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Meine neueste geniale Erfindung


Ich habe ja schon gelegentlich Erfindungen gemacht, denen allerdings kein sonderlicher Erfolg beschieden war, z.B.: die Rechtsträgerhose. Dabei
wäre sie so wichtig, wie der folgende Witz zeigt. Das Wort Witz hängt ja mit Weisheit zusammen. Daher sollten Männer die darin enthaltene Weisheit beherzigen:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/09/15/witz-zum-tag-1264/
Doch nun zu meiner neuen Erfindung. Sie kam mir, als ich gestern im Zug nach Salzburg fuhr. Da standen etliche Fahrgäste vor einem Klo. Auf einmal schrie eine Frau: „Lasst mich vor, sonst mach ich in die Hose!“
Auf der Rückfahrt war es ähnlich: Ich wunderte mich über eine Frau, die dauernd an mir vorbei hin und her ging. Dann merkte ich, dass sie schaute, ob vorn oder hinten ein Klo frei wird. Und als ich die Klos im Auge behielt,
gewann ich den Eindruck, dass die Klos teilweise überhaupt geschlossen waren oder von Schwarzfahrern okkupiert worden waren, denn es ist kaum anzunehmen, dass jemand eine solche Verstopfung hat, die von Salzburg bis Bergen dauert, also etwa eine halbe Stunde.

Das Problem Klo ist ja aus verschiedenen Gründen akut geworden: Mein Heimatbahnhof Bergen ist verkauft worden. Dort gibt es kein Klo mehr, sondern höchstens ein Gebüsch. In den Bahnhöfen war der Klobesuch früher kostenlos, aber das ist vorbei. Deshalb warten viele sparsame Menschen auf das Klo im Zug und das ist dem Ansturm oft nicht gewachsen, denn heute hat nicht mehr wie früher jeder Waggon ein WC.
Kurzum: Hier ist Hilfe angesagt! Und die biete ich hier an: Im Zeitalter des Computers sollte die Bahn auf der Höhe der Zeit sein. Was der Reisende braucht, wäre eine App, die ihm anzeigt, wo im Zug das nächste Klo frei ist. Also: an die Arbeit, liebe Bundesbahnleute! Und was wir nicht auf dieser App lesen wollen, ist der Satz: „Leider sind zur Zeit alle WCs im Zug besetzt!“

Tor-Browser versagt (kein eBook für Deutsche)

https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=Rogenzon
So einfach kan man normale Bücher kaufen: ein Klick – fertig.

Aber auch eBooks haben ihre Vorteile: Man kann einfach und oft kostenlos in Bücher hinein schauen, ohne sie zu kaufen, wenn sich nur einen Eindruck verschaffen will. So habe ich mir viele Bücher zum bloßen Besichtigen herunter geladen: Bhagavad Gita, Also sprach Zuratustra, Platons Gastmahl… Das war früher einfach über das Projekt Gutenberg möglich. Aber jetzt ist die Seite für Deutsche gesperrt. Es erscheint die Schrift:
Your IP Address is Blocked from http://www.gutenberg.org
We apologize for this inconvenience. Your IP address has been automatically blocked from the address you tried to visit at http://www.gutenberg.org. This is because the geoIP database shows your address is in the country of Germany.“
Da habe ich mir also etwas vermeintlich Schlaues einfallen lassen und den Tor-Browser benutzt, der die IP Adresse verbergen soll. Vorsichtshalber bin ich auch noch auf die englisch-sprachige Seite vom Projekt Gutenberg gegangen. Trotzdem blockiert mich Gutenberg weiterhin, weil er meine IP-Adresse als deutsche erkannt hat. Wie kann das sein? Bietet der Tor-Browser doch nicht die versprochene Geheimhaltung? Verdächtig war, dass nach Benutzung des Tor-Browsers mein PC eine ganze Zeit vor sich hin schnurrte und dann zum ersten Mal piepte. Was da wohl alles passiert ist? Gelte ich jetzt beim BND als verdächtig, weil ich diesen Browser benutze?
Nun habe ich mir gedacht,
dann lade ich meine eBooks halt woanders herunter. Ich probierte es mal bei Bookrix. Aber das ist mir zu unübersichtlich. Da müsste man sich durch über 7000 Seiten mit Vampirgeschichten usw. durchwühlen, bis man endlich mal auf etwas Lesbares stößt. Die eingebauten Suchfilter sind zu grob, als dass man beispielsweise Klassisches findet.
Bei anderen eBook-Quellen muss man sich anmelden. Das mag ich nicht.
Anmeldefrei ist
z.B, Zulu, aber da gibt es wenig und noch dazu unübersichtlich. Oft ist in der Vorschau nicht mal der Autor angegeben. Tja, und dann gibt‘s noch weitere anmeldefreie, aber ideal sind sie alle nach meiner Meinung nicht.

Kostenloser Nahverkehr?


Nun hat sich die Bundesregierung unter dem Druck Brüssels doch endlich entschlossen, etwas gegen die Luftverschmutzung zu tun: Sie erwägt, den Nahverkehr kostenlos zu machen. Dazu ist zunächst einmal zu bemerken, dass die Bundesregierung wahrscheinlich zu spät reagiert hat und dass daher hohe Strafzahlungen fällig werden, zumal die Bundesregierung ja auch am Dieselskandal nicht ganz unschuldig ist.
Was nun die Kostenlosigkeit anbetrifft, so verschleiert dieser Ausdruck, dass beim Nahverkehr natürlich weiter dieselben Kosten anfallen, nur werden die auf den Steuerzahler abgewälzt. Da fragt sich natürlich der schlichte Mensch auf dem Lande (wie beispielsweise ich), warum er über seine Steuer den Verkehr in der Stadt bezahlen soll. Hat er nicht schon etwa für die U-Bahn in München bereits genug ausgegeben?
Der kostenlose Nahverkehr wäre auch nur dann attraktiv, wenn man zu jeder Zeit sofort fahren könnte. Es müssten also Milliarden für zusätzliche Bahnen und Personal ausgegeben werden. Aber auch schon ein kostenloser Betrieb im bisherigen Rahmen wäre unbezahlbar: Beispielsweise nimmt der Hamburger Verkehrsverbund im Jahr 830 Millionen Euro ein: Da kann man leicht abschätzem, dass ein kostenloses Nahverkehrsnetz in allen Städten unbezahlbar wäre. Wir könnten es nicht einmal in den am stärksten belasteten Städten finanzieren.
Ob viele Leute auf die Bahn umsteigen würden, wenn sie kostenlos fahren könnten, ist zweifelhaft. Oft nimmt der Weg vom Arbeitsplatz zum Bahnhof so viel Zeit in Anspruch wie die Heimfahrt vom firmeneigenen Parkplatz nach Hause.
Aber auch wenn jemand nah am Bahnhof arbeitet und zu günstigen Zeiten heimfahren kann, wird sich mancher überlegen, ob er nicht das Auto vorzieht. Gerade jetzt in der Grippezeit müsste er sich mit schniefenden Menschen zusammen drängen auf die Gefahr hin, sich anzustecken.
Wenn ich in München mit der U-Bahn fahre, deprimiert mich das: Es herrscht meist eine ziemlich desolate Stimmung im Zug, weil viele Leute abgehetzt sind von der Arbeit oder vom Einkaufen.
So meine ich, dass derjenige, der ein schönes Auto besitzt, lieber ganz individuell bei guter Musik mit seinem Wagen heimfährt als mit einem Massenverkehrsmittel.