Schlagwort-Archive: Kosten

Das musste einmal gesagt werden

Vom Pfleger Alexander Jorde hörten wir im Fernsehen einen aufrüttelnden Ausspruch: „Die, die unseren Wohlstand erwirtschaftet haben, liegen jetzt in der Scheiße.“ Endlich ist Schluss mit lustig. Was mussten sich die Alten alles anhören: Sie ließen es sich angeblich auf Kosten der Jungen gut gehen. Am schlimmsten war in dieser Beziehung ein Beitrag von Frau Heller im Bayrischen Fernsehen: Sie zeigte Menschen, die es sich nach ihrer Meinung auf Kosten der jungen Generation jeden Luxus gönnten: Musik, Tanz und Pelzmantelkauf usw, während die armen Jungen kaum wüssten, wie sie über die Runden kommen sollen.
Inzwischen begreifen aber immer mehr Menschen, was Frau Heller nicht begriffen hatte: Die Alten werden ausgeplündert: Jeder Haushalt hat durch die Niedrigzinspolitik in den letzten 10 Jahren 20.000 Euro verloren. Es sind hauptsächlich die Alten, deren Ersparnisse gestohlen wurden, um sie den Unternehmern als großzügige Subventionen in den gierigen Rachen zu werfen.
Was haben die Alten nicht alles geschaffen: Bahn, Post, Krankenhäuser, Versicherungen… All das ist verscherbelt worden und müsste eigentlich den Alten für ihren Ruhestand zur Verfügung stehen, denn sie haben ja das alles hingestellt.
Und wenn man von manchen Jungen dann das Jammern hört, sie müssten für doppelt so viele Alte sorgen, wie frühere Generationen, so vergessen sie, dass die Produktivität etwa in gleicher Weise gestiegen ist: Wo beispielsweise früher in den Autofabriken Schweißerkolonnen arbeiteten, erledigt das heute ein vollautomatisches Fertigungsband. Oder schauen Sie in die Banken: Da, wo früher nette Angestellte die Überweisungen entgegen nahmen und eintippten, herrscht heute gähnende Leere, wenn die Filiale nicht überhaupt aufgelöst ist: Internet-Banking hat diese Arbeiten überflüssig gemacht.
Es gab einmal den Grundsatz, dass man das Alter ehren soll. Heute denkt man kommerziell: Die Alten sind zu nichts nütze, also spart man an ihnen, wo es geht. Ziel: ein „sozial verträgliches Frühableben!“ Nach dem Grundgesetz ist zwar die Menschenwürde unantastbar, aber was schert die Politik das Grundgesetz:
https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/
Und dann reiben sich die Volksparteien verwundert die Augen, wenn die AfD so einen Zulauf hat.

Übrigens:

Die Kultur und die Moral eines Volkes erkennt man daran, wie mit den Alten und den Tieren umgegangen wird.
H. Pöll, Autor

Gemessen mit diesem Maßstab sieht es ganz, ganz übel bei uns aus.

Manchmal bin ich einfach zu blöde


Manchmal denke ich, dass ich nicht der Einzige bin, der vieles in der heutigen Welt nicht mehr versteht. Nehmen wir als Beispiel den Brexit. Ich glaube, dass nicht einmal die Briten gewusst haben, auf was sie sich da eingelassen haben: Ist der Brexit nun gut für ihr Land oder nicht?
Und wie sieht es bei uns nach dem Brexit aus? Die Bertelsmann-Stiftung hat berechnet, dass der
Brexit uns 10 Milliarden Euro jährlich kosten könnte.
Wieso eigentlich? Sicher werden
verschiedene Firmen und auch manche Bauern unter dem Brexit leiden, wenn sie sehr exportorientiert sind. Aber umgekehrt kommen doch viele Unternehmen aus Großbritannien zu uns, weil sie in der EU bleiben wollen: z.B. Airbus und Banken usw.
Es wird also spannend, ob wir nach einer Umschichtung der Handelsströme nicht doch letztlich die Gewinner des Brexit sein werden.
Ich verstehe im übrigen auch gar nicht, weshalb es nicht nach einem Brexit zu einer Zollunion kommen kann. Wenn doch – wie uns immer vorgebetet wird – der freie Handel so viele Vorteile für alle bringen soll: Warum macht man das nicht nach dem Brexit?
Die damit verbundenen Probleme müssten doch bei gutem Willen lösbar sein.
Aber mir scheint, eine Zollunion scheitert am guten Willen der Politiker. May schaltet auf stur und sagt: „Brexit means Brexit!“ – Also keine Zollunion, auch wenn die britische Wirtschaft wahrscheinlich mehr unter dem
Brexit leidet als die EU. Und die EU will offenbar ein Exempel statuieren: Andere Staaten sollen sehen, wohin ein Austritt aus der EU führt.

Schlimme Nachrichten

In den USA sind die Medikamente teurer als anderswo. Arme können sie daher nicht mehr bezahlen. Mancher Zuckerkranke kann sich kein Insulin mehr kaufen und muss halt an seiner Krankheit sterben. Gott sei Dank ist es bei uns nicht so – werden viele denken. Das wäre aber ein Irrtum. Bei uns müssen Menschen sterben, weil wir an den Intensivstationen sparen:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/27/schlimmer-als-alles-bisher-erlebte/
Und auch die kostenintensiven Notaufnahmen sind ihren Aufgaben oft nicht mehr gewachsen, weil auch hier der Rotstift regiert.
In Trier gibt es keine Kinderkrebsstation mehr. Da müssen nun die ohnehin stark belasteten Eltern weit fahren, um jeden Tag ihr Kind zu besuchen.
Warum können wir uns heute nicht mehr leisten, was früher selbstverständlich war? Sind wir zu dumm oder sind bei uns die Machtstrukturen so pervers, dass das Geld wichtiger ist als die Menschen?

Wir müssen schon wieder zahlen!

Atom

Was haben wir nicht schon alles bezahlen müssen: Der größte Batzen war wohl die Bankenrettung. Und außerdem wir müssen ständig die Unternehmen, die Milliardengewinne machen, mit Subventionen unterstützen, besonders die Energiekonzerne und die Autoindustrie. Gerade wurde uns die Zahlung einer Prämie für den Kauf von Elektroautos aufgehalst und nun sollen wir auch eine Kostenlast für den Atomausstieg übernehmen. Die Energiekonzerne sollen insoweit eine Rücklage in Höhe von 23 Milliarden Euro bilden und alles, was darüber hinaus geht, soll der Steuerzahler tragen. Wieso eigentlich? Nach dem Gesetz haften die Energieunternehmen für die gesamten Kosten. Welchen Grund haben wir, ihnen einen Teil der Kosten abzunehmen?
Damit uns das Ganze schmackhaft gemacht wird, wird uns Sand in die Augen gestreut und man sagt uns, dass die 23 Milliarden Euro die gesamten Kosten decken würden. Nur glaubt doch kein Mensch an die Zuverlässigkeit solcher Schätzungen. Erinnern wir uns an diese Fälle:
Stuttgart 21 kostet statt ursprünglich kalkulierten 2,6 Mrd. Euro derzeit 6,8 Mrd.
Die Elbphilharmonie hat sich von 77 Millionen auf nun fast 1 Mrd. verteuert.
Und der Berliner Flughafen, der einmal auf 770 Mio. Euro veranschlagt war, soll nun 6,5 Mrd kosten, wenn er überhaupt fertig gestellt werden kann, was schon von den ersten bezweifelt wird.
Wenn man sich dies alles vergegenwärtigt, kann man sich vorstellen, wie es mit den kalkulierten Kosten des Atomausstiegs sein wird. Man beschreitet damit Neuland und dementsprechend unsicher sind alle Kalkulationen. Dagegen werden Elbphilharmonie und Flughafen Berlin als einigermaßen zutreffende Kostenschätzungen erscheinen.

Flüchtlinge: wirtschaftlicher Vorteil oder Kostenfaktor?

Wenn ich mich recht erinnere, hörten wir von Herrn Sinn (IFO-Institut), dass die Deutschen wegen der Flüchtlinge zwei Jahre länger arbeiten müssten, um die Kosten zu bezahlen; auch müsse der Mindestlohn abgeschafft werden. Er berechnet die Kosten pro Flüchtling mit 450.000 Euro. So etwas macht sich nicht gut in der aufgeheizten Stimmung, die wir in Deutschland haben. Und so ist es kein Wunder, dass wir nun das Gegenteil zu lesen bekommen: Das DIW behauptet, die Integration von Flüchtlingen führe langfristig zu positiven wirtschaftlichen Effekten. Allerdings sei derzeit kaum abzu­sehen, in welchem Maße der Arbeitsmarkt insbesondere Geringqualifizierte aufnehmen kann. Hat also Sinn im Endeffekt doch recht?
Eines steht jedenfalls fest:
800.000 Flüchtlinge kommen in diesem Jahr nach Deutschland. Schäubles Fachleute im Ministerium rechnen demnach wegen der Flüchtlinge mit Kosten von weit über zehn Milliarden Euro und halten ein milliardenschweres Wohnungsbauprogramm für unausweichlich, um Hunderttausenden ein Dach über dem Kopf zu verschaffen. Zudem bräuchten die Länder mehr Hilfe vom Bund. Das Ganze kann nur finanziert werden über Steuererhöhungen oder mehr Schulden. Steuererhöhungen kann sich die Kanzlerin, die bei den Meinungsumfragen abstürzt, nicht leisten. Also will Schäuble mehr Schulden machen. Aber auch da setzt die Schuldenbremse Grenzen. Man wird sich also durchwursteln bis zur nächsten Wahl. Aber was kommt dann?
Der Ökonom Raffelhüschen warnt schon jetzt vor massiven Steuererhöhungen und steigender Altersarmut.

Ein weiteres Problem sollte man aber bei all den Berechnungen im Auge behalten: Nehmen wir an, der Nahe Osten würde stabilisiert und die Flüchtlinge würden zurückkehren, dann blieben wir auf den Kosten für die Integration sitzen und hätten keinen Vorteil. Würden die integrierten Flüchtlinge aber hier bleiben: Wer sollte dann ihre Heimatländer wieder aufbauen?

Was wir für die Flüchtlinge zahlen müssen

Mit einem früheren Blog protestierte ich hier gegen die beschwichtigende Äußerung unseres Wirtschaftsministers Gabriel, der gesagt hatte, durch die Asylanten werde niemandem etwas weggenommen. Damit hatte Gabriel gezeigt, dass er von Wirtschaft keine Ahnung hat. Nun hören wir gerade, dass die Flüchtlinge uns im Jahr 2016 etwa 10 Milliarden kosten werden, wobei die Zahlungen an die Türkei noch gar nicht eingerechnet sind. Daher fordert Ramelow eine Anhebung der Spitzensteuersatzes und der Erbschaftssteuer sowie eine Vermögenssteuer. Der Chef des IFO-Instituts Sinn wollte das Problem lösen mit Verlängerung der Lebensarbeitszeit und Senkung des Mindestlohns. Eines ist klar: Die Flüchtlingswelle wird gewaltige Opfer von uns verlangen. Es ist auch schon von einer Beschlagnahme der Zweitwohnungen die Rede. Da ist dann der Weg zum Wohnungsamt, wie wir es in der Kriegszeit und danach hatten, nicht mehr weit.

G7-Gipfel: Kosten völlig außer Verhältnis

Die Kosten des G7-Gipfels belaufen sich nach Schätzungen des Bundes der Steuerzahler auf mehr als 300 Millionen Euro, sind also dreimal so hoch wie veranschlagt. Das haben wir ja nicht anders erwartet nach unseren Erfahrungen mit Stuttgart 21, der Elb-Philharmonie, dem Berliner Flughafen usw. Der Betrag, den wir für das luxuriöse G7-Treffen ausgeben, ist genauso hoch wie die nächste Rate, die Griechenland nun zahlen soll, aber anscheinend nicht aufbringen kann. Eine Summe, die ein Staat wie Griechenland offenbar nicht hat, zahlen wir locker für ein feudales Treffen von 7 Staatschefs. Wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit?
Wenn man den ganzen Aufwand solcher Treffen sieht, fragt man sich: Was soll das Ganze? 17.000 Polizisten müssen Dienst tun, damit 7 Leute sich treffen. Wäre es nicht einfacher, die Staatschefs würden sich auf einem Schiff versammeln?

Unser Schubladendenken

Es war schon beim Irakkrieg so: Da war vom Antiamerikanismus die Rede nur, weil die Deutschen gegen diesen Krieg waren. Und wer gegen Israels Palästina-Politik ist, gilt gleich als Antisemit. Ich wurde sogar von Frau Knobloch höchstpersönlich als Antisemit beschimpft, weil ich mich seinerzeit gegen die schwarzen Blöcke als Gedenkstätte in Berlin ausgesprochen hatte.
Jetzt bei der Flüchtlingswelle, die auf uns zu strömt, ist es auch wieder so: Auf der einen Seite stehen die Gutmenschen, die alle aufnehmen wollen und auf der anderen Seite stehen diejenigen die das ablehnen. Diese werden als Rassisten, Rechtsextreme oder Populisten beschimpft. Dabei sind diese Leute nicht anders als die Australier, die jeden Flüchtling sofort zurück schicken.
Die Frage ist, wie lange wir unsere Gutmenschen-Politik durchhalten können: Die Bruttoausgaben nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beliefen sich im Jahr 2013 insgesamt auf rund 1,52 Milliarden Euro. Nun verlangt Finanzminister Söder allein schon für den Doppelhaushalt 2015/16 des Landes Bayern 2,5 Mrd. Das muss sich bei den anderen Ressorts erheblich auswirken.
Eines Tages wird es auch dem schlichtesten Bundesbürger dämmern, dass er das Ganze bezahlen muss. Und dann ist das Gutmenschentum sehr schnell am Ende und es wird sich die Ansicht ausbreiten, dass wir nicht ganz Afrika bei uns aufnehmen können. Oder glauben Sie etwa, dass unsere Bürger bereit wären, ihre Wohnungen wie damals nach dem Krieg mit Flüchtlingen zu teilen? Würden die Bürger überhaupt einen „Flüchtlings-Soli“ bezahlen, wenn ja, in welcher Höhe? Wie weit geht die Opferbereitschaft und wann gibt es Unruhen?
Da stellt sich die Frage: Sollen wir eine Politik weiter betreiben, von der sich abzeichnet, dass man sie nicht durchhalten kann? Ab wann ziehen wir die Notbremse? Erst dann, wenn die sog. Rechtspopulisten die Wahlen gewinnen?

Soziale Marktwirtschaft – Sozialisierung der Verluste

Atom

Heute in den Nachrichten wurde gemeldet, dass Orte, in denen Kristallglas hergestellt wurde, Probleme haben mit den Umweltlasten der inzwischen insolventen Unternehmen. Die Böden sind mit Arsen und Blei belastet und müssen entsorgt werden. Die Orte sind nicht in der Lage, den Millionenaufwand zu bezahlen. Es wird also die Allgemeinheit sein, die dafür aufkommt.
Was wir hier im Kleinen erleben, gibt es auch global. Gerade wird für Tschernobyl eine neue Abdeckung nötig. Die Ukraine kann diese nicht bezahlen. So müssen es andere tun. Russland, das in der Hauptwindrichtung liegt, wird einen Betrag bezahlen. Auch China hat seine Bereitschaft dazu erklärt.
Die G7-Staaten geben 95 Millionen Euro, 70 kommen von der EU-Kommission. Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) übernimmt 350 Millionen Euro. Wir alle müssen also dafür bezahlen, dass in der Ukraine ein unsicheres AKW arbeitete. Das nennt man sozial, weil alle beteiligt werden.
Dreisterweise baut die Ukraine nun ein neues Atomkraftwerk.
Bei uns hören wir, dass die Betreiber der Atomkraftwerke Rücklagen für die Folgekosten gebildet haben. Aber die sind nur halb so hoch wie die Schätzungen, und wie wir bei Schätzungen (Flughafen Berlin, Stuttgart 21, Elbphilharmonie) erfahren musste, liegen diese nur bei einem Bruchteil der wirklichen Kosten. Ob es hier auch Pleiten geben könnte mit der Folge, dass Milliarden auf uns zu kommen?

Stromanbieter wechseln? Oder lieber nicht?

Ich war bisher Kunde bei E.on. Nachdem man dauernd aufgefordert wird, zum billigsten Stromanbieter zu wechseln, erhielt ich von meinem Öllieferanten ein Angebot mit einem günstigeren Tarif, bei dem ich viel sparen könnte. Ich habe das Angebot angenommen und staunte nicht wenig: Jetzt bekomme ich meinen Strom wieder vom selben Anbieter wie früher, nämlich vom Bayernwerk. Diesen neuen Namen hat sich E.on inzwischen gegeben. Ich vermute nun, dass mein derzeitiger billigerer Tarif nur vorübergehend gelten wird, wie ja auch Banken mit günstigeren Zinsen und Internetprovider mit billigeren Monatsgebühren neue Kunden anwerben, um dann später höhere Kosten zu fordern.
Der Beginn meines Sparmodells verlief nicht gerade vielversprechend: Man forderte höhere Vorauszahlungen, als ich sie bei E.on geleistet hatte. Auf meinen Protest hin senkte man sie aber auf mein altes Niveau.
Dann wollte mich E.on wieder zurück gewinnen und machte mir ein verlockendes Angebot.