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Die große Geldverschwendung: Eine Milliarde für Gutachten (Weiter so am Sonntag?)

Die Bundesregierung hat seit 2017 mehr als eine Milliarde Euro für externe Beratung ausgegeben. Diese nimmt immer erschreckendere Ausmaße an und gerät häufig in den Ruf der Vetternwirtschaft oder gar Korruption. Da geht es um eine Milliarde!
Wir haben ja in den Ministerien hoch besoldete Beamte, die sehr viele der Probleme, die sie lösen sollten, lieber von Experten begutachten lassen, denn das hat zwei Vorteile: Es erspart ihnen Arbeit und nimmt ihnen Verantwortung ab: So können sie sich bei Fehlern immer auf einen Experten berufen. Das Traurige an dem Expertenunwesen ist, dass der Rechnungshof vergeblich dagegen ankämpft und das Volk sich zu wenig dafür interessiert.

(Wie sehr sich die Denkfaulheit ausbreitet, las ich einmal in einer Akte: Da hatte ein Richter bei einer Frage des internationalen Privatrechts ein Institut um Auskunft gebeten. Der befragte Professor antwortete sehr derb mit einer kurzen Bemerkung. Er schrieb nur eine Zeile. Darin zitierte er den einschlägigen Paragrafen aus dem EGBGB und fügte in Klammern hinzu: „erstes Semester.“ Das lächerlichste Gutachten, das ich je gelesen habe, sollte nur feststellen, dass aus dem Zapfhahn der Theke einer bayerischen Wirtschaft kein Bier floss. Der Gutachter bejahte diese Frage für 600 DM.)

Am schlimmsten beim Gutachter-Unwesen dürfte ein Mann sein, der aus unbegreiflichen Gründen*) immer noch im Amt ist: der Verkehrsminister Scheuer. Dieser Mann besaß die Dreistigkeit, den beim Mautdebakel angerichteten Schaden noch zu vergrößern, indem er ein Gutachten zu seiner Entlastung erholte, für dessen 90 Seiten bei einem ein Stundensatz von 410 Euro mehr als 240.000 (!) Euro in Rechnung gestellt wurden. Wozu gibt es denn den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages?

*) Was die „unbegreiflichen Gründe“ anbetrifft, hatte eine Frau eine einleuchtende Erklärung: „Der Mann weiß zu viel.“

Das Beraterunwesen greift weiter um sich – Zahlen wir für faule Beamte?


Eines muss man den Linken ja lassen: Sie offenbaren mit ihren Anfragen immer erschreckende Missstände. Gerade haben sie zu Tage gefördert, dass die Ausgaben für Beraterverträge im letzten Jahr um 50 % gestiegen sind.
Dabei habe ich mich schon damals über die Steigerungen aufregen müssen:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/02/14/die-expertisierung-deutschlands/
https://autorenseite.wordpress.com/2018/11/06/da-muss-ich-mich-schon-wieder-aufregen-3/
Das kann doch nicht so weiter gehen! Können sich Beamte ihre Arbeit einfach vom Hals halten, indem sie Gutachter für sich arbeiten lassen? Leider hören wir von den Regierungsparteien nichts darüber, dass sie etwas dagegen unternehmen wollen. Es ist anscheinend unter ihrer Würde, auf eine Anfrage der „SED-Nachfolgepartei“ zu reagieren.

Berlin: Da muss ich mich wieder aufregen

Da muss ich mich schon wieder aufregen:

> Der Bundestag hat ein neues Wahlgesetz beschlossen, das aus verfassungsrechtlicher Sicht höchst bedenklich ist (und das sowieso kaum eine Minderung der Abgeordnetenzahl erreichen dürfte). Hat man denn keine Achtung vor der Verfassung? Sie würde gebieten, dass man nichts unternimmt, was auch nur in den Verdacht kommt, verfassungswidrig zu sein. Aber leider sieht die Praxis anders aus:
https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/

> Ganz unglaublich ist dies: In einer Zeit, in der Corona uns finanziell ausbluten lässt, soll das Kanzleramt vergrößert werden. Es ist schon heute das mit Abstand größte Regierungszentrum der westlichen Welt: acht Mal größer als das weiße Haus und zehn Mal größer als Downing Street 10. Sogar der Elysée-Palast wirkt dagegen wie ein Armenhaus.
Nun soll ein Neubau mit einer doppelt so großen Fläche entstehen. Der Quadratmeterpreis des Bauwerks beläuft sich vorläufig auf unglaubliche 18.529 (!) Euro bei Gesamtkosten von 600 Millionen, deren Höhe der Rechnungshof schon jetzt zu Recht in Zweifel zieht: Denken Sie an Stuttgart 21 und den Berliner Flughafen – dann wissen Sie, was Sie als Steuerzahler von der „bescheidenen Frau Merkel“  zu erwarten haben.
Wenn wir uns schon das größte Parlament Europas und das zweitgrößte der Welt leisten, dann muss die Regierung durch ihr Gebäude auch zeigen, wer das Zepter in der Hand hat.
Ich bin da für eine neue Wortschöpfung: Bisher gibt es laut Duden nur die Großmannsucht. Man sollte – auch aus Gründen der Gleichberechtigung des Mannes – den Duden um die Großfrausucht erweitern.

> Ganz anderes Thema: Der Kaufhof hat seinen Werbevertrag mit Wendler storniert. Wendler hätte 200.000 Euro dafür bekommen sollen. Ich frage mich: Wieso? Sind Kaufhofkunden so blöde, dass sie etwas kaufen, nur weil Wendler es empfiehlt? Die ganze Werbung mit Promis ist m. E. völlig verfehlt, es sei denn, sie haben einen Bezug zum beworbenen Produkt, wenn also beispielsweise die immer noch jung aussehende Jodie Foster Reklame für ihre Creme macht.

Tja, und jetzt habe ich mich genug aufgeregt. Mehr wäre ungesund.

Seltsam, seltsam…


https://autorenseite.wordpress.com/home/

Manchmal staune ich, wenn ich bei RTL vor den Nachrichten noch ein wenig aus der Welt der Promis mitbekomme. Gestern sah man eine Schauspielerin, die behauptet, sie sei im Jahr 1996 (!) vom Regisseur Wedel vergewaltigt worden. Und wir hörten einen Satz, der in solchen Fällen immer wieder zu vernehmen ist: Sie habe erst jetzt darüber sprechen können. Und nun habe sie 70.000 Euro Anwaltskosten gehabt, um gegen Wedel vorgehen zu können. Deshalb habe sie eine Spendenliste eingerichtet, und tatsächlich sah man etliche Promis, die schon gespendet hatten.
Ich kann so etwas nicht verstehen: Hätte die Frau etwas früher Anzeige erstattet, hätte sie überhaupt keine Kosten gehabt. Und wieso soll etwas, was sie früher umsonst hätte haben können, nun plötzlich 70.000 kosten? Ist das nicht raus geschmissenes Geld, weil nach so langer Zeit keine Verurteilung zu erwarten ist? Der Fall Kachelmann hat gezeigt, wie solche Prozesse enden.
Lesen Sie dazu auch in der Leseecke die Geschichte „Der Staatsanwalt“. Scrollen Sie dort herunter bis zum Titel.

 

Corona-Politik – eine Kritik und eine Horrormeldung

Eines muss man unserer Regierung lassen: Auch wenn sie nun wieder viel zu spät agiert, wie gestern beschrieben, so muss man sagen: „Unter den Blinden ist der Einäugige König!“
Wir sind im Vergleich zu vielen anderen Ländern bisher gut durch die Krise gekommen und hoffen, dass es weiter so bleibt, obwohl nun die verpflichtenden Gesundheitstests auch wieder zu spät eingeführt werden, denn die meisten Urlauber sind schon zu Hause.

Die Vorsitzende des Marburger Ärztebundes kritisiert genau so wie ich, dass die Kosten der Gesundheitschecks von den Steuerzahlern auch dann getragen werden müssen, wenn Urlauber in ein Risikogebiet geflogen sind. So schmeißt die Regierung mit dem Geld anderer Leute um sich!

Beim Shutdown war es ein großer Fehler, dass man viel zu pauschal agiert hat und die Gerichte die Feinjustierung nachholen mussten. Nur ein Beispiel: Wir hatten in Deutschland den Sommer schon im Mai. Warum musste damals die gesamte Gastronomie schließen? Das war verfassungswidrig,  denn die Ansteckungsgefahr in Biergärten beträgt normalerweise 1:1000. Hätte man trotzdem noch Abstandsregeln eingeführt, hätte sie bei Null gelegen. Mich hat gewundert, dass sich die Gastronomie nicht gewehrt hat und so massenhafte Pleiten in ihrer Branche hingenommen hat.

Schlimmer finde ich, dass es bei der Verteilung der Steuergelder zur Stützung der Wirtschaft sehr ungerecht zugegangen ist. Auch hier wieder nur ein Beispiel: Die Folgen der Corona-Krise bedrohen nach einer aktuellen Studie des Kreditversicherers Euler Hermes mehr als 150.000 Arbeitsplätze in der europäischen Textil- und Bekleidungsindustrie.
Lufthansa hat nur 138.000 Arbeitsplätze und bekommt zu deren Stützung mehr als 5 Milliarden Euro. Sie ist also, wie man sagt: „too big, too die.“ Warum eigentlich? Wenn sie pleite gegangen wäre, wäre sie von einem anderen Unternehmen übernommen worden, das ja auch wieder Personal und Flugzeuge braucht.

Noch etwas liegt mir am Herzen: Mit das Beste, was es in Deutschland gibt, ist das Jugendherbergswerk. Es trägt in hohem Maße dazu bei, den guten Ruf unseres Landes in alle Welt zu tragen, indem es die Jugend aus anderen Ländern zu Gast hat. Diese großartige Institution ist von der Pleite bedroht. Sie darf nicht untergehen.

Schließlich noch eine Horrormeldung: Unsere Politik laviert so dahin in der Annahme, sie müsse die Zeit überbrücken, bis ein neuer Impfstoff gefunden sei. Einer unserer Chefvirologen warnte aber schon davor, dass vielleicht überhaupt keiner gefunden würde.
Nun lesen wir, dass der erste deutsche Coronapatient keine Antikörper mehr gegen diese Krankheit hat. Von einer Impfung werden wir also wohl kaum eine größere Stärkung der Immunabwehr erwarten können. Vielleicht müssen wir also mit Corona leben. Und das sind keine guten Aussichten: Eine Beerdigung wie in Schwäbisch-Gmünd oder ein Nachtlokalbesuch wie in St. Wolfgang kann 50 neue Krankheitsfälle zur Folge haben.

 

 

Corona-Gesundheits-Check – Versagen der Politik

  1. Die Gesundheitstests kommen zwei Wochen zu spät, wie ich gestern schon geschrieben habe:
    „Es ist nun schon zwei Wochen her, als uns Bilder vom Ballermann erschreckten. Es waren die selben, die wir von Ischgl kannten. Wir hatten gesehen, welche schrecklichen Folgen die damalige Party hatte. Und nun hatten durchgeknallte Idioten (ja, so muss man wirklich sagen) ein neues Ischgl auf Mallorca veranstaltet. Man hätte meinen können, dass die Politik sofort reagiert und zwangsweise alle Rückkehrer aus Risikogebieten einem Corona-Test unterwirft, aber nichts ist passiert. Erst jetzt, wo – wie vorhersehbar – die Zahl der Infektionen bedrohlich ansteigt, kommt etwas Bewegung in die Politik: Die Gesundheitsminister der Länder haben miteinander gesprochen und heute soll das endlich zu einem Ergebnis führen – zwei Wochen zu spät!
    Ich habe ja hier schon frühzeitig gewarnt:
    https://autorenseite.wordpress.com/2020/07/13/herr-soeder-hoechste-alarmstufe/
    https://autorenseite.wordpress.com/2020/07/15/corona-mann-soeder-tun-sie-was/
    https://autorenseite.wordpress.com/2020/07/13/herr-spahn-das-ist-zu-wenig/
    Ich frage Sie nun: Was ist schlimmer: der Leichtsinn jugendlicher Partygänger oder die bisherige Untätigkeit der Politik? Söder, der als der große Manager der Corona-Krise galt, hat nun jedenfalls diesen Ruf verspielt.
    Hoffen wir, dass es nun nicht zu einer zweiten Corana-Welle kommt und dass nur wenige Menschen die schlafmützige Politik mit dem Leben bezahlen müssen!“
  2. Die Tests sind nur freiwillig und nicht verpflichtend:  Man stelle sich vor, wie das ablaufen wird: Die Leute sind froh, endlich aus dem Flugzeug ausgestiegen zu sein und ihren Koffer erobert zu haben. Dann wollen sie so schnell wie möglich nach Hause und nicht noch vor dem Stand mit den Gesundheitstests anstehen müssen. Sie fühlen sich ja gesund.
  3. Als Steuerzahler sehe ich nicht ein, dass ich Gesundheitstests für Menschen bezahlen soll, die Urlaub in Risikogebieten gemacht haben. Man sollte ab jetzt jeden Reisenden darauf aufmerksam machen, dass er je nach der Situation am Zielort bei der Heimkehr einem kostenpflichtigen Gesundheitstest unterworfen werden könnte.

Zukunft: Nun wird es eng!

Wir stoßen überall an unsere Grenzen: Schulen, Kindergärten, Straßen… müssten saniert werden, aber es fehlt an Geld. Nur ein Beispiel: Allein 1.004 Bahnbrücken sind nicht mehr zu sanieren und müssen mit einem Kostenaufwand von 7,3 Milliarden Euro erneuert werden. All das haben wir schon vor der Corona-Krise nicht geschafft. Und nun sollen wir auch noch die enormen Kosten für die Folgen der Krise stemmen. Wie soll das klappen? Und da will Söder noch die Steuern senken, anstatt die Superreichen ein wenig zur Kasse zu bitten. Aber die stehen als „Leistungsträger“ bei unseren Regierungen quasi unter Naturschutz, obwohl ihre Leistung oft nur darin besteht, ihr Geld anzulegen. Doch diese Anlagen erfolgen dort, wo sie am einträglichsten sind, und so fehlt dieses Geld da, wo es am nötigsten gebraucht wird.
Die finanzielle Klemme ist das eine, was wir nun immer stärker spüren werden.
Eine andere ist die „Welterschöpfung“: Die Rohstoffe gehen zur Neige. Und China, das fast schon ein Monopol  bei vielen davon besitzt, wird weniger exportieren, weil die eigene Wirtschaft wächst und darauf zurück greifen muss: Lithium, Magnesium, seltene Erden, Wolfram und bestimmte Metalle werden zur Mangelware und setzen unsere Industrie, die davon abhängig ist, unter Druck.
Auch der Boden wird immer knapper. Wir haben es durch Zubetonierung unserer Landschaft so weit gebracht, dass wir uns von unserem Boden nicht mehr ernähren können, während die voraus schauenden Chinesen Agrarflächen in Afrika und Südamerika gekauft und gepachtet haben:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/09/11/der-kampf-um-den-boden/
Ja, in Zukunft könnte es eng werden! Wie schön war es doch früher:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/08/22/wie-haben-wir-damals-so-leben-koennen-3/
Mehr Bescheidenheit brächte mehr Sicherheit. Aber unsere hemmungslose Geldgier hat uns in Abhängigkeiten geführt, die viele das Leben gekostet hat: Lebenswichtige Medikamente waren auf einmal nicht mehr lieferbar. Dasselbe gilt für Atemschutzmasken und Schutzkleidung.

Der Irrsinn im deutschen Gesundheitswesen: Ich war eine „Fallpauschale“

Mehrarbeit durch Fallpauschalen:
Ich musste einen kleinen Eingriff vornehmen lassen, der nur im Krankenhaus gemacht werden konnte, weil er eine kurze Narkose erforderte. Das geschah bisher ambulant. Auf einmal war das nicht mehr möglich, weil angeblich sonst wegen der Fallpauschale die Abrechnung mit der Kasse nicht klappt. Auch mein Einwand, dass ich Privatpatient bin, nützte nichts, denn – so wurde mir gesagt – es läuft alles über eine Abrechnungsstelle.
So fand ich mich also morgens im Krankenhaus ein und ließ den kleinen Eingriff machen. Dann lag ich den Tag über im Krankenhaus herum und natürlich auch noch die Nacht. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück durfte ich wieder gehen.
Seitdem frage ich mich, ob sich der Wahnsinn im deutschen Gesundheitswesen breit gemacht hat. Und da jammern die Leute über ständig steigende Arbeit und  Kosten!
Immerhin habe ich die Zeit genutzt, um ein paar Aphorismen über die Ärzte zu notieren:

Aphorismen über den Arztberuf

Wer vor seinem Schöpfer sündigt, der soll dem Arzt in die Hände fallen.
(Sirach 38,15)

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Es sind merkwürdige Zeiten, in denen ein Arzt seine Rechnung schneller schickt als ein Handwerker.

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Gebet eines Patienten: Lieber Gott, lass die Diagnosen meines Arztes nicht so falsch sein wie seine Rechnungen.

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Wenn es dir recht schlecht geht und man dich von einem Arzt zum anderen schickt, lernst du etwas kennen, was man die Selbstheilungskraft des Körpers nennt.

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Die meisten Menschen sind fremdbestimmt: Was sie glauben, haben Eltern und Pfarrer entschieden, die Gesundheit überlassen sie einem geldgierigen Arzt und ob sie in den Krieg ziehen, entscheiden machtbesessene Politiker für sie.

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Du bist alt und fühlst dich wohl? Dann lass dich mal vom Arzt durchchecken, und du wirst erfahren, dass du ein behandlungsbedürftiges altes Wrack bist.

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Hüte dich vor einem Gesundheits-Check! Dein Arzt braucht keine Gesunden, sondern Patienten.

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Ein Arzt ist ein Mann, der aus normalen Menschen Patienten macht.( Das lateinische Wort bedeutet zu deutsch: Leidende.)

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Ärztegesetz Nr. 1: Je mehr Ärzte in einer Stadt sind, desto mehr Kranke gibt es.
Ärztegesetz Nr. 2: Es besteht ein statistisch erwiesener Zusammenhang zwischen Arztdichte und Lebenserwartung: Je mehr Ärzte in einem Gebiet wohnen, desto früher sterben die Menschen.

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Ein guter Friseur kann bei einer Frau glatt die Angehörigen von drei Berufssparten ersetzen: den Arzt, den Psychiater und den Beichtvater.

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Wenn ein Arzt einer Frau das Rauchen abgewöhnen will, spricht er nicht von Krebsgefahr, sondern macht darauf aufmerksam, dass der Nikotin-Genuss Falten macht, denn das erschreckt die Frauen mehr.

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Man muss sich überlegen, ob man ein Kind heute noch zu Anstand und Ehrlichkeit erziehen soll: Dann kann es sich in vielen Berufen nur schwer durchsetzen, z.B. als Politiker, Geschäftsmann, Arzt oder Anwalt.

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Wenn einer viele Pillen schluckt, hat er einen Arzt, der sein Handwerk versteht, oder vielleicht ist er auch wirklich krank.

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Weil die Ärzte ihre Aufklärungspflicht im Grunde genommen hassen, vernebeln sie lieber die Tatsachen: „Wenn ein besoffener Arzt in Afrika bei einer OP einen Fehler macht, verlangt unsere blöde Justiz, dass wir Sie über dieses Risiko aufklären.“

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Es sollte einem Arzt zu denken geben, dass sein Tun – juristisch betrachtet – als Körperverletzung bewertet wird (wenn freilich auch als eine gerechtfertigte).

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Wenn ein Neider dir sagt, dass du alt geworden bist, ist alles in Ordnung. Aber wenn er findet, dass du gut aussiehst, ist es höchste Zeit für dich, zum Arzt zu gehen.

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Dein Arzt interessiert sich weniger für deine Gesundheit als für dein Geld

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Wer ist schlechter dran: der Kassenpatient, für den der Arzt keine Zeit hat, oder der Privatpatient, der von vielen Ärzte als Einkommensquelle betrachtet wird und der daher oft mehr über sich ergehen lassen muss, als nötig wäre?

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Der Arzt ist schlimmer als die Krankheit.
Weisheit einer Krankenkasse

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Höre eher auf deinen Körper als auf deinen Arzt. Denn das, was die Ärzte dir heute als wichtige Erkenntnis mitteilen, erweist sich oft schon morgen als Irrtum. Erst heißt es: Iss Spinat und trink Milch, das ist gesund, und nimm viel Vitamin C zur Vorbeugung gegen Grippe. Dann aber hörst du plötzlich, dass Spinat und Vitamin C nicht den versprochen Nutzen bringen und Milch sogar der männlichen Prostata schadet.

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Zyniker behaupten, die ärztliche Kunst bestehe darin, den Patienten so lange hinzuhalten, bis die Selbstheilungskräfte des Körpers wirken. Warum also wartest du nicht selbst darauf – ohne Arzt?

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Man sieht es am Gesicht: Beim Tanz gibt es zwei Gruppen von Menschen: diejenigen, die Spaß daran haben, und diejenigen, die nur dabei sind, weil der Arzt ihnen Bewegung verordnet hat.

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Wenn du zum Arzt gehst, zieh dich ärmlich an! (wegen der Rechnung)
(Weisheit meiner Tante)

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Ein Arzt, der an einem Privatpatienten kein Leiden findet, hat seinen Beruf verfehlt.

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Manchmal könnte man auf den Gedanken kommen, dass die Ärzte das Leben ihrer Patienten nur um die Spanne verlängern, die im Wartezimmer abgesessen wird.

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Früher musste man beim Reisen Angst haben, unter die Räuber zu fallen. Heute muss man fürchten, ein Opfer der Ärzte zu werden.

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Die Kinder, die einmal antiautoritär oder, wie es dann immer mehr üblich wurde, kaum noch erzogen wurden, sind die Flegel in weiß und schwarz (Ärzte und Richter), mit denen du es nun zu tun hast.

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Wenn die Änderung der moralischen Auffassungen so weiter geht wie in den letzten Jahrzehnten, ist die Zeit nicht mehr fern, in welcher das „sozialverträgliche Frühableben der Alten“ nicht nur eine sarkastische Formulierung eines Ärztevertreters ist, sondern zur moralischen Verpflichtung erhoben wird, um die junge Generation zu entlasten.

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Wenn Ärzte von der Verlängerung des Lebens sprechen, sei auf der Hut, ob sie nicht das Sterben meinen oder den Fortbestand einer guten Einkommensquelle.

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Die angehenden Ärzte lernen zu viel über Krankheit und zu wenig über Gesundheit.

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Früher bekamen die Erben den Nachlass, heute kassieren ihn schon vor dem Todesfall die Ärzte.

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Man behauptet oft, es sei ein Zeichen von Alter, wenn jemand findet, dass alles immer schlechter würde. Wie recht man aber mit dieser Schwarzseherei hat, lässt sich einfach mit Zahlen belegen: Z.B. ist der Abrechnungsbetrug der Ärzte in 4 Jahren von rund 7 Millionen Euro auf fast 150 Millionen angestiegen!

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Das Christentum hat sich bei den Juristen und Ärzten nicht durchgesetzt: Diese wissen zwar, wer Justitia und Äskulap sind, können aber meist nicht die Heiligen nennen, die heute für sie zuständig sind.

*
Die Gesellschaftsgruppen, die einen Eid leisten sind am meisten aufs Geld aus: die Politiker und die Ärzte.

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Eigentlich müssten die Ärzte gegen die krank machenden chemischen Zusätze der Lebensmittel demonstrieren, aber sie verdienen ja daran und gehen nur auf die Straße, wenn es um ihren Geldbeutel geht.

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Ärzte sind Scharlatane. Sonst würden sie die erwiesenermaßen unwirksame Homöopathie für Humbug erklären.

*
Mehr Aphorismen gibt es hier!

Das musste einmal gesagt werden

Vom Pfleger Alexander Jorde hörten wir im Fernsehen einen aufrüttelnden Ausspruch: „Die, die unseren Wohlstand erwirtschaftet haben, liegen jetzt in der Scheiße.“ Endlich ist Schluss mit lustig. Was mussten sich die Alten alles anhören: Sie ließen es sich angeblich auf Kosten der Jungen gut gehen. Am schlimmsten war in dieser Beziehung ein Beitrag von Frau Heller im Bayrischen Fernsehen: Sie zeigte Menschen, die es sich nach ihrer Meinung auf Kosten der jungen Generation jeden Luxus gönnten: Musik, Tanz und Pelzmantelkauf usw, während die armen Jungen kaum wüssten, wie sie über die Runden kommen sollen.
Inzwischen begreifen aber immer mehr Menschen, was Frau Heller nicht begriffen hatte: Die Alten werden ausgeplündert: Jeder Haushalt hat durch die Niedrigzinspolitik in den letzten 10 Jahren 20.000 Euro verloren. Es sind hauptsächlich die Alten, deren Ersparnisse gestohlen wurden, um sie den Unternehmern als großzügige Subventionen in den gierigen Rachen zu werfen.
Was haben die Alten nicht alles geschaffen: Bahn, Post, Krankenhäuser, Versicherungen… All das ist verscherbelt worden und müsste eigentlich den Alten für ihren Ruhestand zur Verfügung stehen, denn sie haben ja das alles hingestellt.
Und wenn man von manchen Jungen dann das Jammern hört, sie müssten für doppelt so viele Alte sorgen, wie frühere Generationen, so vergessen sie, dass die Produktivität etwa in gleicher Weise gestiegen ist: Wo beispielsweise früher in den Autofabriken Schweißerkolonnen arbeiteten, erledigt das heute ein vollautomatisches Fertigungsband. Oder schauen Sie in die Banken: Da, wo früher nette Angestellte die Überweisungen entgegen nahmen und eintippten, herrscht heute gähnende Leere, wenn die Filiale nicht überhaupt aufgelöst ist: Internet-Banking hat diese Arbeiten überflüssig gemacht.
Es gab einmal den Grundsatz, dass man das Alter ehren soll. Heute denkt man kommerziell: Die Alten sind zu nichts nütze, also spart man an ihnen, wo es geht. Ziel: ein „sozial verträgliches Frühableben!“ Nach dem Grundgesetz ist zwar die Menschenwürde unantastbar, aber was schert die Politik das Grundgesetz:
https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/
Und dann reiben sich die Volksparteien verwundert die Augen, wenn die AfD so einen Zulauf hat.

Übrigens:

Die Kultur und die Moral eines Volkes erkennt man daran, wie mit den Alten und den Tieren umgegangen wird.
H. Pöll, Autor

Gemessen mit diesem Maßstab sieht es ganz, ganz übel bei uns aus.

Manchmal bin ich einfach zu blöde


Manchmal denke ich, dass ich nicht der Einzige bin, der vieles in der heutigen Welt nicht mehr versteht. Nehmen wir als Beispiel den Brexit. Ich glaube, dass nicht einmal die Briten gewusst haben, auf was sie sich da eingelassen haben: Ist der Brexit nun gut für ihr Land oder nicht?
Und wie sieht es bei uns nach dem Brexit aus? Die Bertelsmann-Stiftung hat berechnet, dass der
Brexit uns 10 Milliarden Euro jährlich kosten könnte.
Wieso eigentlich? Sicher werden
verschiedene Firmen und auch manche Bauern unter dem Brexit leiden, wenn sie sehr exportorientiert sind. Aber umgekehrt kommen doch viele Unternehmen aus Großbritannien zu uns, weil sie in der EU bleiben wollen: z.B. Airbus und Banken usw.
Es wird also spannend, ob wir nach einer Umschichtung der Handelsströme nicht doch letztlich die Gewinner des Brexit sein werden.
Ich verstehe im übrigen auch gar nicht, weshalb es nicht nach einem Brexit zu einer Zollunion kommen kann. Wenn doch – wie uns immer vorgebetet wird – der freie Handel so viele Vorteile für alle bringen soll: Warum macht man das nicht nach dem Brexit?
Die damit verbundenen Probleme müssten doch bei gutem Willen lösbar sein.
Aber mir scheint, eine Zollunion scheitert am guten Willen der Politiker. May schaltet auf stur und sagt: „Brexit means Brexit!“ – Also keine Zollunion, auch wenn die britische Wirtschaft wahrscheinlich mehr unter dem
Brexit leidet als die EU. Und die EU will offenbar ein Exempel statuieren: Andere Staaten sollen sehen, wohin ein Austritt aus der EU führt.