Schlagwort-Archive: Kompromiss

Witz für alle braven Ehemänner

Ja Männer, so ist das, wenn Ihr verheiratet seid:

Der Kare fragt den Lugge:
„Sag mal, woaßt du, was a Kompromiss is?“
„Freili woaß i des. Des is a so: Wenn i sauf, schimpft mi mei Frau. Und wenn wir beide nachgeben und i nimmer sauf, dann schimpft sie aa nimmer. Siegst: Des is a Kompromiss.“

Einen Eheratgeber und eine Gebrauchsanleitung für Frauen finden Sie in der Fundgrube.

Die faulen Dieselkompromisse


Was die GroKo zum Thema „Diesel“ ausgekocht hat, ist der erste faule Kompromiss: Man weiß überhaupt nicht recht, was da raus gekommen ist: Wahrscheinlich werden die Autohersteller die bisher beim Autokauf großzügig gewährten Prozente nun als Umtauschprämie deklarieren. Und der Steuerzahler wird auch noch in die Tasche greifen müssen, vorerst schon mal beim Austausch der Busse und Müllautos.
Nun hat die GroKo unter dem Druck der Autoindustrie auch in Brüssel die Bemühungen um sauberere Luft ausgebremst. Man hörte bei der Diskussion immer das Argument „Arbeitsplätze“, aber nichts von den Toten, die von den Abgasen verursacht werden:
https://autorenseite.wordpress.com/2015/09/29/ermittlungen-winterkorn-wegen-mordes-20748100/
https://autorenseite.wordpress.com/2013/01/16/guten-morgen-zusammen-kommt-spruch-tag-15432638/
Die Haltung der Bundesregierung ist im übrigen ein Armutszeugnis für die deutschen Autobauer. Einem technisch versierten Land müsste es doch eigentlich möglich sein, innerhalb von 12 Jahren den Abgasausstoß stärker einzuschränken. Wenn die GroKo schlau wäre, hätte sie sich auf die schärferen Regeln eingelassen, um es dann eventuell so zu machen wie beim Klimaschutzabkommen: „Leider hat es nicht geklappt!“
Wie einfach wäre das Abgasproblem zu lösen, wenn die Autokäufer solidarisch wären und kein Auto von den Schummlern kaufen würden. Und warum ruft der ADAC nicht zu einem Käuferstreik auf? Dann würden sich die Probleme ganz einfach von selbst lösen.
Ich vermute ja, dass die Fahrverbote für Dieselautos nichts bringen. Die Polizei hat schon verkündet, dass sie kaum der Lage ist, die Einhaltung des Verbots zu kontrollieren. Im übrigen sind die Strafen beim Verstoß gegen das Verbot milde. So werden die meisten so weiter fahren wie bisher. Und wenn sie wirklich gelegentlich bestraft werden, ist das immer noch viel billiger als ein Fahrzeugtausch oder eine Beteiligung an einer Nachrüstung.

CDU – CSU: Ein ganz fauler Kompromiss

Beim Asylkompromiss von CDU und CSU kann man nur sagen: Der Berg kreißte und gebar eine Maus!
Was da heraus gekommen ist, kann man am besten mit einem Beispiel verdeutlichen:
Nehmen wir an, Sie sind ein Autohändler und ich will mir bei Ihnen einen PKW kaufen. Nach langen Debatten einigen wir uns endlich auf einen Preis und ich sage dazu, den wird Herr Kurz aus Österreich bezahlen. Sie werden natürlich eine Garantie verlangen. Die besitze ich nicht. Dann werden Sie fragen, ob ich denn mit Herrn Kurz geredet habe. Ich müsste bekennen, das würde ich morgen tun.
Werden Sie unter diesen Umständen finden, dass ein Kaufvertrag zustande gekommen ist und würden Sie mir dann ein Auto aushändigen?
Sie werden sicherlich auch finden, dass der Asylkompromiss der Schwesterparteien ein vergleichbarer Unsinn ist: Man einigt sich auf etwas, über das man mit Österreich erst noch reden muss.
Aber die Franzosen sagen: „Les extrêmes se touchent“. Genie und Wahnsinn liegen nah beieinander, ebenso Unsinn und Geniestreich:
Gewisse Züge von Genialität kann man nämlich bei gutem Willen auch im Asylkompromiss sehen. Entweder machen die Österreicher nicht mit: Dann können CDU und CSU sagen, sie hätten sich jedenfalls bis zum Äußersten bemüht. Oder Österreich macht mit, dann freilich nur mit Einschränkungen und so wird schließlich der Asylkompromiss im Sande verlaufen, zumal sich die Flüchtlinge nicht mehr im Ausland registrieren lassen oder andere Grenzübergänge als die bayerischen benutzen.
CDU und CSU werden dann aber jedenfalls finden, sie hätten Großartiges geleistet und sie werden das als Wahlkampfmunition im bayerischen Landtagswahlkampf benutzen. Nur fürchte ich: Das wird ein Rohrkrepierer.