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Corona: Herr Scholz, ersparen Sie sich das!


Inzwischen haben viele ihre Meinung zur Impfpflicht geändert. Sowohl in der Bevölkerung wie bei den Politikern ist ein Wandel eingetreten. Die Impfpflicht findet nun immer mehr Befürworter. Selbst der Kanzler ist dabei und so zeichnet sich ab, dass sie kommt.

Aber ich mahne zur Vorsicht: Es wird mit Sicherheit zu gewaltigen Demonstrationen kommen. Das zeigt das Beispiel Österreich, wo ja alles ein wenig glimpflicher abgeht als bei uns.
Und es besteht die Gefahr, dass die Impfpflicht vor dem Verfassungsgericht scheitert. Wenn weniger einschneidende Maßnahmen ausreichen, darf es nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit nicht zur Impfpflicht kommen. Und Israel hat uns gerade vorgeführt, wie man mit Boostern Corona in den Griff bekommt:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/11/28/wir-brauchen-keine-impfpflicht/

Geben Sie zu, Herr Scholz: Sie werden die Demonstrationen vom G20-Gipfle noch in übler Erinnerung haben. Wenn Sie solche Unruhen in Kauf nehmen und dann noch vor dem Verfassungsgericht scheitern, wäre das kein guter Anfang für ihre Kanzlerschaft.

Debakel der Union: worüber man nicht spricht

Es ist ganz merkwürdig, dass das Debakel der Union nicht eine Diskussion anstößt, die es früher einmal gegeben hat: Sollte nicht die Amtszeit des Bundeskanzlers bzw der Kanzlerin auf höchstens 2 Jahre begrenzt werden, wie es wohlweislich in vielen Ländern üblich ist?
16 Jahre Merkelismus haben unser Land zu einem „Sanierungsfall“ (Lindner) gemacht. Und auch die Regierungspartei selbst ist zu einem „insolventen, politischen Sanierungsfall“ (Merz) geworden.
Deutlicher kann sich doch nicht zeigen, welchen Schaden die zu lange Regierungszeit der Kanzlerin angerichtet hat: Nicht nur der Staat insgesamt, sondern auch die Regierungspartei selbst leidet unter dem Debakel. Sie war zu abgehoben, um noch sehen zu können, warum ihre Wahlniederlage zwangsläufig sein musste. Stimmen wie diese hier, die den Merkelismus kritisiert haben, wurden überhört. Man glaubte nach einer so langen Regierungszeit, man säße selbstverständlich weiterhin sicher im Sattel. Bezeichnend ist, dass die Union immer noch nicht recht zu wissen scheint, woran ihr Absturz lag, obwohl es auf der Hand liegt: Abgesehen davon, dass der undemokratisch aufgestellte Kanzlerkandidat nicht der richtige Mann war, sahen doch sehr viele Wähler unser Land auf dem falschen Weg. Der wäre womöglich vermieden worden, wenn Merkel nach 2 Amtsperioden abgelöst worden wäre. Dann hätte man eher aus der „Alternativlosigkeit“ (#) heraus gefunden, allerdings nicht mit Brinkhaus, der das Koalitionspapier der Ampel als „strammste Linkskoaltion“ bezeichnete: Wo steht da etwas darüber, wie die Schere zwischen Arm und Reich nicht mehr weiter auseinander gehen darf? 12 Euro Mindestlohn ändern daran nichts, so notwendig der auch ist.

Die Deutschen sind doch nicht so blöde…

Die Deutschen sind doch nicht so blöde, wie Laschet denkt. Man hat ihm ja früher vorgeworfen, er kämpfe zu wenig. Söder sprach sogar von einem Schlafwagen und hatte offenbar Laschet gemeint.
Laschet – von Söders Gnaden Kanzlerkandidat – hat tatsächlich dann auch das Kämpfen begonnen. Dabei war er allerdings eher  „auf Krawall gebürstet“, als dass er mit sachlichen Argumenten Kompetenz gezeigt hätte. Dafür hat er ja auch ein Kompetenzteam zu Hilfe gerufen, das mit Ausnahme von Merz kaum einer kennt.

Er selbst hat dann als „Kämpfer“ in die allerunterste Schublade gegriffen, indem er sich auf eine nie stattgefundene „Razzia“ beruft, die bei der FIU stattgefunden haben soll, aber tatsächlich nie stattgefunden hat:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/09/17/schaemen-sie-sich-herr-laschet-wie-tief-im-schmutzkuebel-wollen-sie-noch-wuehlen/
Es gab nur eine unspektakuläre Aktenabholung.
Außerdem wirft Laschet nun Scholz mangelndes Verständnis für den Rechtsstaat vor, weil der sich wehrt.

Die Sache stinkt zum Himmel und das merken die Deutschen: Sie halten Scholz weiterhin für den besten Kanzlerkandidaten. Aber immerhin hat die Union doch 2 % hinzugewinnen können.

Wenn Laschet nun noch tiefer in den Schmutzkübel greifen will. dann kann er  seine Entgleisung noch toppen: Da hilft nur noch eines: eine angeblich vergewaltigte Frau.

 

Söder: Wie schnell aus dem „Kanzlerkandidaten der Herzen“ der herzlose Kandidat geworden wäre und warum Laschet doch die bessere Wahl ist

Söder kann sich freuen, der „Kanzlerkandidat der Herzen“ geworden zu sein. Weil er nicht wirklich kandidiert, stochert niemand wie bei Baerbock in seiner Vergangenheit herum und so kommt er als freundlich wirkender Volkstribun-Typ bei den Leuten gut an. Das Volk will einen Führer und deshalb haben solche Typen einen Vorsprung gegenüber den Leisetretern.
Wenn Söder Kanzlerkandidat geworden wäre, hätte man auch bei ihm nach Leichen im Keller gesucht und da wäre man schon fündig geworden: Bei der letzten Landtagswahl stürzte die CSU von 46%  auf 35% ab und benötigte die Freien Wähler als Koalitionspartner. Ein einmaliges Debakel für diese Partei. Einer der Hauptgründe für den Absturz der CSU war der Verkauf der gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft GWB, bei dem Söder eine sehr schlechte Figur machte. Auch sonst gäbe es so einiges, was den Wählern nicht gefallen würde wie die Umstände bei der Verdrängung von Seehofer aus dem Amt. Damals sah man in Söder den rücksichtslosen Machtmenschen.
Und die Klatschpresse würde sich vielleicht des unehelichen Kindes von Söder annehmen: Wie ist die Mutter damit zurecht gekommen? Das wäre vielleicht etwas für die Tränendrüsen.
Wäre Söder Kanzlerkandidat geworden,  wäre schnell aus dem „Kanzlerkandidaten der Herzen“ der „herzlose Kanzlerkandidat“ geworden und man hätte gejammert:
Hätte man doch den freundlichen Herrn Laschet genommen, der in seinem Land beliebt ist und keinen solchen Absturz hinter sich hat wie Söder.

Wohlgemerkt: Damit spreche ich mich nicht dafür aus, seine Partei zu wählen.
Im Gegenteil! Warum Menschen mit sozialem Verantwortungsgefühl nicht die Union wählen können:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/08/15/schmaehschrift-was-union-waehler-wollen/
https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/

 

Warum die Baerbock so absackt und die Grünen mitreißt

Viele glauben, der Absturz von Frau Baerbock sei auf ihre Fehler zurück zu führen. Und weil wir indirekt bei der Bundestagswahl eine Kanzlerwahl haben („Auf den Kanzler kommt es an!“), stürzen die Grünen mit ihr ab. Das ist so ähnlich wie bei der Union.
Sicherlich sind Baerbocks Fehler ein Grund für ihren Absturz. Aber ich meine, die wahre Ursache ist eine andere: Die Frau ist unsympathisch. Ich glaube, das geht nicht nur mir so.

Ihre Stimme geht mir auf die Nerven. Sie weckt bei mir Erinnerungen an meinen Vater, der bei Plädoyers einer bestimmten Verteidigerin immer Ohropax in die Ohren steckte, weil er ihre Stimme nicht ertragen konnte.
Und an noch etwas musste ich beim Sommerinterview mit Frau Baerbock denken: Im Tivoli in Kopenhagen wird man von einem täuschend echten Männerkopf begrüßt, aber das Gesicht ist halt emotionslos und die Stimme computermäßig. So ähnlich plappert auch Frau Baerbock dahin.

Was uns offenbar fehlt, ist eine Wissenschaft, die ähnlich wie die Graphologie aus der Art der Stimme Schlüsse auf den Charakter zieht. Und da würde ich als „Stimmwissenschaftler“ sagen: Sie redet wie die Streberin von der ersten Schulbank – Emotionen oder Freundlichkeit: Fehlanzeige.
Nehmen wir als Gegenbeispiele die Kanzlerin oder Söder: Wenn die reden, merkt man, welcher Mensch dahinter steht.

Wie fühlen Sie sich, Herr Laschet?


Sie können doch nicht ernsthaft bestreiten, dass Sie schuld am Umfragetief der CDU sind. Allein Ihr Lachen während der Rede des Bundespräsidenten, das sie selbst als blöd bezeichnet haben, hat einen gewaltigen Aderlass beiden Stimmen zur Folge gehabt.
Ist es da nicht an der Zeit zurück zu treten und damit Ihrer Partei einen Dienst zu erweisen?
Nach den neuesten Umfragen will das Volk lieber Söder als Kanzler. Meinen Sie nicht, das man auch mal auf das Volk hören sollte? Glauben Sie wirklich, mit so einer lächerlichen Performance wie die beim Boxen voran kommen zu können?

Wenn Ihre Partei jetzt kurz vor der Wahl einen Kandidatenwechsel vornehmen würde, garantiere ich Ihnen ein Stimmenplus von 5 Prozentpunkten. Also geben Sie sich einen Ruck und zeigen Sie menschliche Größe!

Unsinn in Österreich


Salzburg ist nur einen Katzensprung von uns entfernt. Und so gehört ein gelegentlicher Bummel durch diese schöne Stadt zu unseren Freizeitvergnügungen. Aber zur Zeit können wir nicht hinüber fahren, weil die Österreicher auf den 3 G (geimpft, getestet, geheilt) bestehen.
So ein Unsinn: Wir haben in Deutschland einen besseren Inzidenzwert (12) als Österreich (14.4). Welchen Sinn macht da eine solche Einreisebeschränkung? Sie bringt den österreichischen Touristikunternehmen herbe Verluste.
Vielleicht ist ja das  Dilemma, in dem der österreichische Kanzler steckt, schuld daran, dass er keine Zeit hat. die Einreisebestimmungen den Inzidenzzahlen anzupassen.
Oder ist es womöglich so, dass man in Österreich sagt: Wenn ich mich schon infiziere, dann auf keinen Fall mit einem deutschen Virus. Mit so einem haben wir schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht.

Laschet hat Glück, Söder auch

Dass Laschet ein Mann mit Fortune ist, habe ich gestern beschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/06/08/laschet-ein-mann-mit-fortune/
Und Fortune braucht man auch in der Politik. Frau Baerbock bekommt gerade zu spüren, wie es einem ergeht, wenn man es nicht hat.
Auch der „Kanzlerkandidat der Herzen“ kann froh sein, dass er nicht zum Zuge gekommen ist. Er hatte zwar zeitweise das Glück, neben der Kanzlerin als der große Manager der Coronakrise da zu stehen und den Gesundheitsminister in den Schatten zu stellen, aber dieser Ruhm ist schnell verblasst, zumal auch in Bayern vieles nicht gerade optimal gelaufen ist.
Söder wäre es nämlich auch so ergangen wie Barbock: Man hätte in seiner Vergangenheit gegraben und da wäre man fündig geworden. Söder hat ja mit seiner CSU nicht umsonst die absolute Mehrheit im Landtag verloren. Erinnert sei an den Verkauf von Sozialwohnungen u.a. Man hätte ihn auch lächerlich gemacht als Baumumarmer und Kreuzaufhänger. Und die Art, wie er sich gegen Seehofer an die Spitze gedrängt hat, hat ebenfalls vielen nicht gefallen. So glaubt man ihm nicht, wenn er sich jetzt „devot“ gibt.
Am meisten aber schadet Söder, dass er einen Staat regiert, in dem immer noch Amigo-Verhältnisse herrschen. Wohl in keinem anderen Land wäre es möglich gewesen, dass Abgeordnete ihre Kinder auf Staatskosten als „Computerexperten“ anstellen. Und gerade sind zwei Töchter von ehemaligen CSU-Politikern bei einer großen Abzockerei im Zusammenhang mit den Maskeneinkäufen ertappt worden. Typisch für Bayern ist, dass man nicht erfährt, wie es in einem geordneten Staatswesen zu solchen Geschäften gekommen sein kann. Aber wenn Söder als Kanzlerkandidat aufgetreten wäre, wäre das ein Klotz an seinem Bein gewesen.
Söder kann sich also freuen, seinen Job im schönsten Bundesland behalten und sich einen Haufen Ärger erspart zu haben.

Laschet – ein Mann mit Fortune

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich es für einen schweren Fehler hielt, dass die Union Laschet zum Kanzlerkandidaten gewählt hat und nicht den „.Kandidaten der Herzen“.

Aber nun im Laufe der Zeit denke ich anders. Mir fällt da ein Ausspruch von Friedrich den Großen ein, der sagte: „Ich brauche Generäle, die nicht nur tüchtig sind, sondern auch Fortune haben.“ Laschet ist ein Mann mit Fortune. Das zeigte sich schon darin, dass die Wahl auf ihn fiel.
Ein weiterer Glücksfall für ihn ist, dass die Wahl in Sachsen-Anhalt vor der Bundestagswahl stattgefunden hat und dass dort die CDU hoch gewonnen hat – weniger auf Grund ihres Parteiprogramms, sondern wegen ihres beliebten Ministerpräsidenten.
Ein bisschen vom Glanz der gewonnen Wahl fällt auch auf Laschet ab. Auch hier hat er wieder Fortune gehabt. Nun können er und seine Partei mit dem Wahlsieg im Rücken zuversichtlich der Bundestagswahl entgegen sehen.
Ein weiterer Glücksfall für Laschet besteht darin, dass seine Gegenkandidatin Fehler macht und die Grünen dadurch in der Wählergunst absinken.
So werden wir also wohl mit einem Kanzler Laschet rechnen müssen.

 

Kanzler Kurz in Bedrängnis – aber er hat nichts zu befürchten

Sehr geehrter Herr Kanzler Kurz,
ich liebe Österreich und wäre froh, wenn wir einen Kanzler wie Sie hätten.
Nun muss ich zu meinem Bedauern erfahren, dass Sie in Kalamitäten stecken. Ich habe mich mit den Vorwürfen, die gegen Sie erhoben werden, nicht weiter befasst. Aber eine Verurteilung droht Ihnen nicht:
Wer so alt ist wie ich, wird – wenn er sich selbst gegenüber kritisch ist – schon erfahren haben, dass etwas ganz anders war, als man vielleicht sogar vor Gericht beschworen hätte. Irren ist menschlich. Das gilt auch für das Gedächtnis. Da solche Fehler des Gedächtnisses unvermeidlich sind, kann niemand verurteilt werden, der sein Gehirn ernsthaft angestrengt hat und dann zu einem falschen Ergebnis gelangt ist.
Mir fällt zu Ihrem Problem ein spektakulärer Fall aus Bayern ein: Der frühere bayerische Minister Zimmermann stand wegen Meineids vor Gericht. Dass er falsch ausgesagt hatte, stand fest. Aber er wies jede Schuld von sich und hatte das Glück, einen Sachverständigen zu finden, der ihm bescheinigte, dass seine falsche Erinnerung womöglich an einer kurzen Unterzuckerung des Gehirns gelegen haben könnte. Da das Gericht diese dann nicht ausschließen konnte, wurde Zimmermann freigesprochen.
Ich hoffe für Sie, dass sich alles zum Guten wendet.
Mit freundlichen Grüßen aus Bayern
Judex