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Frauen, Ihr enttäuscht mich!

Das hätte ich nie von Euch erwartet! Schämt Euch! In der offiziellen Mainstream-Presse wird es ja verschwiegen, was Ihr Euch wieder mal geleistet habt, denn in den Redaktionsstuben hat man Angst vor Euch. Deshalb kann ich nur hier in einem Regionalblatt lesen, was beim Blitzmarathon der letzten Woche heraus gekommen ist. Ihr seid die traurigen Sieger. Zu deutsch: Mehr Frauen als Männer halten sich nicht an die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit. Nun weiß ich zwar nicht, ob das Ergebnis bundesweit gilt oder ob wir nur hier so wilde Weiber haben.
Und noch eine Bemerkung zu den Geschwindigkeitskontrollen: Bei uns wird immer an zwei geraden sehr übersichtlichen Straßen gemessen, die zum Schnellerfahren direkt einladen. Und dann kann man stereotyp oft Tag für Tag das Gleiche lesen, nämlich dass die Polizei viele Autofahrer erwischt hat. Die Polizei behauptet zwar immer, sie wolle damit die Verkehrssicherheit heben, doch zeigen die immer gleichen Zeitungsberichte über die zu schnellen Fahrer, dass die Beamten auf dem Holzweg sind. Wenn man die Autofahrer bremsen will, könnte man das mit einer Änderung der Straßenführung viel besser erreichen: Ein paar Pflanzinseln am Straßenrand oder Parkbuchten oder ähnliches würde schnell für normale Geschwindigkeiten sorgen. Aber das kostet doppelt Geld, nämlich erstens für die Baumaßnahmen und zweitens hat man Verluste beim Kassieren der Bußgelder. Und so sieht man also deutlich, dass es ums Kassieren, aber nicht um die Sicherheit geht.

Jammerlappen oder Profiteure: die Ärzte

Immer wenn es über die Ärztehonorare verhandelt wird, hebt ein gewaltiges Lamento der Weißkittel an. Man könnte fast meinen, sie wären am verhungern und das deutsche Gesundheitswesen würde zusammenbrechen. Nun aber hören wir, dass die Ärzte nicht nur zu den Spitzenverdienern gehören, sondern auch mit das größte Einkommensplus erzielt haben:
Ein niedergelassener Arzt erzielte im Jahr 2007 noch einen Reinertrag von 11.833 Euro im Monat, aber im Jahr 2011 erreichte er bereits 13.833 Euro, also ein Plus von 17 Prozent.
Nicht nur dies stört mich, sondern die Tatsache, dass die Honorare der Privatpatienten von 2007 auf 2011 sogar um 32 Prozent angestiegen sind. Die Privatpatienten sind auch nicht kränker als die Kassenpatienten: Sie werden aber offenbar im Verhältnis noch mehr abkassiert.