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Da muss ich mich schon wieder aufregen: Vulva malen

Mein „Senf“ dazu:

Heute war ich in einem Lokal, wo ich mir vor dem Essen die Bildzeitung zu Gemüte führte. Und wie immer musste ich mich auch da wieder aufregen:
> Da wurde zunächst einmal vom Protestantischen Kirchentag berichtet. Dort gibt es als Programmpunkt das Vulvo Malen. Da fragt man sich doch, was das auf dem Kirchentag zu suchen hat. Und wenn man liest, das Frauen damit ihre Scham verlieren sollen, wäre doch vorher auf dem Kirchentag zu erörtern gewesen, warum Gott den Frauen die Scham eingeimpft hat.
Man fragt sich in der heutigen Zeit, wo die Obszönität angeht. Gibt es so etwas überhaupt noch?
Sollen die Katholiken nun gleich ziehen und auf ihrem nächsten Katholikentag das Penis Zeichnen anbieten?
> Und noch etwas ganz anderes hat mich aufgeregt: Heute Abend spielt die deutsche U-21-Fußballmannschaft. Die Knaben haben sich zweimal einen Friseur einfliegen lassen. Da kann man nur den Kopf schütteln. Aber vielleicht stecken ja die Psychologen dahinter und finden, dass eine Frisur vom angestammten Fachmann das nötige Selbstvertrauen für einen Sieg gibt.
Nichts gegen Friseure. Sie kommen in meinem Aphorismenbuch gut weg:

Ein guter Friseur kann bei einer Frau glatt die Angehörigen von drei Berufssparten ersetzen: den Arzt, den Psychiater und den Beichtvater.

Vielleicht klärt uns ja der Trainer auf, welche Funktionen ein Friseur bei seinen Knaben ausübt.
Auf jeden Fall werde ich mir mal heute Abend im Fernsehen anschauen, wie die Mannschaft aussieht, wie sie spielt und ob der Friseur etwas bewirkt hat.

Zum Kirchentag: Satan und der Liebe Gott

Lesen Sie bitte hier die Kurzgeschichte „Reformationstag“ über eine interessante Wette, auf die sich der Herrgott mit Luzifer eingelassen hat. Und können Sie sich vorstellen, dass der Herrgott auf der Verliererstraße ist?
Die Geschichte stammt übrigens aus dem Buch „Verbotene Zone„.

Katholikentag – ein Schlag ins Wasser?

Ich weiß ja nicht, warum die Katholische Kirche ihren Katholikentag in Leipzig abhält, wo 80 % nicht an Gott glauben. Versprach man sich davon vielleicht einen Zuwachs an Gläubigen? Daraus ist jedenfalls offensichtlich nichts geworden.
Es gibt ja wohl zwei Arten von Atheisten: Die einen sind fest davon überzeugt, dass es keinen Gott gibt. Die wird man wohl kaum vom Gegenteil überzeugen können. Andere wiederum glauben einfach nur nichts. Bei diesen hätte man doch beim Katholikentag ein wenig Missionssarbeit leisten können.
Ich habe aber den Eindruck, dass man kaum einen einzigen nichtgläubigen Leipziger dazu gebracht hat, in die Kirche einzutreten. Die Fernsehbilder vermittelten eher den Eindruck, als würden die Leipziger die Katholiken als eine Art exotischer Sekte betrachten. Und deshalb waren etliche sehr sauer, dass die Stadt Leipzig den Katholikentag bezuschusst hat.
Interessant ist, dass die Kirche nur wenige neue Gläubige durch Überzeugungsarbeit gewinnt. Ihren Zuwachs verdankt sie in der Regel der Zuwanderung von Christen sowie der Geburt und Taufe des Nachwuchses von Katholiken. Diesen Kindern wird der Glaube so sehr eingeprägt, dass die meisten nicht mehr davon los kommen. Daher gibt es nur ganz wenige Konvertiten.
Nach meinem Dafürhalten gehört es zum Erwachsen-Werden, dass der Mensch alles überwindet, was andere in ihn hinein gepfropft haben, und dass er selbst als mündiger Erwachsener entscheidet, was er für sich als richtig empfindet. Das gilt auch gerade für die Religion.
Eine Hilfe zum Nachdenken finden Sie in dem unterhaltsamen Buch „Verbotene Zone“:

Verbotene Zone

https://autorenseite.wordpress.com/home/

Die AfD und die Kirche

AfD

Beide liegen im Clinch und es sieht so aus, als ob es zwei Verlierer geben würde:
Die AfD wird sich an der Kirche die Zähne ausbeißen, wenn sie die Kirchensteuer abschaffen will. Da sei ihr gesagt, dass sich schon andere vergeblich darum bemüht haben. Die Kirche selbst und die CSU haben schon den Versuch unternommen, die Kirchensteuer zu beenden, jedoch scheiterte das an den immensen Forderungen der Kirche für diese Quasi-Enteignung.
Auch die Grünen wollten einmal die Kirchensteuer abschaffen, sind aber nun doch lieber dazu übergegangen, eine allgemeine Kulturabgabe zu fordern, wenn ich recht orientiert bin. Das wird auf Widerstand stoßen, weil es für viele ein Steuererhöhung bedeuten würde.

Interessant ist ja, wie verschieden sich die Kirchenvertreter in den verschiedenen Ländern zur Rechten verhalten. In Österreich empfahl Weihbischof Laun bei der Bundespräsidentenwahl den rechten Kandidaten Hofer. Der Bischof bezeichnete Christen, die den Gegenkandidaten Van der Bellen wählen, als „gehirngewaschen“.
http://www.salzburg.com/nachrichten/dossier/bundespraesidentschaftswahl-2016/sn/artikel/van-der-bellen-gottesfeind-weihbischof-laun-empfiehlt-hofer-197154/
Bei uns hingegen wurde die AfD beim Katholikentag ausgeladen. Das war keine gute Idee, denn man sollte keine Gelegenheit versäumen, miteinander zu reden. Hatte die Kirche am Ende vielleicht Angst, dass die AfD bei Diskussionen doch nicht so aussehen könnte, wie sie immer hingestellt wird?

Nun hat der bayerische Landesvorsitzende Bystron ein schweres Geschütz gegen die Kirche aufgefahren und behauptet, sie verdiene an den Flüchtlingen. Anfangs habe ja auch ich hier dagegen protestiert, dass die Kirche für ihre Räumlichkeiten Miete verlangt:
https://autorenseite.wordpress.com/2015/11/09/kirche-haette-gedacht-20779483/
Geben Sie überhaupt mal auf der Suchfunktion dieser Seite „Kirche“ ein und Sie werden feststellen, dass die Kirche beim Thema Geld kein gutes Bild abgibt. Da hat Bystron tatsächlich einen wunden Punkt getroffen, wenn er auch für seine Behauptung, die Kirche verdiene an den Flüchtlingen, keinen Beweis erbracht hat.
Die Kirche hat auch nicht den Gegenbeweis angetreten, sondern nur von „Quatsch“ gesprochen und auf Bystron erwidert, wie viele Millionen sie den Flüchtlingen gespendet hat. Das besagt aber gar nichts. Die Kirche hat ja auch gesammelt. Und was wäre schon dabei gewesen, wenn die Kirche sich anlässlich der Flüchtlingskatastrophe nur von ein paar Immobilien oder Unternehmen getrennt hätte? Die Katholische Kirche besitzt ja ein Grundvermögen in der Größe der 4 kleinsten Bundesländer:
https://autorenseite.wordpress.com/kirchensteuer/
Wenn die Kirche sich nur von einem Bruchteil getrennt hätte, hätte ihr das nicht weh getan.
Völlig unsachlich ist, was DBK-Sprecher Kopp zur AfD gesagt hat: „Wer so entgleist, schlägt allein 200.000 ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe der Kirchen Tätigen ins Gesicht.“. Wenn die AfD das Finanzgebaren der Kirche angreift, schlägt sie doch nicht den Ehrenamtlichen ins Gesicht. Das ist eine bewusste Verdrehung der Tatsachen durch Kopp. Was übrigens die Ehrenamtlichen angeht, hatte ich den Eindruck, dass die erste Welle der Flüchtlinge am Münchner Bahnhof im wesentlichen von Bürgern versorgt wurde, die sich spantan zusammen gefunden hatten, bis sich die Kirche auch aufgerufen fühlte.
Abschließend noch eine Bemerkung: Sowohl Moslems wie auch die Katholische Kirche machen bei der Flüchtlingskrise keine gute Figur. Beide sind unermesslich reich, haben aber für die Flüchtlinge nur ein paar Brosamen übrig. Wie anders könnte es sein, wenn sich die beiden Religionen in ihrer Hilfsbereitschaft überboten hätten!
Ja, Herr Bystron hat also einen Haufen Munition in seinem Kampf mit der Kirche.

Zum Kirchentag

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, warum Sie protestantisch sind? Nur weil Ihre Eltern Sie so getauft haben? Dann wären Sie genauso gut Moslem, wenn Sie in Damaskus geboren worden wären, oder Buddhist, wenn Sie aus Japan stammen würden. Nur ganz wenige Menschen befreien sich von den religiösen Prägungen, die sie in der Kindheit erfahren haben.
Durchdenken Sie doch einmal Ihren Glauben und den anderer Religionen von Grund auf, auch auf die Gefahr hin, dass dann vielleicht überhaupt kein Glaube heraus kommt. Aber erst die Suche nach der Wahrheit macht uns zum Menschen und hebt uns aus der Masse der bloßen Mitläufer heraus.
Darf ich Sie in meine Leseecke bei Jimdo einladen? Dort finden Sie eine nette Geschichte, die zum Kirchentag passt.