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Schlechtes Führungspersonal – auch in der Kirche


Dass unsere Autoindustrie ein schlechtes Führungspersonal hat, das entscheidende Entwicklungen verschlafen hat, ist offenbar geworden. Noch schlimmer sieht es beim Führungspersonal der Katholischen Kirche aus:

Da ist zunächst einmal der Augsburger Bischof, der die Corona-Krise als Fingerzeig Gottes versteht. Da kann man nur sagen: Sehr sonderbar!
https://autorenseite.wordpress.com/?s=afra

Und dann gibt es den Kardinal Müller der hier nicht Gott am Wirken sieht, sondern Mächte der Finsternis, die eine verabscheuungswürdige technokratische Tyrannei aufrichten. https://web.de/magazine/news/coronavirus/bischofskonferenz-distanziert-deutlich-corona-aufruf-geistlichen-34690024

Kann man als Vertreter der Kirche eine Corona-Epidemie so verschieden interpretieren? Oder macht man damit nicht vielleicht die Kirche überhaupt unglaubwürdig?
À propos Glauben: Da hören wir von Kardinal Marx, das er Glaubenszweifel hat und dass es einen Glauben ohne Zweifel nicht geben könne:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/05/zum-sonntag-unglaubliches-von-kardinal-marx/

Da fragt sich doch das normale Volk: Warum soll ich Zeit und Geld in etwas investieren, von dem nicht einmal die Führung ganz überzeugt ist?
Und noch etwas zum Thema Führung: Fast genau so erschreckend wie die Missbrauchsfälle selbst ist die Tatsache, dass dieses finstere Kapitel nicht längst aufgearbeitet ist und die Kirche keine echten Anzeichen von echter tiefer Reue oder Buße zeigt, sondern nur Bedauern äußert und Zahlungen leistet (aus meiner Kirchensteuer?).

Gedanken zum Karfreitag: Hier irrte Jesus

Das Neue Testament berichtet, dass Jesus zum ungläubigen Thomas sagte: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.“
Ich fürchte, dass Jesus hier vielleicht einem Irrtum unterlegen ist. Womöglich hat er ja seinen Satz nur im Hinblick auf die damalige besondere Situation gesagt und nicht allgemein auf den künftigen Glauben gemünzt.
Stellen Sie sich einmal vor, Jesus wäre nicht vor 2000 Jahren auf einem Esel in Jerusalem eingeritten, sondern heutzutage mit einem Trabbi in Berlin eingefahren. Wie würde es ihm wohl dabei ergangen sein?
Das lesen Sie in dem Buch „Verbotene Zone„.  Aber Vorsicht! Das Buch ist nur für nachdenkliche, nicht allzu fromme Menschen geeignet, also etwa für Typen wie Kardinal Marx, der gesagt hat, einen Glauben ohne Zweifel gäbe es nicht:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/05/zum-sonntag-unglaubliches-von-kardinal-marx/
À propos nachdenklich: Geht es Ihnen auch so, dass die Religion mehr Fragen aufwirft, als dass sie Antworten gibt? Warum schickt Gott die Corona-Gippe? Und wenn er sich dazu entschlossen hat, ist es dann sinnvoll, dagegen zu beten?
Warum kam Jesus erst vor 2000 Jahren? Wäre es nicht besser gewesen, wenn er anstatt der Sintflut schon seinerzeit gekommen wäre?
Spezielle Fragen zum Karfreitag: Warum soll ein Mord ein Zeichen für Gottes Liebe sein? Hätte Gott den Menschen ihre Sünden nicht einfach so vergeben können? Warum lässt Gott den Judas schuldig werden, anstatt dass er die Soldaten von sich aus Jesus finden ließ? …
Je älter ich werden, umso mehr Fragen habe ich.

Zum Sonntag: Unglaubliches von Kardinal Marx

In einem Interview mit dem Stern gestand der Kardinal, dass auch er Zweifel am Glauben habe und er bat, dass man für die Verfestigung seines Glaubens beten möge. Er erklärte, dass es Glauben ohne Zweifel nicht geben könne. Ob er mein Zitat dazu gelesen hat?
Es wäre ja mal ganz interessant, wenn man die Pfarrer fragen würde, wie viele fest glauben, wie viele zweifeln und wie viele nicht mehr glauben, aber dennoch im Interesse der Gläubigen weiter ihren Dienst leisten.
Mit dem Glauben verhält es sich ja so, dass er durch Taufe, Erziehung, Religionsunterricht und Kommunion fest in die Menschen eingeprägt wird. Wirklich erwachsen wird ein Mensch erst, wenn er sich von solchen Prägungen frei macht und selbst entscheidet, was er für richtig oder falsch hält. Viele Menschen werden – so gesehen – nie richtig erwachsen.
Was den Glauben anbetrifft, fällt mir ein Erlebnis ein, das ich in meiner Dienstzeit als Richter hatte:

Ein Angeklagter brachte zu seiner Verteidigung eine Geschichte vor, die sich als erlogen herausstellte. Als ich ihn fragte, warum er denn gelogen hatte, sagte er: Was sich wirklich ereignet habe, würde als so unglaubhaft erscheinen, dass er nicht gewagt habe, es zu schildern. Dann begann er mit seinem Geständnis und ich sagte dazu:
„Tatsächlich, das ist so unglaubhaft, dass es schon wieder glaubhaft ist, wenn Sie es so erzählen.“

Wenn man den christlichen Glauben objektiv betrachtet, so ist das doch auch eine völlig unglaubhafte Geschichte:
Da erschafft Gott eine herrliche Welt mit einem Paradies und dann setzt er die Menschen hinein, die nur Ärger machen. Das ist so ähnlich, als wenn jemand Rosen pflanzt und Blattläuse darauf setzt. Kann ein Gott so sein, dass er nicht recht weiß, was er will? Erst spült er die sündige Menschheit mit der Sintflut weg und dann opfert er seinen Sohn
wegen dieser Sünden. Warum vergibt er den Menschen nicht einfach so? Warum versteckt sich Jesus vor den Häschern und muss erst von Judas verraten werden, anstatt dass er sich stellt? Warum lässt er erst den Judas schuldig werden?
Warum lässt Gott so viel Leid auf der Welt zu? Warum lassen Erdbeben Schulen einstürzen, so dass unschuldige Kinder sterben?
Fragen über Fragen, die sich der gläubige Christ stellen sollte. Vielleicht geht es ihm aber am Ende so, wie dem Juden in diesem Witz:

Ein Jude erscheint bei einem katholischen Pfarrer und sagt, dass er gerne zum katholischen Glauben konvertieren möchte. Der Pfarrer fragt ihn, was ihn zu diesem Schritt veranlasst hat. Darauf antwortet der Jude:
„Eine Kirche, die all das übersteht, was die Katholische Kirche hinter sich hat, muss vom wahren Gott erhalten worden sein.“

Und noch eine Anekdote:

Ein Christ fragt einen Atheisten: „Sie glauben also, dass es keinen Gott gibt?“
„Ich glaube nicht einmal das.“

Kirche und Heuchelei

„Da benimmt sich die Gesellschaft ziemlich heuchlerisch“, sagte Kardinal Brandmüller der Deutschen Presse-Agentur. „Was in der Kirche an Missbrauch passiert ist, ist nichts anderes, als was in der Gesellschaft überhaupt geschieht.“ Der eigentliche Skandal sei, dass sich die Kirchenvertreter in diesem Punkt nicht von der gesamten Gesellschaft unterschieden.
Wieso, Herr Kardinal, benimmt sich die Gesellschaft heuchlerisch, wenn sie das als Skandal bezeichnet, was auch Sie so nennen? Hat die Gesellschaft nach Ihrer Meinung kein Recht, sich zu empören? Gewiss hat Jesus gesagt: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“ Aber es besteht ein Unterschied zwischen dem Steinewerfen und dem Geißeln von Missständen. Leider musste die Gesellschaft tätig werden, weil Ihre Kirche bei der Aufarbeitung der Missbrauchsfälle total versagt hat. Was da geschehen ist, verdient den Ausdruck Heuchelei, denn die Kirche hat die Missbrauchsfälle Jahrzehnte lang unter den Teppich gekehrt, um ihr Image der Heiligkeit nicht zu beschädigen. Also Herr Kardinal: Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen. Sie haben da einen Rohrkrepierer produziert.
Si tacuisses!
Das Unglaubliche an dem Missbrauchsskandal ist, dass die Priesterschaft doch eigentlich den Ansprüchen genügen sollte, die ihr Amt erfordert. Um es auf andere Berufsgruppen zu übertragen: Das, was i
n der Katholischen Kirche geschehen ist, ist vergleichbar damit, dass in der Justiz viele Richter bestechlich wären. Um bei der Justiz zu bleiben: Haben Sie jemals gehört, dass sich ein Justizvollzugsbeamter über die ihm anvertrauten jugendlichen JVA-Insassen hergemacht hätte?

Herr Kardinal, weiter behaupten Sie, es sei „statistisch erwiesen“, dass es einen Zusammenhang zwischen Missbrauch und Homosexualität gebe. Das ist ein verfehltes kirchliches Wunschdenken, das der Tatsache entspringt, dass die Homosexualität als Sünde gesehen wird. Sie setzen sich übrigens damit in Widerspruch zum Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx: Der hatte darauf hingewiesen, dass der Zölibat und Homosexualität „für sich genommen“ keinen Missbrauch hervorrufen würden.
Was die Homosexualität anbetrifft, hat er Recht: Die Menschen haben nun einmal einen Sexualtrieb, der sich in der Regel auf das andere Geschlecht richtet. Aber auch wenn das eigene Geschlecht Gegenstand des sexuellen Begehrens ist, ist der Sexualtrieb deshalb doch nicht stärker. Jeder, der Priester wird, hat sein Keuschheitsgelübde einzuhalten, gleichgültig, ob er Frauen oder Männer mag.

Der statistische Zusammenhang zwischen Homosexualität und Missbrauch, den Sie sehen, besteht nur in der Kirche. Wenn Sie nämlich über deren Tellerrand  hinaus blicken, sieht es anders aus. Warum die Verhältnisse in der Kirche anders sind als in der übrigen Gesellschaft, lässt sich m.E. mit der verklemmten Moral der Kirche erklären: Sehr fromme katholische junge Männer, die sich im Hinblick auf ihre Homosexualität als Sünder fühlen, dürften einen Ausweg dadurch gesucht haben, dass sie Priester wurden, weil sie hofften, so ihren Trieb in den Griff zu bekommen. Nur hat sich das in vielen Fällen als Fehlschluss erwiesen.
Das Zusammentreffen von Sex, Sünde und Kirche erweist sich dann nämlich als besonders explosiv. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an einen bekannten Schriftsteller, der seinem Sex den notwendigen Kick dadurch verschaffen musste, dass er „es“ hinter den Altären trieb.

11.000 Euro Gehalt laut göttlicher Anordnung

Gedanken zum Sonntag aus:
http://die-andere-seite.jimdo.com/kirchensteuer/
Manchmal fühlt sich der gläubige Christ von Gott verlassen. Umso mehr kann sich der Kardinal freuen, dass Gott sich persönlich um sein exorbitantes Einkommen gekümmert hat. Der Kardinal erhält laut Konkordat ein monatliches Gehalt von 11.000 Euro bei freier Wohnung. Neidisch sind wir da nicht, denn wir haben im Religionsunterricht gelernt:
„Den Neid jag‘ auf der Stelle fort,
Durch ihn geschah der erste Mord!“
Wieso Gott das Gehalt des Kardinals geregelt hat, wollen Sie wissen? Ich weiß es auch nicht. Diese These entstammt ja auch nicht meinem Gehirn, sondern ich darf insoweit das Konkordat von 1817 zitieren, auf das sich die derzeitige Praxis immer noch gründet:
„Artikel I. Die Römisch katholische-apostlische Religion wird in dem ganzen Umfange des Königreiches Baiern und in den dazu gehörigen Gebieten unversehrt mit jenen Rechten und Prärogativen erhalten werden, welche sie nach göttlicher Anordnung und den canonischen Satzungen zu genießen hat.“
Übrigens: Wenn Sie sich schon für diese Seite interessieren, sollten Sie doch überlegen, ob nicht vielleicht dieses Buch eine interessante Lektüre für Sie wäre: „Teufel, Teufel! Das Buch der unfrommen Geschichten„.

Gottes Gebot: Der Staat muss Kardinal Marx monatlich 11.000 Euro .zahlen

Manchmal fühlt sich der gläubige Christ von Gott verlassen. Umso mehr kann sich der Kardinal freuen, dass Gott sich persönlich um sein exorbitantes Einkommen gekümmert hat. Der Kardinal erhält laut Konkordat ein monatliches Gehalt von 11.000 Euro bei freier Wohnung. Neidisch sind wir da nicht, denn wir haben im Religionsunterricht gelernt:
„Den Neid jag‘ auf der Stelle fort,
Durch ihn geschah der erste Mord!“
Wieso Gott das Gehalt des Kardinals geregelt hat, wollen Sie wissen? Ich weiß es auch nicht. Diese These entstammt ja auch nicht meinem Gehirn, sondern ich darf insoweit das Konkordat von 1817 zitieren, auf das sich die derzeitige Praxis immer noch gründet:
„Artikel I. Die Römisch katholische-apostlische Religion wird in dem ganzen Umfange des Königreiches Baiern und in den dazu gehörigen Gebieten unversehrt mit jenen Rechten und Prärogativen erhalten werden, welche sie nach göttlicher Anordnung und den canonischen Satzungen zu genießen hat.“
Wir aufgeklärteren Menschen fragen uns allerdings, wie diese göttliche Anordnung ausgesehen hat. Vielleicht erklärt uns das einmal ein Theologe.
Und schauen Sie zur Ergänzung doch mal hier vorbei:
http://mitglied.multimania.de/peterpoehl/Kirchensteuer.html