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Antisemit Ban Ki Moon – eine ironische Betrachtung

Da kann man nur sarkastisch werden:

Schon wieder können wir ein erschreckendes Beispiel von Antisemitismus ausmachen:
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den neuerlichen Beschuss einer UN-Schule im Gazastreifen durch die israelische Armee als „weitere schockierende Verletzung des Völkerrechts“ kritisiert. Er sprach von einer „moralischen Schandtat“ und einem „kriminellen Akt“ Israels.
Ban Ki Moon sollte doch wissen, dass das Völkerrecht nur für Friedenszeiten gemacht wurde. Aber im Ernstfall greift man zu Giftgas wie in Syrien oder bombardiert gezielt die Bevölkerung wie in Dresden. Dagegen muss man doch die Art der Kriegführung durch Israel direkt als human bezeichnen, denn dabei sind die toten Zivilisten doch nur ein Kollateralschaden (Wenn ich mich recht erinnere, stammt dieser Begriff vom früheren Verteidigungsminister Scharping). So etwas muss man bei modernen Kriegen einfach in Kauf nehmen. Schauen Sie sich die Listen der Toten der letzten Kriege an: Immer gab es mehr tote Zivilisten als Soldaten. Das ist doch logisch, weil es mehr Zivilisten als Soldaten gibt. Und das will man nun Israel vorwerfen? Wie human die Israelis im Gaza-Streifen vorgehen, belegt doch die Tatsache, dass sie immer wieder Feuerpausen einlegen, damit die Palästinenser Tote und Verwundete bergen können. Hat es so etwas vielleicht im letzten Weltkrieg gegeben?
Man sieht: Der Antisemitismus breitet sich immer mehr aus. Da muss mal wieder Gauck ran.
Aber im Ernst: Warum hören wir von Gauck nicht ähnliche Worte wie von Ban? Und wenn die Israelis sich das Recht nehmen, Krankenhäuser und UN-Schulen zu bombardieren, weil dort angeblich Waffen der Hamas lagern: Warum sehen wir für die Waffen keinen Beweis?

Gewissen, Schuld, Verdrängung

Ich bin kein Psychologe oder Psychiater, sondern ganz schlicht jemand, der so seine Beobachtungen macht und sie notiert, beispielsweise in dieser Geschichte über den „Ordensträger“, die zur Zeit in der Leseecke zu finden ist:
https://autorenseite.wordpress.com/leseecke/
Bisher dachte ich immer, es gäbe Leute, die kein Gewissen haben. Und ich glaubte auch, dass diejenigen, aus ihrer Sicht richtig handeln, kein Gefühl von Schuld spüren. Aber es scheint doch anders zu sein:
Dazu ein paar Beispiele:

Ein Soldat, der in Afghanistan gekämpft hat, kehrt so schwer traumatisiert in die Heimat zurück, dass seine Ehefrau sagt: Er ist geistig immer noch in Afghanistan und wird wohl nie nach Hause zurück kommen. Seine Frau schildert, dass er nachts im Schlaf schreit. Und wenn ihr kleines Kind schreit, bekommt er regelrechte Anfälle.

Gerade hat ein niederländisches Gericht festgestellt, dass die Niederlande schuld am Massaker von Srebrenica sind. Ein niederländischer Soldat kommt immer noch nicht mit seiner persönlichen Schuld an diesem Drama zurecht, obwohl er auf Befehl handelte. Er sagt, er hätte sich notfalls allein den Serben entgegenstellen müssen und es wäre ihm lieber gewesen, er wäre dabei erschossen worden, als mit seiner Schuld weiter leben zu müssen.

Was die moderne Kriegführung anbetrifft, meint man immer, dass Töten zu einer Art Kriegsspiel geworden sei, bei dem man das Gewissen nicht mehr spüre. Dennoch las ich, dass die amerikanischen Soldaten, die Drohneneinsätze vom Computer aus steuern, schnell traumatisiert sein sollen und ausgetauscht werden müssten.

Als nach dem Krieg die Serben Rache an den Kroaten nahmen und Tausende liquidierten, fiel das Morden selbst den Mördern nicht leicht. Mindestens zehn der „Liquidatoren“ sind verrückt geworden.
http://www.profil.at/articles/0922/560/243122/rache-wurzeln-partisan-simo-dubajic-massenmoerder

Und wenn die israelischen Soldaten demnächst „siegreich“ aus Palästina heimkehren, wird mancher sich so fühlen wie der „Ordensträger“ in der oben erwähnten Geschichte oder wie der erwähnte niederländische Soldat, die beide lieber Opfer gewesen wären.