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Kanzler Kurz in Bedrängnis – aber er hat nichts zu befürchten

Sehr geehrter Herr Kanzler Kurz,
ich liebe Österreich und wäre froh, wenn wir einen Kanzler wie Sie hätten.
Nun muss ich zu meinem Bedauern erfahren, dass Sie in Kalamitäten stecken. Ich habe mich mit den Vorwürfen, die gegen Sie erhoben werden, nicht weiter befasst. Aber eine Verurteilung droht Ihnen nicht:
Wer so alt ist wie ich, wird – wenn er sich selbst gegenüber kritisch ist – schon erfahren haben, dass etwas ganz anders war, als man vielleicht sogar vor Gericht beschworen hätte. Irren ist menschlich. Das gilt auch für das Gedächtnis. Da solche Fehler des Gedächtnisses unvermeidlich sind, kann niemand verurteilt werden, der sein Gehirn ernsthaft angestrengt hat und dann zu einem falschen Ergebnis gelangt ist.
Mir fällt zu Ihrem Problem ein spektakulärer Fall aus Bayern ein: Der frühere bayerische Minister Zimmermann stand wegen Meineids vor Gericht. Dass er falsch ausgesagt hatte, stand fest. Aber er wies jede Schuld von sich und hatte das Glück, einen Sachverständigen zu finden, der ihm bescheinigte, dass seine falsche Erinnerung womöglich an einer kurzen Unterzuckerung des Gehirns gelegen haben könnte. Da das Gericht diese dann nicht ausschließen konnte, wurde Zimmermann freigesprochen.
Ich hoffe für Sie, dass sich alles zum Guten wendet.
Mit freundlichen Grüßen aus Bayern
Judex

Österreich ist anders

Vieles ist besser als bei uns in Deutschland:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/10/07/oesterreicher-muesste-man-sein/
Die Flüchtlingspolitik des künftigen Kanzlers Kurz war auch vorbildlich und ist von den Wählern honoriert worden. Wir haben länger gebraucht um zu merken, dass wir nicht halb Afrika bei uns aufnehmen können und dass wir irgendwo oder irgendwie eine Grenze setzen müssen.


Und das erste, was wir nun vom künftigen Kanzler aus Österreich hörten, war, dass er auch eine Minderheitsregierung ins Auge fasst. Das ist ein geschickter Schachzug. Er bedeutet: Wir lassen uns nicht erpressen – zur Not machen wir es alleine. Von unserer Kanzlerin vermissen wir solche Sätze, und so hören wir von ihren künftigen Koalitionspartnern schon jetzt, dass sie „das Fell des Bären verteilen, bevor er erlegt ist:“ Schon werden insgeheim Posten verteilt und rote Linien gezogen. Da wird es für die Kanzlerin schwer werden, ihre künftigen Partner in ihren Forderungen zu beschneiden. Wie einfach wäre es, wenn sie sagen könnte: Wenn ihr das wollt, dann eben nicht; wir können es auch alleine.
https://autorenseite.wordpress.com/2017/09/25/unsere-unreife-demokratie/