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Was ist nur mit der Menschheit los?

Mit dem Thema habe ich mich schon öfter befasst und beispielsweise hier beschrieben, dass in London allein zwischen November 2016 und April 2017 mehr als 400 Angriffe mit Säure stattfanden, bei denen den Opfern ins Gesicht gegossen wurde. London ist inzwischen auch die Hauptstadt der Messerstecher geworden: Im vergangenen Jahr wurden allein in England und Wales 285 Menschen erstochen. Gerade wurde ein 87-jähriger im Rollstuhl erstochen. Man fragt sich, was denn der Anlass für solche Verbrechen ist. Gilt vielleicht das, was Jonny Cash in einem Song singt: „Just to watch him die“?
Die Vergewaltigungen haben in London binnen 5 Jahren um 20 % zugenommen. Neuerdings werden KO-Tropfen gespritzt.

Nun kommt eine unglaubliche Meldung aus Berlin: Dort betrug die Gesamtzahl aller Polizeieinsätze in und vor Krankenhäusern im vergangenen Jahr bei knapp 8000 – mehr als 20 pro Tag (!).
Viele Krankenhäuser haben daher Sicherheitspersonal. Auch die Kassiererinnen von Supermärkten müssen Angst vor Gewalt haben und wollen die Plexiglasscheiben auch nach der Pandemie beibehalten:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/07/07/deutschland-stuerzt-ab-19/

Unmenschliche Medizin


Ja, das waren noch Zeiten in meiner Jugend: Da hatten sogar Dörfer wie Inzell ihr eigenes Krankenhaus. Inzwischen wird das Krankenhauswesen auf immer weniger Kliniken konzentriert. Und die sind dann oft überlastet.
Meine Frau wurde im Juni ins Traunsteiner Krankenhaus eingeliefert. Kaum war sie dort untersucht worden, ist sie ins Kreiskrankenhaus Trostberg weiter transportiert worden. Ich habe dann mal im Internet nach der Klinik gegoogelt und festgestellt, dass dort eine Geriatrieabteilung besteht. Aber dort konnte meine Frau nicht sein, denn die war geschlossen. Also fragte ich eine Schwester, warum meine Frau nun in Trostberg sei. Da antwortete sie, sie wisse das auch nicht und fügte hinzu: „Haben Sie eine Ahnung, wie die Kranken umeinander gefahren werden!“
Was ist das für eine Medizin, in der die schwer Kranken noch dem Stress eines zusätzlichen Transports ausgesetzt werden?
Hinzu kommt ein zweites Problem: Alte Leute können ihre kranken Angehörigen kaum noch besuchen. Ich kann ja noch mit meinen 88 Jahren Auto fahren, aber wer mit dem Bus von Bergen nach Trostberg fahren muss, ist arm dran. Der Bus fährt nur selten und das Krankenhaus liegt weit außerhalb. Das schaffen viele nicht mehr.
Auch die Kinderkliniken und Krebskliniken werden immer weniger. Wer schafft das, Angehörige ohne Auto dort zu besuchen?
Man kann nur sagen: Die Medizin macht zwar große Fortschritte, aber die Menschlichkeit bleibt auf der Strecke und es gilt auch, was in meinen Aphorismen zu lesen ist:

Jeder Fortschritt trägt auch einen Keim des Rückschritts in sich.

Wie sich alles verschlechtert, zeigt auch das Essen in den Kliniken: Als meine Frau vor mehr als einem halben Jahrhundert im Traunsteiner Krankenhaus war, kam der Chefkoch persönlich zu ihr ans Bett und fragte, was sie gern als Essen haben möchte. Und als ich vor einem Jahr mit kaum stillbarem Erbrechen dort eingeliefert wurde, setzte man mir kalten Schweinebraten vor. Meine Bitte, die in einem solchen Fall angezeigte salzige Suppe zu bekommen, wurde abgelehnt, weil man nur das Essen nach Plan bekommen könnte.
Anderes Beispiel: Wir gingen gern in Bad Endorf zum Baden und aßen dort immer ausgezeichnet. Plötzlich war das Essen viel schlechter geworden und wir fragten nach der Ursache: Das Essen kam nun aus der Großküche des fernen Krankenhauses München-Schwabing.
Das passt gar nicht zu einer wissenschaftlichen Untersuchung, wonach Krankenhäuser, die selbst kochen eine um 2 Tage kürzere Verweildauer der Patienten zu verzeichnen haben.

Wie wir verarmen: Deutschland stürzt ab

Fortsetzung des gestrigen Beitrags:
In meiner Kindheit gab es eine Redewendung: „Die Armut pfeift aus allen Löchern“. Und als ich danach googelte, woher dieses Zitat stammt, hatte ich keinen Erfolg. Nur ein 92-Jähriger hatte es als Buchtitel aufgegriffen.

Bei uns schaut inzwischen auch wieder die Armut aus allen Löchern. Das dachte ich mir, als ich in einem Lokal beim Essen war: Es gab einmal eine Zeit, da bekam man in besseren Lokalen Stoffservietten. Diese wurden jedoch abgelöst von Papierservietten, die den Stoffservietten sehr ähnlich waren, doch wurden die immer dünner und kleiner. Die letzte Serviette, die ich bekam hatte nur die halbe Größe des üblichen Maßes und war so dünn, dass man fast durch sie das Vater-Unser hätte lesen können (wie meine Mutter zu sagen pflegte). Man kann also die Verarmung auch an den Servietten ablesen.

Schlimmer ist die Verarmung im Gesundheitswesen. Früher gab es Krankenhäuser in den kleinsten Dörfer, beispielsweise in Inzell. Die waren durchaus für viele Fälle geeignet und notwendig, weil nur wenige Menschen ein Auto hatten. Inzwischen werden die Krankenhäuser immer mehr zusammen gelegt. Viele kostenintensive Notaufnahmen wurden geschlossen und andere verkleinert, so dass die Sanitäter oft lange herumfahren müssen, um einen schwer Kranken unterbringen zu können. Und wenn der auf dem Transport nicht gestorben ist, dann kann es sein, dass er in der Klinik nicht mehr dran kommt:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/27/schlimmer-als-alles-bisher-erlebte/
Die Konzentration der Krankenhäuser bedeutet für viele, dass sie ihre Angehörigen nicht mehr besuchen können. Wie soll eine arme Rentnerin ans Sterbebett ihres weit entfernt liegendes Mannes kommen? Und gerade las ich den erschütternden Bericht einer Mutter, die sich fragte wie sie zu ihrem krebskranken Kind kommt, nachdem die entsprechende Station im Trierer Krankenhaus geschlossen worden ist.

Ich habe gerade meine Frau am Ende ihres Lebenswegs begleitet. Die schrecklichen Erfahrungen, die ich dabei mit unserem Gesundheitswesen gemacht habe, habe ich hier geschildert:
https://autorenseite.wordpress.com/2022/06/29/sterben-in-deutschland/
Unser Gesundheitswesen ist krank. Es leidet an einer Krankheit, die sich immer mehr in der Gesellschaft ausbreitet: nämlich der Geldgier. Auch im Gesundheitswesen rangiert die Rentabilität vor der Menschlichkeit. Aber die können wir uns anscheinend nicht mehr leisten.

Sterben in Deutschland

Alles bestens organisiert – so denkt man, wenn man sich damit befassen muss, dass jemand stirbt. Was gibt es nicht alles, wenn man Sterbehilfe braucht:
Hausarzt, Bereitschaftsdienst 116117, Pflegedienst, Krankenhaus, Palliativteam und Netzwerk Hospiz, Palliativklinik…
Aber die Realität sieht anders aus. Wenn man Hilfe braucht, steht man allein da:
Wenn man den Hausarzt am Freitagmorgen anruft, will der erst am Montagnachmittag kommen. (Berufsauffassung wie ein Maurer)
Der Bereitschaftsdienst sagt, dass er kein Pflegedienst ist.
Der Pflegedienst kann nicht helfen, wenn ein dementer Patient sich wehrt.
Das Krankenhaus ist überlastet und transportiert Sterbende in entferntere Kliniken, wo ein Besuch für Alte ohne Auto unmöglich ist. Wenn eine Therapie sinnlos ist, kommt ein Patient nach Hause mit einem Prospekt der Palliativbetreuung. Die bebilderten 8 Saiten beruhigen: Toll – Sie versprechen Hilfe rund um die Uhr.
Aber die die Wirklichkeit sieht dann so aus: Die Palliativbetreuung hat gar kein Hilfsteam und die Palliativklinik ist voll.
Da bleibt dann schließlich nur der Notarzt. Und an dem bleibt alles hängen. Wenn man Glück hat, kommt dann ein Arzt aus Berufung, der sein „Handwerk“ versteht.
Wir hatten so ein Glück und der Mann erklärte uns, wie wir mit dieser schwierigen Phase umgehen sollen. Wer weiß schon, dass man einem Sterbenden keine Getränke einflößen soll? Er erklärte uns, wie man Widerstrebende wickeln soll. Und, und, …

Zusammenfassend: Sterben Sie lieber nicht, jedenfalls nicht in Deutschland! Und wenn doch, machen Sie sich auf das Schlimmste gefasst!

Gesundheitswesen: Hätten Sie das gedacht?

Unglaublich, aber wahr: In der neuesten Nummer der Apotheken Umschau liest man: Unser Gesundheitssystem produziert im Jahr so viele schädliche Treibhausgase wie 14 Kohlekraftwerke. Das ist mehr, als der Flugverkehr verursacht. Man macht sich daher Gedanken über grüne Krankenhäuser.
Wenn wir an einer Stelle etwas einsparen, wird dann anderswo mehr verbraucht. Man sieht das auch beim Energie-Verbrauch: Hätten Sie gedacht, dass die Krypto-Währungen so viel Strom verbrauchen wie ein Drittel von Deutschland?

Unmenschliche Bürokratie im Krankenhaus

Wie sich das Krankenhaus verändert hat:
Als ich zum ersten Mal im Traunsteiner Krankenhaus war, bestand es aus einem einzigen Gebäude. Heute ist es fast ein kleines Stadtviertel. Immer wieder wurden Gebäude angebaut, so dass das Ganze ein unübersichtliches Wirrwarr von Gängen ist, in dem manchmal sogar das Personal die Orientierung verliert.

Früher war es einfach: Da kam man von der Notaufnahme gleich in den Operationssaal. Heute muss man auch als Schmerzpatient erst einmal die Aufnahmeformalitäten über sich ergehen lassen. Man muss warten, bis man dran ist. Auch wenn Sie es vielleicht nicht glauben wollen: Ich musste erst einmal mehr als 20 oft mehrseitige Formulare unterschreiben. Klar, dass ich in meinem Zustand kein einziges gelesen habe. Deshalb hat auch der BGH entschieden, dass solche Unterschriften unwirksam sind. Trotzdem besteht man auf diesem Formularkrieg. Wie konnte es früher nur ohne so etwas gehen?

Meine Frau war anders als ich. Als ich sie einmal ins Krankenhaus bringen musste, ließ sie es nicht zu, dass sich die Bürokratie ihrer bemächtigen wollte. Sie flüsterte mir ins Ohr:
„Hau ab, jetzt werde ich furchtbar!“
Und dann begann sie so entsetzlich zu schreien, dass es sogar die Nachbarin in der Wäscherei gehört hatte und mir berichtete, dass etwas Entsetzliches passiert sein musste.

Ja, das waren noch Zeiten, als meine Frau vor mehr als einem halben Jahrhundert zum ersten Mal ins Krankenhaus kam. Da kam sogar der Chefkoch zu ihr ans Bett und fragte, was sie gerne essen wollte.

Es war halt alles noch menschlicher.

Manchmal fallen mir so Sprüche ein …

Wenn man so alt ist wie ich, fallen einem bei jeder Gelegenheit Sätze ein, die jemand in vergleichbarer Lage gesagt hat. Gerade war ich in der Uni-Klinik und nach dem, was ich da erlebt habe, fällt mir ein Spruch eines alten Nachbarn ein. Als ihm wegen einer Herzkrankheit eine Krankenhausbehandlung angeraten wurde, sagt er: „Ins Krankenhaus bringen die mich nur mit de Füaß voraus.“ Und so war es auch: Als er einen Herzinfarkt bekam, wurde er zum Krankenhaus gefahren und verstarb an der Schwelle.
Bei all den Aufregungen, die ich zur Zeit habe, habe ich keinen Appetit und das Bier schmeckt mir auf einmal auch nicht mehr. Da fällt mir ein, was mein Vater sagte, als es ihm auch so ging: „Siehe, das Ende ist nahe, wenn einem Bayern das Bier nicht mehr schmeckt.“ Ich will das zwar nicht wahr haben, denn ich bin erst 87. Aber mein kleiner Enkel holte mich auf den Boden der Tatsachen zurück.Er sagte:
„Gell, Opa, du stirbst bald.“
„Nein!“ sagte ich, „So bald noch nicht.“
„Dann schau doch mal deine alte Haut an! Ich sage dir schon, wann bald ist.“

Corona: Traunstein, der finsterste Landkreis Deutschlands

Schauen Sie sich diese Karte über die Ausbreitung von Corona in Deutschland an:
https://web.de/magazine/news/coronavirus/coronavirus-deutschland-lage-landkreis-34719184
Da ist der Landkreis Traunstein der letzte verbliebene ganz dunkel eingefärbte. Gestern lag die Inzidenz bei 195, heute bei 243. Warum das so ist, erfährt man hier sonderbarerweise nicht.

Deshalb habe ich über dieses Thema hier schon geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/09/26/der-finsterste-landkreis-deutschlands-traunstein/
Interessant ist, was das Landratsamt heute bekannt gibt:

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein, 29.09.2021 – 14.30 Uhr:

Insgesamt stationär behandelte Patienten: 19
davon Normalstation: 18

davon Intensivstation: 1
-> davon beatmet: 1

Patienten mit vollständigem Impfschutz: 5
davon Normalstation: 5

davon Intensivstation: 0

Demnach sind von den 19 stationär behandelten Patienten 5 vollständig geimpft. Das ist nicht gerade als besonderer Erfolg der Impfung zu bezeichnen. Aber immerhin ist der eine beatmete Patient nicht geimpft.

Der Kabarettist Nuhr verlas in seiner letzten Sendung aus den Beipackzetteln die Nebenwirkungen von Schmerzmitteln und stellte fest, dass die Menschen diese trotzdem einnähmen, aber beim Impfen Bedenken hätten. Das müssten also Idioten sein.

Ich bin einer davon: Herr Nuhr, ich nehme keine Schmerzmittel, wenn ich sie nicht brauche. Ich lasse mich daher auch nicht impfen, wenn ich keine Notwendigkeit sehe. Ich habe festgestellt, dass das Personal von 4 Supermärkten trotz enger Kontakte mit Kunden gesund geblieben ist:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/11/corona-das-wunder-von-aldi/
So meine ich, dass ich hier in meinem Haus am Berg auch gesund bleiben sollte, auch wenn ich manchmal zum Einkaufen gehe.

 

Corona: Mangelnde Hygiene auch in Krankenhäusern?

Kaum zu glauben, was man da heute liest: Schwer getroffen hat es in der Corona-Krise die Mitarbeiter des Traunsteiner Krankenhauses: Insgesamt 145 von ihnen haben sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus angesteckt. Das Krankenhaus in Ruhpolding ist nach wie vor geschlossen.
Insgesamt sind bei uns 20400 Mitarbeiter im Gesundheitswesen mit Corona infiziert gewesen:
https://web.de/magazine/news/coronavirus/rki-20400-mitarbeiter-gesundheitswesen-corona-infiziert-34716974
Wie kann so etwas sein? Keines der Medien gibt uns eine vernünftige Aufklärung. Wir haben aber ein Recht, Näheres darüber zu erfahren:
Liegt es an dem Problem, über das schon öfter geklagt wurde: an der mangelnden Hygiene?
Oder standen nicht genügend Schutzvorrichtungen zur Verfügung? Das wäre ein schlimmer Fehler der Politik.
Oder hätte man öfter testen müssen und hat dies aus Kostengründen unterlassen?
Herr Spahn, wo bleiben die Antworten? Wir sehen, dass die Menschen heute Angst haben, ins Krankenhaus zu gehen, auch wenn sie schwer wiegende Symptome haben. So sterben etliche am Herzinfarkt, weil sie die Corona-Gefährdung vermeiden wollen.

Viele Mitarbeiter im Gesundheitswesen haben ihr Leben im Dienst an Kranken verloren. Eine moderne Katholische Kirche würde sagen: „Santo subito!

Das darf nicht wahr sein: 20400 Mitarbeiter im Gesundheitswesen mit Corona infiziert

Kaum zu glauben, was man da heute liest: 20400 Mitarbeiter im Gesundheitswesen sind bei uns mit Corona infiziert gewesen:
https://web.de/magazine/news/coronavirus/rki-20400-mitarbeiter-gesundheitswesen-corona-infiziert-34716974
Wie kann so etwas sein? Wir haben ein Recht, Näheres darüber zu erfahren:
Liegt es an dem Problem, über das schon öfter geklagt wurde: an der mangelnden Hygiene?
Oder standen nicht genügend Schutzvorrichtungen zur Verfügung? Das wäre ein schlimmer Fehler der Politik.
Oder hätte man öfter testen müssen und hat dies aus Kostengründen unterlassen?
Herr Spahn, wo bleiben die Antworten? Wir sehen, dass die Menschen heute Angst haben, ins Krankenhaus zu gehen, auch wenn sie schwer wiegende Symptome haben. So sterben etliche am Herzinfarkt, weil sie die Corona-Gefährdung vermeiden wollen.

Viele Mitarbeiter im Gesundheitswesen haben ihr Leben im Dienst an Kranken verloren. Eine moderne Katholische Kirche würde sagen: „Santo subito!