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Chanson für Kabarettisten: „Kann denn Impfen tödlich sein?“ – Wer singt ihn?



Zur Zeit breitet sich im Internet diese These einer irischen Virologin aus, nämlich dass die Corona-Impfung tödlich sein kann:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/02/18/kann-denn-impfen-toedlich-sein/
Man sollte das mit Humor betrachten und in Abwandlung von Zarah Leanders Lied diesen Chanson singen:

Kann denn Impfen tödlich sein?
Darf es niemand wissen,
Dass man dann schimpft:
Ich bin geimpft –
Bald tot.

Dauernd werde ich bereuen,
Was ich tat
Und was in der Praxis geschah:
Das kann ich dem Arzt nicht verzeihen:
Dazu ist er nicht da.

Oma, die Umweltsau: Was sind wir doch für ein humorloses, hysterisches Volk geworden

Wird bei uns demnächst auch das Lachen verboten? Das Lied über Oma, die Umweltsau, lässt solche Befürchtungen aufkommen.
Über dieses Thema habe ich ja schon hier geschrieben:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/01/05/oma-die-umweltsau-was-sind-wir-doch-fuer-ein-humorloses-hysterisches-volk-geworden/
Wie sehr ich Recht hatte, zeigt nun die neueste Meldung in dem Medien: Wegen des Liedes über Oma, die Umweltsau, sind 200 Strafanzeigen erstattet worden. Haben die Leute nichts anderes zu tun?
Müssen jetzt die Kabarettisten dauernd Angst haben, sich wegen irgendeines Beitrags vor Gericht verantworten zu müssen? Wohl kaum, denn die Urteile in den Fällen Künast und Erdogan zeigen, dass der Schutz der Ehre gehend dem Schutz der Meinungsfreiheit zum Opfer gefallen ist.
Die Anzeigen sind also völlig sinnlos. Aber die Justiz kann sich freuen: Sie kann 200 Fälle in einem Aufwasch erledigen und so ihre Erfolgsstatistik wesentlich verbessern.

Mannopoly – das muss man gesehen haben

Ich sehe gerne Kabarett. Allerdings kommen die Sendungen leider immer sehr spät, weil das Mainstream-Fernsehen den deutschen Michel nicht in seiner Befindlichkeit stören will (bzw. darf). Aber man kann sich die Sendungen in der Mediathek ansehen und das sollten Sie tun.

In der Sendung vom 14.5. brachten Mann/Sieber das Spiel Mannopoly, das Sie unbedingt anschauen sollten, damit Sie wissen, wie Sie dran sind:
https://www.zdf.de/comedy/mann-sieber/mann-sieber-vom-14-mai-2019-100.html

Ich wundere mich ja immer, warum die Deutschen das alles so hinnehmen. Liegt das an Merkels kluger Einschläferungspolitik?
Warum ist in Österreich alles anders? Sind die Österreicher gecheiter als wir? Sie bekommen 400 Euro mehr Rente und die Mieten sind sogar in Wien auf bezahlbarem Niveau.
Warum lassen wir uns das alles gefallen? Manchmal mucken ein paar auf, wie Sahra Wagenknecht mit „Aufstehen“ oder Kevin Kühnert mit seinem Sozialismus. Aber das verpufft dann alles wieder.
Wir brauchen eigentlich eine neue Partei des Volkes, die RPD.

Kabarett: Bitte Nu(h)r nicht so im Ersten

Was ich mir als Fernsehsendung wünschen würde:
Als ich die letzte Sendung des Kabarettisten Nuhr sah, dachte ich mir, es wäre doch interessant, wenn man den Mann in einer Diskussionssendung gegen den Juso-Vorsitzenden Kühnert antreten lassen würde.
Nuhr stellte in seiner gewohnten arroganten Art Kühnert als Vollidioten hin, indem er behauptete, der Juso-Vorsitzende wolle Verhältnisse wie in der früheren DDR oder wie in Venezuela einführen. Da zeigte sich wieder einmal die beschränkte Sichtweise des Kabarettisten, der auch hier wieder wie ein Protagonist der Mainstream-Medien auftrat.
Wenn er meinte, der Staat sei zu dumm, um als Unternehmer zu fungieren, hätte er beispielsweise auch mal die frühere Deutsche Post mit den nunmehr tätigen Paketzustellern vergleichen sollen. Die Post war früher ein gut geführtes staatliches Unternehmen mit funktionierendem Kundendienst in schönen Postämtern; und dort arbeiteten gut besoldete Beamte in sicheren Arbeitsverhältnissen. Und heute werden die Postgeschäfte in hinteren Winkeln von Lebensmittelläden abgewickelt. Bei den Postzustellern sind mafiöse Verhältnisse festgestellt worden. Aber für die Kunden ist das Versenden nicht billiger geworden.
Und Herr Nuhr hätte nicht, wie es bei uns immer üblich ist, die DDR oder Venezuela als Vergleichsmaßstab hernehmen sollen, sondern auch mal einen Blick auf China werfen sollen, das uns gerade überholt.
Übrigens ritt Nuhr dauernd darauf herum, dass Kühnert sein Studium abgebrochen habe, was so viel bedeuten sollte wie: Versager. Nuhr sollte sich mal bei Wikipedia ein wenig kundig machen über prominente Studienabbrecher wie Bill Gates. Dort würde er auch erfahren, dass 5,6% unserer Abgeordneten ihr Studium abgebrochen haben. Herr Nuhr sollte sich also nichts auf sein offenbar vollendetes Studium einbilden: Ein bekannter Professor zitierte immer seinen Vater, der zu ihm gesagt hatte: „Dein Bruder ist der Gescheitere. Der übernimmt die Firma. Und du: Du musst studieren.“
Noch eine Bemerkung über Kühnert: Warum lässt man den Mann nicht mal im Fernehen reden. Oder hat man Angst, dass er andere ansteckt, z.B. Die Grünen. Es mag sein, dass er „ein Verirrter“ ist. Aber auch wir sind nicht auf dem richtigen Weg.
Wie brav die Deutschen erzogen sind, sah ich in den Fernsehnachrichten, wo man die Menschen auf der Straße zu Kühnert befragte: Es fiel sofort das Wort „DDR“ und einer sah sogar den Schießbefehl kommen. Wie schäbig über Kühnert diskutiert wird, wird mit den Äußerungen Gabriels deutlich: Er sprach u.a. davon, dass der Juso-Vorsizende nur sein eigenes Ego im Blick habe.

ARD: Schämen Sie sich, Frau Kebekus!


Ich bin ein Fan von Kabarett-Sendungen im Fernsehen. Das Beste, was das öffentlich-rechtliche Fernsehen zu bieten hat, sind Sendungen wie „Die Anstalt“, „Extra Dry“, „Mann, Sieber“, „Heute Show“, „Ladys Night“… Leider kommen sie ja alle zu später Stunde, denn sie könnten ja manchem verschlafenen Bundesbürger die Augen öffnen.
Nachdem die öffentlich-rechtlichen schon mit dem „Ziegenficker-Gedicht“ entgleist sind, unterbietet Frau Kebekus dieses Niveau noch. Ich schau
te ihre Sendung, die sich zu Recht „PussyTerror“ nennt, immer nur wegen der dort auftretenden Gäste an. Frau Kebekus selbst ist für mich schon deshalb unerträglich, weil sie mit einer schrecklich lauten Stimme krakeelt, wie man sie vielleicht von Rednern extremer Parteien erwarten könnte – nach dem Motto: Wenn ich schon nichts zu sagen habe, dann jedenfalls laut!
Weil ihr offenbar nichts Rechtes einfallen will, fragte sie letztes Mal ihre Zuschauer, wer an dem Tag schon masturbiert habe. Schlimmer geht‘s nimmer. Mein Urteil wird aber Frau Kebekus wohl kaum interessieren, denn ich stamme aus einer Zeit, in der die Frau sofort aus der Sendung heraus verhaftet worden wäre. Trotzdem hoffe ich, dass auch das jüngere Publikum von Frau Kebekus noch nicht so weit abgesunken ist, um derartige Geschmacklosigkeiten unterhaltsam zu finden.

Am Rande sei darauf hingewiesen, dass es ja auch noch Christen unter den Fernsehzuschauern gibt, für die Masturbation Sünde ist. Für die ist es sicherlich wohl auch eine Sünde, wenn Frau Kebekus so mit diesem Thema umgeht.

Nu(h)r zum Abschalten


Schluss mit lustig!
Der Kabarettist Nuhr hat ein offenbar wirksames Prinzip, nach dem er seine Sendung in der ARD aufbaut:
Er stellt Menschen als komplette Idioten hin und das Publikum freut sich nach dem Motto: Gott sei Dank, wir sind nicht so! Eine Zeit lang war es Dobrindt, der angeblich zu dumm gewesen sein sollte zu erkennen, dass die Maut niemals von der EU akzeptiert würde. Nun hat Dobrindt aber doch recht gehabt und es wäre eigentlich an der Zeit, dass Nuhr sich für die ganz üblen Beleidigungen entschuldigt, die er über den Mann geäußert hat.
Jetzt hat Nuhr eine neue Gruppe von geistig Minderbemittelten als Zielscheibe gefunden, nämlich diejenigen, die vom „System“ reden. Ich gehöre wohl auch dazu, obwohl ich nicht von einem „System“, sondern hier immer wieder von einer „Lobbykratie“ gesprochen habe: Sichtbares Zeichen: In Berlin sind 6000 Lobbyisten tätig und in der EU noch einmal fünfmal so viele – ein Zeichen, dass sich dieser Job lohnt. Diese Leute haben es sogar zu Sitzen in Ministerien gebracht.
So sieht es bei uns aus:
»Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.«
(Horst Seehofer)
Unsere Demokratie ist kaputt:
https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/
Stattdessen haben wir einen Zustand, den man als „Lobbykratie“ oder auch als „das System“ bezeichnen kann.
Die viel gepriesene soziale Marktwirtschaft, um die es etwas still geworden ist, sieht heute so aus:

  • Die Schere zwischen arm und reich öffnet sich immer mehr.
  • Die Einkünfte aus Vermögen werden geringer besteuert als die aus Arbeit.
  • Das hat es in Deutschland noch nicht gegeben, nämlich dass viele Menschen von ihrer Hände Arbeit nicht mehr leben können.
  • Die prekären Arbeitsverhältnisse (Leiharbeit, Zeitarbeit…) werden immer mehr.
  • Immer mehr Menschen brauchen 2 Jobs, um über die Runden zu kommen.
  • Die Armut steigt, sogar bei den Kindern.
  • Der Mindestlohn ist nur ein Almosen und wird nur in der Hälfte aller Fälle auch tatsächlich beahlt.
  • Unsere Asylpolitik ist völlig verlogen, wie hier schon öfter beschrieben.
  • Die Menschen werden von der Politik bestohlen. Jeder Haushalt hat in den letzten 10 Jahren durch die Niedrigzinspolitik 20.000 Euro verloren.
  • Die Tafeln haben immer mehr Zulauf.
  • Es gäbe noch vieles, was wir nicht hinnehmen wollen. Deshalb muss das derzeit herrschende „System“ beendet werden:
    https://autorenseite.wordpress.com/2017/04/03/rpd-radikal-soziale-partei-deutschlands/

    Vielleicht dämmert das ja auch mal dem Herrn Nuhr.

BR: Live aus dem Schlachthof

Die Sendung war ein „Muss“, als Ottfried Fischer sie moderierte. Sogar als er von seiner Krankheit gezeichnet war, war er immer noch besser als das Duo, das seine Nachfolge angetreten hat. Die Zwei haben eine Art zu reden, als wenn sie ein Kasperle-Theater für Kinder aufführen würden und alles ganz ganz deutlich betonen müssten. Unerträglich. Die Verantwortlichen sollten sich das zur Strafe zweimal hintereinander ansehen müssen.
Was mir bei dieser Sendung und anderen immer merkwürdig vorkommt, ist die besondere Betonung, dass es sich um eine Live-Sendung handele. Zunächst einmal habe ich Zweifel daran, dass dies stimmt. Aber dann frage ich mich, was das soll? Soll das eine Entschuldigung für die besonders missglückten Teile der Sendung sein oder ist man stolz darauf, das Ganze ohne Versprecher in den Kasten gebracht zu haben? Ich weiß es nicht.
Ich finde jedenfalls, dass Live-Sendungen zwar in seltenen Fällen angebracht sein mögen, im Normalfall aber nicht: Da erwartet man schon, dass ein(e) Cutter(in) sich darüber hermacht und den Leerlauf heraus schnipselt. So gesehen hat das Anpreisen einer Live-Sendung für mich eher den Klang von Sparprogramm.

Da steckt doch System dahinter

Ich sehe im Fernsehen gerne Kabarett-Sendungen, besonders die „Heute-Show“ und die „Anstalt“. Letztes Mal wurde die „Heute-Show“ ausnahmsweise zu einer geänderten Zeit gesendet. Oliver Welke wunderte sich darüber und erklärte, er wisse auch nicht, warum die Sendezeit geändert wurde. Ich kann es ihm erklären:
Man hat die Kabarett-Sendung mit Michl Müller im BR und die „Heute-Show“ unbedingt auf die gleiche Zeit verlegen wollen, damit das Publikum nur entweder die eine oder die andere Sendung anschauen kann. Zwei so aufmüpfige Sendungen nacheinander: das wäre zu viel für die Zuschauer. Da könnten die ja glatt nachdenklich werden.
Noch ein Wort zu Michl Müller. Der hat eine der bemerkenswertesten Wandlungen hinter sich, die ich erlebt habe. Ich habe ihn einmal früher gesehen in einem T-Shirt mit der Aufschrift „Dreggsag“ und sein Programm war halt auch so. Aber dann – ich glaube, es war in Veitshöchheim – lieferte er eine Sternstunde des deutschen Kabaretts. Wenn man den Mann nicht durch die „Heute-Show“ um einen Teil seines Publikums gebracht hätte, hätte er glatt der CSU ihr Ziel „50+“ verderben können. So etwas kann man doch im Staatsfernsehen nicht hinnehmen.