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Schlimmer als Homophobie: Cenosillicaphobie

 


Ich bin im Krieg groß geworden und weiß, was Angst ist: Wie oft haben wir um unser Leben fürchten müssen. Heutzutage haben die Menschen kaum noch Angst, höchstens Flugangst (Aviophobie) oder andere Phobien. Das Sonderbare daran ist, dass manche dieser Phobien eigentlich gar keine echten Ängste sind:
Nehmen wir als Beispiel die Homophobie. Das ist ein völlig verfehlter Begriff, mit dem diejenigen verunglimpft werden sollen, die über die Homosexualität eine andere Auffassung haben, als dem Mainstream entspricht. Ich glaube nicht, dass es wirklich Menschen gibt, die Angst vor Lesben, Schwulen oder überhaupt vor der Homosexualität haben. Aber trotzdem werden diejenigen, die beispielsweise die Ehe für Schwule ablehnen, als homophob bezeichnet. Durch diese Etikettierung soll ihnen klar gemacht werden, dass sie hinter dem Zeitgeist hinterher hinken: Sie werden als Feiglinge hingestellt, die sogar vor so etwas Harmlosen wie einer Lesbe Angst haben.

Heute habe ich nun eine neue Phobie entdeckt, die Cenosillicaphobie, von der ich noch nie etwas gehört hatte. Wir sind offenbar geradezu umzingelt von Phobien. Heute ist die  Cenosillicaphobie besonders schlimm, denn heute ist der Tag der Bierliebhaber und unter denen sind sicher einige, die diese „Angst vor leeren Gläsern“ spüren. Aber diese Phobie ist jedenfalls eine, bei der eine Abhilfe ganz einfach möglich ist.
Beim Bier habe ich aber doch eine andere Angst, nämlich eine, für die es noch keinen Fachausdruck gibt: die Angst, dass es bald kein Bier mehr geben könnte:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/08/28/katastrophe-bald-kein-bier-mehr/
Schlimm, wo doch Bier mein einziger Schlankmacher ist!

So nicht, Herr Steinmeier!

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Wir haben es ja voraus gesagt, dass es so kommen würde: Bundespräsident Steinmeier hat das Gesetz über die Homo-Ehe schnell und ohne jedes Aufheben unterschrieben.

https://autorenseite.wordpress.com/?s=Leisetreter
Das ist ein großer Fehler, der zeigt, dass der Leisetreter Steinmeier einmal nicht zu den Bundespräsidenten gehören wird, die nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der Bundesrepublik genommen haben.
Das Gesetz über die Homo-Ehe ist klar verfassungswidrig:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/06/29/homo-ehe-verlotterte-demokratie/
Es wurde in unwürdiger Weise von der Opposition durchgepeitscht. Schon dies hätte der Bundespräsident zum Anlass nehmen müssen, Kritik zu üben, indem er in seiner Behörde eine um so gründlichere Prüfung der Verfassungsmäßigkeit veranlasst hätte, anstatt Ruck-zuck zu unterschreiben. Schließlich will ja nun Seehofer die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes prüfen lassen, um gegebenenfalls dagegen zu klagen, und er hat dazu gesagt, das werde Monate in Anspruch nehmen.
Als schlichter Bürger fragt man sich nun:
Wurde das Gesetz ohne die nach Seehofer erforderliche gründliche, zeitaufwändige Prüfung beschlossen?
Hat Steinmeier (anders als sein Vorgänger Köhler) das Gesetz ohne Offenbarung seiner Gedanken über die Probleme ganz schnell unterschrieben, damit die Homo-Ehe nicht von vornherein als Wackelkandidat dem Verfassungsgericht vorgelegt wird?
Oder braucht Seehofer nur deshalb so lange für die Prüfung der Verfassungsmäßigkeit, um eine Entscheidung über die Klageerhebung bis nach der Bundestagswahl aufzuschieben? Vielleicht hofft er ja auf Schützenhilfe der AfD, die das Gesetz anfechten will, so dass Seehofer sich diesen Schritt ersparen könnte.
Insgesamt gesehen ist es ein schäbiges Schauspiel, das uns hier geboten wird, weil man sich scheute, den sauberen Weg einer Verfassungsänderung zu gehen.

 

Genialer Schachzug von Merkel

Merkel
Die Kanzlerin weiß genau, wann sie ihr Fähnchen in den Wind hängen muss. Das war beim Atomausstieg so oder auch bei der Maut. Nun hatte sie auch ihren Widerstand gegen die Homo-Ehe aufgegeben und den Abgeordneten gestattet, ausnahmsweise einmal so abzustimmen, wie es das Grundgesetz vorschreibt, nämlich nach ihrem Gewissen. Das war ein genialer Schachzug, denn nun stehen die Christlich-Sozialen in den Augen eines großen Teils der Wähler nicht als die Ewig-Gestrigen da, die sich dem modernen Zeitgeist verschließen. Andererseits erreicht die Kanzlerin genau das, was vielleicht sie innerlich will, was aber wohl die Mehrheit der Christlich-Sozialen eigentlich wünschen: Die Homo-Ehe wird vom Bundesverfassungsgericht gekippt (s. Beiträge unten).
Dann kann die Kanzlerin den Schwulen und Lesben sagen: „Wir waren ja so tolerant und haben das Beste für euch gewollt. aber leider…“
Und dann wird die Homo-Ehe wohl beerdigt, denn einen Anlauf zu einer Verfassungsänderung wird man wohl wegen dieses Gesetzes nicht unternehmen, sondern man wird wohl die homosexuellen Partnerschaften den Ehen weitgehend gleichstellen.

Homo-Ehe: Nun wird es spannend

Ringe
Zunächst einmal muss das Gesetz über die Homo-Ehe vom Bundespräsidenten unterschrieben werden. Es ist aber kaum anzunehmen, dass der Leisetreter Steinmeier dem Beispiel seines Amtsvorgängers Köhler folgen und die Unterschrift verweigern wird. Insofern wird es also nicht spannend.
Aber wie wird es dann weiter gehen? Auf jeden Fall wird das Gesetz beim Bundesverfassungsgericht landen. Die AfD hat angekündigt, klagen zu wollen. Die großen Parteien werden sich das im Wahlkampf nicht trauen, um sich nicht unnötig Vorwürfe der Rückständigkeit zuzuziehen.
Allerdings ist die CSU in einer schwierigen Lage: Kardinal Marx hat sie aufgefordert, das Gesetz anzufechten. Seehofer hat dazu erklärt, das bedürfe einer sorgfältigen Prüfung, die Monate beanspruche. Eigentlich möchte man meinen, das diese sorgfältige Prüfung bereits stattgefunden hat, bevor man im Bundestag über das Gesetz entscheidet. Offensichtlich will Seehofer Zeit gewinnen bis nach der Bundestagswahl. Vielleicht kann er damit auch den Kardinal hinhalten.
Wenn es der Kirche allerdings ernst damit ist, ihre Glaubensinhalte aufrecht zu erhalten, müsste sie dasselbe tun wie bei der Liberalisierung der Abtreibung. Damals wurden die Gläubigen in Hirtenworten der Bischöfe aufgefordert, „christlich“ zu wählen. Das würde heute bedeuten, dass die Kirche eigentlich empfehlen müsste, die AfD zu wählen. Aber das wird sie sich wohl nicht trauen – genauso wenig, wie die CSU vor der Wahl zu klagen wagt.

Homo-Ehe und Entartung des Rechtstaats

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Eine Demokratie kann nur funktionieren, wenn man sich an ihre Spielregeln (sprich: Verfassung) hält. Allerdings entartet unser Verständnis der Verfassung immer mehr und die Achtung vor deren Normen, die uns geradezu heilig sein sollten, schwindet ebenso. Ein typisches Beispiel bietet unser Justizminister, indem er sagte:
„Nirgendwo im Grundgesetz steht, dass nur Mann und Frau eine Ehe eingehen können. Es kommt allein auf das Begriffsverständnis von „Ehe“ an. Auch der Ehe-Begriff ist entwicklungsoffen.“

Nee, Herr Maas, so ist es nicht! Unsere Demokratie geht gerade daran kaputt, dass die Parteien die Begriffe der Verfassung „entwickeln“, wie Sie es schönfärberisch vernebeln: So wurde der oberste Grundsatz unseres Rechts, dass alle Staatsmacht vom Volke ausgeht, dahin gehend uminterpretiert, dass die Staatsmacht nun von den Parteien ausgeht. Oder der Satz, dass die Abgeordneten nach ihrem Gewissen entscheiden, bedeutet nun, dass die Parteien ihren Abgeordneten vorschreiben, wie ihr Gewissen zu funktionieren hat. Ja, unsere Demokratie ist kaputt:
https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/
Und so wundert man sich nicht, dass unsere Zeit einen Justizminister hervor gebracht hat, der den Begriff „Ehe“ als so „entwicklungsoffen“ begreift, dass das Gegenteil dessen heraus kommt, was die Schöpfer des Grundgesetzes gemeint haben. Sie begannen das Grundgesetz mit den Worten: „Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott…“ Diese Bezugnahme auf Gott bedeutet, dass sie gemäß der Bibel die Ehe als Gemeinschaft zwischen Mann und Frau betrachteten und dass sie gleichgeschlechtliche Beziehungen nicht nur als Sünde ansahen, sondern gemäß § 175 a.F. StGB auch als Verbrechen.
Man kann viel an Gesetzen herum deuteln, aber man kann nicht Normen so interpretieren, dass das, was einmal als Verbrechen galt, nun die moralische Richtschnur sein soll. Wie schief der Justizminister liegt, kann er selbst feststellen, indem er mal darüber nachdenkt, ob er einen einzigen Fall nennen kann, in dem ein Gesetz so „entwickelt“ wurde, dass hinterher das Gegenteil dessen heraus kam, was die Verfasser wollten.
Das Gesetz über die Homo-Ehe ist ein klarer Verfassungsbruch. Der Weg zu einer solchen Veränderung des Begriffs „Ehe“ kann nur über eine Verfassungsänderung führen. Hat unser Bundespräsident so viel Rückgrat, dass er sich das zu sagen traut, wo doch seine Partei diejenige war, der wir die rasche Durchpeitschung des Gesetzes über die Homo-Ehe verdanken? Oder wird er das Gesetz routinemäßig unterschreiben? Das Mindeste, das wir erwarten könnten, wäre die Meldung, dass eingehend geprüft werde und dass dies einige Zeit in Anspruch nehmen würde. Aber leider herrscht verdächtiges Schweigen.

Ehekrise bei Steinmeier?

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Zur Zeit hat der Bundespräsident nichts zu Lachen, denn er muss sich mit der Homo-Ehe befassen.
Ein Gesetz tritt bekanntlich erst in Kraft, wenn es von ihm unterschrieben wird. Achtmal ist es vorgekommen, dass ein Bundespräsident die Unterschrift verweigert hat. Spannend wird es nun, wie sich Steinmeier beim Gesetz über die Schwulen-Ehe verhält. Seine Frau ist ja Richterin und wird sicherlich mit ihm darüber diskutieren. Und wenn nun er unterschreiben will und sie von ihm verlangt, die Unterschrift zu verweigern: was dann? Kommt es dann zu einer Ehekrise? Wohl kaum, denn dann bietet sich ein Ausweg an: Steinmeier geht auf Reisen oder in Urlaub und überlässt das heiße Eisen seinem Stellvertreter.
https://autorenseite.wordpress.com/2017/06/29/homo-ehe-verlotterte-demokratie/

Eigentlich sollte die Unterschrift nicht geräuschlos über die Bühne gehen. Man sollte doch erwarten, dass es einige Zeit dauert, in der man sich mit den Bedenken gegen das Gesetz auseinander setzt. Und es wäre gut für die Demokratie, wenn wir etwas über den Willensbildungsprozess erfahren würden. Kein gutes Zeichen für die Demokratie wäre es jedenfalls, wenn das Gesetz kurzer Hand unterschrieben wird und wenn es dann ausgerechnet auf Klage der AfD annulliert wird, einer Partei also, der die anderen Verfassungswidrigkeit vorwerfen.

Doch keine Ehe für alle?

Ringe
Die Schwulen und Lesben haben es geschafft, die Homo-Ehe (jedenfalls vorläufig) durchzusetzen, bis das Bundesverfassungsgericht einschreitet.
Man fragt sich aber nun nach Einführung der Homo-Ehe, was denn mit den Sodomisten ist: Wenn jemand halt so veranlagt ist, dass er sein Pony liebt – warum darf er es dann nicht auch heiraten? So etwas könnte doch auch gehen, denn gerade hat in Mexiko ein Bürgermeister sogar ein Krokodil geheiratet:
https://web.de/magazine/panorama/mexiko-buergermeister-heiratet-krokodil-32408390
Und was ist mit den Moslems? Warum dürfen die nicht nach ihrem Glauben selig werden, indem sie mehrere Frauen heiraten dürfen, wenn diese dabei mitmachen wollen? Schließlich haben wir doch die grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit.
Prinz Charles hat es uns auch vorgemacht, wie jedenfalls er mit zwei Frauen glücklich war, denn seine Frau Diana sagte einmal in einem BBC-Fernsehinterview: „Es waren drei von uns in dieser Ehe.“ Prinz Charles wird einmal Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, so dass vielleicht einmal seine Ehe zu dritt als zulässige Form des Zusammenlebens kirchlich abgesegnet werden könnte.
Kolumbien hat gerade erst eine Ehe zwischen drei Männern offiziell anerkannt, obwohl dort die Homo-Ehe erst 2016 eingeführt wurde. Wir sehen also, wohin der Trend geht.
Und wenn dann schon Männer mehrere Partner(-innen)  haben dürfen, werden die Frauen, denen ein Mann nicht genügt, aufbegehren und Gleichberechtigung fordern.
Nicht auszudenken, was uns nun noch alles bevorstehen könnte! Und das alles wird uns dann als Fortschritt verkauft!

 

Was flüstert Frau Steinmeier ihrem Mann ins Ohr?

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Manchmal müsste man Mäuschen sein können und beispielsweise zuhören können, was Frau Steinmeier morgens beim Aufwachen ihrem Mann, dem Bundespräsidenten, ins Ohr flüstert. Sie ist ja Richterin und hat sich vielleicht abseits vom Parteiengetümmel einen nüchternen Blick auf das jüngste Geschehen bewahrt. Und so wird sie womöglich ihrem Mann ins Ohr flüstern:
„Fränkie-Boy, tu’s nicht!“ Frank Walter wird dann vielleicht als braver Ehemann das tun, was seine Pflicht ist: gehorchen. Und so wird er seine Unterschrift unter das verfassungswidrige Gesetz über die Homo-Ehe verweigern:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/06/29/homo-ehe-verlotterte-demokratie/
Wenn Sie über diese kleine Geschichte lachen, denken Sie mal darüber nach, wie es kommen wird, wenn er unterschreibt: Dann wird ausgerechnet auf Klage der AfD das umstrittene Gesetz annulliert. Und deshalb wird Frau Steinmeier ihrem Mann weiter ins Ohr flüstern: „Fränkie-Boy, blamier uns nicht!“

Homo-Ehe: So nicht!

Ringe
Wir reden ja zur Zeit dauernd von Leitkultur. Gehörte es nicht auch seit Jahrtausenden zu dieser Leitkultur, dass eine Ehe zwischen Mann und Frau geschlossen wird? Dieses Stück Leitkultur wurde gestern in einem Hau-Ruck-Verfahren über Bord geworfen. Nichts gegen Schwule und Lesben! Aber hätte man das Problem nicht auch in Ruhe vielleicht anders lösen können, indem man die herkömmliche Ehe und die Homo-Ehe einem gemeinsamen Oberbegriff (z.B.: „Lebensgemeinschaften“) unterstellt und indem man Schwulen und Lesben die Adoption gestattet?
Aber wenn man schon die Ehe für alle einführen will: Hätte man dies nicht jedenfalls in verfassungsrechtlich einwandfreier Form machen können?
https://autorenseite.wordpress.com/2017/06/29/homo-ehe-verlotterte-demokratie/
Das Theater, das im Bundestag noch typischerweise mit einem Konfettiregen abgeschlossen wurde, ist ein Zeichen für die „Verläppischung“, die immer mehr um sich greift und nun auch die Politik erfasst:
https://autorenseite.wordpress.com/2010/07/10/volk-moeglichst-wenig-wissen-8947104/
Was wird nun passieren? Das Bundesverfassungsgericht wird sich mit der Ehe für alle befassen müssen und das Ergebnis steht fest: Dann wird alles sauber von vorn angehen, wie es sich gehört: erst eine Grundgesetzänderung und dann die Homo-Ehe.
Man soll ja eigentlich immer alles vom Ende her denken: Wenn die Schwulen und Lesben so sehr darunter leiden, dass sie bisher nur in Partnerschaften und nicht in Ehen zusammen leben können: Wird nicht der nächste Schritt sein, dass sie darunter leiden, mit „Herr“ oder „Frau“ angeredet zu werden, obwohl sie sexuell anders orientiert sind? Werden wir dann nicht diese Anreden abschaffen müssen und uns mit „Mensch“! ansprechen müssen? Ist also dem“Herren“ und der „Frau“ dasselbe Schicksal beschieden wie der Anrede „Fräulein“ für unverheiratete Frauen?
Abschließend noch ein Gedanke: Es wird bei der Homo-Ehe vielfach von Toleranz gesprochen. Aber wäre es nicht auch ein Zeichen von Toleranz, wenn die Schwulen und Lesben den Begriff der Ehe den Männern und Frauen überlassen hätten, die eine solche Verbindung eingehen?

Homo-Ehe – verlotterte Demokratie

 

Ringe
Um es klar zu stellen: Hier geht es nicht um die Frage, ob die Homo-Ehe eingeführt werden soll oder nicht. Es geht allein um die Frage, wie dies zu geschehen hat.
Nach Art. 6 des Grundgesetzes stehen Ehe und Familie unter dem besonderen Schutz des Staates. Unstreitig ist, dass bei Erlass des Grundgesetzes unter „Ehe“ eine Verbindung zwischen Mann und Frau gemeint war, zumal auch „Schwulen-Ehen“ in § 175 StGB verboten waren. Die Fragen, um die es nun in der hastig anberaumten Bundestagsdebatte geht, sind diese:
Kann man den Begriff „Ehe“ einfach anders auslegen, als er eindeutig gemeint gewesen ist?
Wenn man aber glaubt, neben der herkömmlichen Ehe auch die Schwulen-Ehe einführen zu dürfen: Wo bleibt dann der besondere Schutz der herkömmlichen Ehe, den die Väter des Grundgesetzes gewollt haben?
Man sieht: Es gibt erhebliche Probleme, die angesehene Staatsrechtler zu der Auffassung kommen lassen, die Einführung der Homo-Ehe sei verfassungswidrig.
Eine saubere Lösung der Probleme sähe also so aus, dass man das Grundgesetz entsprechend ändern müsste. Warum geschieht das nicht? Weil es um die Macht geht, nicht um die Homo-Ehe.
Was unseren Abgeordneten fehlt, ist der Respekt vor der Verfassung: Dieser gebietet, dass man nichts tut, was auch nur in den Ruch der Verfassungswidrigkeit kommen könnte. Weil die Achtung vor der Verfassung fehlt, scheitert der Staat dauernd vor dem Verfassungsgericht:
https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/
Als besonders schäbig erscheint in diesem Zusammenhang, wie bei der Einführung der Homoehe vorgegangen wird:
Nachdem sowohl Grüne wie auch die SPD beschlossen hatten, keine Koalition ohne Einführung der Homoehe einzugehen, setzte dies die Kanzlerin unter Zugzwang: Sie musste den Abgeordneten ihrer Partei ausnahmsweise etwas gestatten, was im Grundgesetz vorgesehen ist: nämlich dass sie nach ihrem Gewissen entscheiden dürfen. Dies wiederum veranlasste die SPD und die Grünen, sofort über die Homoehe in namentlicher Abstimmung entscheiden zu lassen.
Man sieht, dass die Homoehe zum Spielball machtpolitischer Interessen geworden ist und die Frage der Verfassungsmäßigkeit nur noch ein Problem für Staatsrechtler bleibt. Schade! „Man kann doch nicht alles nur für den Wahlkampf aufgeben! Das wäre für mich eine verkaufte Seele“, kommentierte die hiesige CSU-Kreisvorsitzende,
Eigentlich sollten Abgeordnete die Möglichkeit haben, ein Gesetzesvorhaben zunächst vom Verfassungsgericht prüfen zu lassen, wenn dessen Verfassungsmäßigkeit zweifelhaft ist. Das wäre allenal besser, als wenn sich das Verfassungsgericht hinterher mit dieser Frage befassen muss.
Bei uns obliegt es ja dem Bundespräsidenten, die Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen zu prüfen. Das wird die erste Bewährungsprobe für Steinmeier.

Interessant ist, dass nach einer Umfrage der Antidiskriminierungsstelle 82% der Deutschen für die Homo-Ehe sein sollen. Bei der gerade in Pro7 laufenden Fernsehumfrage jedoch sind zur Zeit 67% dagegen.

Übrigens hätte man das Problem Homo-Ehe wohl zur Zufriedenheit aller dadurch lösen können, dass man schwulen Paaren die Adoption gestattet, nachdem festgestellt wurde, das dies keinen Nachteil für die Kinder bedeutet.