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Zwei gravierende Fehler beim Brexit


Der erste Fehler ist der, dass die EU zu wenig für den Verbleib der Briten gekämpft hat. Sie hat das Feld zu sehr den Neinsagern überlassen, ohne die Vorteile der EU heraus zu streichen und ohne auf die Gefahren des Ausstiegs nachdrücklich hinzuweisen. So konnten diejenigen viel Zuspruch bekommen, die nach Befreiung vom Joch der EU riefen.
Und der zweite Fehler beim Brexit ist der, dass in Schottland eine Stimmung gegen einen Ausstieg aus der EU herrscht, und es also sein könnte, dass das Großbritannien zu einem England schrumpft und dass dadurch neue Probleme entstehen.
Die Briten haben schon einmal einen großen Fehler gemacht, indem sie mit den USA in den Irakkrieg gezogen sind, und nun kommt offenbar der nächste große Fehler.

Wie man die Demokratie kaputt macht

Wir leben in einer Zeit, in der die Demokratie und der Rechtsstaat immer mehr kaputt gemacht werden: https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/
Wie schlimm es aber in Großbritannien um die Demokratie steht, hätte ich nicht gedacht. An sich war ja diese uralte Demokratie auch immer ein Vorbild für uns. Nun aber hat sich der Wind gedreht:
Da kann doch tatsächlich ein Premierminister das Parlament in Urlaub schicken, damit es ihm nicht „hinein pfuschen“ kann.
Und er kann auch einfach unliebsame Abgeordnete aus der Fraktion hinaus werfen. Man stelle sich vor, Merkel würde das Gleiche bei uns machen!
Das Schlimmste aber wird jetzt befürchtet, nämlich dass er den Brexit Ende Oktober ohne Vertrag vollzieht, obwohl ihm das vom Parlament verboten wurde. Wie kann denn so etwas in einer Demokratie möglich sein? Und wie steht es dann um den Austritt Großbritanniens: Ist der ohne parlamentarische Billigung wirksam? Gibt es dann eine lange Phase des Streits, in der man nicht weiß, wie zu verfahren ist: Soll man den Vollzug einstweilen aufschieben oder sofort den Brexit praktizieren?

Gott sei Dank! Bye-bye Great Britain!

Der Brexit rückt näher. Die EU sollte nicht traurig sein, wenn uns die Briten verlassen. Ein Land, in dem abscheuliche Verbrechen geschehen wie die folgenden, entspricht nicht dem Standard, den es als EU-Mitglied haben sollte. Da regen wir uns über Polen auf wegen dessen Umgang mit der Justiz, aber kein Politiker traut sich, etwas über die Zustände in Großbritannien zu sagen:
> In London gab es allein zwischen November 2016 und April 2017 mehr als 400 Angriffe mit Säure, die den Opfern ins Gesicht gegossen wird. Wenn man die entstellten Opfer sieht, fragt man sich, wie Menschen zu solchen Ungeheuerlichkeiten fähig sein können.
> London ist die Hauptstadt der Messerstecher geworden: Im vergangenen Jahr wurden allein in England und Wales 285 Menschen erstochen.
> Gerade wurde Özil Opfer von Motoradfahrern, die Ihn mit Messern bedrohten, weil sie ihm sein Auto rauben wollten.
> Die Vergewaltigungen haben dort binnen 5 Jahren um 20 % zugenommen.
Wenn die Briten weiter in der EU bleiben würden, bestünde die Gefahr, dass diese Welle von Verbrechen zu uns herüber schwappt. Wie sagt nämlich ein Sprichwort? „Ein fauler Apfel kann eine ganze Kiste Obst verderben.“
Also: Bye bye Great Britain! Ihr habt es nicht anders verdient mit eurem Kasper Johnson.