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Bayern ist anders!

Bayern hat nicht nur wunderschöne Gasthäuser. Auch das, was es dort zu essen gibt, ist ein Genuss. Nehmen wir mal als Beispiel etwas Einfaches: das Sauerkraut. Besonders gut soll es sein, wenn es aus dem Spreewald kommt. Als Bayer muss man das bezweifeln:

Sehen Sie sich erst einmal hier das Bild 8 an! Es zeigt drei Bäuerinnen aus dem Spreewald, die mit Gummistiefeln den Kohl zusammen treten, um daraus Sauerkraut zu machen.
Ganz anders funktioniert die Sauerkrautproduktion in Bayern: Da muss eine Jungfrau mit frisch gewaschenen Füßen das Kraut in einem Holzbottich zusammen stampfen.
Und nun machen Sie mal einen Vergleichstest! Guten Appetit!

Hier irrte Jesus

Heute mal ein paar ganz unorthodoxe Gedanken zum Sonntag:

Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“ sagte Jesus bekanntlich zum ungläubigen Thomas. In Wirklichkeit ist es aber genau umgekehrt:
Der Mensch glaubt eher das, was in alten Büchern steht, als das, was er selber erlebt. Klingt das für Sie wenig überzeugend? Hier der Beweis:

Es ist ja Mode, alte Opern in die Neuzeit zu transponieren, um den Menschen die Handlung des Werks näher zu bringen. Stellen Sie sich nun aber mal vor, man würde dasselbe mit dem Neuen Testament machen. Oder wie wäre es überhaupt, wenn Jesus nicht vor 2000 Jahren in Bethlehem, sondern heutzutage in Bayern geboren worden wäre? Wie würde das wohl ablaufen? Vielleicht so:
Die Bildzeitung hätte vielleicht diesen Bericht mit der folgenden Schlagzeile gebracht:

Jungfrauengeburt in bayerischen Schnipfling
In Bayern soll es zu einer Jungfrauengeburt gekommen sein. Die 18-jährige ledige Maria S. soll schwanger geworden sein, obwohl sie keinen Geschlechtsverkehr mit einem Mann gehabt haben soll. Ihre Hebamme, die sie berät, bestätigte, dass die junge Frau noch unberührt sei.
Maria S. behauptet, ein Engel sei ihr im Traum erschienen und habe ihr die Botschaft überbracht, dass sie ein Kind vom Hl. Geist unter dem Herzen trage. Maria S. hat sich ihrem Pfarrer anvertraut und der hat ihre Geschichte für glaubhaft befunden. Er hat der Pfarrgemeinde das freudige Ereignis in seiner Sonntagspredigt mitgeteilt. Seitdem kommen viele Menschen in das Dorf, um Maria S. zu sehen. Aber die hat Angst vor dem Rummel und zeigt sich nicht.“
Soweit der Bericht unseres Reporters aus Schnipfling.
Bild hat nun mit dem Gynäkologen Prof. Gaden gesprochen.
Bild: Herr Prof. Gaden, gibt es so etwas wie eine Jungfrauengeburt?
Prof. Gaden: Natürlich gibt es Fälle, in denen es bei unberührt scheinenden Frauen zu einer Schwangerschaft kommen kann. Ich glaube, ich brauche das hier nicht näher zu erklären. Meine Tante pflegte zu sagen: „Es gibt Frauen, die brauchen eine Männerhose nur anzusehen und schon sind sie schwanger.“ Aber Sie fragen wahrscheinlich nicht danach, wie es zu solchen Schwangerschaften kommt.
Bild: Sie haben recht. Wir wollen wissen: Gibt es eine Schwangerschaft, die nicht durch ein männliches Spermium ausgelöst wurde?
Prof. Gaden: Es existieren Berichte über solche Fälle. Es gibt sogar Schätzungen, dass in 0,05% aller Schwangerschaften kein Spermium beteiligt ist. Aber wissenschaftlich abgesichert ist das alles nicht. Man ist da noch in der Experimentierphase.
Bild: Und wie sehen diese Experimente aus?
Prof. Gaden: Es gibt zahlreiche Tierarten, die sich durch Parthenogenese fortpflanzen. Und so entstand die Idee, dies auch bei solchen Tieren zu probieren, die sich wie der Mensch normalerweise durch Begattung vermehren. Man hat bei Mausweibchen deren Eier einem Stromschlag ausgesetzt und damit eine Mitose ausgelöst.
Bild: … eine was?
Prof. Gaden: Mitose ist eine Zellteilung, wie sie sonst durch ein Spermium initiiert wird.
Bild: Also der Beginn der Jungfernzeugung?
Prof. Gaden: Genau!
Bild: Lässt sich das Experiment auf den Menschen übertragen?
Prof. Gaden: Das ist die Frage! Ich persönlich glaube schon, dass es bei den Frauen genau so ist. Und ich glaube, dass nicht nur der Schock eines Stromschlags, sondern auch ein psychischer Schock solche Folgen haben kann.
Bild: Und was heißt das für den Fall Maria S.?
Prof. Gaden: Wir wissen, dass insbesondere Frauen sich so sehr in das Martyrium von Heiligen versetzen können, dass sie Stigmata bekommen. Warum soll dann eine Frau, die meint, der Heilige Geist sei über sie gekommen, kein Kind von ihm bekommen? Ich jedenfalls kann mir das gut vorstellen.
Bild: Herr Prof. Gaden: Wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Inzwischen ist Maria S. vor dem entstandenen Wirbel um ihre Geburt geflohen. Sie will ihr Kind in aller Ruhe an einem geheim gehaltenen Ort zur Welt bringen. Am Tag, als Maria S. dann aber doch in ihrem Heimatort nieder kam, wollen verschiedene Menschen eine Stimme vom Himmel gehört haben, die sagte: „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe.“
Die Bewohner von Schnipfling haben nun eine Kapelle gebaut, die an die – wie es heißt – „unbefleckte Empfängnis“ erinnern soll. Die Kapelle ist nun das Ziel zahlreicher Wallfahrer.“

Zur Klarstellung: Das vorstehend Geschriebene ist keinesfalls blasphemisch gemeint, sondern soll nur zeigen, wie unterschiedlich man ein Geschehen sehen kann je nach dem, ob es aktuell geschieht oder schon lange zurück liegt.
Aus christlicher Sicht gesehen ist es also gut, dass das Neue Testament ca. 2000 Jahre alt ist.