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Junckers Erfolg? Der Deal mit Trump

Der Teufel ist fleißiger als der liebe Gott: Er steckt sogar im Detail.
H.Pöll

Es wird darüber spekuliert, wer denn bei dem Deal zwischen Juncker und Trump gewonnen habe. Es ist ganz einfach: Keiner. Der Deal erweist sich als hohle Sprechblase, die immerhin einen Waffenstillstand zur Folge hat und beiden Seiten nützt.
Für die EU sind die Strafzölle für Autos erst mal vom Tisch, allerdings fragt sich für wie lange. Und die Zölle für Alu sollen aufgehoben werden, und es fragt sich: Wann?
Entsprechendes gilt für Junckers Zusage, Sojabohnen und Flüssiggas zukaufen: Die EU ist kein Händler. Was gekauft wird, entscheiden selbständige Unternehmer. Wird es also zum Streit darüber kommen, ob und in welcher Höhe die EU für die Einkäufe der Unternehmer gerade stehen muss?

Wir sehen also: Der Deal zwischen Trump und Juncker besagt gar nichts außer, dass beide Seiten keinen Handelskrieg wollen und das ist doch viel wert.

EU-Wahl: Hört nicht auf die Bischöfe!

Ich finde, die Bischöfe sollten sich politisch neutral verhalten. Aber sie können’s halt nicht lassen. Jetzt rufen sie mal wieder zur EU-Wahl auf. Sie übersehen dabei, dass auch Nicht-Wählen ein politisches Signal ist:
https://autorenseite.wordpress.com/nichtwahler/
Mich erinnert der Wahlaufruf an die Adenauer-Zeit, in der die Katholiken von der Kanzel herunter durch Hirtenbriefe aufgefordert wurden, „christlich“ zu wählen. Weiter zurück gehen sollte man lieber nicht:
„Kein Staat ist schlechter regiert als der, in dem alle mitregieren wollen“, sagte Kardinal Faulhaber in einer Predigt. Und auch dies: „Katholische Männer, wir beten jetzt zusammen ein Vaterunser für das Leben des Führers.“
Da kann man nur sagen: Hört nicht auf die Bischöfe, sondern auf Euer eigenes Gewissen.
Nicht versäumen sollten Sie auf jeden Fall, das zu lesen, was van Rompuy zur Wahl gesagt hat, der es ja wissen muss wie kein anderer:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/04/23/van-rompuy-haelt-eu-wahl-fuer-ueberfluessig-entschieden-wird-woanders/
Dann werden Sie die Wahl wahrscheinlich etwas anders sehen, die ohnehin ein Betrug ist, weil man so tut, als könnten Sie Schulz und Juncker wählen.
Mich erinnert das Ganze an einen Jahrmarktschreier, der versuchte, die Leute mit folgendem Spruch in seine Bude zu locken:
Treten Sie näher, kommen Sie ran,
Hier werden Sie genauso beschissen wie nebenan!