Schlagwort-Archive: Kultur

Unsere Schreihalsdemokratie: Corona bringt die schäbigen Prinzipien der Politik ans Licht


Über dieses Thema habe ich ja schon einmal geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/06/05/corona-bringt-die-schaebigen-prinzipien-der-politik-ans-licht/
Wir leben in einer Lobbykratie und in einer kaputten Demokratie. In den Zeiten der Corona-Epidemie zeigt sich das deutlich: In Berlin arbeiten 6000 Lobbyisten und in der EU fünf Mal so viele. So wundert uns nicht, dass die Lufthansa mit 9 Milliarden gestützt wird und auch die Autoindustrie kassieren wird:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/09/17/subventionitis/
So wird der Gesundschrumpfungsprozess dieser Sparten verhindert.
Andere Sparten, die, was den Geldsegen anbetrifft, ein Stiefmütterchen Dasein fristen, gehen nun auf die Straße: die Unterhaltungs- und Kulturbranche sowie die Gastronomen.
Wenn man keine gute Lobby hat, muss man bei uns eben demonstrieren, um sich bemerkbar zu machen. Man kann das „Schreihalsdemokratie“ nennen.
Die Gastronomie hat ihre Lage selbst verschuldet. Sie hat sich in der Lock-down-Phase zu wenig gewehrt, obwohl ich sie hier mehrfach zum Handeln aufgefordert habe, z.B.:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/01/schlappe-gastronomie-warum-wehrt-sich-keiner/
Nun haben die Gastronomen allein schon bis Ende Mai einen Verlust von 18 Milliarden zu verzeichnen und 62% von ihnen stehen vor dem Aus. Da wird es noch öder in den Innenstädten.
Nun versuchen die Gastronomen, mit Heizstrahlern die Saison zu verlängern, doch sind diese teilweise aus Umweltschutzgründen teilweise verboten.
Da sieht man neben der Geldverteilungsart des Staates eine zweite Ungerechtigkeit. Hier wird einer schwachen Gruppe etwas verboten, was den Starken erlaubt wird. Ich will hier gar nicht auf die Autoabgase verwiesen, sondern ein anderes Beispiel bringen, das typisch ist: die Post.
https://autorenseite.wordpress.com/2019/02/24/unser-verlogenes-wirtschaftssystem/
Da kamen findige Lobbyisten auf die Idee. in unserer Zeit, in der Kapitalanlagen schwieriger geworden sind, die Liberalisierung des Paketdienstes zu fordern. Das wurde uns mit dem fadenscheinigen Argument verkauft, die Privaten könnten es besser und billiger. Haben Sie etwas davon gemerkt? Während früher die Post allein die Pakete aus fuhr, tun dies nun bei uns 6 Paketdienste. Allein die dadurch verursachten Abgase sind sicherlich ein Vielfaches dessen. was Heizstrahler zur Folge haben. Hinzu kommt bei den Paketdiensten der Landschaftsverbrauch für deren Verteilungszentren und der Anlieferverkehr.
Also frieren Sie aus Umweltschutzgründen bei Ihrem Lokal oder bleiben Sie zu Hause.

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus zitieren würden.

Die Kultur und die Moral eines Volkes erkennt man daran, wie mit den Alten und den Tieren umgegangen wird.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Deutschland stürzt ab

Unter diesem Titel habe ich hier schon viele Beiträge geschrieben. Googeln Sie mal!
Nun können wir wieder einmal lesen, wo Deutschland Schlusslicht ist: Wissenschaftler haben bei einer Untersuchung in 160 verschiedenen Ländern festgestellt, dass die Menschen nirgendwo so lustlos zur Arbeit gehen wie in Deutschland.
Was haben wir nur für eine Unternehmenskultur, wenn die Arbeiter und Angestellten so wenig motiviert sind. Da kommt dann auch bei deren Leistung weniger heraus: Manche betreiben innerliche Opposition, was zu Fehlern führt.
Andere lustlose Berufstätige werden viel öfter krank bis hin zum völligen Burnout.
Aber es könnte alles noch schlimmer werden. Ein Psychiater behauptet nämlich, dass die Kinder von heute nicht mehr arbeitsfähig sein werden. Dann kann man nur sagen: Gute Nacht Deutschland!

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften eignen.

Je weniger Kultur wir haben, umso mehr benutzen wir dieses Wort für Erscheinungen, die überhaupt nichts damit zu tun haben: beispielsweise „Kultur des Wegschauens“.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/.

Der Untergang der Kultur?

Schauen Sie erst einmal das Zitat zum Tag hier unten an. Was uns heute als Kunst verkauft wird, ist oft nichts anderes als ein Einfall oder häufig eine Provokation bzw. ein Tabubruch: So kommt ein Künstler in die Medien und das ist dann auch oft der Start für eine Karriere.
Dementsprechend verändert sich auch der Begriff der
Kultur. Auf einmal wird es üblich, diesen Begriff als Synonym für „Unsitte“ zu gebrauchen. So spricht man dauernd von einer Kultur des Schweigens bzw, des Wegsehens bei Missbrauchsfällen. Für mich ist das eine schreckliche Entgleisung.
Und wenn man von deutscher Leitkultur spricht, gerät das, was damit gemeint ist, immer mehr in den Hintergrund. Wenn man schaut, was die Jugend interessiert, so sind das weniger Radtouren durch Franken oder die Backsteingotik, sondern Flugreisen nach New York, Neuseeland,
zum Taj Mahal oder an die chinesische Mauer.
So, wie sich die Menschen durch die Flüchtlingsbewegungen vermischen, wird wohl auch die Kultur zu einem Einheitsbrei. Man wird immer seltener sagen können, dieser oder jener Bau oder ein anderes Kunstwerk sei typisch für ein bestimmtes Land, so wie es Kunsthistoriker bei Antiquitäten zweifelsfrei feststellen können.
Und auch jeder sieht auf den ersten Blick, dass eine Almhütte eben aus Bayern stammt und nicht aus China. À propos Bayern: Da freut man sich, wenn hier zu Lande der Spruch üblich ist: „Mia san mia!“ Und das wird auch praktiziert in den Trachtenvereinen und den Bräuchen.
Hoffnung für eine Rückbesinnung auf die Wurzeln gibt es, wenn man sich das Prinzip des Dondolismus vor Augen hält:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/07/04/tag-des-ungehorsams/
Die Menschheit ist ständig in Bewegung zwischen zwei Extremen (z.B. Kadavergehorsam und gewaltsamen Demonstrationen). So beobachten wir auch eine Gegenbewegung zur Globalisierung, von der die EU ein Teil ist. Der Brexit ist ein Zeichen dafür, dass die Briten für sich sein wollen – auch gerade in kultureller Hinsicht.
Man fragt sich aber auch: Befinden wir uns vielleicht zur Zeit in der letzten Phase der Kultur, die Oswald Spengler seherisch so beschrieben hat (Zitat aus Wikipedia:)

„Der Kulturtod vollziehe sich, indem Kultur in Zivilisation übergeht. Den späten Zustand der Zivilisation charakterisiere:

  • das Greisenhafte statt des Jugendlichen, Geschichtslosigkeit,
  • Künstlichkeit und Erstarrung aller Lebensbereiche,
  • Herrschaft der anorganischen Weltstadt anstelle des lebensvollen bäuerlich geprägten Landes,
  • kühler Tatsachensinn anstelle der Ehrfurcht vor dem Überlieferten,
  • Materialismus und Irreligiosität,
  • anarchische Sinnlichkeit, panem et circenses, Unterhaltungsindustrien,
  • Zusammenbruch der Moral und Tod der Kunst,
  • Zivilisationskriege und Vernichtungskämpfe,
  • Imperialismus und die Heraufkunft formloser Gewalten.“

Zitat zum Tag

SANYO DIGITAL CAMERA

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften.

Wir sind weit herunter gekommen, dass man schon einen schlichten Einfall für Kunst hält (z.B. Verpackung des Reichstags, Aufstellung eines Hubschraubers auf den Rotorblättern in Salzburg).


Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke. Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Zitat zum Tag

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat aus dem gerade erschienenen Buch Mit spitzer Feder. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen, die sich gut als Zitate für Reden und Schriften.

Frühere Generationen haben der Nachwelt kulturelle Schätze hinterlassen wie die Kathedralen und Werte wie Bahn und Post. Wir dagegen verschleudern diese Werte und hinterlassen einen Haufen Schulden statt kultureller Werte.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in der Leseecke. Sonderseite für FrauenNichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Haben Sie das im Fernsehen versäumt? Dann klicken Sie hier!

Das war für mich seit langem das Beste, was ich im Fernsehen gesehen habe: Brettlspitzen
Da sah man Bayern in Reinkultur. Aber auch wenn Sie an Bayern kein Interesse haben, werden Sie auf jeden Fall an etlichen Beiträgen der Sendung Ihre helle Freude haben, z.B. „sexuelle Belästigung“ oder ganz anders: „Frau von Format„. Die Beiträge lassen sich einzeln abrufen, so dass sie diejenigen auslassen können, bei denen Sie den Dialekt nicht verstehen.
Viel Spaß! Den werden Sie haben.

Das unmögliche Zitat

»Die Bayern haben traditionellerweise etwas gegen zu viel Intellektualität«, sagte der Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste im Interview der Deutschen Presse-Agentur kurz vor seinem 75. Geburtstag.
Da kann man als Bayer nur sagen: „Was z‘vui is, is z‘vui und des is z‘vui!“ Und ergänzend sei ein früherer Kultusminister zitiert: „In Bayern hamma scho a Kultur g‘habt, als sich in Berlin noch die Wildsäue den Hintern an den Bäumen g‘rieben ham!“
Alles klar?

 

 

Nee, Herr Maas!

Mein Senf dazu:

Unser Außenminister sagte zu den Ausschreitungen in Frankreich, dort habe man schon immer eine besondere Protestkultur gehabt.
Wir haben ja gerade eine Periode der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen. Dazu sollte auch gehören, dass wir dem Missbrauch von Worten Einhalt gebieten; Das, was in Frankreich geschieht, ist keine Kultur, Herr Maas! Und wenn Sie so daher reden, legen Sie den Grundstein dafür, dass solche bürgerkriegsähnlichen Zustände bald auch noch bei uns zur „Leitkultur“ gehören werden:
https://autorenseite.wordpress.com/?s=ultur