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Tja, lieber Uli Hoeneß, da siehst Du mal…

Tja, lieber Uli Hoeneß, da siehst Du mal, was normale Leute auf ihren Flügen alles erleben können. Du hast das Flug-Chaos bei der Reise des FC Bayern nach Katar als „Skandal ohne Ende“ bezeichnet. Recht hast Du, aber solche Skandale sind für diejenigen, die nicht mit einem Privatjet unterwegs sind, ein gar nicht so seltenes „Urlaubsvergnügen“.
Immer wieder kannst Du ja Bilder von Urlaubern sehen, die aus irgendeinem Grund am Flugplatz übernachten mussten. Da hattet Ihr es doch besser: Ihr wart immerhin schon in Eurem sicherlich nicht unkomfortablen Flieger.

Sind wir schizophren?

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Wir Deutschen sind schon ein merkwürdiges Volk: Früher war die Homosexualität bei uns mit strengen Strafen bedroht, nun auf einmal hat sich das Blatt gewendet, und wenn einer schwul ist, ist das gut so (Zitat Wowereit). Nun mag jeder zur Homosexualität stehen wie er will, doch hat sich in Deutschland insoweit eine Art von Schizophrenie aeingenistet:
Demnächst sollen in Katar die Fußballweltmeisterschaften stattfinden. Wir lasen dazu im Spiegel, dass die Golfstaaten (dazu gehört auch Katar) Ausländer einem medizinischen „Test auf Homosexualität“ unterziehen wollen. In Katar ist die Homosexualität ein schwerwiegendes Delikt, das mit hohen Strafen bedroht ist. Haben wir jemals gehört, dass es deswegen Proteste gegen die WM gegeben hat?
Anders war es bei Sotschi: In Russland soll zwar nur die Werbung für gleichgeschlechtliche Kontakte unter Minderjährigen strafbar sein, nicht aber die Homosexualität an sich. Dennoch taten unsere Medien so, als würden Homosexuelle vom Staat verfolgt. Und Putin wurde als homophob hingestellt. Und wenn ein Schwuler verprügelt wurde, dann waren es natürlich Putins Schlägertrupps.  So sieht eben die Welt in den Mainstream-Medien aus.

Wie sich die Arbeitsverhältnisse ständig verschlechtern

In Deutschland haben bereits 200.000 Arbeitnehmer keine Mitbestimmungsrechte mehr, obwohl diese ihnen nach deutschem Recht zustehen würden, weil auf ausländische schlechtere Rechtsformen zurückgegriffen wird.
http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/wirtschaft/sn/artikel/oegb-warnt-vor-horrorszenario-der-ich-ag-in-eu-152383/
Mehr verdienen als zu Hause! Dieses Motto treibt viele Arbeitnehmer ins Ausland. Nepalesen, Inder usw. arbeiten in Katar. Aber auch zu uns kommen Leute aus dem Ausland, um Spargel zu stechen oder auf dem Bau zu arbeiten. Doch faire Arbeitsbedingungen können sie nur selten erwarten, denn üble Ausbeutung von Arbeitskräften, z.B. durch Hungerlöhne oder Wegnahme der Pässe, ist nach einem EU-Bericht auch hierzulande weit verbreitet. Dieser EU-Bericht klingt in meinen Ohren fast so, als ob er die Verhältnisse beim Bau der Fußballstadien in Katar schildern, über die wir uns so aufregen (mit Ausnahme von Beckenbauer).