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Eheprobleme durch Corona?

Bei der Corona-Grippe wird es sein wie bei anderen Katastrophen (z.B.:Stromausfall): Manche vertreiben sich die Langeweile mit Sex und so kommen danach mehr Kinder auf die Welt trotz erhöhtem Kondomeinsatz.
Aber irgendwann lässt die Lust nach und was dann? Die Corona-Grippe versetzt die Paare in eine Situation, die sie nicht gewohnt sind. Die Maßnahmen der Regierung verbannen viele Menschen nach Hause und die ständige räumliche Nähe bedeutet Konfliktstoff für Paare und Familien, wie es oft an den Festtagen zu beobachten ist.
Und so haben viele Paarberater Hochkonjunktur.
Früher gab es keine Paarberater und die Ehen hielten trotzdem in der Regel ein Leben lang. Was ist das Geheimnis dieser alten Ehen gewesen? Böse Emanzen behaupten, die Frauen seien früher vom Mann finanziell anhängig gewesen und hätten sich deshalb nicht scheiden lassen können. Das mag vielleicht in Einzelfällen so gewesen sein, aber der wahre Grund ist ein anderer: Man hatte damals eine Kultur des Miteinanders. Und ein nachahmenswertes Beispiel lesen sie in der Leseecke unter dem Titel „Die alte Tante“. Dann brauchen Sie keine Ehetherapie mehr.

Das geht Sie alle an, ob Rentner oder Arbeitnehmer: die Rentenlüge!

Wir hören immer das gleiche Gejammer: Die Alterspyramide sei zu einem Wasserkopf geworden. Mit anderen Worten: Immer mehr jüngere Arbeitnehmer müssen für immer mehr Rentner bezahlen. Weil man die Wahrheit nicht aufkommen lassen will, erzeugt man Spannungen zwischen den Generationen. Das übelste Machwerk dieser Art war ein Film der Moderatorin Ursula Heller im sonst so sachlichen Bayrischen Fernsehen. Sie zeigte die Rentnergeneration, die es sich auf Kosten der Jungen so richtig gut gehen ließ bei SPA, Spaß, Spiel und Fernreisen. Und daneben sah man die Jungen, die für diesen Luxus darben mussten. Frau Heller hat keine Ahnung und man wundert sich, wie sie jemand, der so unsachlich ist, Moderatorin beim BR sein kann.
Es stimmt schon, dass wir jetzigen Rentner früher einmal nur zur Hälfte für die Rente eines damaligen Ruheständlers aufkommen mussten. Aber bald wird es so sein, dass ein Junger für die Rente von zwei Alten aufkommen muss. Auf den ersten Blick erscheint das als völlig unzumutbar. Auf den zweiten ist es aber durchaus in Ordnung. Die Arbeitsproduktivität hat sich nämlich vervielfacht, wie die folgende Statistik beweist:
Jährliche Wachstumsrate der Arbeitsproduktivität (%) Zeitraum Deutschland
1960–1973: 3,98
1974–1982: 2,28
1983–1991: 2,07
1992–2001: 2,10
Im folgenden Jahrzehnt stieg die Produktivität je Arbeitsstunde sogar um 34,8 Prozent.

Arbeitsproduktivität hat sich also mindestens vervierfacht. Man sieht es überall: Während früher ganze Arbeitskolonnen an den Fertigungsbändern der Autoindustrie werkelten, läuft dieser Prozess heute weitgehend automatisch.
Oder um ein anderes Beispiel zu bringen: Die alte Generation hat Deutschland nach einem Krieg, den sie nicht verschuldet hat, wieder aufgebaut. Man hat mühselig aus den Trümmern der zerbombten Häuser die brauchbaren Steine geborgen, vom Mörtel befreit („Steineklopfen“) und sie dann dort hin getragen, wo sie gebraucht wurden, denn Kräne gab es fast nicht mehr. Und heute wird vieles von dem, was damals erbaut wurde, verkauft: Bahnhöfe, Postämter, Kasernen… Das Ganze ist also in etwa so, als hätten die Alten durch ihre Leistungen in eine riesige Sparkasse einbezahlt, die nun geplündert wird. Demnach dürfte es in Wirklichkeit so sein, dass die ältere Generation eine wesentlich schwerere Rentenlast zu tragen hatte als die heutige.
Obwohl ich eine gut bezahlte Arbeit hatte, konnte ich mir statt Butter jedenfalls nur Margarine leisten, um es einmal mit diesem Beispiel zu zeigen.
Sofern Sie alt sind: Haben Sie kein schlechtes Gewissen, wenn Sie es sich gut gehen lassen: Sie haben es verdient.
Und wenn Sie jung sind, sorgen Sie dafür, dass sich die Verhältnisse ändern. Es ist doch ein unwürdiger Zustand, dass nicht jeder selbst für sein Alter sorgen darf, sondern die vorige Generation versorgen muss. Die derzeitige Situation ist ja auf den verlorenen Krieg zurückzuführen: Die meisten Menschen hatten bei der Kapitulation nichts. Daher mussten die Alten von den Jungen ernährt werden. Aber dieses System hätte längst ganz sanft in ein anderes umgewandelt werden müssen, in dem jeder selbst für sein Alter vorsorgt mit einer Mindestabgabe für seine eigene Grundrente und einem freiwilligen Zuschlag oder eine Kapitalanlage.