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Da bin ich doch erschrocken

Am gestrigen Hochsommertag waren wir auf dem Chiemsee unterwegs. Da schien die Welt noch in Ordnung zu sein: Hier auf dem Bild die Krautinsel. Nur die Chemtrails am Himmel stören das idyllische Bild.
Als ich dann auf der Herreninsel die Treppe zum alten Schloss hinauf ging, bin ich erschrocken, weil die Buchsbaumhecke am Rand vom Buchsbaumzünsler geschädigt war. Und da frage ich mich, wie kommen die kleinen Tierchen überall hin: zu meinem abgelegenen Hanggrundstück und über der Chiemsee bis auf die Herreninsel?
Während wir sonst immer etwas über das Artensterben hören, scheinen sich die Schädlinge immer mehr auszubreiten: Neuerdings sind die Bananen gefährdet und außerdem mehr als die Hälfte der Kaffeesorten.

Feiern Sie mit! Heute ist nicht nur Reformationstag

Auch wenn Sie als Atheist oder Katholik keinen Grund sehen, den Reformationstag zu feiern, finden Sie in der Liste der kuriosen Feiertage immer einen Grund, auch heute wieder einen Gedenktag einzulegen, denn heute ist:

Wir sehen: Die 365 Tage im Jahr reichen gar nicht aus, um alle Anlässe zum Feiern oder Gedenken unterzubringen.

Sind Kaffee und Alkohol schädlich?

Ich stehe nun im 9. Jahrzehnt meines Lebens und kann gar nicht zählen, wie oft ich etwas über die Schädlichkeit von Kaffee und Alkohol gelesen habe, aber ebenso oft wurde das Gegenteil behauptet. Ich erinnere mich vor allem an einen Vortrag, den ich in meiner Jugend gehört hatte, in dem genau angegeben wurde, wie viele Millionen Gehirnzellen allein ein Tropfen Alkohol vernichten soll. Das gab mir natürlich zu denken, wo ich doch viel zu lernen hatte. Aber dann sagte ich mir, das könne doch nicht stimmen, weil doch große Denker wie Goethe durchaus keine Kostverächter waren. Und dann las ich sogar etwas darüber, dass der Alkohol – in Maßen genossen – sogar gut gegen Demenz und andere Krankheiten sei.
Nun allerdings behauptet eine Studie, dass Alkohol auch unter Berücksichtigung der positiven Wirkungen schädlich sei, weil das Negative überwiege.
https://web.de/magazine/gesundheit/gesundheitsrisiken-geringen-mengen-alkohol-33131264
Die Studie ist allerdings deshalb für mich unbrauchbar, weil ich weder betrunken Auto fahre noch Suizidgedanken hege. Man kann bei einer solchen Studie einfach nicht alles in einen Topf werfen, um dann festzustellen: Alkohol ist schädlich.
Dasselbe ist es beim Kaffee: Mal liest man etwas darüber, dass Kaffee ungesund sei, weil er den Blutdruck erhöhe und den Körper dehydriere. Nun aber lese ich in der Apotheken Umschau, dass Kaffeetrinken vor Besprechungen bewirke, dass man engagierter und konzentrierter diskutiere und dass man sich und die anderen positiver bewerte.
Also meine ich zusammenfassend: Man soll auf seinen Körper hören und dann weiß man, was ihm gut tut. Man soll sich den Spaß an der Freud‘ nicht verderben lassen. Allerdings gilt auch hier die Regel: Ein Übermaß schadet.

Ich bin ein medizinisches Wunder

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Geht es Ihnen auch so? In einer bestimmten Situation fällt einem etwas ein, was man eigentlich gar nicht mehr wissen will. Beispielsweise immer wenn ich mir mein Bier gönne, denke ich daran, dass ich heuer im Februar wegen einer Gleichgewichtsstörung im Krankenhaus mwar. Damals wurde ich bei der Aufnahme von einer Ärztin näher befragt. Die Frau wollte u.a. wissen, was ich wann trinke:
Morgens?“
„Zwei Tassen Kaffee.“
Kaffee zählt nicht, weil er dehydriert. Und mittags?“
„Eine Halbe Bier.“
„Alkohol zählt auch nicht. Und abends?“
„Da trinke ich auch was, was nicht zählt. Medizinisch gesehen trinke ich also überhaupt nichts.“

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Lebensfremde Krimis

Nein, anscheinend bin ich von vorgestern. Wenn ich so manche Filme im Fernsehen anschaue, frage ich mich: Ist das heute wirklich so? Die Polizeibehörden sind zu einer Art von Kaffee-Haus verkommen. Ständig wird dort Kaffee getrunken, nicht nur von den Beamten, auch die Beschuldigten werden natürlich bedient.
Am lächerlichsten finde ich ja in dieser Beziehung die Garmisch-Cops. Obwohl es dort im wirklichen Leben nicht einmal einen schlichten Staatsanwalt gibt, tritt doch tatsächlich in den Garmisch-Cops ein Oberstaatsanwalt auf, und dieser hohe Herr bestellt sich immer wieder seinen Kaffee bei seiner Vorzimmerdame. Mich wundert ja, dass Femen und die Himmelreich nicht längst gegen solche Szenen protestiert haben. Und warum haut die Vorzimmerdame nicht mal auf den Tisch und sagt: „Koch dir deinen Kaffee halt selber! Oder bist Du zu blöd, bei einer Kaffeemaschine auf den Knopf zu drücken?“
(Ich saß ja auch einmal in einem Büro, aber eine Kaffee-Maschine habe ich dort nicht gebraucht und ich wäre auch niemals auf die Idee gekommen, mir einen Kaffee im Vorzimmer zu bestellen, denn dort hatte man auch keinen. Unsere Anregung fanden wir in der Arbeit und für Kaffee hatten wir keine Zeit.)
Dann habe ich mir die Frage gestellt, warum das Kaffeetrinken in den Polizeirevieren der Fernsehserien so überhand nimmt. Ist das vielleicht so, weil die Schauspieler so schlecht sind, dass man ihnen ständig was zu tun geben muss? Wahrscheinlich schon, denn auch sonst sind die Fernsehkrimis ziemlich unnatürlich: Die Handwerker arbeiten einfach weiter, wenn der Kommissar erscheint und sie vernimmt, oder der Hausherr schenkt sich während der Befragung durch die Polizei einen Whisky ein. Ob ein Ermittlungsbeamter jemals in seinem Leben seine solche Szene erlebt hat?

Ein ganz wichtiger Gesundheitstipp

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen?
Es gibt wohl kaum eine Wissenschaft (außer der Psychologie), in der die Erkenntnisse von heute die Irrtümer von morgen sind.
Als Kind bekam ich häufig Spinat zu essen mit der Bemerkung, dass der gesund sei, weil er viel Eisen enthalte. Dann stellte sich heraus, dass dieser Tipp auf einen Messfehler zurückzuführen ist: Den Wissenschaftlern ist damals ein Komma verrutscht.
Besonders interessant ist, wie verschieden der Kaffee von den Medizinern im Laufe der Zeit beurteilt wurde: Mal war er gesund, mal schädlich. Mal warnte man vor Kaffeegenuss, weil er das Herz belaste, dann hieß es, dehydriere den Körper usw. Zur Zeit gilt er jedenfalls wieder als gesund.
Umgekehrt verhält es sich mit dem Rotwein: Wir hörten bisher immer, wie gesund die mediterrane Lebensweise sei und da gehört der Rotwein eben dazu. (Bei manchen besteht die südliche Lebensart allerdings nur aus Rotwein). Nun jedoch heißt es plötzlich, die gesundheitsfördernde Wirkung sei völlig unbewiesen und der Stoff Resveratrol wirke allenfalls bei Fadenwürmern lebensverlängernd. Falls Sie keine Ähnlichkeit mit einem Fadenwurm an sich entdecken können, gönnen Sie sich doch auch wieder einmal einen Weißwein. Ich garantiere Ihnen, dass Sie damit Ihr Leben nicht verkürzen.
So ließe sich noch vieles aufzählen, was die Medizin mal so und dann wieder ganz anders beurteilt hat. Was lernen wir daraus? Iss, was Dir schmeckt! Irgendwann wird die Medizin schon entdecken, wie gesund das ist.
Ich habe ja den Verdacht, dass da eine mächtige Lobby am Werk ist. Kaum wird beispielsweise festgestellt, dass etwas, was eine Firma verkaufen will, ungesund ist, schon gibt sie eine Studie in Auftrag, die das Gegenteil behauptet. Wir sehen das gerade beim Gen-Mais oder den Chlor-Hühnchen.

Umwelt und Kaffeeetrinker

Wir erfahren gerade, dass die EU die Warmhalteplatten bei Kaffeemaschinen verbieten will. Ich weiß ja nicht, was das bringen soll: Ich trinke nur frisch gebrühten Kaffee. Auch in den Cafés unserer Kurstadt bekomme ich natürlich einen Kaffee, der frisch für mich gemacht wird, allerdings mit einer Ausnahme, und das schmeckt man sehr deutlich, wenn dort der Kaffee von einer Warmhaltekanne kommt.
Unterstellen wir trotzdem einmal, dass die Abschaltung der Warmhalteplatten von Kaffeemaschinen einen nennenswerten Effekt hat, so wird dieser wahrscheinlich dadurch ausgeglichen, dass die umweltfreundlichen Kaffee-Pads mehr und mehr durch Kaffee-Kapseln ersetzt werden.
Manchmal kommt mir der Kampf gegen die Umweltverschmutzung vor wie derjenige gegen die Hydra: Schlägt man einen Kopf ab, wachsen zwei neue nach: Was ist schon die Abschaltung der Warmhalte-Funktion gegen den Coffee-to-go und die Kaffeekapseln?
Oder wenn ich durch unsere schöne bayerische Landschaft fahre, sehe ich immer mehr Verschandelungen: Plötzlich, abseits vom Dorf ist erscheint im Wald eine Paket-Umladestation. Das Dorf versprach sich davon Arbeitsplätze, von denen aber nur ein Bruchteil der versprochenen wirklich gekommen ist. Und nun fahren die Autos der Mitarbeiter und die Lastwagen des Paketauslieferers die lange Strecke bis in den Wald. Das ist nur ein kleines Beispiel von vielen: Unsere Städte bluten aus, weil die Gewerbegebiete am Stadtrand den Geschäften in der City den Umsatz nehmen. Und dieses ganze System ist verbunden mit einer unheimlichen Umweltverschmutzung, nämlich mit der Anfahrt Tausender von Kunden. Vergleicht man das mit dem Einspareffekt, den das Verbot von Glühbirnen bringen wird, so muss man wohl sagen, dass wir auf dem falschen Wege sind. Wir kurieren nur an Symptomen herum, und das wird als Erfolg gefeiert.
Schauen Sie mal hier unter „Bayern kaputt“!