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Lebenslänglich angekettet in Dunkelhaft ohne Urteil!

Was würden Sie sagen, wenn Ihnen so ein Fall bekannt würde? Nichts? Oder vielleicht: „Da kann man halt nichts machen!“?
Sie meinen: In keinem zivilisierten Land würde es so etwas geben? Da irren Sie sich gewaltig. Natürlich sperrt man bei uns keine Menschen auf diese Weise ein, wohl aber die Kühe. Früher hatten sie ein schönes Leben auf der Weide, aber heute stehen sie ihr Leben lang im dunklen Stall, bekommen Silo- und Kraftfutter, geben Milch und werden geschlachtet.
Darüber regt sich offenbar keiner auf. Das ist heute der Normalzustand. Aber wehe, wenn ein Zirkus Elefanten dressiert oder ein Zoo Delphine hält: Da gibt es massenhaft Proteste, und nun es wird wohl bald vorbei mit dieser Art von Unterhaltung. Da werden sich wohl die Tierschützer durchsetzen können, denn der Zirkus hat keine mächtige Lobby. Anders ist es bei den Kühen. Deren industriemäßige Haltung kann wohl kaum geändert werden, denn wo so gewaltige finanzielle Interessen auf dem Spiel stehen, erweist sich unsere Regierung als machtlos. Und damit das Volk sieht, dass man doch etwas tut, nimmt man sich eben den Zirkus vor.
Aber wäre es bei den Kühen nicht viel dringender?
Denken Sie mal darüber nach: Wenn man Menschen einsperrt, gilt für sie: „Die Gedanken sind frei…“ Sie (oder jedenfalls ein großer Teil von ihnen) können denken und sich mit ihren Gedanken beschäftigen, wenn Sie inhaftiert werden. Aber die Kühe haben dieses geistige Leben nicht oder nur in geringem Maße. Sie brauchen ihre Freiheit in der Natur und die gönnen wir ihnen nicht. Für mich ist das Tierquälerei.
Manche Leute kaufen sich daher besondere Milch, beispielsweise „Bergbauernmilch“. Die hat diese besondere Garantie: „Die Milch für dieses Produkt stammt ausschließlich aus unserer umliegenden Berg- und Alpenregion.“ Und wie schaut es da aus? Schauen Sie mal unbedingt unter „Bayern kaputt“ den Artikel „Eingesperrte Kühe im schönsten Teil Deutschlands“ an!

Sehen Sie’s: Was stimmt hier nicht?

Schauen Sie sich mal diesen Blick aus meinem Fenster an! Merken Sie was? Finden Sie nicht, dass etwas fehlt? Dann schauen noch mal genau hin!

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Was fehlt, merken die Kinder eher als wir. Meine Enkelin fragte mich gleich: „Und wo sind denn die Kühe?“ Ja, wo sind sie denn?

Stall

Hier stehen sie im finsteren Stall, der nur vom Blitzlicht beleuchtet wurde. Und da gibt es Leute, die für ihre Milch mehr bezahlen, weil sie hören, dass sie aus dem Chiemgau oder Rupertiwinkel stammt, und sie meinen, dass sie etwas für den Tierschutz tun, wenn sie diese teurere Milch kaufen und auch noch finden, sie sei gesünder.
Haben Sie sich mal bei uns in der Landschaft umgeschaut und dabei auch festgestellt, dass immer weniger Kühe auf der Weide stehen? Wenn in unserer idyllischen Berglandschaft immer mehr die Kühe fehlen, so ist das nicht gerade erfreulich. Aber vielleicht ist das ja auch gar nicht schade, wenn die Kühe nun meist im Stall bleiben, denn sie sind ja heutzutage nur noch bedauernswerte, hornlose Euterträger. Kühe mit Hörnern sieht man nur noch selten, und ein Fotograf, der eine „echte“ bayrische Landschaft mit „echten“ Kühen aufnehmen will, muss lange laufen. Das, was heute im allgemeinen auf den Weiden herum läuft, ist nicht gerade ein schöner Anblick, wie es in den Versen eines Heimatdichters zum Ausdruck kommt:

Die Kuh
Ich stehe gern am Weidezaun,
Um dort den Kühen zuzuschauen,
Wie sie sich anscheinend freuen,
Wenn sie ihr Fressen wiederkäuen.
Doch tun mir in der letzten Zeit
Die armen Tiere wirklich leid:
Es fehlt ihnen der Kopfschmuck vorn,
Die Kuh von heute hat kein Horn.
Und ganz scheußlich kommt mir vor:
Die gelbe Marke je am Ohr.
Das Bild von diesen armen Tieren
Kann einen nicht mehr amüsieren.
Zu traurig schauen die Viecher aus:
Für jeden Tierfreund ist’s ein Graus.
Heut‘ ist die Kuh, so könnt‘ man meinen,
Nichts als ein Euter auf vier Beinen.

Schlimm ist, dass von allen bayrischen Landkreisen dass Berschtesgadener Land Schlagzeilen dadurch macht, dass es nach der Statistik zu denjenigen gehört, in denen die Kühe am wenigsten auf die Weide dürfen. Nur zwischen 10 und 30 % der Kühe lässt man hier noch an die frische Luft. Die Bilder, die uns die Molkereien und die Werbung vorgaukeln, sind nur schöner Schein. Dass das Berchtesgadener Land in der Statistik am Ende steht, ist bei der Landschaftsstruktur dieses Gebiets besonders traurig, denn auf den Almen kann man ja schlecht mit dem Traktor mähen, so dass die Kühe dort zwangsläufig weiden müssen. Wir staunen über Niederbayern, wo solche Zwänge nicht bestehen und trotzdem mehr Kühe draußen sein dürfen als bei uns.
Wenn die Kühe im Stall mit gemähtem Gras gefüttert werden, müssen sie zwangsläufig das fressen, was da unvermeidlicherweise mit hinein gemischt wird, nämlich Hundekot. Das ist lebensgefährlich für die Tiere. Davon berichtete der ORF. Zwei Bauern entlang bekannter Geh- und Radwege an der sogenannten Ischlertrasse hatten Gewebeproben ihrer toten Tiere untersuchen lassen – „in zehn Fällen ist dieser Verdacht tierärztlich bestätigt worden“, sagte Helmut Mödlhammer (ÖVP), Hallwanger Bürgermeister und Präsident des Österreichischen Gemeindebundes.
Nun diskutieren die Politiker über eine Weideprämie, die an Bauern gezahlt werden soll, die ihre Kühe mindestens ein Vierteljahr draußen lassen. Mancherorts soll sie schon praktiziert werden. Muss denn bei uns alles bezahlt werden: Prämien fürs Nicht-Verdrecken des Grundwassers durch Odel, „Wurfprämien“ für Gebärende…? Kann man nicht stattdessen Mindestanforderungen für die Tierhaltung aufstellen, zu denen auch ein ausreichender Auslauf gehört?

Eingesperrte Kühe im schönsten Teil Deutschlands

Interessant ist ja manchmal, was Kinder so beobachten und die Erwachsenen vielleicht gar nicht bemerken: Eine Urlauberfamilie steigt aus dem Auto aus, ein kleines Kind schaut suchend herum und fragt: „Wo sind denn hier die Kühe?“ Ja, wo sind sie denn?
Haben Sie auch schon gemerkt, dass immer weniger Kühe auf der Weide stehen? Wenn in unserer idyllischen Berglandschaft immer mehr die Kühe fehlen, so ist das nicht gerade erfreulich. Aber vielleicht ist das ja auch gar nicht schade, wenn die Kühe nun meist im Stall bleiben, denn sie sind ja heutzutage nur noch bedauernswerte, hornlose Euterträger. Kühe mit Hörnern sieht man nur noch selten, und ein Fotograf, der eine „echte“ bayrische Landschaft mit „echten“ Kühen aufnehmen will, muss lange laufen. Das, was heute im allgemeinen auf den Weiden herum läuft, ist nicht gerade ein schöner Anblick, wie es in den Versen eines Heimatdichters zum Ausdruck kommt:

Die Kuh

Ich stehe gern am Weidezaun,
Um dort den Kühen zuzuschauen,
Wie sie sich anscheinend freuen,
Wenn sie ihr Fressen wiederkäuen.
Doch tun mir in der letzten Zeit
Die armen Tiere wirklich leid:
Es fehlt ihnen der Kopfschmuck vorn,
Die Kuh von heute hat kein Horn.
Und ganz scheußlich kommt mir vor:
Die gelbe Marke je am Ohr.
Das Bild von diesen armen Tieren
Kann einen nicht mehr amüsieren.
Zu traurig schauen die Viecher aus:
Für jeden Tierfreund ist’s ein Graus.
Heut‘ ist die Kuh, so könnt‘ man meinen,
Nichts als ein Euter auf vier Beinen.

Schlimm ist, dass von allen bayrischen Landkreisen dass Berschtesgadener Land Schlagzeilen dadurch macht, dass es nach der Statistik zu denjenigen gehört, in denen die Kühe am wenigsten auf die Weide dürfen. Nur zwischen 10 und 30 % der Kühe lässt man hier noch an die frische Luft. Die Bilder, die uns die Molkereien und die Werbung vorgaukeln, sind nur schöner Schein. Dass das Berchtesgadener Land in der Statistik am Ende stehen, ist bei der Landschaftsstruktur dieses Gebiets besonders traurig, denn auf den Almen kann man ja schlecht mit dem Traktor mähen, so dass die Kühe dort zwangsläufig weiden müssen. Wir staunen über Niederbayern, wo solche Zwänge nicht bestehen und trotzdem mehr Kühe draußen sein dürfen als bei uns.
Nun diskutieren die Politiker über eine Weideprämie, die an Bauern gezahlt werden soll, die ihre Kühe mindestens ein Vierteljahr draußen lassen. Mancherorts soll sie schon praktiziert werden. Muss denn bei uns alles bezahlt werden: Prämien fürs Nicht-Verdrecken des Grundwassers durch Odel, „Wurfprämien“ für Gebärende…? Kann man nicht stattdessen Mindestanforderungen für die Tierhaltung aufstellen, zu denen auch ein ausreichender Auslauf gehört?
Was die hornlosen Kühe anbetrifft, erschien vor längerer Zeit einmal den Artikel eines Wissenschaftlers, der behauptet hat, dass die Hörner für die Verdauung der Tiere wichtig seien und dass deshalb die Verhinderung des Hornwachstums Tierquälerei sei. Wie ist man über den Mann hergefallen! Er hat Glück gehabt, dass es ihm nicht so erging wie dem bedauernswerten Herrn Mollath. Aber er hat offenbar Recht gehabt. Das Fernsehen brachte nämlich einen Beitrag darüber, dass die Laktose-Intoleranz immer mehr zunimmt und dass diejenigen, die an dieser Krankheit leiden, durchaus Milch von Kühen mit Hörnern trinken können. Man sieht also, dass die Verdauung bei der Kuh tatsächlich unterschiedlich zu laufen scheint, je nachdem, ob eine Kuh Hörner hat oder nicht. Offenbar ist es aber auch für die Menschen von Bedeutung, dass man der Kuh ihre Hörner lässt.