Schlagwort-Archive: Kritik

Schlechter Fernsehen mit dem ZDF

Mit dem Thema habe ich mich ja schon öfter beschäftigt und das ZDF kritisiert. Aber es nützt nichts:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/05/07/schlechter-fernsehen-mit-dem-zdf-2/
Ich freute mich gerade auf mein Sonntagsvergnügen: einen alten Pilcher-Film im ORF. Die alten Filme sind so schön an zu schauen: Herrliche Landschaft, schöne Landsitze mit wunderbarem Interieur. Dazu tolle Musik, nette Schauspieler, die verständlich sprechen.
Am letzten Sonntag ist das ZDF auch auf den „Pilcher-Zug“ aufgesprungen und hat einen neuen Film gebracht. Da kann man nur sagen: Ein Absturz ohnegleichen.
Vor allem der Ton war so schlecht, dass wir bald ausgeschaltet haben.
Eigentlich sollte das Fernsehen ja gerade auch für ältere Menschen gemacht sein, denn die jüngeren haben hoffentlich meist Besseres vor. Und die Alten brauchen wegen ihres schlechteren Gehörs einen sauberen Ton.
Wie oft soll ich es noch sagen: Man sollte die Filme vor der Endfassung mal Älteren vorspielen und wenn die Einwände haben, sollte man nachbessern.
Manchmal habe ich den Eindruck, dass das ZDF seine alten Zuschauer vergraulen will, um sagen zu können: Schaut her: Wir haben ein junges Publikum.
Oder wird das ZDF von den Hörgeräte-Herstellern gesponsert? Das wäre eine Fehlkalkulation, denn bloß wegen des schlechten Tons bei manchen ZDF-Filmen kaufe ich mir doch kein Hörgerät.

Ist Maaßens Kritik am Fernsehen berechtigt?

Maaßen hat mit seiner Kritik am Fernsehen Empörung ausgelöst. Er hatte von Meinungsmanipulation gesprochen. So was darf man bei uns doch nicht sagen, wenn man im Licht der Öffentlichkeit steht. Da gibt es keine Meinungsfreiheit, sondern nur Linientreue, sonst steht man schnell rechts außen.

Auch ich habe an den Sommerinterviews hier Kritik geäußert und gefunden, dass die Neutralität des öffentlich-rechtlichen Fernsehens nicht gewahrt wurde:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/08/03/unertraegliche-staatstragende-sommerinterviews-in-ard-und-zdf/
Auch das Interview mit Habeck verlief auch wieder nach dem üblichen Muster: Klein-Klein-Gehackl, aber die große Linie der Grünen-Politik kam zu wenig zur Sprache. So kommen viele zu der Überzeugung, im Interview sollte vermieden werden, dass Habeck glänzen konnte. Jedenfalls stehe ich mit meiner Kritik dieses Mal nicht allein:
https://web.de/magazine/politik/zdf-journalistin-kritik-habeck-interview-36074520

Maaßen hat also durchaus Recht. Typisch für die mangelnde Neutralität des Fernsehens ist beispielsweise auch, dass die Querdenker bei Will oder Illner nicht zu Wort kommen:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/08/11/hilfe-ich-bin-ein-querdenker-sind-querdenker-so-bloede/
Man will diese Leute auf diese Weise als Idioten ins Abseits stellen und erreicht damit das Gegenteil: Man spaltet die Gesellschaft in die Linientreuen und die „Idioten“. Und diese „Idioten“ finden im Internet und bei den Demos immer mehr Zulauf. Aber was lernt man von Lukaschenkow? So etwas verbietet man eben einfach und dann ist Ruhe, jedenfalls scheinbar!

Wenn diese „Idioten“ tatsächlich so blöde sind, stellt sie doch im Fernsehen zur Rede und versucht, dies offenbar werden zu lassen. Aber davor hat man anscheinend Angst.

 

Corona: Die Fehler des Gesundheitsministers Jens Spahn

Heute Morgen habe ich die Coronapolitik kritisiert. Und auch hier lese ich, dass die Kritik an Jens Spahn immer lauter wird:
https://web.de/magazine/news/coronavirus/fehler-deutschen-corona-politik-35369276
Ich verstehe den Mann nicht: Warum bindet er nicht sofort – wie es sich nicht nur gehören würde, sondern zwingend notwendig ist – das Parlament ein? Wo es um Leben und Tod geht, kann doch nicht einfach ein Minister allein entscheiden. Und wenn er das trotzdem tut, ist das auch dumm. Dann werden ihm persönlich die Fehler angekreidet. Wenn er sich aber alles vom Bundestag absegnen lässt, kann er sagen: Die Mehrheit hat es so gewollt.

Die „große Rate-Show“ im Fernsehen

Es wird immer schlimmer: Wie nett und bescheiden war doch die Sendung „Wer weiß denn so was?“ Aber nachdem die Rateshows Konjunktur haben, wollen natürlich alle mitmachen. Sie überbieten sich gegenseitig mit Lichtorgien, deren Geflimmer kaum noch anzuschauen ist.
Schlimmes musste man befürchten, als Kerner seine Ratesendung als „große“ Show anpries. Und dementsprechend war sie denn auch. Als Kerner zu Beginn seinen großen Auftritt hatte, wobei sich die Tür unter blitzenden Pfeilen öffnete, hatte ich schon die Nase voll und habe abgeschaltet.
Ob man dem Mann nicht beibringen kann, dass er nicht der große Messias ist, sondern ein schlichter Moderator? Er sollte sich bei Kai Pflaume erkundigen, wie man eine nette, beliebte Ratesendung ohne viel Brimborium auf den Schirm bringt.

SAT1 hat ebenfalls eine Ratesendung, die auch nicht besser ist: Lichtorgien und Fragen, bei denen Ältere schnell abschalten.

Horrorszenario: Die Stechuhr

Der EuGH hat gerade entschieden, dass die Arbeitszeit der Arbeitnehmer zu dokumentieren ist. Das Urteil wird kritisiert.
Dazu eine Anekdote: Der Onkel meiner Frau war Chef der obersten Baubehörde. Dort arbeitete man – wie es bei hohen Behörden üblich ist – natürlich ohne Stechuhren. Aber eines Tages wurde dann doch angeordnet, dass Stechuhren einzuführen sind. Erst dachte der gute Onkel, naiv wie Onkel sind, dass er als Behördenchef natürlich von dieser Regelung ausgenommen sei. Dann aber wurde ihm bedeutet, dass er selbstverständlich mit gutem Beispiel voran gehen müsse.
Er schimpfte wie ein Rohrspatz und sah bei solchen Bräuchen den Sozialismus und sogar den Untergang des Abendlandes kommen.
Aber dann geschah ein Wunder: Er war auf einmal begeistert von der Stechuhr. Er stellte schon nach kurzer Zeit fest, dass er Überstunden gemacht hatte in einer Anzahl, die ihm eine Woche zusätzlichen Urlaub bescherten. Und so ging es weiter. Er sagte dann einmal: „Man war ja blöd, wenn man sich früher so in seine Arbeit rein gehängt hat, ohne etwas davon zu haben.“
Ich weiß nicht, ob man die Stechuhren beibehalten hat.

Religionskritik verboten

Natürlich nicht, denn sie morden ja heute nicht mehr mit ein paar Ausnahmen: Es gibt Amis, die abtreibende Ärzte in den USA umbringen. Aber Religionskritik können Christen anscheinend genauso wenig vertragen wie der Islam, wie diese Meldung zeigt:
In einem Gymnasium in der Stadt Salzburg sorgt ein Lehrerwechsel für Aufregung. Ein Philosophielehrer ist kurz vor Weihnachten aus einer Maturaklasse abgezogen und einer anderen Klasse zugeteilt worden. Eltern sollen ihm vorgeworfen haben, er sei zu religionskritisch.
http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/aufregung-um-lehrerwechsel-an-salzburger-gymnasium-134860/

Die Kritiker sind schuld

In meinem ganzen Bekanntenkreis ist kein einziger dabei, der noch in die Oper geht, höchstens mal ausnahmsweise in die Festspiele, aber dann kommen die Leute in der Regel enttäuscht zurück und sagen: „Schade um’s Geld!“
Warum ist das so? Wir haben es hier schon öfter beschrieben: Weil die Kritiker immer etwas Neues, möglichst Provokatives fordern. So konnte man jüngst eine Wagneroper mit Erschießungskommando sehen.
Weshalb legen die Kritiker nicht ganz schlicht einen ganz normalen Maßstab an, der so aussieht: Welcher Regisseur hat die Oper werkgetreu am besten umgesetzt? Schließlich haben sich die alten Opern teilweise Jahrhunderte lang erhalten, weil sie von den Menschen so geliebt werden, wie sie sind. Wir überlassen ja auch nicht den Kölner Dom den modernen Architekten als Experimentierfeld.
Ein anderes Gebiet, auf dem sich die Kritiker austoben, sind die Krimis im Fernsehen, bei denen es sich eigentlich gar nicht lohnt, etwas darüber zu schreiben. Aber die Kritiker haben es fertig gebracht, dass aus dem Krimi, der einmal ein Märchen für Erwachsene mit Ratespiel war, ein grausames Morden geworden ist mit detailgenauer Abbildung der Leiche, dem Leid der Hinterbliebenen usw. und das alles oft in einem unterbelichteten Grauton.
Wie schön war es doch, als früher an der Cote d’Azur, in Hollywood oder an anderen schönen Orten gemordet wurde, wo es etwas zu sehen gab, wie nun nur noch bei Donna Leon. Und so wundert es mich nicht, wenn die Menschen, insbesondere auch die Jugendlichen immer mehr verrohen, denn das ist ja der Alltag, den sie immer wieder auf dem Bildschirm sehen.
Und ich frage mich bei der Verflachung des Fernsehprogramms der öffentlich-rechtlichen Sender immer wieder, warum so etwas mit Gebühren unterstützt werden muss, was immer mehr zum Plagiat der privaten Programme verkommt. Wieso wird das öffentlich-rechtliche Fernsehen, das einmal wegen der zu wenigen Sendekanäle eingeführt wurde, nicht längst abgeschafft, wie es ja auch keine öffentlich-rechtlichen Zeitungen gibt?

Darf man Jesus kritisieren?

Ich glaube: Nicht! Man behilft sich mit interpretieren oder ignorieren. Jesus hatte ja alle möglichen Ideen, die eigentlich unmöglich sind. So soll man sein Hab und Gut verschenken und man soll wie die Spatzen leben, die der himmlische Vater ernährt. Oder man soll seine Familie im Sich lassen, wie wir bei Markus 10, 28 ff lesen: „Aufgeregt fragte Petrus: «Aber wie ist es nun mit uns? Wir haben doch alles aufgegeben und sind mit dir gegangen!» Jesus antwortete: «Das sollt ihr wissen: Jeder, der sein Haus, seine Geschwister, seine Eltern, seine Kinder oder seinen Besitz aufgibt, um mir zu folgen und das Evangelium weiterzusagen, der wird alles hundertfach zurückerhalten.»“
Was macht die Kirche mit den Bibelstellen, die ihr nicht gefallen? Sie fälscht den Text (Vgl. das Buch „Teufel, Teufel! Das Buch der unfrommen Geschichten“). Oder sie interpretiert sie so gewaltsam, dass am Ende etwas anderes heraus kommt, als Jesus gesagt hat.
Deshalb war ich früher schon als Kind immer gespannt, wenn das Evangelium über Jesus auf der Hochzeit zu Kana verlesen wurde. Als seine Mutter ihn suchte, sagte er barsch: „Weib, was habe ich mit dir zu schaffen?“ (Johannes 2;4). Das war immer eine Herausforderung für jeden Prediger. Heute ist das alles weg geglättet und man liest in der Einheitsbibel: „Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau?“
Schlimmer ist freilich die Aufforderung Jesu: „Doch jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir“. (Lukas 19;27). Auch diese Stelle wurde heute abgemildert in: “macht sie nieder!“ Das kann man auch als „Niederringen“ oder schließlich gar als rein geistiges Ereignis interpretieren.
Aber ein Problemfall ist und bleibt eine Stelle bei Matthäus 10;34-36, die zu bekannt ist, als dass man sie verfremden könnte: „Ihr sollt nicht wähnen, dass ich kommen sei, Frieden zu senden auf die Erde. Ich bin nicht kommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert. Denn ich bin kommen, den Menschen zu erregen wider seinen Vater, und die Tochter wider ihre Mutter…“
Da bleibt nur übrig, in Predigten das Gegenteil dessen zu verkünden, was Jesus gesagt hat.
Völlig „ungeglättet“ sind die „Unfrommen Geschichten“, die nicht nur dem Atheisten Freude machen, sondern auch den Christen veranlassen, über seinen Glauben einmal intensiver nachzudenken: Es lohnt sich, besonders wenn man auf diesem Gebiet seit der Kindheit nichts dazu gelernt hat.

Finden Sie das auch: Schlappe Jugend?

Warum schreiben die jungen Parteimitglieder keine Kommentare zu den Blogs?
Ich kann ja verstehen, dass Politiker keine Zeit haben, sich mit kritischen Blogs auseinander zu setzen, zumal „aussitzen“ einfacher und wahrscheinlich auch wirksamer ist.
Überall hagelt es Kritik: im Fernsehen, in den Zeitungen in den Illustrierten, in Büchern… Da wäre es ein Fulltimejob, wenn man sich damit befassen müsste. Aber die Jugend der Partei müsste doch über genug Engagement verfügen, um die offizielle Parteilinie zu verteidigen und um sich so zu profilieren.
Ein Beispiel: Wenn also immer wieder die Frage aufgeworfen wird, wie man die immense Verschuldung des Staates zurückzahlen will, und wenn viele sogar behaupten, das Ganze sei unbezahlbar, dann müsste sich doch einmal jemand mit der Frage befassen, wie sich die Partei die Zukunft vorstellt. Gerade die Jugend müsste sich dafür interessieren, denn sie ist von etwas betroffen, was es im normalen Rechtsleben nicht gibt, nämlich dass man Schulden auf Dritte abwälzt.
Also Jusos, Julis, junge Union: An die Arbeit! Seid ehrlich und sagt dem Volk auch unangenehme Wahrheiten! Schickt uns mal einen Schuldentilgungsplan!
Aber vielleicht ist das ja gar nicht notwendig: Wenn der Euro zusammenbricht und die Mark wieder eingeführt wird, kann man beim Umtausch gleich eine ganze Masse an Schulden verschwinden lassen.