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Entwürdigende Geste zum 17. Juni

Da sind sie wieder: die Schleifenzupfer:
Was sind denn das für verlogene Bilder, die uns zum zum heutigen Gedenktag im Fernsehen präsentiert werden. Wir hören in den Nachrichten über etliche Politiker, dass sie aus diesem Anlass Kränze niedergelegt haben. Aber was sehen wir? Die Politiker schreiten offenbar auf Kommando des Fernsehteams im Gleichschritt voran und zupfen bei den schon abgelegten Kränzen kurz an den Schleifen herum. Wäre es denn zu viel verlangt, wenn sie, wie es früher einmal üblich war, tatsächlich mit einem Kranz am Arm erschienen wären und diesen dann auch tatsächlich nieder gelegt hätten?
So aber gewinnen wir Zuschauer den Eindruck, dass wir selbst bei einer so kleinen Szene wieder einmal belogen werden.

Politik mit Toten – kein Kranz für die Opfer

Außenminister Steinmeier flog in die Ukraine, um dort politische Gespräche zu führen. Im Gepäck hatte er einen Kranz, den er zum Gedenken an die Opfer des Brandanschlags in Odessa niederlegen wollte. Nun waren die Opfer allerdings Russen, was Steinmeier offenbar nicht bedacht hatte. Deshalb rieten ihm die Verantwortlichen von einer Kranzniedelegung ab, angeblich deshalb, weil sonst Wunden wieder aufbrächen. Steinmeier kam also mit dem Kranz wieder nach Hause.
Merkwürdig ist, dass wir in Deutschland ständig ein Mahnmal für Juden, Sinti, Roma, Euthanasie-Opfer usw. nach dem anderen errichten und kein Mensch sich darum kümmert, dass man immer wieder in alten Wunden wühlt.
Offenbar haben die Sozis Angst, dass man ihnen eine zu enge Verbindung zu Putin unterstellen könnte. Das dürfte der wahre Grund für die unterbliebene Kranzniederlegung sein. Die beiden alten Sozis Schmidt und Schröder passen mit ihrem Standpunkt zu Putin nicht zur Politik der GroKo. Da ist unwürdiges Kriechen angesagt, wie wir bei der NSA-Affäre deutlich gesehen haben.
Ich finde es jedenfalls traurig, wie man mit Toten Politik macht, statt zu trauern oder zu gedenken.