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Energiesparkartoffeln – Was ist das denn?

In Corona-Zeiten muss ich selbst kochen und es schmeckt mir sogar. Mein einfachstes, aber keinesfalls schlechtes Essen ist ein Limburger mit frischen Kartoffeln. Das werde ich auch beibehalten, wenn die Gastronomie wieder auf macht. Vorher war der „Obatzte“ für 9,50 Euro eines meiner Lieblingsgerichte. Nun werde ich halt Limburger für 1,59 Euro essen.
Und bei den Kartoffeln mache auch ich so meine Erfahrungen:
Früher hatte man ja einen Kartoffelkeller, in dem man seine Lieblingssorte eingelagert hatte. Und heute muss ich mir welche im Supermarkt kaufen. Und da stößt man auf völlig unbekannte Sorten wie diese Laura:
Da muss man dann erst mal im Internet googeln, ob grünliche Kartoffeln nicht vielleicht giftig sind. Aber die Laura ist sehr gut.
Manchmal kaufe ich mir schlicht „Speisekartoffeln“. Da ist die Sorte unbekannt, was mir nichts ausgemacht hat, weil ich die modernen Sorten sowieso nicht kenne.
Aber ich habe festgestellt, dass in solchen Säckchen oft verschiedene Sorten enthalten sind. Wenn man die kocht, stellt man fest, dass die einen 10 Minuten eher gar sind als die anderen.
Wäre das nicht ein Grund, sie als Energiesparkartoffeln zu verkaufen? Und da müsste man dann für die Kartoffeln essenden Deutschen eine Rechnung aufmachen, wie viel Energie und CO2 gespart würde, wenn alle solche Kartoffeln kochen würden. Und als Geldspartipp können diese Kartoffeln auch gelten: Man hat dann etwa 20 Euro mehr in der Haushaltskasse.
Noch eine Veränderung habe ich bei den Kartoffeln festgestellt. Während sie früher gegen Ende der Saison alt und schrumpelig wurden und weiße Triebe bekamen, sehen sie heute aus wie frisch geerntet und haben statt der Augen schwarze Stellen, die nach innen wachsen. Ein Erfolg der Chemie?

Problem: die Kartoffeln(II): Frauen und Kartoffeln

Ich habe ja schon einmal über dieses Problem geschrieben, vor allem über die Sorte Laura:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/11/05/problem-die-kartoffeln/
Nun haben wir also erfahren, dass diese grünlichen unansehnlichen Kartoffeln nicht das giftige Solanin enthalten, sondern genießbar sein sollen. Also haben wir uns zum Mittagessen diese Kartoffeln gegönnt – und siehe da: sie schmeckten ausgezeichnet, was meine Frau zu diesem Spruch anregte:
„Mit den Kartoffeln ist es wie mit den Frauen: Gerade die, die nicht so gut aussehen, sind besonders gut.“
Was sagt man da als Mann? (Vorsicht Falle!) Soll man nun sagen, dass die eigene Frau gut aussieht oder dass sie wie Laura ist? Gott sei Dank fiel mir dann doch eine passende Antwort ein:
„Du hast recht: Frauen sind wie Kartoffeln. Da gibt es auch welche, die gut aussehen und trotzdem auch gut sind.“

Problem: die Kartoffeln


Wir essen gerne Kartoffeln. Wie einfach war das früher bei uns: Wir hatten einen Kartoffelkeller und lagerten dort unseren Wintervorrat ein. Und wir hatten eine Lieblingssorte, der wir treu blieben.
Nun haben wir keinen Kartoffelkeller mehr und müssen uns immer neue Kartoffeln im Supermarkt kaufen. Das Blöde dabei ist, dass man ständig überall immer wieder neue Sorten angeboten bekommt, von denen man keine Ahnung hat.
Gerade habe ich mir im EDEKA-Markt umweltbewusst, wie ich bin, Kartoffeln aus der Region gekauft. Die Sorte heißt „Laura“. Als wir sie gekocht haben, stellten wir fest, dass wir – oh Wunder! – grüne Kartoffeln hatten, wohlgemerkt: nach dem Pellen.
Nun hatte ich einmal gelesen, dass grüne Kartoffeln solche sind, die nicht unter der Erde wuchsen und dass man die nicht essen darf, weil die giftig sind. Sie enthalten Solanin. So haben wir also mittags Brot gegessen. Aber nach dem Essen dachte ich: Mein Gott, wie blöde waren wir. Ich kam dann erst auf den Gedanken, mal im Internet nach der Laura zu googeln – und siehe da: Sie muss so sein. Es wäre gut, wenn sie mit einem entsprechenden Hinweis verkauft würde.
Ich frage mich nur, was ein Gast im Gasthaus sagen würde, wenn man ihm solche Kartoffeln serviert.

Alles Bio oder was?

So schön sahen die Kartoffeln, die ich bei EDEKA gekauft habe, auf dem Bild aus, das sie zierte. Aber von der Rückseite durchs Netz betrachtet sahen sie auch nicht schlecht aus.

Aber nach einer Woche sahen sie dann so aus:

Ich habe in den mehr als 8 Jahrzehnten meines Lebens einen Haufen Kartoffeln gesehen, aber nicht solche. Was hat man mit den Kartoffeln angestellt?
Wir hatten ja früher einen Kartoffelkeller, in dem wir die Erdäpfel den ganzen Winter lagerten und sie blieben gut genießbar, bis die neue Ernte kam. Heute liest man an den nicht-biologischen Kartoffeln „behandelt“ und man fragt sich, was dahinter verborgen wird.
Auch die Behandlung anderer Lebensmittel schreitet fort. Neulich forderte ein Wissenschaftler, dass die Milch, die heutzutage verkauft wird, gar nicht mehr „Milch“ heißen dürfe, weil sie ein Kunstprodukt auf der Grundlage von Kuhmilch sei. Ja, das waren noch Zeiten, als ich als Bub jeden Morgen zum Milchmann geschickt wurde.
Und auch beim Brot wundere ich mich immer wieder, dass sich seine Haltbarkeit ständig verlängert. Während das Toastbrot einmal nach 3 Tagen zu schimmeln begann, hat es heute Haltbarkeitsfristen von rund einem Monat.
Ich würde ja gerne Biowaren kaufen, wenn nicht so viel betrogen würde. Wie oft werden Eier aus Massentierhaltung als Bioeier verkauft. Überhaupt ist die Lebensmittelkennzeichnung auf Betrug angelegt. Wer Eier von „freilaufenden Hühnern“ kauft, denkt, dass die Tiere um einen Bauernhof herum laufen, aber weit gefehlt! Denn dieses arme Federvieh ist halt nur nicht in einem Käfig, hat aber sonst ein trauriges Leben.
Wie hoch die Betrugsquote im Lebensmittelhandel ist, konnten wir gerade bei einem Test des Olivenöls sehen: Ein Fünftel war falsch deklariert.