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Deutschland stürzt ab

Die Volkswirte verschiedener deutscher Großbanken stellen erstaunt fest, dass selbst die moderaten wirtschaftlichen Prognosen von vor wenigen Monaten inzwischen schon wieder Makulatur geworden sind. Sie sehen als Ursache die politische Instabilität an. Die Wahrheit sieht aber anders aus: Es zeigt sich immer mehr, dass Deutschland seine Konkurrenzfähigkeit fortlaufend einbüßt, wie ich hier schon mehrfach prognostiziert habe unter dem Titel: „Deutschland stürzt ab“. Commerzbank-Volkswirt Marco Wagner drückte es so aus: „Insgesamt läuft die deutsche Wirtschaft nur noch auf drei von vier Zylindern.“
Wie sollen wir auch wieder auf die Beine kommen, wenn unsere Universitäten im internationalen Ranking immer mehr nach hinten abrutschen:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/01/03/deutschland-stuerzt-ab/

Wir leben vom „Blaupausenexport“, also davon, dass wir Spitzenprodukte herstellen. Das setzt aber voraus, dass unsere Ausbildungsstätten, also die Unis, eine führende Position haben.
Inzwischen hat ein schleichender Prozess stattgefunden: Wir müssen das, was wir an Vorsprung verloren haben durch billigere Produktion ausgleichen. So kam es zu den prekären Arbeitsverhältnissen: Leiharbeit, Minijobs, Billiglöhnen…
Es ist sogar so weit gekommen, dass Menschen von ihrer Hände Arbeit nicht mehr leben können. So was hat es in Deutschland noch nie gegeben.
Und die Folge ist, dass Trump uns Dumpinglöhne vorwirft und mit Strafzöllen droht.

Keine guten Aussichten!

Unsere Autoindustrie: mit dem Rücken zur Wand


Was gab es nicht früher alles bei uns:
Kamerahersteller von Weltruf: Leica und Zeiss-Ikon beherrschten das Feld, wo sich heute eine Menge Hersteller von Digitalkameras tummeln,
Eine Bekleidungsindustrie versorgte uns, wo heute unser Zeug aus Bangladesh kommt.
Unsere vielen Werften belieferten die Welt…
Geblieben ist vom früheren Glanz nur die Autoindustrie, aber die ist stark gefährdet, und zwar in einem Ausmaß, wie wir es uns jetzt kaum vorstellen können.
Schon von der Nachfragseite sieht der Osramchef Berlien einen erheblichen Einbruch kommen.
Und im Vergleich zur Konkurrenz stehen unsere Autobauer nicht gut da:
Tesla verkauft seine Autos ohne Händlernetz und ohne Reklame übers Internet. Sogar in unserem kleinen Dorf fahren nun schon zwei dieser teuren Nobelkarrossen.
Und Google wird wohl bald den Ton beim autonomen Fahren angeben. Allerdings wird das noch ein bisschen dauern, denn das autonome Fahren ist erst dann interessant, wenn der Fahrer sich um nichts mehr kümmern muss und auch nicht verantwortlich ist. Sonst macht es ja keinen Sinn, sondern wirkt einschläfernd, weil man nichts zu tun hat, aber doch aufpassen soll.
Eine andere Gefahr sehen wir jetzt: Elektroautos kann jeder herstellen. So hat die Post nun schon über 10.000 Lieferfahrzeuge selbst gebaut und verkauft diese auch. Die Post als Autoproduzent. Das hat gerade noch gefehlt. Auch die neue Firma E-Go wird wohl mit ihren billigen Modellen erhebliche Marktanteile gewinnen.
Und wenn die Chinesen dann alles noch billiger herstellen, wird es zappenduster für unsere verschlafenen, gehätschelten Autobauer. Da hilft dann auch kein Scheuer mehr. Wir müssen uns auf harte Zeiten einstellen, denn wenn die Autoindustrie Schnupfen hat, hat die Wirtschaft Grippe.