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Ersparen Sie uns Ihr Coming-out! Danke!

                

Wen interessiert das, ob ein Fußballspieler schwul ist? Ich glaube: keinen ernsthaften Menschen. Dennoch hören wir immer wieder aus Kreisen der Lesben und Schwulen die Aufforderung, die schwulen Fußballer sollten sich endlich outen.
Ähnlich war der bei Web.de veröffentlichte Artikel: „Beschämend für Deutschland: Angst vor Coming-out am Arbeitsplatz“: Dort las man: „Die meisten lesbischen, schwulen, bi-, trans- oder intersexuellen Arbeitnehmer in Deutschland haben sich einer neuen Studie zufolge im Job bislang gar nicht, oder nur wenigen Kollegen gegenüber geoutet.“ Anscheinend hätten sie Angst.
Ich frage mich, warum sollen sich Menschen ohne Grund öffentlich über ihre sexuelle Orientierung äußern? Das gehört zur menschlichen Intimsphäre, die man bewahren sollte. Es ist doch merkwürdig: Auf der einen Seite fordern die Menschen mehr Datenschutz und auf der anderen Seite sollen sie ihre intimsten Geheimnisse hinaus posaunen.
Ich glaube, die ständige Forderung der Lesben und Schwule nach einem Coming-out erklärt sich damit, dass diese Bewegung sich immer mehr in den Vordergrund spielen will. Daher auch die Love-Paraden und der Christopher-Street-Day.
Jeder, der sich outet, sollte sich überlegen, „cui bono“, also ob das für ihn gut ist. Das gilt nicht nur für die Offenlegung der sexuellen Ausrichtung, sondern auch beispielsweise für die Religion und vieles andere, was man besser für sich behalten sollte. Da tut ein bisschen Datenschutz ganz gut.

Nicht schon wieder! Missbrauch in der Kirche

Die chilenische Justiz ermittelt gegen 158 Geistliche und Laien, die in kirchlichen Einrichtungen arbeiten. Der Verdacht richtet sich auch gegen Bischöfe, die dutzendweise geschlossen zurück traten.
Was ich bei all den erschreckend vielen Missbrauchsfällen nicht verstehe, ist dies: Warum ist ausgerechnet die Kirche davon so betroffen? Es ist ja geradezu so, als ob eine Negativauslese ins Priesteramt kommt. Schuld an der Misere ist sicherlich auch der Zölibat, aber der muss ja nicht unbedingt zum Missbrauch führen. So weiß ich von einem Kloster, dass die Mönche es dort mit der Keuschheit nicht so genau nehmen, sondern ihre Freundinnen haben. Auch von vielen Priestern weiß man so etwas.
Es hat den Anschein, als ob das Priesteramt eine Anziehungskraft auf Pädophile und Homosexuelle ausübt. Das ist vielleicht damit zu erklären, dass sich Christen mit derartigen Neigungen als Sünder fühlen und dass sie ihren Drang mit dem Keuschheitsgelübde des Priesteramts in den Griff bekommen wollen. Dabei versagen sie dann aber oft.
Es wirft ein ganz schlechtes Licht auf die Kirche, dass sie in aller Welt von Massen an Missbrauchsfällen betroffen ist, während man von anderen Institutionen mit vergleichbaren Verhältnissen dergleichen nicht hört. So gibt es beispielsweise Jugendvollzugsanstalten, in denen ein Missbrauch sehr einfach wäre, jedoch ist hierzulande kein Fall bekannt geworden. Um so schlimmer steht die Kirche da. Wie sagte Jesus? „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen!“
Lesen Sie bitte auch hier das Wort zum Sonntag.