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Gesund oder vergiftet? Wahrheit und Lüge

Als Warnung für Sie will ich hier einmal beschreiben, wie ich mein Leben lang trotz aller Vorsicht nach Strich und Faden von der Industrie belogen wurde.
In meiner Schulzeit wurden wir öfter vom Amtsarzt untersucht. Einmal kam er mit etwas ganz Neuem daher: einer radioaktiven Zahnpasta! Damals kannte man noch nicht die Gefahren der Radioaktivität, sondern glaubte, alles, was damit zu tun habe, sei wunderbar. So wurde uns ein Leben ohne Zahnarzt prophezeit. Wir haben also eifrig diese Wunderpasta benutzt, bis sie dann sang- und klanglos abgesetzt wurde.
Als wir vor mehr als 50 Jahren heirateten und ein Haus bauten, waren wir sehr darauf aus, nur natürliches Material zu verwenden. Wir haben uns daher ausführlich damit befasst, ob die Verwendung einer Resopalarbeitsplatte unbedenklich ist, und sie erst nach genauer Prüfung der Vor- und Nachteile akzeptiert. Heute im Zeitalter der Kunststoffküchen wird man über solche Vorsicht lachen, weil nun keiner mehr auf die Idee kommt, einmal zu überlegen, weshalb er allergisch ist.
Als wir unseren Garten anlegten, haben wir mehrere Obstbäume gepflanzt, die wir mit einem Pfosten abgestützt haben. Die haben wir  Xyladekor gestrichen, weil es hieß, diese Farbe würde das Holz sehr widerstandsfähig machen und sei auch gesundheitlich unbedenklich, denn sie stamme von der Firma Bayer, die ja auch Arzneien herstellt. Später stellte sich heraus, dass die Farbe doch gesundheitsschädlich ist. Und unsere Obstbäume demonstrierten uns das sehr eindrucksvoll: Sie ließen alle ihre Blätter hängen und waren nicht mehr zu retten, und das alles wegen eines kleinen Stützpfostens, dessen Farbe über das Erdreich die ganzen Bäume vergiftet hat.
Heute wird Glyphosat von Bayer verwandt und wir hören auch hier wieder, dass dieses Mittel gesundheitlich unbedenklich sei. Ich glaube da eher dem amerikanischen Gericht, das das Gegenteil festgestellt hat.
Manchmal denke ich darüber nach: Jeder Bundesbürger isst heute im Jahresdurchschnitt 15 kg Nahrungszusatzstoffe. Kein Mensch weiß, welche Auswirkungen das Zeug auf die Dauer hat. Alles soll ja unbedenklich sein, heißt es immer. Aber keiner weiß, zu welchen Wechselwirkungen es kommen kann. So gesehen nehmen wir zur Zeit an einem der interessantesten chemischen Experimente teil. Kaum einer würde wohl freiwillig und kostenlos an einem derartigen Arzneimitteltest teilnehmen, aber bei den Zusatzstoffen vertraut jeder darauf, dass schon nichts passieren wird und wenn doch, dann wird es ja sicher Mittel dagegen geben. Wirklich? Die Zunahme der Demenzerkrankungen steht im Verdacht, durch Zusatzstoffe ausgelöst worden zu sein.
Und sicherlich hängt auch die Entmannung der Männer mit dieser Chemie zusammen.
Bei uns gilt der Grundsatz: Alles, was nicht erwiesenermaßen schädlich ist, wird zugelassen, anstatt dass erst einmal die Unschädlichkeit vom Hersteller bewiesen werden muss.
Das Traurige an vielen Zusatzstoffen ist, dass sie nur der Einsparung von Kosten dienen. Macht man Lebensmittel mit Chemie länger haltbar, braucht man sie nicht so oft frisch anzuliefern. So bekommen wir beispielsweise nicht einmal mehr frische Sahne ohne den Zusatz Carragen. „Ist doch ganz natürlich“, beruhigen uns die Molkereien. Na, dann schauen Sie mal im Internet, ob das wirklich so ist.
Und die Plastikflut, auf die wir uns eingelassen haben, hat ungeahnte Folgen. Die Menschen haben sich darauf verlassen, dass nur etwas auf den Markt kommt, was unbedenklich ist. Dann zeigte sich aber, dass der Weichmacher im Plastik, nämlich Bisphenol A, dem männlichen Nachwuchs schadet: Die Synapsen im Gehirn haben sich nicht so verknüpft, wie es sein soll, und der Stoff soll ADHS auslösen. Deshalb wurde er für Babyflaschen verboten, aber sonst ist er allgegenwärtig. Manche halten ihn für so gefährlich, dass sie davon abraten, auch nur die mit dem Thermodrucker erzeugten Kassenbons im Supermarkt anzufassen. Was stimmt, wissen wir nicht, aber es steht fest, dass wir Plastikteilchen mit unserer Nahrung aufnehmen und dass diese bis in unser Gehirn vordringen. Vielleicht brauchen wir also aus diesem Grund künftig die künstliche Intelligenz.

Unser verdorbenes Wasser

Schön sieht er aus, der Chiemsee. Doch wie steht es um die Wasserqualität hierzulande?
Der interessierte Leser weiß, das unser Trinkwasser vielfach belastet ist. Weil die Grenzwerte für das Gift Glyphosat stark
überschritten werden, hat sich die EU eingeschaltet, denn unsere Politik hat seit vielen Jahren zu wenig getan. Auch sonst enthält unser Trinkwasser vieles, was nicht hineingehört: Medikamentenrückstände, Hormone…
So ist es kein Wunder, dass beispielsweise Blutproben aus Emmerting (Bayern) extrem hohe Werte der mutmaßlich krebserregenden PFOA (Perfluoroctansäure) aufgewiesen haben.
Und nun lesen wir, dass m
ehrere Orte in Bayern deutlich mit sogenannten per- und polyfluorierten Chemikalien (PFC) belastet sind. Die Schwellenwerte bei diesem Umweltgift in Boden und Grundwasser werden um das zwei- bis 2.800-fache übertroffen.
Da kann man nur sagen: Wohl bekomm‘s!
Wenn nun bald zu Beginn der Badesaison freudig gemeldet wird, wo überall die blaue Flagge für sauberes Badewasser weht, dann darf das nicht darüber hinweg täuschen, dass nach den Richtlinien de EU nur 6,6 % unserer Gewässer einwandfrei sind.
Und langsam beginnen wir, die Bedeutung des Psalms zu begreifen:
Er weidet mich auf grüner Aue und führet mich zum frischen Wasser.“