Schlagwort-Archive: Klöckner

Blondinenpolitik

Blondinen scheinen einen eigenen Reiz auf Männer auszuüben oder dies zumindest zu glauben. Deshalb gehen auch offensichtlich dunkelhaarige Frauen als Blondinen, obwohl das eine Verunstaltung ihres Typs ist. Beispiel: die bayerische Gesundheitsministerin Huml.
Aber wenn man ihre Handhabung der Corona.Checks anschaut, muss man doch fragen, ob ihre Qualifikation vielleicht nur darin bestanden hat, a) eine Frau zu sein und b) als Blondine gegangen zu sein.

Nun hat FDP-Chef Lindner seine Generalsekretärin Teuteberg ersetzt. Recht hat er, denn ich habe von der Blondine vorher nichts gehört. Dazu fällt mir eine andere blonde FDP-Abgeordnete ein, von der ich nichts gehört hatte und die nur mit ihrem Kassieren Schlagzeilen machte: Frau Silvana Koch-Mehrin.

Nun macht eine weitere Blondine von sich reden: die ehemalige Weinkönigin Klöckner. Sie will gesetzlich festlegen, dass ein Hund täglich zwei Stunden ausgeführt werden muss und zu Hause nicht allein gelassen werden darf. Ach, wie schön ist es, wenn eine kühle Blondine Herz zeigt!
Eine Kritik an dem Gesetz darf ich mir hier doch erlauben, Frau Klöckner: Sie haben vergessen zu regeln, dass ein Hund auch gefüttert werden muss.
Allerdings darf ich meine Zweifel an der Durchsetzbarkeit ihrer geplanten Regelung äußern: Wer soll das alles kontrollieren? Höchstens böswillige Nachbarn, die genau Buch darüber führen, wie lange der Hund ihres Erzfeindes an der Luft war.

Noch eine allgemeine Bemerkung zu Klöckners Gesetzesplan:
Wir leben in einer traurigen Zeit, in der alles, was einmal selbstverständlich oder ein Gebot des Anstandes war, nun gesetzlich geregelt werden muss: So haben wir Gesetze gegen Upskirting, Stalking, Gaffer usw. Was ist nur aus der Menschheit geworden, dass so etwas nötig geworden ist?
Um auf den Hund zurück zu kommen: Soll der Hund wirklich dem Menschen gegenüber bevorzugt werden? Wo bleibt eine Regelung für Babys: Wie oft müssen die an die Luft, gefüttert und gewickelt werden?
Leider haben wir nur einen ständig präsenten Tierschutzverein, aber keinen Menschenschutzverein.

Was sind wir nur für Menschen geworden: Der Tierschutz steht nur auf dem Papier.


„Schön ist’s am Berg!“ denkt sicherlich diese Kuh. Andere stehen heute ihr Leben lang im finsteren Stall:
So also sieht der Tierschutz heute aus. Wie anders war es früher:
Als Kind wuchs ich zeitweise auf einem kleinen Bauernhof in Bayern auf. Die paar Kühe kannte man mit Namen, und wenn eine an den Schlachthof verkauft und abtransportiert wurde, war das für alle eine trauriges Ereignis, über das die alte Bäuerin mit dem Satz hinweg tröstete: „Ja, wir kommen auch alle mal dran.“
Wie anders ist es heute. Vor lauter Geldgier ist uns das Mitgefühl mit den Tieren abhanden gekommen: Küken werden geschreddert, Ferkel ohne Betäubung kastriert und Tiere ohne ausreichende Nahrung und Wasser bis Asien und Afrika transportiert. Immerhin haben Länder wie Bayern dies gestoppt, aber Niedersachsen macht so weiter wie bisher mit dem dümmsten Argument, das Politikern einfällt, wenn ihnen gar nichts mehr einfällt: „Nur keinen blinden Aktionismus!“
Man sagt zwar immer, Frauen hätten den Männern eines voraus: mehr Empathie. Alles Gerede! An der Landwirtschaftsministerin Klöckner sehen wir, dass Frauen genau so Hardliner sein können, wenn es um die Interessen der Klientel geht.

Kinder, wenn ihr am nächsten Friday für die Future demonstriert, denkt doch bitte auch an die Massentierhaltung, den großen Klimakiller! Habt ein für die Tiere und fordert:
„Weg mit Klöckner!“

Was haben Christian Lindner, Sylvie Meis und Julia Klöckner gemeinsam?


Ich bewundere ja Menschen wie Sylvie Meis: Kaum eine Illustriere, in der sie nicht immer wieder präsent ist. So ist sie zur Zeit auch auf der Titelseite meiner Fernsehzeitschrift zu sehen. Sie muss einen guten Manager haben mit ausgezeichneten Verbindungen zu den Medien.
Vielleicht hat ja Christian Lindner denselben. Auch er ist zur Zeit mehr in den Medien, als seinem Gewicht und seinen Äußerungen zukäme. Sehen wir etwa jemand von den Grünen oder von der AfD genau so oft? Lindner hat sich ja ein medienwirksameres Image verpasst: Er hat sich Haare implantieren lassen und sich ein jüngeres Weib an seiner Seite gegönnt, mit dem er gleich in Bayreuth vor die Kameras getreten ist. Der Spiegel berichtet über ihn als Porschefahrer. Ja, so sehen die dynamischen Menschen aus, von denen sich mancher Wähler blenden lässt.
Auch Julia Klöckner arbeitet in bewundernswerter Weise an ihrem Image: Sie hat in 6 Monaten 17 Kilo abgenommen. Respekt! Über ihr Privatleben sagt sie nichts und lässt es dadurch um so interessanter erscheinen. Wir lesen einerseits etwas von einem „Lebensgefährten“ (richtig; Lebensabschnittsbegleiter), mit dem sie schon seit vielen Jahren beisammen sein soll. Nun soll auch der von einem anderen ersetzt worden sein. Den Medien entnehmen wir als Fazit: Warum sollen sich immer nur Männer öfter mal was Neues an ihrer Seite gönnen? Es gibt tolle Frauen – die können das auch.  Und für die interessieren sich die Medien.
Gegen solche Frauen werden es Merkel und Nahles nicht leicht haben.

Wahl: Klöckner und Merkel haben es vergeigt

Merkel
Klöckner hatte ja bei Umfragen ganz gute Werte, bis sie sich von der Kanzlerin distanzierte. Das war ein Fehler, denn es macht sich beim Wähler nicht gut, wenn eine Partei einen zerstrittenen Eindruck macht. Merkel hätte darauf dringen müssen, dass beide gemeinsam vor die Kameras treten und dabei ihre gemeinsame Position vortragen, nämlich dass sie beide eine europäische Lösung wollen. Und die Kanzlerin hätte mal herauslassen können, was sie sich vorstellt, wenn eine europäische Lösung scheitert. Ich glaube, so wäre es möglich gewesen, dass beide einen gemeinsamen Nenner gefunden hätten. So aber haben beide der Partei Schaden zugefügt und man sieht bei Klöckner, dass der sich auf ca. 8 % beläuft.

Hat Klöckner bei mir abgeschrieben?

Bisher kannte ich die Frau gar nicht. Aber ihr Ausruf „einfach mal die Klappe halten!“ war ein starker Ton, den man nicht gewohnt ist in dieser säuselnden Republik, die nicht einmal Worte wie „Flüchtlingslawine“ erlaubt. Ob die Klöcknerin dasselbe auch zu Seehofers neuem Brief sagen wird, um Schluss zu machen mit der neuen „Briefschreibe-Demokratie“? Kaum!
Nun muckt sie sogar gegen die Kanzlerin auf und propagiert ein Rezept zur Begrenzung des Flüchtlingszustroms, über den nun ein heftiger Streit entbrannt ist: Seehofer sieht sich bestätigt, aber die Kanzlerin auch. Lucke behauptet, Frau Klöckner habe bei ihm abgeschrieben. Ich könnte dasselbe behaupten:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/01/22/sturheit-der-kanzlerin/
Was nun die strittigen Grenzkontrollen angeht, wird so getan, als habe man jetzt endlich den Zustrom der Flüchtlinge im Griff. Tatsächlich ist es aber so, dass aus Personalmangel täglich nur 1000 Flüchtlinge kontrolliert werden können. Es kommen aber sogar jetzt bei winterlichen Verhältnissen täglich über 2000. Rechnet man damit, dass im Sommer natürlich wieder mehr zu erwarten sind, dann ergibt sich auch für 2016 eine Zuwanderung von einer Million, die, wie sich die meisten Politiker einig sind, nicht mehr zu verkraften ist.
Zur Zeit wird den Bürgern Sand in die Augen gestreut, indem groß die Zahlen der abgewiesenen Flüchtlinge herausgestellt werden. Es sollen zwischen 100 und 200 sein. Das ist doch bei 2000 Menschen nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.
Die Zurückweisungen wird es wahrscheinlich demnächst wohl kaum noch geben, wenn sich herum spricht, dass das Sesam-öffne-dich-Wort „Asyl“ heißt. Solche Leute darf man nicht zurückweisen, wenn man das Grundgesetz und die Genfer Flüchtlingskonvention wörtlich nimmt.

Aber man muss sich fragen, ob das Asylrecht überhaupt noch zeitgemäß ist. Es ist aus den Erfahrungen des 2. Weltkriegs entstanden, aber nicht geeignet, Völkerwanderungen zu legitimieren. Es ist ja auch sowieso absolut unlogisch, wenn den politisch Verfolgten das Asylrecht geboten wird, den Verhungernden aber nicht.
Deshalb ist unbedingt eine öffentlich Diskussion über das Asylrecht notwendig: Es fragt sich, ob es nicht geändert werden müsste, und zwar mindestens insoweit, dass geklärt wird, ab wie vielen Flüchtlingen der Staat das Recht hat, sein Sicherheitsbedürfnis über das Asylrecht zu stellen? Auch diese Frage, die sogar der brave Gauck in Davos gestellt hat, sollte beantwortet werden.
Klar ist doch, dass wir nicht ganz Afrika bei uns aufnehmen können, dass also eine Begrenzung des Flüchtlingsstroms notwendig ist. Wo die Grenze zu ziehen ist, sollte die Regierung bald festlegen. Der Merkelplan, bei den Ursachen der Flucht anzusetzen, ist zwar theoretisch gut, in der Praxis aber untauglich: Wenn wir wirklich die Situation in den türkischen Lagern in den Griff bekämen, kommen die Flüchtlinge halt anderswo her: aus dem Sudan oder Eritrea.
Vielleicht ist irgendwann eine Abschottung notwendig, auch wenn die Wirtschaft aufheult. Sie sah schon den Untergang mancher Gewerbezweige kommen, als der Mindestlohn eingeführt wurde. Und sie wird auch Grenzkontrollen verkraften, wie früher auch.