdem mussten wir Kinder immer wieder „an die frische Luft“. Unsere Elterngeneration hatte die Überzeugung, dass Kinder nur dann gesund bleiben, wenn sie ausreichend an der frischen Luft sind. Und Gesundheit war in der Nachkriegszeit wichtig, weil es nur wenige Medikamente gab.

Opas und Omas jünger als Enkel?

Brille

Ich bin schon sehr alt und finde, dass es eine Gnade ist, wenn die Alterungsprozesse im Körper gleichmäßig ablaufen. Manche haben das Pech, dass sie beispielsweise an sich gesund sind, aber nicht mehr sehen können oder das Gehirn nachlässt.
Überrascht hat mich allerdings, dass die Enkelgeneration schon teilweise mehr gealtert ist als die Großeltern: Zwei Beispiele:

Bei meinem letzten Klassentreffen (Jahrgang 1933/34) stellte sich heraus, dass keiner allergisch war, wohl aber etliche Enkel. Die Alten verfügen also über ein stärkere Immunabwehr als die Jugend. Wie kann das sein? Bei mir war es so:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/06/23/allergien-selbst-heilen-2/

Oder ein anderes Beispiel: Von den sechs, die aus meiner Schulklasse noch übrig geblieben sind, brauchen nur zwei eine Brille zum Lesen. Die meisten der Enkel dagegen leiden schon in ihrer Jugend an Alterskurzsichtigkeit. Und wenn man heute an einer Schule vorbei kommt, sieht man sehr viele Kinder mit Brille. Als wir damals in die Schule gingen, teilten wir uns nach dem Krieg ein Schulgebäude mit dem Mädchengymnasium. Wir kannten also die Schülerinnen. Von ihnen trug nur eine eine Brille und wurde daher von den bösen Buben als „Brillenschlange“ bezeichnet. Auch in unserem Gymnasium gab es einen einzigen Brillenträger. Das war der „Brillus“. Wenn wir heute mehr Kinder mit Sehschwächen haben, so liegt das zum einen daran, dass wir uns trotz der Kriegszeit gesünder ernährten und unsre Augen besser trainiertem. An welchen Schulen lernen die Kinder denn, wie man richtig liest? An chinesischen! Dort machen die Kinder mal zwischendurch Augenübungen. Was ist das denn? wird eine deutsche Lehrerin fragen.
So machen die Augenärzte und die Optiker ein gutes Geschäft mit der Unwissenheit der Eltern und Lehrer.

Tut was für eure Augen!

Brille

Es gibt die Redensart: etwas „wie einen Augapfel zu hüten“. Doch dieser Spruch stimmt nicht mehr. Wir sind unsensibel (oder dümmer?) geworden, was unsere Augen anbetrifft:
In Europa und den USA sind bereits rund 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen kurzsichtig . Das sind doppelt so viele wie noch in den 1990-er Jahren. Unter den Studenten braucht sogar jede(r) Zweite eine Brille. Zwar lesen wir hier, dass Kurzsichtige vergleichsweise schlauer sind als Normalsichtige:
http://web.de/magazine/gesundheit/kurzsichtigkeit-folge-intelligenz-31959610
Sehr Kurzsichtige sollen sogar noch intelligenter sein. Das stimmt aber in dieser Allgemeinheit nicht. Natürlich sind Menschen, die durch vieles Lesen ihre Augen kaputt gemacht haben, oft klüger als diejenigen, die kaum gelesen haben.
Aber ein wirklich intelligenter Mensch geht sorgsam mit seinem Körper um, also auch mit seinen Augen. Er ernährt sich gesund. Und so, wie ein Mensch, der sitzend arbeitet, etwas für seine Wirbelsäule tun muss, muss auch derjenige, der viel liest, Ausgleichsübungen für seine Augen machen. Ich habe schon in der Volksschule gelernt, dass man alle Viertelstunden von seinem Buch aufschauen und in die Ferne blicken muss, um die Augen zu trainieren. Und das stimmt tatsächlich. Ich brauche mit meinen 82 Jahren immer noch keine Brille. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich häufig Karotten zu essen bekam -wegen der Augen. Und natürlich saße früher nicht vor dem PC, denn den gab es noch nicht. Wir waren draußen an der frischen Luft. Schade, dass solches Grundwissen heute verloren gegangen zu sein scheint. Die Menschen von heute können oft nicht mehr über den Tellerrand ihres berufsbedingten Wissens hinaus sehen.
Kurzsichtige sind also vielfach Leute, die ganz einfache, aber sehr wichtige Grundregeln für das Leben nicht kennen.
Und wer weiß schon, dass
empfindliche Kinderaugen das kurzwellige Licht von Smartphones ungehindert bis zur Netzhaut vordringen lassen und dass die Strahlen dort einen Schaden wie bei einem einen Sonnenbrand verursachen können? Als Folge sind schwere Sehstörungen zu befürchten, bis zum Verlust der Lese-Fähigkeit. Aber wer nutzt schon eine App zur Dämpfung des kurzwelligen Lichts seines Smartphones?
Ähnlich verhält es sich ja mit den Ohren: Diese Organe sind oft schon in frühester Kindheit erheblichen Belastungen ausgesetzt, weil viele Kinder nicht mehr vorgelesen bekommen, sondern mit Ohrstöpseln Geschichten von einem Gerät hören. Und so geht es dann weiter: Krach in Discotheken, Radio im Auto auf full Power …
Wachsen da einmal schwerhörige, halbblinde Menschen heran?

Sind Brillenträger wirklich klüger?

Brille

Zwar lesen wir hier, dass Kurzsichtige vergleichsweise schlauer sind als Normalsichtige:
http://web.de/magazine/gesundheit/kurzsichtigkeit-folge-intelligenz-31959610
Sehr Kurzsichtige sollen sogar noch intelligenter sein. Das stimmt aber in dieser Allgemeinheit nicht. Natürlich sind Menschen, die durch vieles Lesen ihre Augen kaputt gemacht haben, oft klüger als diejenigen, die kaum gelesen haben.
Aber ein wirklich intelligenter Mensch geht sorgsam mit seinem Körper um, also auch mit seinen Augen. Er ernährt sich gesund. Und so, wie ein Mensch, der sitzend arbeitet, etwas für seine Wirbelsäule tun muss, muss auch derjenige, der viel liest, Ausgleichsübungen für seine Augen machen. Ich habe schon in der Volksschule gelernt, dass man alle Viertelstunden von seinem Buch aufschauen und in die Ferne blicken muss, um die Augen zu trainieren.. Und das stimmt tatsächlich. Ich brauche mit meinen 82 Jahren immer noch keine Brille. Schade, dass solches Grundwissen heute verloren gegangen zu sein scheint. Die Menschen von heute können oft nicht mehr über den Tellerrand ihres berufsbedingten Wissens hinaus sehen.
Kurzsichtige sind also vielfach Leute, die eine ganz einfache, aber sehr wichtige Grundregel für das Leben nicht kennen.

Wie dumm wir doch sind

Der menschliche Geist funktioniert so ähnlich wie eine zu kurze Bettdecke: Zieht man sie mehr nach oben, schauen unten die Füße raus.
Und weil das so ist, ist es notwendig zu überlegen, mit was wir unseren Geist „füttern“. Wir stopfen allen möglichen Ballast in unser Gehirn und vergessen dabei, wichtige Regeln für das Leben zu lernen. Da gäbe es viele Beispiele, von denen ich nur ein aktuelles heraus greifen will:
Gerade hat eine Untersuchung ergeben, dass die Hälfte aller 25- bis 29-Järigen kurzsichtig ist. Das liegt am modernen Lebensstil: PC und Smartphone spielen eine wichtige Rolle.
Ich bin 81 Jahre alt und brauche im Gegensatz zu meinen Enkeln keine Brille. Ich stamme aus einer Generation, in der man erst mit zunehmendem Alter kurzsichtig wurde (daher der Name „Alterskurzsichtigkeit“): Das lag daran, dass wir nach anderen Regeln erzogen wurden. Bei uns hieß es: täglich 2 Stunden an die frische Luft, damit man gesund bleibt. Das war in der Kriegszeit auch bitter notwendig, denn Medikamente waren Mangelware.
In unserer Generation galten die Kinder, die nicht draußen spielten, als „Stubenhocker“ und waren Außenseiter ebenso wie die Armen, die eine Brille tragen mussten und als „Brillenschlange“ bezeichnet wurden. Unter den Halbstarken gab es einen üblen Spruch: „Mein letzter Wille: Frau mit Brille!“ Damals gab es praktisch keine Brillenträgerinnen und die Brillen sahen in der Kriegszeit sehr schäbig aus.
Wenn nun heute die Kinder zu wenig draußen herum tollen, dann müsste die Schule das (wie so vieles) ausgleichen und die Kinder das richtige Lesen lehren. Aber das Lehrpersonal weiß genau so wenig wie die Eltern, wie das geht, denn solches Wissen gehörte nicht zu ihrem Lehrplan und die Eltern haben die alten Regeln längst vergessen oder für überflüssig befunden.
Wie liest man richtig und was muss man beim PC und Smartphone beachten? Ganz einfach: Man muss alle Viertelstunde einmal kurz in die Ferne schauen, um das Auge zu trainieren. Aber warum macht das keiner? Weil einfaches Grundwissen, das man fürs Leben braucht, verloren gegangen ist.
P.S: Futter für Ihren Geist gibt es hier:
https://autorenseite.wordpress.com/

Ein Leben ohne Brille?

DSC00661~1Zur Zeit wird wieder einmal über die Frage diskutiert, ob man durch Augentraining eine Fehlsichtigkeit der Augen begeben kann. Ob es bei der Diskussion fair zugeht, möchte ich bezweifeln, denn es stehen gewaltige wirtschaftliche Interessen auf dem Spiel: Da sind einerseits die Optiker und Augenärzte, die einen Teil ihres Einkommens einbüßen würden, und andererseits die Heilpraktiker, die am Augentraining verdienen.
Ich möchte hier keinen Beitrag zu dieser Diskussion leisten, sondern schildern, was heute schief läuft. Ich bin 81 Jahre alt und benötige keine Brille. Warum das so ist, führe ich zum einen darauf zurück, dass ich in der Volksschule Lesen gelernt habe. Unser Lehrer ging mit einem Rohrstock durch die Reihen und achtete darauf, dass man beim Lesen den richtigen Abstand einhielt, wenn nicht, gab es einen leichten Schlag mit dem Rohrstock auf die nackten Waden. Was aber wichtiger war: Er schärfte uns ein, alle Viertelstunden in die Ferne zu schauen. Das wurde uns so eingebläut, dass ich heute noch ständig an ihn denke. So etwas wird heute nicht mehr gelehrt, weil es die Lehrer selbst nicht wissen. Es scheint mir aber sehr wichtig zu sein, dass man die Augen nicht einseitig belastet und damit deren Muskulatur schädigt, sondern dass man die Augenmuskeln durch Perspektivenwechsel elastisch hält.

Goethes Ausspruch: “ Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? “ gilt also nicht für die Augen. Da müsste man dichten:

„Immer wieder tu ich’s gerne:
Schau mal ins Buch, mal in die Ferne.“

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