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„Was nun, Herr Laschet?“ Ein typisch lasches Mainstream-Interview im ZDF

Bei dem Interview, das die Spitzen des ZDF mit dem CDU-Vorsitzenden führten, fühlte ich mich an meine Schulzeit erinnert. Wenn ich einen Aufsatz mit dem Inhalt des Interviews geschrieben hätte, hätte der Lehrer darunter geschrieben: „Note 6! Thema verfehlt“
Das Interview befasste sich nämlich nicht mit der Frage „Was nun?“, sondern mit dem Thema: „Warum hat die CDU die Wahl verloren?“
Das Interview reiht sich also in die üblichen derartigen Veranstaltungen der Öffentlich Rechtlichen ein:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/08/03/unertraegliche-staatstragende-sommerinterviews-in-ard-und-zdf/
Da wären nun die Privaten gefragt. Das wäre doch mal etwas für RTL & Co. Herr Klöppl, stellen Sie doch mal Herrn Laschet die notwendigen Fragen, damit die Bürger wissen wo es lang geht:
https://autorenseite.wordpress.com/2021/03/15/cdu-csu-nur-so-gehts-aus-dem-tal-der-traenen/
So langsam sind die Wähler nämlich aufgewacht und merken bei der Handhabung der Pandemie, dass der Regierungsapparat ins Stottern kommt, und da fragen sie sich nun auch auf einmal, ob denn wirklich alles so „alternativlos“ ist, was die Kanzlerin so hingestellt hat. Sie wollen wissen, wohin die Reise geht. Aber weiß das die Regierung und schaut sie über den Tellerrand des Alltags hinaus?
Wie sagte noch Helmut Schmidt über die GroKo:
„Das gegenwärtig zur Verfügung stehende Personal ist nicht sonderlich geeignet, gemeinsam zu regieren, weil beide Seiten nicht ausreichend wissen, was sie eigentlich wollen.“

Harry und Meghan – meine Sicht

Buckingham Palast, Quadrat, Statue

An sich interessieren mich die Geschichten von Royal und Promis nicht. Aber das Interview mit Harry und Meghan ist halt etwas anders.
Da stelle ich erstaunt fest, dass ein doch entgegen allen Erwartungen nur sehr gemäßigt ausgefallenes Interview in Großbritannien auf ein schlimmeres Echo stößt als die Sexeskapaden von Prinz Andrew.
Und sehr merkwürdig finde ich, dass der Palast die ehemalige Wohltätigkeitsorganisation von Prinz Harry und Herzogin Meghan nun untersuchen lässt. Hat man hier etwas unter der Decke gehalten, was man nun „zur Strafe“ heraus kramt?
Überall wittert man heute Rassismus. Heute darf man nicht einmal fragen, welche Hautfarbe ein Kind haben wird, dessen Großmutter eine Schwarze ist? So etwas gilt gleich als Rassismus anstatt als bloße Neugier. Man kann es doch positiv sehen, dass ein Braunton etwas mehr Farbe ins Königshaus bringen würde.
Ob Meghan sich vorstellen kann, wie viele mit ihrem Leben „im goldenen Käfig“ gerne getauscht hätten, anstatt auf Selbstmordgedanken zu kommen? Hat sie diese vielleicht nur deshalb gehabt, um ihren Harry zum Umzug in ihre Heimat zu bewegen?

Wo ist Außenminister Maas?

Der Außenminister ist erneut in Quarantäne. Unklar ist, wo er sich befindet. Es heißt, er sei in einem Haus in Brandenburg. Da er zum zweiten Mal in Quarantäne ist, lesen wir auch, er sei wieder dort. Beim ersten Mal lasen wir, dass er von zu Hause aus arbeitet. Also dürfte er nun auch wieder zu Hause in Brandenburg sein.
Von dort aus äußert er sich kritisch über die Wahl in Washington. Dabei sitzt er zwischen zwei riesigen Fahnen der EU und Deutschlands. Ich finde einen solchen Aufzug aufgeblasen und lächerlich. Maas wirkte, als sei er nicht nur in Quarantäne. sondern als hätte er selbst Corona. Aber das lag wohl daran, dass er keine Brille auf hatte und sein Blick daher etwas krank wirkte. Er bot ein merkwürdiges Bild:  Maas als Quasi-Kranker zwischen den beiden Fahnen.
Warum kann der Mann sein Interview nicht ganz normal von daheim aus geben ohne solches Brimborium? Das wäre uns viel sympathischer.
Man fragt sich: Lebt der Mann so in einem Raum zwischen zwei Fahnen oder baute er sich diese Bühne eigens für das Interview auf?

Björn-Höcke-Interview: Was lernen wir daraus?

Manche Leute sind ja so begeistert, wenn das Fernsehen zu ihnen kommt und um ein Interview bittet, dass sie dabei jede Vorsicht vergessen. Höcke scheint so ein Naivling zu sein.
Normalerweise ist es ja so, dass den Politikern vor dem Interview die Fragen zugeschickt werden, damit er sich darauf vorbereiten kann. Wenn das nicht so ist, sollte das einem zu denken geben: Wer sind die Interviewer? Liegt ihnen etwas an einer sachlichen Diskussion oder wollen sie ihren Gesprächspartner bloß stellen?
Deshalb sollte man auf jeden Fall beachten:
Man sollte kein Interview geben ohne den Vorbehalt, dass man es vor Verwertung autorisieren muss.

Diese Leute sind unwählbar

Ich schaue mir im Fernsehen immer gerne informative Sendungen an wie Frontal, Report usw. Was mich sehr ärgert ist die Tatsache, dass unsere Volksvertreter immer öfter die Beantwortung von Fragen verweigern.
Ich meine, die Programmredaktionen der Sender sollten sich einmal zusammentun und aus ihren Sendungen all die Szenen zusammenschneiden, in denen ein Abgeordneter eine Frage eines Reporters nicht beantwortet hat. Daraus sollte man eine eigene Sendung machen und die Frage aufwerfen, ob solche Leute wählbar sind, die ihren Wählern nicht über das Fernsehen Rede und Antwort stehen. Die Arroganz dieser Leute gehört einmal so richtig bestraft.
Und man sollte im Bundestag einmal darüber nachdenken, ob man nicht in der Geschäftsordnung eine Standespflicht einführt, dass Abgeordnete sachliche Fragen von Reportern zu beantworten haben oder, wenn sie Fragen als unsachlich empfinden und nicht beantworten wollen, dies auch begründen müssen.
Was für einen Eindruck macht es auf das Volk, wenn die gewählten Leute sich weigern, Rechenschaft abzulegen! Wollen Sie die wirklich wählen?
Kein Wunder, dass die Nichtwähler immer mehr werden.
Welch ein Widerspruch ist es auch, dass die Politiker vor der Wahl den Kontakt zu den Bürgern suchen, aber sich nach der Wahl davor drücken, über ein Fernsehinterview Rede und Antwort zu stehen.