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Die unglaubliche Dummheit des Militärs

Was man über den Abschuss des ukrainischen Passagierflugzeugs liest, zeugt von unglaublicher Dummheit des Militärs. Zunächst einmal darf es einfach nicht vorkommen, dass man ein Flugzeug der zivilen Luftfahrt als angreifendes Flugobjekt einstuft. Wenn man schon militärische Anlagen in der Nähe eines Flughafens unterhält, dann muss man eben den zivilen Flugverkehr auf dem Radarschirm verfolgen, abgesehen davon, dass zivile Flugzeuge sich sowieso durch Signale zu erkennen geben. Es zeugt schon von unglaublicher Dummheit, wenn trotz aller Sicherungsmöglichkeiten ein Flugzeug der zivilen Luftfahrt abgeschossen wird.
Aber die Dummheit geht noch weiter: Da wollte man doch tatsächlich der Welt weismachen, der Absturz des Flugzeugs sei auf einen technischen Defekt zurück zu führen. Dabei kann selbst ein Laie durch bloßen Augenschein feststellen, dass der Flugzeugrumpf von außen her durchlöchert wurde. Wer das nicht versteht, sollte mal einen Nagel in eine Dose schlagen und sich fragen, wie man den Leuten einreden kann, dieses Loch sei von innen her verursacht worden.
Dieser Abschuss ist nun der zweite bekannt gewordene, nachdem über der Ukraine eine niederländische Passagiermaschine abgeschossen wurde. Anscheinend reichen die herkömmlichen Sicherungen des zivilen Flugverkehrs nicht aus, um Menschen vor der Dummheit des Militärs ausreichend zu schützen.
In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass ein großer Teil der gefallenen Soldaten dem „friendly fire“ der eigenen Truppen zum Opfer fällt; im Vietnamkrieg waren es 18 % der Amerikaner. Dabei wird man aber wohl vermuten dürfen, dass die Dunkelziffer sehr hoch ist, denn wer gibt schon so etwas gerne zu? Nun trifft also das friendly fire auch die zivile Luftfahrt.

 

Iran: Ist das wieder wie beim Irakkrieg?

Erinnern Sie sich noch daran, wie der amerikanische Präsident den Irakkrieg begründete? Mit lauter Lügen. Das ist jetzt völlig unbestritten.

Daran muss ich denken, wenn Trump nun den Iran beschuldigt, die Raffinerien in Saudi-Arabien angegriffen zu haben. Die USA und ihre Vasallen, zu denen auch Deutschland gehört, sind sich einig: „Es gibt keine andere plausible Erklärung.“ Ich wüsste da schon eine andere Erklärung: Es waren die Huthi-Rebellen.
Wo bleiben die Beweise für einen Angriff durch den Iran? Sind die Trümmerteile der am Angriff beteiligten Drohnen untersucht worden? Konnte man den Hersteller identifizieren? Wenn der Iran die Drohnen produziert haben sollte, könnte er sie an die Huthi- Rebellen verkauft haben und trüge damit eine Verantwortung für die Angriffe auf Arabien, so wie wir die Verantwortung dafür tragen, was mit den Waffen geschieht, die wir in alle Welt verkaufen.
Das
s die Drohnen vom Iran aus geflogen sind, kann man sich nicht gut vorstellen. Die Straße von Hormus gehört wohl jetzt zu den am besten kontrollierten Bereichen der Welt. Da ist es doch wohl kaum möglich, dass Drohnen unbemerkt vom Iran nach Saudi-Arabien fliegen können.

Erklären Sie das mal, Herr Trump!

Trump behauptet ja, seine Drohne sei von den Iranern außerhalb von deren Staatsgebiet abgeschossen worden. Wie kann es dann sein, dass das iranische Militär die abgeschossene Drohne so schnell im Fernsehen vorführen konnte? Sie muss also auf iranischem Staatsgebiet zu Boden gegangen sein. Dorthin kann sie wohl kaum gelangt sein, nachdem sie über internationalen Gewässern getroffen wurde.
Das iranische Militär wird die Drohne auch nicht aus internationalen Gewässern gefischt haben, denn die sind tief und da  ist es erfahrungsgemäß nicht einfach, ein abgestürztes Flugobjekt im Meer zu finden. Man kann es also nicht gleich im Fernsehen vorzeigen. Die abgestürzte Drohne wird also in den Küstengewässern des Irans zu Boden gegangen sein, wo ihr Absturz beobachtet worden sein dürfte.
Im übrigen würden uns die Amis wohl auch Bilder zeigen können, wenn die Iraner die Drohne aus internationalen Gewässern heraus gefischt hätte. Sie haben ja den Standort ihrer Drohne gekannt und würden ihn kontrolliert haben, wenn er sich im internationalen Bereich befunden hätte.

Trump hat also wohl die Welt belogen, wie seinerzeit sein Vorgänger Bush jr. vor dem Irakkrieg. Und das Schlimme ist, dass er beinahe mit diesem erlogenen Rechtfertigungsgrund einen „Militärschlag“ führen wollte (was eine typisch schönfärbende Wortwahl für Kriegserklärung ist).

Wie uns die Wahrheit vorenthalten wird: Gibt es Krieg?


Bei der Anklage gegen vier Russen wegen des Abschusses von MH 17 sahen wir staunend, wie präzise so ein Vorfall aufgeklärt werden kann. Kein Winkel der Welt ist unbeobachtet.
Allerdings erleben wir nun bei den Anschlägen auf Tanker und bei dem Abschuss einer Drohne im Golf von Hormus das genaue Gegenteil:
Bei der abgeschossenen Drohne müsste doch das iranische Militär vorsichtshalber den Vorfall genau dokumentiert haben, so dass bewiesen werden kann, wo sich das Fluggerät befunden hat. Auch die Amis müssten doch den Flug ihrer Drohne verfolgt haben und ebenfalls belegen können, wo das iranische Militär zugeschlagen hat. Aber was wird uns präsentiert? Nichts als gegenseitige Beschuldigungen.
Ähnlich war es bei den Anschlägen auf Tanker. Die Amis haben uns Bilder gezeigt, auf denen angeblich zu sehen ist, wie das iranische Militär eine nicht explodierte Miene entfernt. Kann es überhaupt sein, dass der Iran in der sicherlich stark überwachten Gegend des Golfs von Hormus unbeobachtet ein Schiff zu einem Tanker fahren lassen kann? Wollen uns die Amis erzählen, dass einer ihrer Hubschrauber zu einem angegriffenen Tanker fliegt um Aufnahmen zu machen, ohne dass die weitere Bewegung der Täter verfolgt wird?
Bin ich zu naiv, wenn ich glaube, dass es doch wohl auch Satellitenaufnahmen von diesen Vorgängen geben müsste?
Jedenfalls steht doch wohl auf jeden Fall fest, dass uns die Wahrheit vorenthalten wird, und das verheißt nichts Gutes. In den USA wird nun schon der Ruf laut, es müsse einen Gegenschlag wegen des Abschusses der Drohne geben. Trump soll sogar nach Pressemeldungen Luftschläge gegen den Iran frei gegeben haben, dies aber vor der Ausführung wieder rückgängig gemacht haben. Wir fragen uns, ob dies die Wahrheit ist oder ob nur der Iran mit so einem Bericht eingeschüchtert werden soll.
Wir fragen uns weiter: Gibt es jetzt Krieg? Das Schlimme ist, dass dies allein ein Mann wie Trump entscheidet.
Und da sehen wir wieder, wie engstirnig unsere Politik ist: Es gehörte immer zum „guten Ton“, in China mehr Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einzufordern. Aber haben wir je gehört, dass es ein deutscher Politiker gewagt hätte, in den USA dasselbe zu sagen? Guantanamo und die Kriegsherrenposition des amerikanischen Präsidenten wären doch genug Anlass hierzu gewesen. Sollen wir ewig schweigend hinnehmen, dass der amerikanische Präsident ohne demokratische Legitimation die Welt in einen Krieg stürzen kann?

Gibt es jetzt Krieg?


Zunächst einmal muss man wissen, dass der amerikanische Präsident selbst entscheiden kann, ob er Krieg führen will, ohne sich vom Kongress behindern zu lassen: Daher konnte Trump entsprechend der Tradition seiner Vorgänger ohne Einflussnahme des Kongresses beispielsweise am 7. April 2017 Marschflugkörper auf einen syrischen Militärflugplatz feuern. So gesehen liegt also vielleicht das Schicksal der Welt ausgerechnet in der Hand dieses Mannes. Und der verhält sich genau so, wie wenn er einen Krieg gegen den Iran führen wollte:
Er hat sich schon Verbündete geschaffen, indem er die Saudis entgegen den Beschlüssen des Kongresses mit Waffen belieferte. Und die Israelis hat er noch fester hinter sich gebracht gebracht, indem er Jerusalem als ihre Hauptstadt anerkannte. Wer weiß, welche Zusagen er dabei hinten herum erhielt? Den Israelis wäre es ohnehin recht, wenn Trump ihren Erzfeind Iran bekämpfen würde.
Ein Krieg gegen den Iran kann also nur mit einem „grandiosen“ Sieg der USA enden, und einen solchen Sieg braucht Trump, um seine Wiederwahl zu sichern. Daher macht er alles genauso wie sein Vorgänger Bush jr.:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/06/15/warnung-an-alle-politiker-trump-auf-den-spuren-von-bush-jr-wie-im-irakkrieg/
So wirft er dem Iran wahrheitswidrig vor, an Atomwaffen zu basteln.
Und er veröffentlicht ein nichtssagendes „Beweisfoto“ für einen Angriff des Irans auf Tanker. Damit überzeugt er seine Vasallen Saudi-Arabien und Großbritannien. Und bald werden andere in diesen Mainstream einstimmen.
So, und nun braucht er nur noch einen kleinen Anlass, um endlich los schlagen zu können.

Trump auf den Spuren von Bush jr. – wie im Irakkrieg


Erinnern Sie sich noch an den Irakkrieg? Als Bush jr. sich bei der Präsidentschaftswahl nochmals als Kandidat bewarb, standen seine Chancen nicht besonders. Da musste ein Sieg her, wie er seinem Vater einen Popularitätsschub brachte. So begann er mit erlogenen Argumenten den Irakkrieg. Sein Außenminister belegte mit fadenscheinigen Bildern die Behauptung, Saddam Hussein bastele an Atombomben. Dieser Kriegsgrund bestand in Wirklichkeit auch deshalb nicht, weil eine internationale Kommission im Irak unterwegs war, um nach eventuellen Atombomben zu suchen. Die USA hätten ja ohne weiteres diese Wissenschaftler an die Stelle leiten können, wo die angeblichen Atombomben lagern sollten. Man sieht also: der Kriegsgrund war in jeder Beziehung nur vorgeschoben.

Nun läuft bei Trump alles wieder so wie damals bei Bush jr.: Trumps Wiederwahl muss vorbereitet werden und seine Chancen stehen auf Spitze und Knopf. Da muss also auch wieder ein Sieg her.
Auch nun behauptet Trump, der Iran halte sich nicht an den Atomwaffensperrvertrag. Den Beweis ist er schuldig geblieben. An einer Klärung durch die IAEO ist er nicht interessiert.
Die neuerlichen Angriffe auf Tanker schiebt Trump dem Iran in die Schuhe. Das ist so unsinnig, dass nur sein treuester Vasall Großbritannien ihm beispringt: Der britische Außenminister erklärte nämlich, kein anderer Staat oder nicht-staatlicher Akteur käme dafür vernünftigerweise in Betracht.
Um der Vernunft des Ministers auf die Sprünge zu helfen, seien ihm die theoretischen Erklärungsmöglichkeiten für die Angriffe auf die Tanker erklärt:
1. Trump selbst könnte die Angriffe in Auftrag gegeben haben, um einen Krieg zu führen, der seine Wahlaussichten verbessert.
2. Er könnte die Angriffe auch deshalb durchgeführt haben, um den Ölpreis zu steigern.
3. Israel hat ein Interesse, seinen Erzfeind Iran auszuschalten, der dem Land dauernd mit der Vernichtung droht.
4. Und auch die Araber sind mit dem Iran verfeindet und so wäre es ihnen recht, wenn Trump gegen diesen Feind einen vernichtenden Schlag führen würde.
5. Schließlich gibt es ja auch noch Terrorakte des IS.

Merkwürdig ist, wie wenig die USA zur wirklichen Aufklärung des Falles beitragen: Sie bieten nur ein nichtssagendes Foto auf. Tatsächlich aber müssten sie über über genaues Material verfügen, das die Vorfälle dokumentiert. Die ganze Welt wird von Satelliten überwacht, sicherlich besonders die Straße von Hormus. Wo bleiben solche Bilder, wie wir sie beispielsweise von den LKWs Saddam Husseins gesehen haben oder vom Abschuss des Flugzeugs MH17 über der Ukraine?
Man sieht: Trump vernebelt die Lage, um der Welt eine Version aufzuschwatzen, die nichts Gutes verheißt.

Plot: America first!


Ein Plot ist das Handlungsgerüst eines Films. Und manchmal denke ich, mir würde da schon einiges einfallen.
Hier ein Plot© darüber, wie die USA die Weltherrschaft an sich reißen:
Man bringt einem russischen Exspion Gift bei und behauptet, das seien die Russen gewesen. So löst man tiefgreifende Sanktionen gegen Russland aus und hält auf diese Weise diesen Konkurrenten klein.
Dann behauptet man grundlos, der Iran bastele an Atombomben. Die USA verhängen Sanktionen gegen den Iran und verlangen, dass die anderen westlichen Staaten mitmachen. Weil dadurch ein Hauptproduzent von Erdöl ausfällt, steigt der Ölpreis und die USA als größter Erdölförderer verdienen plötzlich ein Vielfaches im Verhältnis zu vorher. Der Dollar wird zur einzigen Leitwährung. Und dann zwingen die USA die anderen Staaten mit ihrer „America-first-Politik“ durch Strafzölle in die Knie.
So geht Weltherrschaft ganz ohne Krieg.

Wie gesagt: Das ist nur ein Fantasiegebilde für einen Film. Aber so einfach könnte es doch auch in Wirklichkeit funktionieren oder?

Heute ist ein bedeutungsvoller Tag


Trump wird heute Abend verkünden, ob er an der Aussetzung der Sanktionen gegen den Iran festhält. An sich wäre ja er nach dem Atomabkommen dazu verpflichtet. Aber was interessieren ihn schon Verträge, wie sich beim Klimaschutzabkommen gezeigt hat. Für ihn sind sie das Papier nicht wert, auf das sie geschrieben wurden.
Andererseits pocht er ständig darauf, dass wir unsere Verteidigungsausgaben auf 2% des Sozialprodukts erhöhen, obwohl es nur in einer bloßen Absichtserklärung der NATO steht.
Wie würde es weiter gehen, wenn Trump aus dem Atomabkommen aussteigt? Auf jeden Fall würde es zu einer Eskalation kommen. Und Trump ist durchaus zuzutrauen, dass er sich dann mit Israel zusammentut und einen Präventivschlag führt.
Dass ein – sagen wir mal so: – psychisch auffälliger Mann wie er womöglich das Schicksal der Welt bestimmen kann, indem er einen Krieg beginnt, ist eine Vorstellung, die jedem einen Schauder über den Rücken jagen sollte.
Politiker sollten etwas tun, was merkwürdigerweise noch keinem eingefallen ist: Sie sollten in den UN darauf bestehen, dass kein Staatschef als oberster Kriegsherr nach eigenem Gutdünken einfach los schlagen darf, wie Trump.May und Macron es in Syrien getan haben, sondern dass es dazu eines demokratischen Auftrags des Parlaments oder eines Ausschusses bedarf.

Folgt nach dem Irakkrieg ein Irankrieg?


Erinnern Sie sich noch, wie es damals war, als Bush den Irak überfiel und er damit die Nahostkrise auslöste, unter der wir heute leiden? Damals log Bush der Weltöffentlichkeit vor, Saddam Hussein bastele an Atombomben. Die „Beweise“ waren so fadenscheinig, dass kein Anwalt so einen Unsinn vor Gericht vorbringen würde. Hinzu kam, dass im Irak eine internationale Untersuchungskommission unterwegs war, die ja die Sache hätte aufklären können. Aber Bush ging es ums Öl und einen militärischen Sieg, den er für die Wahlen brauchte.
Nun läuft es mit dem Iran ähnlich: Ministerpräsident Netanjahu
warnte vor einem geheimen Atomprogramm des Iran. Obwohl die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) diese Behauptungen bestreitet, sieht sich Donald Trump in seiner Iran-Kritik bestätigt. Lockt Israel die USA in einen Präventivschlag und einen möglichen Krieg gegen den Iran? Das Verhalten Trumps lässt das Schlimmste befürchten. Er will aus dem Atom-Abkommen aussteigen. Vernünftig wäre es an sich, wenn man die Internationale Atom-Organisation, die ja dazu da ist, beauftragen würde, den Vorwürfen Israels nachzugehen. Aber Trump will das nicht, denn er hat schon eine vorgefasste Meinung. Und die lässt das Schlimmste befürchten. Er bräuchte jetzt wie Bush damals einen Krieg, der den Schlamassel, in dem er steckt, vergessen lässt: Gerade kündigt Stormy Daniels‘ Anwalt neue Beweise in der Schweigegeldaffäre zwischen dem Pornostar und US-Präsident Trump an: Amerika werde davon so „angeekelt“ sein, dass es Konsequenzen fordern werde.