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Zitat zur Wahl

Das muss man gelesen haben.

Hier kommt wie jeden Tag ein Zitat. Mehr in dem Buch „Mit spitzer Feder“. In diesem Buch finden Sie ungewöhnliche Aphorismen. Es wäre nett, wenn Sie daraus einmal etwas zitieren würden.

Das beste Parteiprogramm nützt nichts, wenn der Kanzlerkandidat nicht sympathisch ist.

Mehr über den Autor auf der Homepage oder in er Sonderseite für Frauen–Nichtversteher: https://autorenseite.wordpress.com/frauen/

Scholz oder unsere gefährdete Demokratie


Es ist schon komisch: Wenn man so alt wird wie ich, fällt einem zu allem, was man sieht oder erlebt, irgendetwas aus dem früheren Leben ein:
Wenn ich so manche Politschreihälse höre, fällt mir dazu immer die Sportpalastrede von Göbbels ein. Als er ausrief: „Wollt ihr den totalen Krieg?“, schallte ihm ein tausendfaches „Ja“ entgegen. So leicht verführbar ist das Volk und die Populisten nutzen das aus.
Das absolute Antimodell dazu ist der Kanzlerkandidat der SPD: ein Mann der leisen Töne. Die täten unserer aufgeregten Zeit besonders gut. Aber leider ist das Echo auf die Wahl von Scholz ziemlich negativ: Er wird als „bräsig“ und „langweilig“ hingestellt oder als kühler Hanseat, der keinen vom Hocker reißt. Insoweit hat sich ein negativer Mainstream gebildet, der unserer Demokratie schadet: Äußerlichkeiten werden in den Vordergrund gestellt, anstatt dass man mehr auf das eingeht, was Scholz sagt.
Kein Medium sagt das, was unsere Demokratie bräuchte: Kehrt endlich zurück zur unaufgeregten Sachlichkeit!
Aber so ist das nun mal in unserer Zeit der Mainstreams: Da macht es sich nicht gut, wenn man anders denkt oder schreibt als die Masse. Und je mehr sich Mainstreams durchsetzen, um so gefährdeter ist die Demokratie. die ja von der Vielfalt der Meinungen lebt.

 

Corona: Sind wir dümmer als andere?

Portugal ist es gelungen, einen Inzidenzwert von sage und schreibe 900 auf 30 abzusenken. Da können die Portugiesen nun wieder ihr Leben genießen und auch die Chinesen tanzen schon wieder, während sich Deutschland in einer tiefen Depression befindet, die viele veranlasst, durch private Partys wieder ein bisschen Freude in ihr Leben zu bringen. Und das ist neben der Machtlosigkeit des Staates gegenüber Demos einer der Hauptgründe dafür, dass die Inzidenzwerte ansteigen. Das müssen dann andere wie die Geschäftsinhaber und Gastronomen ausbaden.
Da fragt man sich doch, ob unsere Politiker dümmer sind als andere.
Und die Antwort auf diese Frage lieferten die Vorgänge bei der Wahl des CDU-Kanzlerkandidaten. Wie kann man so dumm sein und den Kandidaten wählen, den das Volk nicht will? So wie sich die Katholische Kirche durch ihre Skandale auf dem Weg zur Sekte befindet, so ist die CDU dabei, ihren Status als Volkspartei zu verspielen. Da wirkt es fast hilflos, wenn Merz nichts anderes einfällt, als der künftigen Kanzlerin Baerbock mangelnde Regierungserfahrung vorzuwerfen.
Jedenfalls sind die Erfahrungen, die die die Bürger mit der jetzigen Regierung gemacht haben, so negativ, dass man lieber eine Frau ohne Erfahrung wählt, die sicherlich klug genug ist, um sich in ihren neuen Job einzuarbeiten, wie es ja andere auch getan haben (z.B.: AKK).

Die falschen Kanzlerkandidaten?


Das erschien schon als ein raffinierter Schachzug von Söder: Nachdem er zunächst strikt dagegen war, dass der CDU-Vorstand entscheidet, mit welchem Kanzlerkandidaten die Union in den Wahlkampf zieht, begab er sich dann „demütig“ in die Hände der der CDU. Wieso dieser Sinneswandel? Ganz einfach: In der CDU wurden die Stimmen derer, die für Söder sind, immer stärker. Und Söder meinte sicherlich, abschätzen zu können, wie nun die Abstimmung bei der CDU ausfällt, nämlich zu seinen Gunsten. Schließlich ist er wesentlich beliebter als Laschet. Der kommt nämlich bei Statistika nur auf einen Beliebtheitswert von 0,1, während Söder mehr als zehnmal so gut ist mit einem Wert von 1,3.
Es ist ein großer Fehler der CDU, nun auf einen so unbeliebten Kandidaten zu setzen, nur weil man den Parteivorsitzenden nicht demontieren will. Jetzt wird es in der Basis gären, denn das ganze Verfahren bei der CDU-Kandidatenwahl ist total undemokratisch: Erst sollten zwei Männer entscheiden, wer von ihnen Kanzler werden soll. Und nun entschied der CDU-Vorstand. Wo bleibt die Beteiligung der Parteibasis in einer so wichtigen Frage? Da kann die Union noch etwas von den Grünen lernen.
Ob nun die Basis der CDU revoltieren wird? Schließlich bangen viele CDU-Abgeordnete um ihre Wiederwahl, wenn die Partei mit Laschet in den Wahlkampf zieht.
Also kein guter Start in die Bundestagswahl, zumal Laschet für die Opa-Generation steht und er nun die jüngere Baerbock als Gegnerin hat, der viele eher den notwendigen Wandel eher zutrauen.

Auch bei Baerbock habe ich Zweifel, ob die Grünen auf das richtige Pferd setzen. Auch sie setzen nämlich nicht auf den beliebteren Habeck. Gegen Baerbock spricht ihre mangelnde Regierungserfahrung und eine sicherlich aufbrechende Diskussion über den sich durchsetzenden Feminismus.
Mir persönlich gefällt Frau Baerbock nicht. Vergleicht man sie mit Frauen wie Merkel, Schulze oder Schwesig, so ergibt sich ein entscheidender Unterschied. Während die letzteren drei Frauen geblieben sind, bei denen man merkt, welcher Mensch dahinter steht, tritt Baebock kühl und sachlich mit starkem Stimmdruck auf und man vermisst das „Menscheln“, wie es beispielsweise besonders bei Söder zum Ausdruck kommt.

 

Söder, der skrupellose Machtmensch mit Charaktermängeln?

Ich bin kein Freund des Ministerpräsidenten Söder, aber was sich jetzt da in Berlin abspielt, das hat er nicht verdient: Er wird von der Schwesterpartei als skrupelloser Machtmensch mit Charaktermängeln hingestellt, dem es an Respekt vor der größeren CDU fehle.

Es ist doch ganz schrecklich, wie die Union bei der Wahl ihres Kanzlerkandidaten vorgeht: War es schon wenig demokratisch, dass zwei Männer dies in einem Gespräch entscheiden sollten, so entartet das Verfahren nun total. Man spricht von einem „Machtkampf“, nur weil zwei Männer sich zur Wahl stellen und der „skrupellose“ Söder nicht nachgeben will. AKK wirft ihm mangelnden Respekt vor der größeren CDU vor, nur weil Söder die Fraktion über die Kanzlerkandidatur entscheiden lassen will. Da gehört ja die Wahl doch eigentlich hin: Wenn CDU und CSU gemeinsam die Union bilden, dann geht es doch nicht an, dass das Präsidium der einen Partei eine so wichtige Frage entscheidet und die andere zu kuschen hat. Das kann die arrogante AKK nicht verstehen. Und nun wird die CSU auch noch bedroht, indem man wieder die alte Keule hervor holt: Man werde notfalls die CDU auch auf Bayern erstrecken.
Auffallend finde ich, dass sich die Medien auf einmal so auf Söder einschießen. Hat die CDU einen so starken Einfluss auf sie? Sogar Oliver Welke ließ in der Heute-Show kein gutes Haar an dem Mann aus Bayern und verwechselte dabei Kabarett mit Gemecker.

Das, was ganz einfach und schnell als Wahl in der Fraktion abgelaufen sein könnte, artet nun zu einem widerlichen Machtkampf aus, in dem derjenige, der als Sieger hervor geht, schon jetzt schwer angeschlagen in den Wahlkampf ziehen wird, gleichgültig ob es der „unbeliebte“ Laschet ist oder der „skupellose Machtmensch“ Söder. Vielleicht wird das Ergebnis ja sein, dass sich die Wähler angewidert abwenden und finden, die Union solle sich mal auf den Bänken der Opposition regenerieren. Die Union ist ja durch die Masken-Affären schon angeschlagen genug.
À propos Opposition: Ich fände es besser, wenn die Kandidaten ihren Wahlkampf nicht von den bequemen Ministerpräsidentensesseln aus führen würden, sondern wenn sie sich für den Fall einer verlorenen Bundestagswahl als Oppositionsführer engagieren würden

Übrigens zeigen hoffentlich morgen die Grünen, wie’s geht: Nette Menschen finden sich zusammen und wählen. Und abends gratuliert Habeck chevaleresk der künftigen Kanzlerin von Deutschland.

 

Söder oder Laschet? Eine absurde Diskussion

Eigentlich sollte es ja bei der Wahl des Kanzlerkandidaten ganz einfach sein wie beim Pferderennen: Man geht mit dem Pferd an den Start, das am meisten Siegeschancen verspricht. So sollte es auch eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Union mit dem Kandidaten in den Wahlkampf zieht, der am meisten Zugkraft hat – und das ist nun mal unbestrittenermaßen mit weitem Abstand Söder.
Das Lamento der CDU, ihr Parteivorsitzender Laschet würde dadurch beschädigt, ist doch völlig unsachlich. Wenn man dem folgen würde, könnte es niemals einen CSU-Kanzlerkandidaten geben, denn der würde ja immer so gesehen den CDU-Parteivorsitzenden beschädigen.
Am besten und demokratischten wäre es ja, wenn man sämtliche Unionsparteimitglieder abstimmen ließe.
Nobel von Laschet wäre es übrigens, wenn er sagen würde, er sehe ein, dass er nicht der Typ des Volkkstribuns ist, sondern andere Qualitäten habe; er lasse daher Söder den Vortritt. Und wenn er Humor hat, könnte er unter Anspielung darauf, dass er die größere Partei führt, sagen:
„Ich kann mir keinen Besseren vorstellen, der unter mir Kanzler wird.“

Söder – Demontage eines Kanzlerkandidaten in spe

Gerade lief im BR eine Kabarett-Sendung, in der die Kabarettistin Kinseher behauptete, in Bayern habe es folgenden Spruch gegeben: „Blöd, blöder, Söder.“ Ich habe von diesem Spruch weder etwas gehört, noch finde ich ihn richtig. Die Art wie sich Söder als Machtmensch gegenüber Seehofer durchgesetzt hat, obwohl ihm der Verkauf von Sozialwohnungen an hing, beweist das Gegenteil. Und jetzt hat er es sogar zum heimlichen Kanzlerkandidaten gebracht.

Er galt ja als der große Manager der Pandemie. Neben der Kanzlerin sah man ihn am meisten im Fernsehen. Er machte den eigentlich zuständigen Gesundheitsminister zur Randfigur. Wenn er neben der Kanzlerin in Fernsehsendungen auftrat, fragte ich mich, ob sie ihn zu ihrem heimlichen Kronprinzen machen wollte. Und ich fragte mich weiter, wie er es zu dieser starken Präsenz im Fernsehen gebracht hat. Wie lasch wirkte ihm gegenüber Laschet. von dem man nur wenig hörte. Aber vielleicht war das gut so, denn manchmal ist es falsch, sich zu früh aus der Deckung zu wagen. Nun scheint sich nämlich das Blatt zu wenden:

Auf dem Höhepunkt der ersten Pandemie-Welle waren laut einer Umfrage noch 71 Prozent der Befragten mit Söders Arbeit zufrieden. Nun sind es aber rund 42 Prozent, die mit seiner Arbeit unzufrieden sind. Ich zähle ja auch zu denen, die ganz allgemein mit der Corona-Politik unzufrieden sind, wie ich hier schon öfter beschrieben habe:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/02/11/corona-der-falsche-weg-4/
Jetzt, wo Söders Stern im Sinken ist und Laschet sowieso schwächelt, böte sich vielleicht eine Chance für eine Frau aus dem dritten Glied. Wir haben ja eine Reihe hervorragender Stadtchefinnen. Wenn eine von ihnen sich überraschend trauen würde, ihren Hut mit Charme und Intelligenz in den Ring zu werfen: dagegen könnte selbst ein erfahrener männlicher Konkurrent blass aussehen. Ich glaube, beim Volk käme so etwas gut an. Ich habe ja hier schon mal die Frage aufgeworfen, ob nicht die Frauen überhaupt die besseren Führungskräfte sind:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/02/06/die-unfaehigkeit-der-maenner/

 

 

Lieber Genosse Gabriel

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Ich kann ja verstehen, dass Du keine Lust hast, der Kanzlerkandidat einer Verlierer-Partei zu sein. Aber wer will das schon? Du kannst also Deinen Job anbieten wie Sauerbier. Am Ende wird er doch an Dir hängen bleiben. Es ist ja auch ein Scheißjob (Entschuldige, aber das muss man schon mal so deutlich sagen). Erst ist bei Euch Schröder als der große Strahlemann aufgetreten und jetzt erst merken die Leute, dass er aus der SPD eine Kapitalisten-Partei gemacht hat, mit der natürlich die alten Genossen nichts zu tun haben wollen. Und nun kannst Du die Suppe auslöffeln.
Du bist immerhin ehrlicher als Deine Chefin Merkel und gibst zu, dass Ihr Fehler gemacht habt. Respekt! Deiner Chefin muss Seehofer sagen, wo es fehlt.
Warum wollt Ihr denn nun überhaupt einen Kanzlerkandidaten aufstellen, wenn der sowieso keine Chance hat? Das wirkt doch wie ein Anfall von Größenwahn. Ihr solltet Euch endlich darüber im Klaren sein, dass Ihr keine Volkspartei mehr seid.

Vielleicht solltet Ihr Euch ein Beispiel an Banken und Versicherungen nehmen. Wenn die den Karren an die Wand gefahren haben, machen sie unter einer neuen Firmenbezeichnung einen Neuanfang. Auch Ihr solltet Euch vielleicht überlegen, ob Ihr so etwas macht. „150 Jahre SPD!“ – so was zieht in unserer schnelllebigen Zeit nicht mehr und weckt höchstens Assoziationen mit „veraltet“.
Die AfD ist nicht deshalb groß geworden, weil viele Deutsche einen Hang nach rechts haben, das verkennen Deine Kollegen von der CSU. Die AfD ist vielmehr eine Protestpartei, die ihren Aufstieg eher Eurem Versagen verdankt.